<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1947254,"date":"2021-07-17T01:38:00","date_gmt":"2021-07-16T23:38:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1947254"},"modified":"2021-07-17T05:05:53","modified_gmt":"2021-07-17T03:05:53","slug":"newsblog-zur-flutkatastrophe-rur-damm-in-ophoven-gebrochen700-einwohner-evakuiert","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/07\/newsblog-zur-flutkatastrophe-rur-damm-in-ophoven-gebrochen700-einwohner-evakuiert\/","title":{"rendered":"Newsblog zur Flutkatastrophe: Rur-Damm in Ophoven gebrochen,700 Einwohner evakuiert"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Im Ort Ophoven im Kreis Heinsberg ist der Rur-Damm gebrochen. Rettungskr\u00e4fte evakuieren 700 Bewohner, best\u00e4tigt die Bezirksregierung K\u00f6ln. Alle Infos im Newsblog.<\/b><br \/>\nIm Ort Ophoven im Kreis Heinsberg ist der Rur-Damm gebrochen. Rettungskr\u00e4fte evakuieren 700 Bewohner, best\u00e4tigt die Bezirksregierung K\u00f6ln. Alle Infos im Newsblog. In Ophoven, einem Ortsteil der Stadt Wassenberg im Kreis Heinsberg, ist einem Medienbericht zufolge der Rur-Damm gebrochen. Demnach h\u00e4tten Rettungskr\u00e4fte damit begonnen,700 Einwohner zu evakuieren, berichtet der WDR. Ursache waren nach Angaben des B\u00fcrgermeisters Marcel Maurer Schleusenklappen, die in den Niederlanden geschlossen wurden. Das habe zu einem R\u00fcckstau gef\u00fchrt. Man sei mit den Beh\u00f6rden im Nachbarland aber bereits in Kontakt. Die Rur war in der Vergangenheit immer wieder nach starken Regenf\u00e4llen \u00fcber die Ufer getreten. Vor einem Jahr war ein neuer Damm zun\u00e4chst abgelehnt worden, statt dessen sollte eine Rampe gebaut werden. Die Rur hat ihre Quelle in der Eifel und m\u00fcndet bei Roermond in den Niederlanden in die Maas. Die benachbarte Ortschaft Ohe war bereits evakuiert worden \u2013 sie konnte nicht mehr gegen die Wassermassen gesichert werden. In der besonders schlimm getroffenen Ortschaft Erftstadt in NRW haben die Wassermassen mehrere Fahrzeuge auf der Bundesstra\u00dfe 265 eingeschlossen. Aufnahmen von Fotografen zeigten Lkws und Autos, die teils vollst\u00e4ndig von Wasser \u00fcbersp\u00fclt waren. Wie eine Kreissprecherin sagte, sei die Stra\u00dfe innerhalb von Minuten \u00fcberflutet worden. Ob alle Fahrzeuginsassen sich rechtzeitig h\u00e4tten retten k\u00f6nnen oder ob es dort m\u00f6glicherweise weitere Opfer gibt, sei noch nicht klar. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier kommt am Samstag in den von der Unwetterkatastrophe besonders getroffenen Rhein-Erft-Kreis. Nach Angaben der NRW-Staatskanzlei besucht das Staatsoberhaupt am Mittag zusammen mit Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet Erftstadt, wo zahlreiche H\u00e4user und Autos weggesp\u00fclt worden waren. Steinmeier will sich in der Feuerwehrleitzentrale ein Bild von der aktuellen Lage machen und mit Rettungskr\u00e4ften sprechen. Ein Besuch Steinmeiers in den betroffenen Flutgebieten von Rheinland-Pfalz ist nach Angaben einer Sprecherin der Mainzer Staatskanzlei vom Freitagabend derzeit nicht geplant. Zum Gedenken an die Opfer der Unwetterkatastrophe werden die Fahnen an zahlreichen Geb\u00e4uden in Nordrhein-Westfalen bis Montag auf Halbmast wehen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) ordnete am Freitag f\u00fcr alle Dienstgeb\u00e4ude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverb\u00e4nde Trauerbeflaggung an, wie das Innenministerium mitteilte. Zum Schutz vor der Hochwasserwelle haben im S\u00fcden der Niederlande zahlreiche Menschen ihre H\u00e4user und Wohnungen in Orten entlang der Maas verlassen m\u00fcssen. So m\u00fcssen gro\u00dfe Teile der Gemeinde Venlo an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen evakuiert werden. Das Wasser in der Maas steigt schneller als erwartet und um eine n\u00e4chtliche Evakuierung zu vermeiden, m\u00fcssen etwa 10.000 Menschen bis 18 Uhr ihre H\u00e4user verlassen haben. Nachdem die Fluten ein Loch in den Deich eines Kanals bei Maastricht gerissen hatten, heulten die Sirenen, wie die Beh\u00f6rden mitteilten. In Venlo wurde ein Krankenhaus mit 200 Patienten vorsorglich evakuiert. Soldaten und Einsatzkr\u00e4fte verst\u00e4rkten Deiche an der Maas und kleineren Fl\u00fcssen in der Region mit Sands\u00e4cken. Die zahlreichen Schaulustigen wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und die Einsatzkr\u00e4fte nicht zu behindern. Tausende Einwohner von Maastricht und angrenzenden Orten, die sich am Vorabend bereits in Sicherheit gebracht hatten, konnten nun wieder in ihre Wohnungen zur\u00fcckkehren. Zwar kam es oft nicht zu den bef\u00fcrchteten verheerenden \u00dcberflutungen, die Wassermassen richteten aber Sch\u00e4den an. Berichte \u00fcber Verletzte gab es nicht. Zuvor gesperrte Autobahnen wurden meist wieder freigegeben. In der Nacht zum Freitag hatte die Maas unweit der belgischen Grenze ihren h\u00f6chsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen 1911 erreicht. Am Vormittag sank der Pegelstand dort wieder. In Roermond weiter n\u00f6rdlich wurde der H\u00f6chststand am Freitagnachmittag und in Venlo in der Nacht zum Samstag erwartet. Nach einem Aufruf der Stadt Bonn, Menschen aus Hochwassergebieten eine Unterkunft anzubieten, sind bei der Verwaltung Hilfsangebote f\u00fcr mehr als 1.000 Betroffene eingegangen. Viele Privatpersonen wollten bis zu drei Menschen aufnehmen, und Hotels stellten bis zu 50 Doppelzimmer zur Verf\u00fcgung, teilte die Stadt am Freitag mit. &#171;Wir sind \u00fcberw\u00e4ltigt von der Vielfalt und der F\u00fclle der Angebote. Weitere brauchen wir im Moment nicht mehr&#187;, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeisterin Katja D\u00f6rner. Ab jetzt sollten die Telefonleitungen f\u00fcr Hilfesuchende frei gehalten werden. Zudem suche ein Mitarbeiter der Stadt vier gro\u00dfe Sammelunterk\u00fcnfte auf, um die Menschen dort \u00fcber das Angebot zu informieren. Angesprochen seien Hochwasser-Gesch\u00e4digte aus Bonns stark betroffenen Nachbarkreisen Ahrweiler, Euskirchen und Rhein-Sieg. Belgien hat nach den schweren Unwettern inzwischen mindestens 20 Todesopfer zu beklagen.20 weitere Menschen werden nach den \u00dcberschwemmungen im Osten des Landes noch vermisst, wie das Innenministerium in Br\u00fcssel am Freitag mitteilte. Regierungschef Alexander De Croo rief f\u00fcr Dienstag einen nationalen Tag der Trauer aus. &#171;Wir warten immer noch auf die endg\u00fcltigen Zahlen&#187;, sagte De Croo bei einer Pressekonferenz. &#171;Aber dies k\u00f6nnten die katastrophalsten \u00dcberschwemmungen sein, die unser Land je gesehen hat.&#187; Vielerorts sei die Lage weiterhin &#171;extrem kritisch&#187;. Am st\u00e4rksten betroffen ist die Region L\u00fcttich in Grenzn\u00e4he zu Deutschland und den Niederlanden. Alleine in den Gemeinden Verviers und Pepinster wurden bislang mindestens zehn Leichen geborgen. In der N\u00e4he der vom Hochwasser heimgesuchten Ortschaft Erftstadt-Blessem sind Teile der gesperrten Autobahn 1 in den Fluss Erft gest\u00fcrzt. Dies berichtete ein dpa-Reporter als Augenzeuge. Nach seinen Angaben brachen sch\u00e4tzungsweise mehr als 40 Meter des Standstreifens in mehreren St\u00fccken mit einem Knacken ab und fielen in den Fluss. Auf den Abschnitten h\u00e4tten sich keine Fahrzeuge befunden. Auch ein St\u00fcck L\u00e4rmschutzwand sei eingest\u00fcrzt. Die Lage an der Steinbachtalsperre ist nach Auskunft des Kreises Euskirchen stabil, &#171;aber nicht unkritisch&#187;. Bei der \u00dcberpr\u00fcfung des Dammes mit einer Drohne seien keine kritischen Risse gefunden worden, so eine Kreissprecherin. Nach wie vor sei das Grundabflussrohr der Talsperre verstopft. Um Druck aus der Anlage zu nehmen, werde weiterhin das Wasser mit Hochleistungspumpen aus der Talsperre geholt. Mehrere Orte unterhalb der Steinbachtalsperre waren in den vergangenen Tagen wegen der Gefahr eines Durchbrechens der Staumauer evakuiert worden. Der Kreis Euskirchen appelliert an die Bewohner, noch nicht in die H\u00e4user zur\u00fcckzukehren. Die Gefahr sei noch nicht gebannt. Der Verwaltung des vom Hochwasser stark betroffenen Rhein-Erft-Kreises ist bislang ein Todesopfer bekannt. Dies sei von der Stadt Erftstadt gemeldet worden, berichtete eine Sprecherin. Es sei aber zu bef\u00fcrchten, dass es noch weitere Opfer gebe. So sei unklar, ob es alle Autofahrer noch rechtzeitig aus ihren Wagen schafften, als sie auf der B265 von Wassermassen \u00fcberrascht wurden. Im Unwetterkatastrophengebiet im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz sind zwei Menschen wegen des Verdachts des Einbruchdiebstahls festgenommen worden. Die Beschuldigten seien dem Haftrichter vorgef\u00fchrt worden, aber kein Haftbefehl erlassen worden, weil ein dringender Tatverdacht fehlte, teilte die Staatsanwaltschaft in Koblenz am Freitag mit. Die Ermittlungen dauerten an. Dar\u00fcber hinaus h\u00e4tten einige die Lage f\u00fcr Diebst\u00e4hle ausgenutzt, hie\u00df es bei der Polizei. Zahlen dazu waren zun\u00e4chst nicht bekannt. Bei der Unwetterkatastrophe im Kreis Ahrweiler sind mindestens 362 Menschen verletzt worden. Diese Zahl k\u00f6nne sich aber noch weiter erh\u00f6hen, teilte die Polizei in Koblenz am Freitag mit. Dies gelte auch f\u00fcr die Toten, die das Innenministerium zuletzt mit 63 angegeben hatte. Infolge des Unwetters sind weiterhin die Bundesstra\u00dfe 257 ab H\u00f6nningen bis Ahrbr\u00fcck sowie mehrere Land- und Kreisstra\u00dfen nicht befahrbar. Die Polizei ruft die Bev\u00f6lkerung auf, die vom Hochwasser betroffenen Ortschaften nicht aufzusuchen, sondern weitr\u00e4umig zu umfahren, damit Platz f\u00fcr die Rettungskr\u00e4fte ist. &#171;Das gro\u00dfe Ma\u00df an Solidarit\u00e4t und die vielen Hilfsangebote aus der Bev\u00f6lkerung beeindrucken uns sehr und zeigen die bundesweite Betroffenheit&#187;, hei\u00dft es in der Mitteilung. Die Polizei appellierte an die Menschen im Katastrophengebiet: &#171;Passen Sie auf sich auf und vertrauen Sie auf die Arbeit der Rettungskr\u00e4fte.&#187; Der Versorger Energienetze Mittelrhein hat die Situation nach der Hochwasserkatastrophe im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz als dramatisch bezeichnet. &#171;Die Gasleitung ist komplett gerissen. Wirklich zerst\u00f6rt&#187;, sagte Unternehmenssprecher Marcelo Peerenboom am Freitag in Koblenz. Mehrere Kilometer Leitung m\u00fcssten komplett neu gebaut werden. &#171;Das wird leider Wochen oder Monate dauern, bis dort wieder Gasversorgung ist. Das hei\u00dft f\u00fcr die B\u00fcrger: kaltes Wasser, und wenn die Heizperiode kommt, auch kalte Wohnung.&#187; Das Unternehmen denke dar\u00fcber nach, wie den Menschen geholfen werden k\u00f6nne. Derzeit komme der Versorger jedoch nicht einmal an alle Schadensstellen heran. &#171;Eine Gasregelstation zum Beispiel liegt komplett unter Wasser&#187;, sagte Peerenboom. &#171;Da m\u00fcssen wir warten, bis Monteure an die Anlagen kommen.&#187; Dann k\u00f6nne man sich ein komplettes Bild von der Lage machen. &#171;Bis dahin k\u00f6nnen Sie nur sch\u00e4tzen.&#187; Zur Stromversorgung im Kreis Ahrweiler hatte das Unternehmen Westnetz von erheblichen Besch\u00e4digungen an den Verteilungsanlagen durch Starkregen und \u00dcberschwemmungen gesprochen. Zahlreiche St\u00e4dte und Ortsgemeinden seien von Stromausf\u00e4llen betroffen. &#171;Die Arbeiten und Erreichbarkeit der Stromanlagen werden zum Teil durch \u00fcberflutete Stra\u00dfen erschwert&#187;, hie\u00df es in einer Mitteilung. Eine Aussage zur Wiederaufnahme der kompletten Versorgung sei vorerst nicht m\u00f6glich. Etwa 1.100 Helfer von Feuerwehr, Polizei und DLRG aus Niedersachsen werden \u00fcber das Wochenende in Nordrhein-Westfalen gegen die Folgen des katastrophalen Hochwassers k\u00e4mpfen. Das teilte das nieders\u00e4chsische Innenministerium in Hannover mit. Am Freitag wurden Kreisfeuerwehrbereitschaften aus acht Landkreisen in das Nachbarbundesland entsandt. Die 800 Feuerwehrleute sollen in den Regierungsbezirken Arnsberg, D\u00fcsseldorf und K\u00f6ln zum Einsatz kommen. Sie bringen auch vier Hochleistungspumpen mit. Schon seit Donnerstag helfen zwei Wasserrettungsz\u00fcge der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aus Niedersachsen in NRW aus. Einsatzschwerpunkt der 110 Retter ist die Rettung von Menschen aus den Fluten mit Booten. Polizisten aus Niedersachsen helfen im Katastrophengebiet beispielsweise mit, Pl\u00fcnderungen zu verhindern. Auch Angeh\u00f6rige der Wasserschutzpolizei Oldenburg sind bis Montag im Einsatz. Bei dem Versuch, Gesch\u00e4fte in den vom Hochwasser stark betroffenen St\u00e4dten Eschweiler und Stolberg in Nordrhein-Westfalen zu bestehlen, sind f\u00fcnf Menschen vorl\u00e4ufig festgenommen worden. In allen F\u00e4llen schrieben Beamte eine Anzeige wegen Diebstahls, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Ein 32 Jahre alter Mann versuchte demnach am Donnerstag in Stolberg, einen Gegenstand aus einem Juweliergesch\u00e4ft zu stehlen. Als Zeugen ihn ansprachen, lie\u00df er seine Beute wieder fallen. In einem Supermarkt in Stolberg waren zwei Frauen im Alter von 28 und 24 Jahren und ein 35-j\u00e4hriger Mann unterwegs, um Lebensmittel und Spielzeug zu stehlen. In Eschweiler wollte ein Mann Beute in einer Apotheke machen. In allen L\u00e4den war der Eingangsbereich jeweils durch die Hochwasserlage besch\u00e4digt, sagte der Polizeisprecher. Beamte nahmen die Personalien der Personen auf, die daraufhin wieder entlassen wurden. Die 28 Jahre alte Frau in Stolberg werde einem Haftrichter vorgef\u00fchrt. Zuvor hatte &#171;bild.de&#187; berichtet. Die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands hat mindestens 106 Menschen das Leben gekostet. (Stand: 14.30 Uhr) In Rheinland-Pfalz starben mindestens 63 Menschen. Die Zahl werde vermutlich noch steigen, sagte Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Mainz. Eine nicht genau bekannte Zahl von Menschen wird noch vermisst. Allein in der Verbandsgemeinde Adenau (Kreis Ahrweiler) waren dies etwa 30 Bewohner. &#171;Das Leid nimmt auch gar kein Ende&#187;, sagte Dreyer bei einem Besuch der Berufsfeuerwehr in Trier. Die Zahl der Toten steige weiter. \u00dcberall gehe jetzt das Wasser zur\u00fcck, daher w\u00fcrden nun Menschen gefunden, die bei der Katastrophe ertrunken seien. &#171;Und da k\u00f6nnte man eigentlich nur noch weinen. Das ist ein Horror.&#187; In Nordrhein-Westfalen sind bislang 43 best\u00e4tigte Todesopfer bekannt, viele Menschen werden allerdings noch immer vermisst. Um Organisationen und Betroffenen schnell und unkompliziert zu helfen, hat die Baumarktkette Obi Unterst\u00fctzung angeboten. &#171;Uns ist es wichtig, den Betroffenen in dieser schweren Situation bestm\u00f6glich zu helfen und mit allen Mitteln, die wir haben, zu unterst\u00fctzen. Auch in schweren Situationen glauben wir daran, dass alles machbar ist \u2013 wichtig ist der Zusammenhalt der Menschen&#187;, sagt Sergio Giroldi, CEO von Obi. Hilfsorganisationen k\u00f6nnen sich, einem Bericht des &#171;Presseportal&#187; zufolge, in den betroffenen Regionen an die Marktleiter wenden und ihren Bedarf an Material nennen und kurzfristig kostenlos abholen. Deutschlandweit k\u00f6nnen Trocknungsger\u00e4te, Pumpen oder andere akut n\u00fctzliche, jedoch schwer verf\u00fcgbare Ger\u00e4te und Werkzeuge im n\u00e4chsten Obi Markt abgegeben werden. Der Baumarkt koordiniere den Transport der Hilfsmittel in die OBI-M\u00e4rkte in den Krisenorten, die dann kostenlos zur Abholung f\u00fcr die Betroffenen bereitstehen w\u00fcrden, hei\u00dft es vom Unternehmen. Als Gegenwert f\u00fcr die Materialspende erhalten die Helfer einen Obi Warengutschein im Wert eines \u00e4quivalenten Neuger\u00e4ts. In Belgien steigt die Zahl der Toten in Zusammenhang mit den schweren Unwettern weiter. Wie die Nachrichtenagentur Belga am Freitag unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz L\u00fcttich berichtet, kamen mindestens 23 Menschen in Wallonien ums Leben. Bislang seien in der Provinz L\u00fcttich nur sechs von 20 dort gefundenen Leichen identifiziert worden. Es gebe immer noch Menschen, die seit 36 Stunden ohne Essen und Trinken auf D\u00e4chern ausharrten. Nach Informationen des \u00f6ffentlich rechtlichen Sender RTBF wurden in der Provinz L\u00fcttich zudem am Mittag noch 13 Menschen vermisst. Am letzten Schultag vor den Sommerferien in Rheinland-Pfalz waren zahlreiche Schulen in f\u00fcnf Landkreisen wegen der Hochwasserkatastrophe geschlossen. Damit war die Ausgabe der Jahreszeugnisse zun\u00e4chst ebenso nicht m\u00f6glich wie das gemeinsame Abschiednehmen von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mit ihren Lehrkr\u00e4ften. Im Landkreis Ahrweiler waren nach Angaben des Bildungsministeriums in Mainz am Freitag alle Schulen geschlossen. Auch in den Kreisen Mayen-Koblenz, Cochem-Zell, Bitburg-Pr\u00fcm und Trier-Saarburg konnten jeweils mehrere Schulen wegen Auswirkungen der Katastrophe keinen Unterricht erm\u00f6glichen. Zum Schutz vor der Hochwasserwelle haben im S\u00fcden der Niederlande Soldaten und Einsatzkr\u00e4fte Deiche an der Maas und kleineren Fl\u00fcssen mit Sands\u00e4cken verst\u00e4rkt. Tausende Einwohner von Maastricht und angrenzenden Orten, die sich vor dem Hochwasser in Sicherheit gebracht hatten, konnten am Freitag aber bereits wieder in ihre Wohnungen zur\u00fcckkehren, teilten die Beh\u00f6rden mit. Zu den bef\u00fcrchteten \u00dcberflutungen kam es gr\u00f6\u00dftenteils nicht. Wegen der Wassermassen gesperrte Autobahnen wurden meist wieder freigegeben. Zwar kam es zu materiellen Sch\u00e4den, Berichte \u00fcber Verletzte gab es aber nicht. In der Nacht zum Freitag hatte die Maas unweit der belgischen Grenze ihren h\u00f6chsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen 1911 erreicht. Am Vormittag sank der Pegelstand dort aber bereits wieder, die Wassermassen schoben sich weiter Richtung Norden. Punktuell wurden Menschen hier aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen. Der B\u00fcrgermeister der an den Kreis Kleve grenzenden Gemeinde Gennep, Hans Teunissen, rief Katastrophentouristen auf, zu Hause zu bleiben. Die Stra\u00dfen m\u00fcssten f\u00fcr die Hilfskr\u00e4fte freibleiben. Die Wassermassen seien noch umfangreicher als bei den Hochwassern 1993 und 1995, zwischenzeitlich seien aber Schutzma\u00dfnahmen getroffen worden. Nach einem im Braunkohletagebau Inden bei Aachen vermissten Mitarbeiter des Energieunternehmens RWE wird weiter gesucht. Am Morgen sei \u00fcber dem \u00fcberschwemmten Gebiet eine Drohne zum Einsatz gekommen, sagte ein RWE-Sprecher. Erneut habe ein Polizei-Hubschrauber mit einer W\u00e4rmebildkamera den Bereich \u00fcberflogen. Einsatzkr\u00e4fte suchten auch von Booten aus. Bei dem Mitarbeiter handelt es sich um einen Ger\u00e4tef\u00fchrer, der eine Raupe gefahren hatte. Dass nach dem Mitarbeiter gesucht wird, hatte RWE am Donnerstagmittag mitgeteilt. Der Hochwasser f\u00fchrende Fluss Inde war am Donnerstagmorgen bei Lamersdorf \u00fcber den Deich getreten und in die Tagebaugrube geflossen. Der Abbaubetrieb wurde unterbrochen. Am Freitag war die Inde nach Angaben des Sprechers weitgehend in ihr Bett zur\u00fcckgekehrt. Auf dem Boden des Tagebaus gebe es aber noch Bereiche, wo Wasser stehe. Die Evakuierung von etwa 2.000 Menschen in Swisttal im S\u00fcden von Nordrhein-Westfalen ist abgeschlossen. Das teilte der Rhein-Sieg-Kreis am Freitag mit. Die Gefahr von Hochwasser durch ein Durchbrechen der Staumauer der Steinbachtalsperre bestehe weiterhin. Im Ortsteil Odendorf seien zwei Seniorenheime evakuiert worden. Mehr als 80 Bewohnerinnen und Bewohner seien in andere Heime oder in Krankenh\u00e4user gebracht worden. Zurzeit werde die Verlegung der rund 2000 betroffenen Menschen aus den Betreuungsstationen in andere Einrichtungen organisiert, in denen ein l\u00e4ngerere Aufenthalt m\u00f6glich ist. Im Raum Euskirchen sucht die Polizei weiterhin nach 40 vermissten Menschen. Im Raum Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis werden ebenfalls noch 19 Menschen vermisst, wie die Polizei K\u00f6ln am Freitag mitteilte. Bei der Hotline f\u00fcr vermisste Personen des Rhein-Sieg-Kreises seien mehr als 300 Nachfragen eingegangen. Viele der Anrufe seien auf das zusammengebrochene Mobilfunknetz zur\u00fcckzuf\u00fchren. Am Freitagmorgen hatte die Polizei K\u00f6ln von 24 Toten im Kreis Euskirchen und sechs Toten im Rhein-Sieg-Kreis berichtet. Noch immer seien nicht alle der Leichen geborgen, hie\u00df es in der Mitteilung. Die \u00dcberpr\u00fcfung der Vermisstenmeldungen laufe. Die Zahl der Todesopfer nach den schweren Unwettern im Westen Deutschlands ist am Freitag auf \u00fcber 100 gestiegen. Allein in Rheinland-Pfalz gebe es inzwischen mehr als 60 Tote, sagte Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD). &#171;Das Leid nimmt zu.&#187; Eine Sprecherin des nordrhein-westf\u00e4lischen Innenministeriums gab die Zahl der Todesopfer in ihrem Bundesland mit 43 an. &#171;Das kann sich aber min\u00fctlich \u00e4ndern.&#187; Wegen anhaltenden Starkregens sind an Rhein, Mosel und kleineren Fl\u00fcssen im Westen Deutschlands die Pegelst\u00e4nde gestiegen. Zahlreiche Stra\u00dfen sind \u00fcberflutet. Etliche H\u00e4user sind bereits eingest\u00fcrzt. D\u00e4mme drohen zu brechen. Das Verteidigungsministerium hat wegen der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands einen milit\u00e4rischen Katastrophenalarm ausgel\u00f6st. Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) habe die Entscheidung getroffen, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin. &#171;Das bedeutet, dass die Entscheidungsinstanzen weit nach vorn, n\u00e4mlich genau dorthin verr\u00fcckt werden, wo sie gebraucht werden. Als Beispiel kann jetzt eine Verbandsf\u00fchrerin vor Ort entscheiden, ob der Bergepanzer, ob der milit\u00e4rische Lkw, ob das Stromaggregat bereitgestellt wird, wenn es denn verf\u00fcgbar wird&#187;, sagte der Offizier. &#171;Ich denke, bei solchen Lagen ist Dezentralit\u00e4t ganz wichtig und auch f\u00fcr den Erfolg der Ma\u00dfnahmen ganz ausschlaggebend.&#187; Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind mehr als 850 Soldaten im Einsatz, und die Zahl steige. Die Bilder aus dem Katastrophengebiet erf\u00fcllten mit Best\u00fcrzung. Der Sprecher sagte: &#171;Die Bundeswehr steht nat\u00fcrlich an der Seite der anderen Helfer, ob das THW, Feuerwehr, Polizei und andere sind.&#187; Es werde nun daf\u00fcr gesorgt, bundesweit verf\u00fcgbares Material f\u00fcr die Hilfe vor Ort zur Verf\u00fcgung zu stellen. Bundesweit seien alle Kr\u00e4fte angewiesen, n\u00f6tiges Gro\u00dfger\u00e4t verf\u00fcgbar zu machen. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier zeigt sich ersch\u00fcttert \u00fcber die Ausma\u00dfe der Flut-Katastrophe im Westen Deutschlands. &#171;Es ist eine Trag\u00f6die, dass so viele Menschen ihr Leben verloren haben&#187;, sagt er bei einer Ansprache im Schloss Bellevue. &#171;Ich bin in Gedanken bei ihnen, ihr Schicksal trifft mich ins Herz.&#187; Er habe mit Kreisvorsitzenden und B\u00fcrgermeistern telefoniert und werde sich zu gegebener Zeit vor Ort ein Bild von der Lage machen. Nur, wenn der Kampf gegen den Klimawandel entschieden aufgenommen werde, k\u00f6nnten solle Auswirkungen in Schach gehalten werden. Steinmeier dankte allen professionellen Helfern und den Menschen, die den Opfern Unterkunft und Hilfe gew\u00e4hren. Die Betroffenen w\u00fcrden noch l\u00e4nger Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen. &#171;Entt\u00e4uschen wir ihre Hoffnung nicht&#187;. Deutschland k\u00e4mpft gegen eine Katastrophe mit historischem Ausma\u00df. Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat bei Twitter ein Foto des Ortes Erftstadt gepostet, in dem die Lage derzeit besonders dramatisch ist. Dazu schreibt sie auf Englisch: &#171;Hier in Deutschland sind Dutzende in den Fluten gestorben, Hunderte werden vermisst, Tausende haben ihre H\u00e4user verloren. Es ist verheerend. Das ist die Klimakrise, die sich in einem der reichsten Teile der Welt offenbart \u2013 die f\u00fcr eine lange Zeit dachte, sie w\u00e4re sicher. Aber kein Ort ist mehr sicher.&#187; Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz richtet eine Stabstelle Wiederaufbau ein. &#171;Inzwischen ist die Einsch\u00e4tzung von uns allen, dass die Sch\u00e4den so dramatisch und gewaltig sind, dass wir noch eine lange Zeit mit diesem Thema zu tun haben werden, auch mit dem Wiederaufbau der Kommunen,&#187; sagt Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer. Aktuell gebe es st\u00fcndlich Hiobsbotschaften. &#171;Wir haben noch nicht den Stand, dass wir sagen k\u00f6nnen, die Lage entspannt sich&#187;, erkl\u00e4rt die SPD-Politikerin. Es sei zu bef\u00fcrchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen wird. Viele Ortschaften seien immer noch schwer oder gar nicht zug\u00e4nglich. &#171;Es ist eine nationale Katastrophe&#187;, so Dreyer. Die Lage spitze sich am Morgen im nordrhein-westf\u00e4lischen Erftstadt weiter zu. Wegen schneller und massiver Untersp\u00fclungen gebe es eine Reihe von vollst\u00e4ndigen und teilweisen Einst\u00fcrzen von H\u00e4usern, teilte die Bezirksregierung in K\u00f6ln am Freitag mit. Infolge der \u00dcberschwemmungen sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Eine Sprecherin der K\u00f6lner Bezirksregierung sprach am Freitag von &#171;best\u00e4tigten&#187; F\u00e4llen, konnte zu den genauen Umst\u00e4nden aber noch keine Angaben machen, weil aktuell kaum Kommunikation mit dem betroffenen Gebiet m\u00f6glich sei. Das Umweltbundesamt (UBA) dringt auf mehr Klimaschutz. &#171;Wer zurzeit im Westen des Landes aus dem Fenster schaut, sieht die dramatischen Folgen des Klimawandels&#187;, sagt UBA-Pr\u00e4sident Dirk Messner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. &#171;Die beste Vorsorge ist konsequenter Klimaschutz.&#187; Mit dem Klimaschutzpaket &#171;Fit for 55&#187; habe die EU-Kommission die richtige Richtung eingeschlagen und mache Klimaschutz zum europ\u00e4ischen Zukunftsprojekt. Jetzt gehe es darum, einen Konsens unter den Mitgliedsstaaten herzustellen. &#171;Deutschland muss dabei eine entscheidende Rolle spielen und im Sinne europ\u00e4ischer Solidarit\u00e4t handeln.&#187; Meistern k\u00f6nne die EU die Herausforderung Klimaschutz nur im Kontext internationaler Partnerschaften wie zum Beispiel f\u00fcr erneuerbare Energien. Bei der Hochwasserkatastrophe ist ein Jugendlicher in Baden-W\u00fcrttemberg nach Feuerwehrangaben in einen offenen Gully gesogen worden. Dies sei auf einer vom Wasser gefluteten Stra\u00dfe in Inzlingen im Kreis L\u00f6rrach passiert. Der Vater des Jungen und ein benachbarter Feuerwehrmann h\u00e4tten den 17-J\u00e4hrigen in der lebensgef\u00e4hrlichen Lage festhalten k\u00f6nnen, sagte Feuerwehrkommandant Thomas Muck. Weitere Einsatzkr\u00e4fte h\u00e4tten geholfen, den Teenager zu retten. Er habe einen Schock erlitten, sei aber nach kurzem Aufenthalt im Krankenhaus wieder von dort entlassen worden. In der Nacht habe die Freiwillige Feuerwehr in Inzlingen 28 Eins\u00e4tze gehabt, berichtete Muck. Im baden-w\u00fcrttembergischen Landkreis L\u00f6rrach ist es nach Gewittern und starken Regenf\u00e4llen in der Nacht zum Freitag zu \u00dcberschwemmungen und einem Erdrutsch gekommen. Zahlreiche Keller wurden \u00fcberschwemmt, Stra\u00dfen wurden unpassierbar. Die Stadt L\u00f6rrach rief den Notstand aus, um unkompliziert Hilfe leisten zu k\u00f6nnen. Zwei Verletzte mussten kurzzeitig ins Krankenhaus eingeliefert werden. Gegen 01.30 Uhr in der Nacht hatte sich ein konzentriertes Gewitter entladen. Anwohner berichteten, dass Bachl\u00e4ufe zu rei\u00dfenden Fl\u00fcssen wurden und Keller \u00fcberfluteten. Nach Angaben des Landratsamts wurden im Stadtteil Inslingen eine Stra\u00dfe durch einen Erdrutsch zerst\u00f6rt. Eine Bahnstrecke war bis in den fr\u00fchen Morgen gesperrt. Die Zahl der Toten in Folge des Unwetters und der \u00dcberschwemmungen ist auch in Belgien weiter gestiegen. Medienberichten zufolge sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die belgische Tageszeitung &#171;Le Soir&#187; am Freitag unter Berufung auf die Beh\u00f6rden. Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunksender hatte zuvor zw\u00f6lf Tote und mindestens f\u00fcnf Vermisste gemeldet. Der wallonische Regierungschef Elio Di Rupo sagte dem Sender am Freitagmorgen, er bef\u00fcrchte, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen werde. Di Rupo sagte dem \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk RTBF, dass H\u00e4user eingest\u00fcrzt seien und vom Hochwasser Betroffene nicht erreicht werden k\u00f6nnten, wie Belga berichtete. Mittlerweile beruhige sich das Wetter in Belgien; der Regen lasse nach. Zudem war der Schienenverkehr in ganz Wallonien gest\u00f6rt. Mehr als 20.000 Menschen hatten zeitweise keinen Strom, und in manchen Regionen war das Trinkwasser verunreinigt Besondere Evakuierungsaktion in Trier: Die Feuerwehr hat aus dem \u00fcberschwemmten Stadtteil Ehrang in der Nacht zum Freitag mehr als 60 Haustiere in Sicherheit gebracht. Tierbesitzer, die am Donnerstag wegen der Flut schnell ihre H\u00e4user verlassen mussten, h\u00e4tten um ihre zur\u00fcckgelassenen Haustiere gebangt, sagte Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) am Freitag in Trier. &#171;Ich kann das total gut nachvollziehen, weil es ein Tier ist, das man einfach gerne hat und das zum Leben geh\u00f6rt.&#187; Feuerwehrleute h\u00e4tten eine Liste erstellt und seien dann mit Gummistiefeln in die entsprechenden H\u00e4user gegangen, um die Tiere zu holen, sagte der Sprecher der Stadt. Teils sei auch ein Radlader eingesetzt worden. Die Hunde, Katzen &amp; Co seien nun im Tierheim Trier-Zewen vor\u00fcbergehend untergebracht. &#171;Es ist schon wichtig f\u00fcr die Menschen, dass sie einfach auch sehen, dass auch auf ihre ganz pers\u00f6nlichen Belange geschaut wird&#187;, sagte die rheinland-pf\u00e4lzische Regierungschefin zu der Rettungsaktion. In Trier-Ehrang war am Donnerstag die Kyll \u00fcber die Ufer getreten und hatte gro\u00dfe Teile des Stadtteils \u00fcberschwemmt. Etwa 1.000 Einwohner aus Ehrang waren nach Angaben der Stadt Trier in Sicherheit gebracht worden. Zudem mussten ein Altenheim und ein Krankenhaus evakuiert werden. Als Zeichen der Anteilnahme f\u00fcr die Opfer des Hochwassers hat der nordrhein-westf\u00e4lische Landtag am Freitag ein Gedenkbuch ausgelegt. &#171;Die Unwetterkatastrophe hat viele Menschenleben gefordert&#187;, sagte Landtagspr\u00e4sident Andr\u00e9 Kuper laut Mitteilung. Es sei zu bef\u00fcrchten, dass die Zahl der Opfer weiter steige. &#171;Es sind dramatische Bilder, die uns alle bewegen.&#187; Das Gedenkbuch liegt ab sofort im &#171;Raum der Stille&#187; des Landtagsgeb\u00e4udes aus. F\u00fcr den Zutritt ben\u00f6tigen die B\u00fcrger ihren Personalausweis. Das Gedenkbuch liegt t\u00e4glich in der Zeit zwischen 8 und 17 Uhr aus. Bislang sind mindestens 93 Menschen durch die Flutkatastrophe ums Leben gekommen. Die Zahl der Unwettertoten ist in Nordrhein-Westfalen auf mindestens 43 gestiegen. Das hat das NRW-Innenministerium am Freitag auf Anfrage mitgeteilt. Bislang war die Zahl auf mindestens 30 beziffert worden. In Rheinland-Pfalz ist bislang von 50 Todesopfern die Rede. Der Innenminister des Bundeslands hatte allerdings am Morgen erkl\u00e4rt, dass die Zahl von 50 bereits \u00fcberschritten sei. Da es noch immer zahlreiche Vermisste gibt, wird die genaue Anzahl der Todesopfer wohl erst in den n\u00e4chsten Tagen korrekt angegeben werden k\u00f6nnen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den europ\u00e4ischen Partnern f\u00fcr die Solidarit\u00e4t mit den Flutopfern gedankt. Seine Kollegen aus Portugal und Slowenien h\u00e4tten ihre Anteilnahme bekundet, sagt Spahn nach einem Treffen mit beiden Gesundheitsministern in Ljubljana. &#171;Es ist wichtig f\u00fcr die Menschen vor Ort zu wissen, dass sie in schweren Zeiten nicht alleine sind. Es ist auch gut zu wissen, dass Europa zusammensteht.&#187; Auf Twitter hat ein Nutzer ein Video geteilt, dass die Zerst\u00f6rung in Gem\u00fcnd zeigt. Der Ort hat etwa 3.800 Einwohner und liegt in der Eifel. Zu sehen sind umgest\u00fcrzte B\u00e4ume, Autos, die zwischen B\u00e4umen eingeklemmt wurden, eingefallene Mauern und Teile von H\u00e4usern, die wohl weggeschleudert wurden. Die Zahl der vermissten Menschen nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist weiterhin unklar. &#171;Das Handynetz ist zum gro\u00dfen Teil noch nicht funktionsf\u00e4hig&#187;, sagte der Koblenzer Polizeisprecher, Ulrich Sopart. Es sei auch davon auszugehen, dass eine Reihe von Menschen mehrfach vermisst gemeldet wurden. Genau lasse sich das noch nicht sagen. Mehr als 50 Menschen seien ums Leben gekommen. &#171;Ich bef\u00fcrchte, die Zahl wird sich noch erh\u00f6hen.&#187; Noch immer w\u00fcrden Menschen gerettet, sagte Sopart. Schwerpunkte der Eins\u00e4tze seien die Orte Schuld, Insul und Ahrbr\u00fcck. F\u00fcr Menschen, die ihre Wohnungen und H\u00e4user verloren haben, seien Unterk\u00fcnfte eingerichtet worden. Wie viele Menschen durch das verheerende Unwetter obdachlos geworden sind, lasse sich aber noch nicht absch\u00e4tzen. Nato-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg hat die Solidarit\u00e4t des Milit\u00e4rb\u00fcndnisses mit den vom Hochwasser betroffenen L\u00e4ndern bekundet. &#171;Unsere Gedanken sind bei all denen, die ihre Liebsten und ihr Zuhause in den verheerenden Fluten verloren haben&#187;, schrieb der Norweger am Freitag zudem auf Twitter. Dutzende Menschen haben im Zusammenhang mit den Unwettern in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg ihr Leben verloren. In der schwer vom Hochwasser getroffenen Stadt Stolberg bei Aachen ist auch am Freitagvormittag die Trinkwasserversorgung kritisch. Sie sei zurzeit eingeschr\u00e4nkt, teilte ein Sprecher der Stadt mit. B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sollten Trinkwasser vor dem Gebrauch abkochen. Zur Sicherstellung der Versorgung seien in allen Ortsteilen Trinkwasserbeh\u00e4lter aufgestellt worden, wo sich die Betroffenen bedienen k\u00f6nnten. Im \u00dcbrigen k\u00fcmmere sich die Stadt um die Koordination von Geld- und Sachspenden. N\u00e4here Infos dazu sollten sp\u00e4ter folgen. Am Donnerstag wurde aufgrund des Hochwassers das Trinkwassernetz besch\u00e4digt, wodurch es zu Druckabf\u00e4llen im Netz gekommen ist. Papst Franziskus hat nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands sein Mitgef\u00fchl ausgedr\u00fcckt und der Toten gedacht. Das katholische Kirchenoberhaupt habe mit gro\u00dfer Betroffenheit von den schweren Unwettern und \u00dcberschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erfahren, hie\u00df es in einem von Kardinalstaatssekret\u00e4r Pietro Parolin unterzeichneten Telegramm vom Donnerstagabend. Franziskus gedachte im Gebet der ums Leben gekommenen Menschen und bekundete den Angeh\u00f6rigen seine tief empfundene Anteilnahme. Der 84-J\u00e4hrige bete auch f\u00fcr die zahlreichen Vermissten, Verletzen und alle, die zu Schaden gekommen seien oder durch die Naturgewalten ihre Lebensgrundlage verloren haben, hie\u00df es weiter. Nach dem verheerenden Unwetter mit mindestens 50 Toten in Rheinland-Pfalz kommt der Ministerrat am Freitagmorgen in Mainz zu einer Sondersitzung zusammen. Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) informiert am Mittag in der Landeshauptstadt \u00fcber die aktuelle Lage. Die Staatskanzlei spricht in ihrer Mitteilung von einer &#171;unvorstellbaren Katastrophe&#187;. &#171;Mehr als 50 Menschen haben ihr Leben verloren, viele gelten noch als vermisst.&#187; Hunderte Einwohnerinnen und Einwohner h\u00e4tten gerettet werden m\u00fcssen. &#171;Viele haben ihre H\u00e4user und ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Die Infrastruktur in zahlreichen Kommunen ist zerst\u00f6rt.&#187; Die Bundeswehr soll der Hilfe nach der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschland nun Vorrang vor anderen Aufgaben geben. &#171;Jetzt kommt es darauf an, geeignetes Material aus der ganzen Republik bereit zu stellen. Hierzu habe ich bereits angeordnet, dass alle anderen Auftr\u00e4ge, die nicht unmittelbar mit den Auslandseins\u00e4tzen verbunden sind, hintangestellt werden&#187;, teilte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Freitag mit. Die &#171;oberste Priorit\u00e4t&#187; liege jetzt bei der Katastrophenhilfe in den betroffenen St\u00e4dten und Kommunen. &#171;Die Bilder aus den Hochwasserregionen best\u00fcrzen uns alle! Die Bundeswehr leistet mit den schnell verf\u00fcgbaren Kr\u00e4ften vor Ort bereits tatkr\u00e4ftige Hilfe bei Gefahrenabwehr und R\u00e4umarbeiten&#187;, so Kramp-Karrenbauer. &#171;Die Amtshilfeverfahren sind durch die Pandemiebek\u00e4mpfung gut eingespielt und auf sie kann verl\u00e4sslich zur\u00fcckgegriffen werden!&#187; Die Landesregierung von Baden-W\u00fcrttemberg unterst\u00fctzt die Hochwassergebiete in Rheinland-Pfalz mit rund 600 Einsatzkr\u00e4ften von Sanit\u00e4tsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Derzeit seien hundert Krankenwagen,15 Hochwasserz\u00fcge der Feuerwehr und ein Polizeihelikopter mit H\u00f6henrettern im Einsatz, teilte das Innenministerium am Freitag in Stuttgart mit. Das Hochwasser habe &#171;eine Schneise der Verw\u00fcstung hinterlassen&#187;, erkl\u00e4rte Innenminister Thomas Strobl (CDU). In dieser Lage sei es &#171;selbstverst\u00e4ndlich, kr\u00e4ftige und entschlossene Hilfe zu leisten&#187;. Nach den heftigen Unwettern in Belgien ist die Zahl der Toten laut Medienberichten auf zw\u00f6lf gestiegen. Wie der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunksender RTBF am Freitag berichtete, werden f\u00fcnf weitere Menschen noch vermisst. Der wallonische Regierungschef Elio Di Rupo sagte dem Sender, er bef\u00fcrchte, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen werde. &#171;Gestern Abend waren noch hunderte Menschen in ihren H\u00e4usern eingeschlossen&#187;, sagte Di Rupo am Freitagmorgen. Die Wallonie, eine franz\u00f6sischsprachige Region im S\u00fcden Belgiens, war besonders stark von den Unwettern betroffen. Nach Angaben der Bundespolizei blieben dutzende Stra\u00dfenabschnitte f\u00fcr den Verkehr gesperrt, ebenso wie die meisten Bahnstrecken in der Wallonie. Mehr als 21.000 Menschen in der Region waren ohne Strom, wie der Strom- und Gasanbieter Ores mitteilte. Hunderte Verteilerk\u00e4sten standen demnach unter Wasser. Infolge der Unwetterkatastrophe sind derzeit rund 165.000 Menschen ohne Strom. Im Einzugsgebiet der E. ON-Tochter Westnetz lie\u00dfen die starken Regenf\u00e4lle den Pegel der Fl\u00fcsse stark ansteigen und den Boden aufweichen. Als Folge wurden Ortsnetzstationen und Umspannwerke \u00fcberflutet. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden mussten die Anlagen abgeschaltet werden. Besonders betroffen sind die Eifel, der linksrheinische Rhein-Sieg-Kreis, der Rhein-Bergische Kreis und Teile des Bergischen Landes. Aber auch im Versorgungsgebiet der E. ON-Tochter Mitnetz Strom in Ostdeutschland trafen umst\u00fcrzende B\u00e4ume Stromleitungen und f\u00fchrten zu Ausf\u00e4llen der Nahversorgung. Frankreich sichert Deutschland und Belgien Solidarit\u00e4t und Unterst\u00fctzung zu, wie Ministerpr\u00e4sident Jean Castex auf Twitter erkl\u00e4rt. Ins belgische L\u00fcttich seien 40 Einsatzkr\u00e4fte des franz\u00f6sischen Milit\u00e4rs sowie ein Rettungshubschrauber entsandt worden. Der rheinland-pf\u00e4lzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) rechnet bei den Bergungsarbeiten in Rheinland-Pfalz damit, dass Rettungskr\u00e4fte weitere Tote finden. Die Zahl von 50 Toten sei inzwischen \u00fcberschritten, sagte Lewentz am Freitag im Deutschlandfunk. Aus Sicht der Polizei w\u00fcrden knapp unter 100 Menschen vermisst. Im Zusammenhang mit der Frage, wie sich die Zahl der Toten im Bundesland entwickeln k\u00f6nne, mache er sich Angaben zu insgesamt 1.300 Vermissten nicht zu eigen. &#171;Allerdings war das gestern auch ein Tag, wo die \u00dcbersicht sehr schwierig zu erlangen war. Die Menschen haben fluchtartig ihre Geb\u00e4ude verlassen&#187;, sagte er. In Wangen im Allg\u00e4u (Kreis Ravensburg) ist aufgrund des Starkregens ein Wohngebiet \u00fcberflutet worden. Zwei Br\u00fcckendurchfl\u00fcsse des Epplingser Bachs wurden am Donnerstagabend von Treibgut blockiert, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte. Dadurch sei das Wasser \u00fcber die Ufer getreten und habe das angrenzende Wohngebiet Epplingser Halde \u00fcberschwemmt. Die Feuerwehr z\u00e4hlte von Donnerstagabend bis Freitagmorgen etwa 65 Eins\u00e4tze, wie ein Sprecher der Integrierten Leitstelle mitteilte. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren mit einem Gro\u00dfaufgebot im Einsatz. Am Freitagmorgen entspannte sich die Lage. Das Wasser im Wohngebiet stand nach Angaben der Einsatzkr\u00e4fte zum Teil kniehoch. Zahlreiche Keller und Garagen liefen voll. In einem Blockheizkraftwerk stieg das Wasser sogar bis zu 1,60 Meter hoch. Menschen wurden nicht verletzt. Der Schaden war zun\u00e4chst unklar \u2013 ebenso die Zahl der H\u00e4user, die von der \u00dcberflutung betroffen waren Angesichts der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) vor allem f\u00fcr die Kommunen kurzfristige, aber auch langfristige Hilfe gefordert. &#171;L\u00e4nder und Kommunen wissen am besten, was getan werden muss&#187;, sagte Schulze am Freitag im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Deshalb sei es wichtig, &#171;daf\u00fcr zu sorgen, dass sie das n\u00f6tige Geld haben, um zu investieren, jetzt in der Notlage \u2013 und sp\u00e4ter, wenn es um die Vorsorge und den Wiederaufbau geht&#187;. Schulze mahnte eine rasche Hilfe an: &#171;Bund und L\u00e4nder m\u00fcssen schnell eine L\u00f6sung finden, wie den Betroffenen dort in den Regionen geholfen werden kann.&#187; Die Umweltministerin forderte zudem mehr Investitionen in Klimaschutz. Die Unwetter zeigten, dass der Klimawandel in Deutschland angekommen sei. &#171;Das sind historische Wassermengen, die wir jetzt sehen.&#187; Nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Toten auf 50 gestiegen. &#171;Die Bef\u00fcrchtung ist, dass es noch mehr werden&#187;, sagte ein Sprecher des Polizeipr\u00e4sidiums Koblenz am Donnerstagmorgen. Die Bergungsarbeiten liefen weiter. Wie viele Menschen insbesondere in der Region um Bad Neuenahr-Ahrweiler noch vermisst werden, konnte der Sprecher nicht genau sagen. Der rheinland-pf\u00e4lzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte am Donnerstagabend davon gesprochen, dass das Schicksal von 40 bis 60 Menschen weiterhin ungekl\u00e4rt sei. Die Polizei fordert die Menschen auf, nicht nach Ahrweiler hineinzufahren und eigenst\u00e4ndig nach Vermissten zu suchen. Die Ministerpr\u00e4sidentin in Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, \u00e4u\u00dferte sich am Morgen zu den mindestens 50 Todesopfern in ihrem Bundesland. &#171;Das Leid nimmt immer weiter zu&#187;, sagt Dreyer im ZDF. Es gebe auch immer noch Vermisste. &#171;Unser Land hat so etwas noch nie gesehen.&#187; Die Infrastruktur sei v\u00f6llig zerst\u00f6rt, der Wiederaufbau werde ein langer und teurer Weg. &#171;Es ist uns zugesichert worden, dass wir im Sinn einer nationalen Katastrophe Unterst\u00fctzung erhalten. Das brauchen wir auch dringend&#187;, sagt die SPD-Politikerin mit Blick auf Hilfszusagen des Bundes. Im Kreis L\u00f6rrach sind zahlreiche Stra\u00dfen gesperrt worden. Heftige Gewitter und Starkregen sorgten im Landkreis f\u00fcr Hochwasser, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Rettungskr\u00e4fte haben den Angaben zufolge Probleme, in die Gemeinden zu gelangen. Schwerpunkte seien die Gemeinden Inzlingen und Grenzach-Wyhlen. &#171;Verkehrsteilnehmer werden gebeten, diese Gebiete zu meiden und wenn m\u00f6glich auf die Teilnahme am Stra\u00dfenverkehr zu verzichten&#187;, hie\u00df es weiter. Zudem meldete die Integrierte Leitstelle 80 laufende Eins\u00e4tze. Viele Keller wurden \u00fcberflutet. Weitere Details waren noch nicht bekannt. Im Kreis Waldshut sind mehrere Keller vollgelaufen, wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen mitteilte. Zudem ist der Anbau eines Hauses in St\u00fchlingen eingest\u00fcrzt, nachdem ein Fluss \u00fcber die Ufer getreten ist. In der Region rund um Konstanz mussten in der Nacht zwei Bundesstra\u00dfen gesperrt werden. Die Unwettersch\u00e4den f\u00fchren im Regionalverkehr der Bahn auch am Freitag zu zahlreichen Einschr\u00e4nkungen. Im Raum Euskirchen wurde der Zugbetrieb der Linien S23 und RB23 bis auf Weiteres eingestellt, wie die DB Regio am Freitagmorgen via Twitter mitteilte. Eingestellt wird auch der Zugbetrieb der Linien RB25, RB 30 und RB39. Einschr\u00e4nkungen gibt es zudem bei der Linie S1. Zwischen Kall und Trier fahren keine Z\u00fcge. Zwischen Witten und Hagen sind auch keine Zugfahrten m\u00f6glich. Aufgrund von Unwettersch\u00e4den zwischen dem Hauptbahnhof Hagen und Plettenberg seien auch zwischen Hagen und Werdohl derzeit keine Zugfahrten m\u00f6glich, teilte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr auf Twitter mit. Die Bahn bittet Reisende, sich vorab \u00fcber St\u00f6rungen ihrer Zugverbindung zu informieren. Der bundeseigene Konzern bat Fahrg\u00e4ste am Donnerstag, Fahrten in die von Hochwasser betroffenen Regionen m\u00f6glichst zu verschieben. Nach dem Unwetter sind weiterhin mehrere Stra\u00dfen rund um das Ahrtal gesperrt. Die Autobahn 61 ist zwischen dem Autobahnkreuz Meckenheim und T\u00fcrnich beidseitig nicht passierbar, wie die Polizei Koblenz am Freitagmorgen mitteilte. Auch die Bundesstra\u00dfe 9 ist demnach beidseitig zwischen Bad Breisig und Remagen gesperrt. Die Polizei bittet Autofahrer, das Ahrtal weitr\u00e4umig zu umfahren. Rettungskr\u00e4fte seien weiterhin im Einsatz. Die Rurtalsperre l\u00e4uft infolge der immensen Regenmengen bei Unwettern in Nordrhein-Westfalen nun \u00fcber. Wie der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) in der Nacht zu Freitag mitteilte, l\u00e4uft die Talsperre seit 23.50 Uhr &#171;mit einer geringen Dynamik&#187; \u00fcber. Zun\u00e4chst hatte der Verband damit gegen 20 Uhr gerechnet. Die Zufl\u00fcsse zu den Talsperren h\u00e4tten sich aber in den vergangenen Stunden &#171;erfreulich reduziert&#187;. Zuvor war laut Verband bereits die Urfttalsperre \u00fcbergelaufen, die der Rurtalsperre vorgelagert ist. Dadurch f\u00fcllte sich letztere schneller. Im Nachgang sei mit \u00dcberschwemmungen im Unterlauf der Rur zu rechnen. \u00dcberflutungen von Kellern und H\u00e4usern seien zu erwarten. Der Kreis D\u00fcren hatte bereits vor der Gefahr von \u00dcberflutungen in den St\u00e4dten Heimbach, Nideggen und der Gemeinde Kreuzau gewarnt. Am fr\u00fchen Freitagmorgen twitterte der Kreis, der Pegel-Anstieg der Rur k\u00f6nnte sich etwa drei Stunden nach dem \u00dcberlauf in Obermaubach bemerkbar machen, in D\u00fcren nach ca. vier und in J\u00fclich nach 6 bis 7 Stunden. Der Wasserverband warnte, Menschen sollten sich nicht in Flussn\u00e4he aufhalten, da die Gefahr bestehe, mitgerissen zu werden. Auch sollten vollgelaufene Keller nicht betreten werden, weil die Gefahr von Stromschl\u00e4gen bestehe. Nach M\u00f6glichkeit sollte der Strom vorher abgeschaltet werden. An besonders von Hochwasser betroffenen Stellen sei auch mit Evakuierungen zu rechnen. Auch k\u00f6nne es zur Sperrung von Stra\u00dfen kommen. In Wangen im Allg\u00e4u im Landkreis Ravensburg ist aufgrund des Starkregens am sp\u00e4ten Donnerstagabend ein Wohngebiet \u00fcberflutet worden. Wie das Polizeipr\u00e4sidium Ravensburg am fr\u00fchen Freitagmorgen mitteilte, wurden zun\u00e4chst zwei Br\u00fcckendurchfl\u00fcsse des Epplingser Bachs durch Treibgut blockiert. Dadurch sei das Ufer \u00fcbergetreten und h\u00e4tte das angrenzende Wohngebiet Epplingser Halde \u00fcberschwemmt. Nach Angaben der Einsatzkr\u00e4fte stand das Wasser im Wohngebiet zum Teil kniehoch \u2013 zahlreiche Keller und Garagen liefen voll mit Wasser. In einem Blockheizkraftwerk stand das Wasser demnach bis zu 1,60 Meter hoch. Wie viele H\u00e4user von der \u00dcberflutung betroffen sind, war zun\u00e4chst unklar. Die Feuerwehr hat am Donnerstagabend drei Menschen aus dem Fluss Wurm gerettet, die dort gedroht hatten zu ertrinken. Wie die Kreispolizeibeh\u00f6rde Heinsberg mitteilte, waren zwei M\u00e4nner und eine Frau ersten Erkenntnissen nach auf einem Boot bei \u00dcbach-Palenberg (Kreis Heinsberg) auf der Wurm unterwegs. Die Einsatzkr\u00e4fte der Feuerwehr konnten sie in Sicherheit bringen, ein Rettungswagen brachte sie schwer verletzt in ein Krankenhaus. In der N\u00e4he sei au\u00dferdem eine weitere Person aufgefunden worden, die anschlie\u00dfend im Rettungswagen medizinisch behandelt wurde, teilte die Polizei weiter mit. Auch sie war offenbar auf einem Boot auf dem Fluss unterwegs gewesen, wie erste Ermittlungen der Polizei ergaben. Da nicht ausgeschlossen werden k\u00f6nne, dass sich noch weitere Personen auf den Booten befanden, suchten Einsatzkr\u00e4fte der Feuerwehr und Polizei sowie der Rettungsdienst nach weiteren m\u00f6glichen Verletzten. Die Polizei rief ausdr\u00fccklich dazu auf, zu Hause zu bleiben und damit die Arbeiten der Rettungskr\u00e4fte im Kreis Heinsberg zu unterst\u00fctzen. &#171;Bringen Sie sich nicht selbst und andere Menschen nicht in Gefahr.&#187; Die Fl\u00fcsse seien durch die Regenf\u00e4lle so stark angestiegen, dass es lebensgef\u00e4hrlich sei, sich in die N\u00e4he zu begeben oder sie gar mit Booten zu befahren, warnte die Polizei. Die Polizei Koblenz bekomme eine \u00fcberw\u00e4ltigende Anzahl an Hilfsangeboten f\u00fcr die Region an der Ahr. &#171;Trotzdem die Bitte: begebt Euch nicht in das Katastrophengebiet! Ihr bringt Euch sonst selbst in Gefahr, behindert ggf. die Rettungsma\u00dfnahmen!&#187;, hie\u00df es auf dem Twitter-Account. Der Krisenstab des Rhein-Erft-Kreises warnt: &#171;Extreme Gefahr vor Hochwasser durch einen m\u00f6glichen Dammbruch entlang der Erft.&#187; Es bestehe die Gefahr einer rei\u00dfenden Str\u00f6mung am Uferbereich entlang der Erft. Durch eine m\u00f6glich starke Flutwelle bestehe akute Lebensgefahr. Die Stadt Kerpen teilte mit, dass die Evakuierung der Gebiete, die nahe der bedrohten Erft liegen gegen 23 Uhr abgeschlossen war. In Erftstadt-Liblar wurden Bagger eingesetzt, um \u00e4ltere Menschen aus einer Seniorenresidenz zu evakuieren. Im von den Unwettern besonders betroffenen Kreis Ahrweiler wird derzeit von rund 1.300 Vermissten ausgegangen. Das teilte die Kreisverwaltung am Donnerstagabend in einem Statement mit. Rund 3.500 Menschen seien in mehreren Betreuungseinrichtungen im gesamten Kreisgebiet untergebracht. Eine Sprecherin erkl\u00e4rte, das Mobilfunknetz sei lahmgelegt \u2013 und daher gebe es keinen Handy-Empfang und viele Menschen seien nicht erreichbar. &#171;Wir hoffen, dass sich das kl\u00e4rt&#187;, sagte sie zu der hohen Zahl. Zugleich teilte der Kreis mit, dass es weitere Todesopfer gebe. Zahlen wollte die Sprecherin dazu noch nicht nennen. Nach wie vor seien \u00fcber 1.000 Angeh\u00f6rige von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, THW, DRK und weiterer Katastrophenschutzeinheiten aus weiten Teilen von Rheinland-Pfalz, dem s\u00fcdlichen NRW sowie dem angrenzenden Baden-W\u00fcrttemberg im Einsatz. &#171;Weitere Einsatzkr\u00e4fte, unter anderem Sanit\u00e4ts- und Transporteinheiten sowie Kr\u00e4fte der Bundeswehr, wurden nachgefordert&#187;. Es werde intensiv an der Wiederherstellung der Strom-, Gas- und Wasserversorgung gearbeitet. Das THW beispielsweise bereite den Aufbau von Trinkwasseraufbereitungsanlagen vor. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Unwettern im \u00f6stlichen Belgien ist bis zum sp\u00e4ten Donnerstagabend auf neun gestiegen. Zudem werden vier Menschen vermisst, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Innenministerin Annelies Verlinden hatte den Katastrophenschutzmechanismus der EU in Anspruch genommen, Frankreich, Italien und \u00d6sterreich hatten Hilfe angeboten. K\u00f6nig Philippe von Belgien und K\u00f6nigin Mathilde fuhren den Angaben zufolge in die besonders betroffene Gemeinde Chaudfontaine. Der zentrale Bahnhof der Stadt L\u00fcttich mit knapp 200.000 Einwohnern wurde am Nachmittag geschlossen. Nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat Borussia Dortmund finanzielle Hilfe f\u00fcr die Opfer angek\u00fcndigt. BVB-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hans-Joachim Watzke (62) in einer Vereinsmitteilung: &#171;Auch der BVB wird seinen Teil dazu beitragen, um den Betroffenen zu helfen und die Einnahmen eines Benefizspiels, das wir m\u00f6glichst in Hagen bestreiten m\u00f6chten, den Opfern zukommen lassen.&#187; Die entsprechenden Gespr\u00e4che sollen in den kommenden Tagen aufgenommen werden. Die BVB-Familie sei mit ihren Gedanken in diesen Stunden bei den Hochwasser-Opfern, deren Angeh\u00f6rigen und Freunden, bei all jenen, die gerade um ihre Existenz bangen und bei den vielen professionellen Helfern und Ehrenamtlichen, die unterst\u00fctzen, wo sie nur k\u00f6nnen, hie\u00df es weiter. Nordrhein-Westfalens Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet (CDU) dringt nach der verheerenden Hochwasser-Katastrophe auf eine z\u00fcgige Instandsetzung zerst\u00f6rter Einrichtungen. Es m\u00fcssten Wege gefunden werden, sehr schnell wieder Stra\u00dfen, Br\u00fccken und andere Infrastruktur in Gang zu setzen, sagte Laschet am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow &#171;maybrit illner&#187;. Der Unions-Kanzlerkandidat war aus dem durch das Hochwasser stark zerst\u00f6rten Stolberg bei Aachen zugeschaltet. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf das dort zerst\u00f6rte Rathaus. Das Land werde helfen, k\u00fcndigte Laschet an. &#171;Ich habe heute auch mit Olaf Scholz und der Bundeskanzlerin gesprochen.&#187; Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Menschen in den Hochwassergebieten Hilfe zugesichert. &#171;Ich darf den Menschen sagen: Wir werden sie in schwierigen, schrecklichen Stunden nicht alleine lassen. Wir werden auch helfen, wenn es um den Wiederaufbau geht&#187;, sagt Merkel in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Pr\u00e4sident Joe Biden. &#171;Die Zahl von extraordin\u00e4ren Wetterereignissen hat dramatisch zugenommen&#187;, f\u00fcgt sie hinzu. Deshalb m\u00fcsse die Welt handeln. US-Pr\u00e4sident Joe Biden hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sein Beileid angesichts der vielen Todesopfer bei der Hochwasserkatastrophe in Westdeutschland ausgesprochen. &#171;Es ist eine Trag\u00f6die und unsere Herzen sind bei den Familien, die geliebte Menschen verloren haben&#187;, sagte Biden nach einem Gespr\u00e4ch mit Merkel am Donnerstag im Wei\u00dfen Haus in Washington. F\u00fcr Wuppertal und Teile des Ennepe-Ruhr-Kreises hat der Deutsche Wetterdienst am Donnerstagabend erneut vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen gewarnt. Innerhalb einer Stunde k\u00f6nnten dabei bis zu 40 Liter Regen fallen. Auch vor Sturmb\u00f6en wurde gewarnt. Eine amtliche Unwetterwarnung galt zun\u00e4chst bis 20.45 Uhr. Auch nord\u00f6stlich davon in Hagen, Dortmund, im Kreis Unna und in Hamm warnte die Wetterbeh\u00f6rde am Abend vor starkem Gewitter mit kr\u00e4ftigem Regen. Im Zusammenhang mit dem schweren Unwetter sind in Nordrhein-Westfalen mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte das NRW-Innenministerium am Donnerstagabend mit.57 Personen seien zudem verletzt. Es handele sich bei den Zahlen um den Stand von 18 Uhr. Die s\u00fcdniederl\u00e4ndische Stadt Maastricht hat rund 10.000 B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen und sich vor dem Hochwasser in Sicherheit zu bringen. Mehrere Viertel der Stadt in der Provinz Limburg w\u00fcrden evakuiert, teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. Es wird erwartet, dass in der Nacht die Maas so stark \u00fcber die Ufer tritt, dass Wohnviertel \u00fcberschwemmt werden. Die Lage an der Steinbachtalsperre bei Euskirchen in Nordrhein-Westfalen bleibt kritisch. &#171;Nach aktueller Einsch\u00e4tzung muss mit einem pl\u00f6tzlichen Versagen der Mauer der Steinbachtalsperre jederzeit gerechnet werden&#187;, teilt der Rhein-Sieg-Kreis auf seiner Facebookseite mit. &#171;Derzeit wird dort Wasser abgepumpt, um das Bauwerk zu entlasten.&#187; Die Evakuierungen der betroffenen Ortschaften Swisttal und Rheinbach gehe weiter. &#171;Gehen Sie auf keinen Fall in Ihre H\u00e4user und Wohnungen zur\u00fcck&#187;, warnt die Kreisverwaltung. Angesichts der gro\u00dfen Unwettersch\u00e4den im Kreis Ahrweiler hat die Bonner Oberb\u00fcrgermeisterin Menschen in ihrer Stadt dazu aufgerufen, Hilfe anzubieten: &#171;Liebe Bonnerinnen und Bonner, bitte stellt Unterk\u00fcnfte zur Verf\u00fcgung! Meldet Euch, die Stadt stellt den Kontakt zu Menschen her, die Eure Hilfe brauchen&#187;, schrieb Katja D\u00f6rner (Gr\u00fcne) auf Twitter. Viele Menschen h\u00e4tten in Ahrweiler durch den Starkregen in teils dramatischen Aktionen ihr Zuhause verloren. Melden k\u00f6nnten sich nun Privatpersonen, Hotels und Pensionen in Bonn, die noch Zimmer frei h\u00e4tten. Die Stadt richtete daf\u00fcr eine zentrale Koordinierungsstelle ein. Im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler starben bei der Hochwasserkatastrophe mindestens 19 Menschen. Rund 165.000 Menschen im Westen Deutschland waren nach Angaben des Energieversorgers Eon aufgrund des Unwetters auch am Donnerstagnachmittag noch ohne Strom. Besonders betroffen seien die Eifel, der linksrheinische Rhein-Sieg-Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis und Teile des Bergischen Landes, teilte das Unternehmen in Essen mit. Im Gebiet der Eon-Tochter Westnetz hatten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Starkregen die Pegelst\u00e4nde stark ansteigen lassen und den Boden aufgeweicht. In Ortsnetzstationen und Umspannanlagen sei es deshalb zu \u00dcberflutungen gekommen. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden seien die Anlagen bei eindringendem Wasser abgeschaltet worden. Teilweise wurden Anlagen nach Unternehmensangaben schwer besch\u00e4digt oder mit den Fluten weggerissen. In L\u00fcttich im benachbarten Belgien bereitete man sich am Nachmittag auf einen sprunghaften Anstieg des Pegels der Maas vor. Der schon zuvor historische Wasserstand sollte noch einmal um 1,50 Meter \u00fcbertroffen werden, teilten die Beh\u00f6rden laut der Zeitung &#171;La Derni\u00e8re Heure&#187; mit. Bewohner entlang der Maas sollten deshalb so schnell wie m\u00f6glich ihre H\u00e4user verlassen oder in h\u00f6here Stockwerke fl\u00fcchten. Menschen im Stadtzentrum sowie in bereits \u00fcberschwemmten Gebieten sollten sich ebenfalls in Sicherheit begeben. Wer nicht in L\u00fcttlich lebt, wurde aufgefordert, die Stadt zu verlassen. In Rheinland-Pfalz sind laut Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) mehrere Tausend B\u00fcrger vor den Fluten in Sicherheit gebracht worden. Ihre Zahl liege &#171;deutlich im vierstelligen Bereich&#187;, sagte er bei einem Besuch der stark getroffenen Kurstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Allein im Landkreis Ahrweiler seien 13 Helikopter &#171;zusammengezogen worden&#187;. Mit Blick auf die mindestens 19 Toten in Rheinland-Pfalz f\u00fcgte Lewentz hinzu: &#171;Die Menschen sind quasi im Bett \u00fcberrascht worden.&#187; Die Hochwassernacht erinnere ihn an die Flutkatastrophe von Hamburg 1962. Auch damals wurden die Opfer in der Nacht \u00fcberrascht \u2013 mehr als 300 B\u00fcrger verloren ihr Leben. In mehreren St\u00e4dten im Ruhrgebiet sollen Anwohner wegen des Hochwassers ihr Trinkwasser abkochen. &#171;Es ist mit gravierenden Geschmacks- und Geruchsver\u00e4nderungen zu rechnen&#187;, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Betroffen seien die Versorgung von M\u00fclheim an der Ruhr (ohne Mintard), Ratingen-Breitscheid und Teile von Oberhausen und Bottrop. Durch das Hochwasser sei das Uferfiltrat von Flusswasser beeintr\u00e4chtigt worden, hie\u00df es in der Mitteilung. Die Wasserwerksgesellschaft desinfiziere das Wasser daher mit Ozon, UV-Licht und Chlor &#171;in extrem hoher Konzentration&#187;. Die Bundesregierung bereitet nach den Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz konkrete Hochwasserhilfen vor. Mehrere Bundesministerien sei bereits miteinander im Gespr\u00e4ch, wie eine Unterst\u00fctzung f\u00fcr L\u00e4nder, Kommunen und die B\u00fcrger aussehen k\u00f6nne, sagt der SPD-Kanzlerkandidat bei einem Besuch im rheinland-pf\u00e4lzischen Hochwassergebiet. Dies sei wie fr\u00fchere \u00dcberflutungen eine Angelegenheit von nationaler Bedeutung. Es handele sich um eine Naturkatastrophe, die aber auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehe. Es m\u00fcsse daher alles getan werden, den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten. Nahe eines Biergartens an der Ruhr in Essen hat die Feuerwehr ein ersch\u00f6pftes Reh aus Wasserfluten gerettet. &#171;Es wurde von den Wassermassen gegen einen Zaun gedr\u00fcckt&#187;, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstag. Einsatzkr\u00e4fte h\u00e4tten zwei Menschen mit Booten retten wollen, die vom Wasser in dem Biergarten eingeschlossen waren. Auf dem Weg fiel ihnen das entkr\u00e4ftete Tier auf, sie brachten es in Sicherheit. Im Anschluss wurde das Reh mit einer Folie abgedeckt, damit es nicht ausk\u00fchlt. Die Menschen \u00fcberstanden ihre Rettung unverletzt, sagte der Sprecher. Zuvor hatte die &#171;Westdeutsche Allgemeine Zeitung&#187; berichtet. In Swisttal im S\u00fcden von Nordrhein-Westfalen sind mehrere Menschen wegen der \u00dcberschwemmungen seit Mittwochabend eingeschlossen. Wie viele Menschen betroffen seien, sei unklar, teilte der Rhein-Sieg-Kreis am Donnerstagnachmittag mit. &#171;Es liegen zahlreiche Meldungen \u00fcber einsturzgef\u00e4hrdete Geb\u00e4ude vor, aber noch keine valide Gesamteinsch\u00e4tzung.&#187; Zudem herrsche ein gro\u00dffl\u00e4chiger Stromausfall. Die Kommunikation mit den Rettungskr\u00e4ften vor Ort sei in der aktuellen Lage schwer. Swisttal liegt zwischen Euskirchen und Bonn. Der Hochwasser f\u00fchrende Fluss Inde hat am Donnerstag einen Deich in der N\u00e4he des Braunkohletagebaus Inden bei Aachen \u00fcbersp\u00fclt und ist in den Tagebau geflossen. Die Suche nach einem dort vermissten Mitarbeiter sei am Nachmittag unterbrochen worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Suche mit Hubschrauber und W\u00e4rmebildkamera habe bislang keinen Erfolg gehabt. Nach Angaben des Tagebaubetreibers RWE blieb der Abbaubetrieb unterbrochen. Das Wasser der Inde flie\u00dfe weiter in den Tagebau ein, jedoch falle der Wasserstand. Ein RWE-Sprecher sagte, der Fluss sei am Donnerstag gegen 6.30 Uhr bei Lamersdorf \u00fcber den Deich geschwappt. Die Inde ist nach heftigen Regenf\u00e4llen in den vergangenen Tagen stark angeschwollen. Der Fluss verl\u00e4uft in der N\u00e4he des Tagebaus. Die oberhalb an der Inde liegenden St\u00e4dte Eschweiler und Stolberg sowie Aachen-Kornelim\u00fcnster sind ebenfalls stark vom Hochwasser betroffen. Der Krisenstab im Rhein-Erft-Kreis hat nach den andauernden starken Regenf\u00e4llen den Katastrophenfall ausgerufen. Wegen der Hochwasserlage entlang der Erft bestehe die Gefahr, dass sich die bisher \u00f6rtlich begrenzte Lage neben Erftstadt auch auf Kerpen, Bergheim und Bedburg ausweiten k\u00f6nnte, hei\u00dft es in einer Pressemitteilung von Donnerstag. Die kreisangeh\u00f6rigen Kommunen wurden aufgefordert, &#171;die notwendigen Ma\u00dfnahmen des Bev\u00f6lkerungsschutzes wie insbesondere Evakuierungen und Unterbringungen vorzubereiten und vorzunehmen&#187;. In Stolberg bei Aachen nutzen offenbar Kriminelle die Hochwasserlage aus: Dort sei es zu einzelnen Pl\u00fcnderungsversuchen von Gesch\u00e4ften gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Demnach hatten in drei F\u00e4llen Zeugen gemeldet, dass sich Personen in \u00fcberschwemmten L\u00e4den bef\u00e4nden. Die Polizei nahm an einem Juweliergesch\u00e4ft einen Verd\u00e4chtigen fest. Als die Beamten an den anderen Tatorten \u2013 einem Supermarkt und einer Drogerie \u2013 eintrafen, sind demnach mehrere Unbekannte gefl\u00fcchtet. Ob etwas gestohlen wurde, war zun\u00e4chst unklar. Eine Hundertschaft der Polizei sei nun in Stolberg, um die verlassenen Wohnh\u00e4user und Gesch\u00e4fte vor Pl\u00fcnderungen zu sch\u00fctzen. Schaulustige behindern laut Polizei die Einsatzkr\u00e4fte. &#171;Was die Hilfskr\u00e4fte an den vielen Einsatzstellen \u00fcberhaupt nicht gebrauchen k\u00f6nnen, sind Gaffer, von denen einige offenbar nichts Eiligeres zu tun hatten, als die Anfahrts- und Rettungswege zu belegen&#187;, twittert der Koblenzer Polizeisprecher Ulrich Sopart. &#171;Seht von nicht notwendigen Besuchen ab!&#187; Eine gr\u00f6\u00dfere Flutwelle ist die Ruhr hinuntergerauscht. Gegen 14.30 wurde das Stauwehr bei Wickede-Echthausen ge\u00f6ffnet, weil es zu brechen drohte. Daraufhin stieg der Pegel unter anderem in Fr\u00f6ndenberg sp\u00fcrbar an, berichtete die &#171;Westfalenpost&#187;. Sirenenalarm hallte durch die Stadt. In Wipperf\u00fcrth im Oberbergischen Kreis sind zwei Menschen durch das Unwetter verletzt worden. Ein Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) verletzte sich w\u00e4hrend eines Einsatzes im Hochwasser, eine Person erlitt einen Stromschlag, wie eine Sprecherin des Oberbergischen Kreises am Donnerstag mitteilte. In dem Kreis sorgten die starken Regenf\u00e4lle am Mittwoch f\u00fcr \u00dcberflutungen, Stromausf\u00e4lle und teils vollgelaufene Wohnungen. In der Gemeinde Lindlar drohte am Donnerstag ein Kl\u00e4rwerk \u00fcberzulaufen. Rund 1200 Eins\u00e4tze verzeichnete der Kreis bis Donnerstagnachmittag. Die Unwetterserie dieses Sommers k\u00f6nnte au\u00dfergew\u00f6hnlich hohe Sch\u00e4den in Deutschland, der Schweiz und in \u00d6sterreich anrichten. Schon vor den jetzigen \u00dcberflutungen in der Eifel waren die Gewitter- und Hagelsch\u00e4den vielerorts \u00fcberdurchschnittlich hoch, wie der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) und einzelne Unternehmen berichten. &#171;Es zeichnet sich ab, dass sich dieses Jahr mit St\u00fcrmen, \u00dcberschwemmung, Starkregen und Hagel zu einem der schadentr\u00e4chtigsten seit 2013 entwickeln k\u00f6nnte&#187;, sagte GDV-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00f6rg Asmussen. Bereits im Juni hatten Starkregen und Hagel einen gesch\u00e4tzten versicherten Schaden von 1,7 Milliarden Euro verursacht. Dass die Sch\u00e4den hoch sind, liegt nicht nur an der Natur. Der R\u00fcckversicherer Munich Re macht &#171;sozio\u00f6konomische Ver\u00e4nderungen&#187; mitverantwortlich. &#171;Das hei\u00dft, in den betroffenen Gebieten steigt die Dichte und der Wert von Immobilien und Infrastruktur, den sogenannten Exposures.&#187; Das Ausma\u00df der Sch\u00e4den f\u00fcge sich in die Beobachtung der vorangegangenen Jahre ein, sagte ein Sprecher. &#171;\u00dcber die letzten zehn Jahre beobachteten wir immer wieder intensive konvektive Ereignisse. Das sind Gewitter mit lokal gro\u00dfen Regenmengen oder Hagel.&#187; Das Technische Hilfswerk (THW) hat den Katastrophenschutz in den von \u00dcberschwemmungen betroffenen L\u00e4ndern am Donnerstag mit rund 2.100 Einsatzkr\u00e4ften unterst\u00fctzt. In Rheinland-Pfalz seien zudem Hubschrauber aus mehreren Bundesl\u00e4ndern zur Rettung von Menschen aus \u00dcberflutungsgebieten unterwegs, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage mit. Weitere Hubschrauber der Bundespolizei st\u00fcnden in Bereitschaft. &#171;Ich biete den L\u00e4ndern jegliche Unterst\u00fctzung an. Jetzt ist die Stunde der Einsatzkr\u00e4fte und der Solidarit\u00e4t&#187;, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) der &#171;Bild&#187;. &#171;Diese extremen Wetterkapriolen sind die Folgen des Klimawandels&#187;, f\u00fcgte er hinzu. &#171;Wir m\u00fcssen uns viel besser darauf vorbereiten, auch beim Hochwasserschutz.&#187; Nach Angaben seines Ministeriums waren am Donnerstag insgesamt mehr als 15.000 Kr\u00e4fte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen, THW und Bundeswehr im Einsatz, um Menschen zu retten sowie Wohnungen, Betriebe und Infrastruktur vor den Wassermassen zu sch\u00fctzen. Die Einsatzkr\u00e4fte in Solingen haben in den vergangenen Stunden etwa 130 Menschen im Stadtgebiet aus akuter Not vor dem Hochwasser gerettet. Das sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstag. &#171;Wir haben die Menschen \u00fcber Drehleitern, Boote, Bojen herausgeholt. Es war alles improvisiert.&#187; In zwei Situationen h\u00e4tten sich Einsatzkr\u00e4fte zudem auf Tankl\u00f6schfahrzeugen in Sicherheit bringen m\u00fcssen. Die Einsatzkr\u00e4fte sprechen nach den starken Regenf\u00e4llen in Solingen nach Angaben eines Stadtsprechers von einem &#171;Jahrhunderthochwasser&#187;. &#171;Unsere Heimatstadt ist von einer gro\u00dfen Katastrophe heimgesucht worden&#187;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Tim Kurzbach (SPD). &#171;Dieses Ausma\u00df an \u00dcberflutung ist nicht mehr zu bek\u00e4mpfen. Das Wasser ist st\u00e4rker.&#187; Kurzbach hatte am Morgen den besonders betroffenen Stadtteil Unterburg besucht. Die dortige Lage beschrieb er als &#171;bedrohlich und be\u00e4ngstigend&#187;. In der Nacht sind laut Feuerwehrsprecher etwa 300 Kr\u00e4fte im Einsatz gewesen, viele von ihnen mehr als 30 Stunden am St\u00fcck. Am Donnerstagmittag waren etwa 110 Kr\u00e4fte nach einer kurzen Pause mit weiteren Arbeiten besch\u00e4ftigt.250 Eins\u00e4tze seien bereits abgearbeitet worden \u2013 200 seien aber noch offen.120 Menschen seien \u00fcber Nacht von der Stadt untergebracht worden, sagte der Leiter des Krisenstabes, Jan Welzel. Der Stadtteil Unterburg bleibe vorerst gesperrt. Auch Strom und Gas seien noch abgeschaltet, auch in Verteilstationen seien durch das Hochwasser Sch\u00e4den entstanden. Ziel sei es, die Menschen sukzessive wieder in ihre Wohnungen zur\u00fcckzulassen, wenn diese sicher seien und trockenen Fu\u00dfes erreicht werden k\u00f6nnten. &#171;Einsturzgef\u00e4hrdete H\u00e4user k\u00f6nnen wir nicht ausschlie\u00dfen&#187;, sagte Welzel. Er bat die Menschen zudem um Geduld. &#171;Es wird Tage, m\u00f6glicherweise auch Wochen dauern, bis wir einen bestimmten Zustand wieder erreicht haben.&#187; Die Zahl der Todesopfer nach den schweren Unwettern im n\u00f6rdlichen Rheinland-Pfalz ist nach Angaben des rheinland-pf\u00e4lzischen Innenministers Roger Lewentz (SPD) auf f\u00fcnf gestiegen. Alle seien nach bisherigen Erkenntnissen im Kreis Ahrweiler in den Fluten ums Leben gekommen. Der Minister f\u00fcgte hinzu, dass noch 50 bis 70 Menschen in der Katastrophenregion vermisst w\u00fcrden. Unklar sei zurzeit, ob es sich dabei um Menschen handle, die vielleicht in Urlaub seien, oder ob sie im Unwetter bei Bekannten untergekommen oder in einer schwierigen Situation seien. Der Hochwasser f\u00fchrende Fluss Inde hat einen Deich in der N\u00e4he des Braunkohletagebaus Inden bei Aachen \u00fcbersp\u00fclt und l\u00e4uft seit dem Morgen in den Tagebau. Ein Sprecher des Energieunternehmens RWE sagte am Donnerstag, ein Mitarbeiter dort werde vermisst. Nach dem Mann werde mit einem Hubschrauber gesucht. Der Abbaubetrieb sei eingestellt worden. Der Zufluss des Wassers dauere an. Der Sprecher sagte, der Fluss sei gegen 6.30 Uhr bei Lamerdorf \u00fcber den Deich geschwappt. Die Inde ist nach heftigen Regenf\u00e4llen in den vergangenen Tagen stark angeschwollen. Der Fluss verl\u00e4uft in der N\u00e4he des Tagebaus. Die oberhalb an der Inde liegenden St\u00e4dte Eschweiler und Stolberg sowie Aachen-Kornelim\u00fcnster sind ebenfalls heftig von Hochwasser betroffen. Der Wasserstand der Mosel wird Vorhersagen zufolge im Laufe des Donnerstags zun\u00e4chst weiter steigen. Die Hochwasservorhersagezentrale des rheinland-pf\u00e4lzischen Landesumweltamtes rechnete erst f\u00fcr den sp\u00e4ten Nachmittag mit einer Entspannung. &#171;Zahlreiche Zufluss-Pegel verzeichnen bereits jetzt historische H\u00f6chstst\u00e4nde&#187;, teilte die Beh\u00f6rde mit. Am Pegel Trier sei die Meldeh\u00f6he von sechs Metern am Mittwochabend \u00fcberschritten worden und der Wasserstand steige weiterhin stark an. &#171;Zum Nachmittag hin ist ein Anstieg der Wasserst\u00e4nde bis in den Bereich um 940 cm m\u00f6glich&#187;, teilte die Zentrale am Donnerstagvormittag mit. &#171;Anschlie\u00dfend werden die Pegelst\u00e4nde fallen.&#187; Auch in der Sauer stiegen die Wasserst\u00e4nde am Donnerstag noch an. Die Experten rechneten damit, dass am Mittag ein H\u00f6chststand von 6,10 bis 6,20 Meter erreicht wird. &#171;Anschlie\u00dfend werden auch hier fallende Wasserst\u00e4nde vorhergesagt.&#187; An zahlreichen Eifel- sowie Sauer-Zufl\u00fcssen seien die Wasserst\u00e4nde in der vergangenen Nacht extrem gestiegen und h\u00e4tten historische H\u00f6chstst\u00e4nde erreicht. Das Hochwasser in Rheinland-Pfalz hat nun auch die Stadt Trier erreicht. Hochwasser im Fluss Kyll, einem Nebenfluss der Mosel, \u00fcberflute den Ortskern des Stadtteils Ehrrang, wie die Stadt mitteilte. Kurz vor Beginn der \u00dcberflutung hatte demnach die Evakuierung von 1.600 Menschen begonnen. Ein von der Stadt ver\u00f6ffentlichtes Video zeigte dabei, wie Feuerwehrleute auf dem Dach eines bis \u00fcber die Reifen im Wasser stehenden Feuerwehrwagens stehen und versuchen, Anwohner aus einem Wohnhaus zu retten. In gro\u00dfen Teilen von Ehrrang gibt es der Stadt zufolge keine Stromversorgung mehr. Die Polizei appellierte an die Anwohner, die Ortslage weitr\u00e4umig zu meiden und auch die Zubringerstra\u00dfen f\u00fcr Rettungskr\u00e4fte freizuhalten. Derweil meldete der Landkreis Trier-Saarburg drei im Fluss Sauer treibende Menschen, deren Rettung sich als schwierig erweise. Es k\u00f6nnten wegen der starken Str\u00f6mung keine Boote eingesetzt werden. Der Landkreis appellierte an die Bev\u00f6lkerung dringend, die \u00dcberschwemmmungsgebiete zu meiden. Infolge des Starkregens ist in Eschweiler bei Aachen am Donnerstag die Trinkwasserversorgung ausgefallen. Es sei eine Wasserleitung gebrochen, die Innenstadt versorge, teilte die St\u00e4dteregion Aachen mit. Die Einwohner von Eschweiler sollten auf unn\u00f6tigen Wasserverbrauch durch Duschen oder Toilettensp\u00fclungen verzichten. Das ebenfalls betroffene Krankenhaus mit derzeit rund 400 Patienten werde im Laufe des Tages ger\u00e4umt. Thomas Meyer, Lehrer aus Ahrweiler, berichtet t-online: &#171;Gegen 12 Uhr stieg das Wasser durch die Kanaldeckel. Als es dann von allen Seiten kam, sind wir schnell in die H\u00e4user gegangen. Dann gingen die Fenster zu Bruch und das Erdgeschoss wurde geflutet. Also haben wir uns mit unserem Sohn unter dem Dach versteckt und dort verbarrikadiert. Der Pegel ist fast bis zum ersten Erdgeschoss gestiegen. Seitdem sitzen wir in der Falle und hoffen, dass es jetzt trocken bleibt und der Pegel schnell wieder sinkt, damit wir hier wieder rauskommen.&#187; Die Bundeswehr setzt bei der Unwetterkatastrophe im S\u00fcdwesten und Westen Deutschlands Soldaten und schweres Ger\u00e4t zur Rettung ein. In Nordrhein-Westfalen seien am Donnerstagmorgen 200 M\u00e4nner und Frauen mit Bergepanzern, Radladern, schweren Lastwagen und dem Transportpanzer Fuchs in den Einsatz geschickt worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. In Rheinland-Pfalz sind demnach 70 Soldaten mit vier Unimogs und Krankenwagenausstattung unterwegs. Diese sind watf\u00e4hig, k\u00f6nnen also auch in \u00fcberschwemmten D\u00f6rfern fahren. Das Heer schickte Hilfe aus der Luft. &#171;Zwei Transporthubschrauber NH90 und zwei Rettungshubschrauber LUH SAR sind ab sofort f\u00fcr die Amtshilfe einsatzbereit &amp; unterst\u00fctzen das Kommando Territoriale Aufgaben&#187;, schrieben die Landstreitkr\u00e4fte auf Twitter. Die Polizei in Trier hat die Menschen eindringlich dazu aufgerufen, den Stadtteil Ehrang wegen \u00dcberflutungen zu meiden. Es bestehe Lebensgefahr, warnte die Polizei am Donnerstag per Twitter. Nach Angaben der Stadt Trier l\u00e4uft aktuell der Ortskern von Ehrang voll. &#171;In gro\u00dfen Teilen des Ortes gibt es keinen Strom. Bitte folgen sie den Evakuierungsdurchsagen&#187;, schrieb die Stadtverwaltung. Bei ntv sagte Hagens Oberb\u00fcrgermeister Erik Schulz: &#171;\u00dcber 600 Menschen sind zwar derzeit im Einsatz, aber wir kommen in viele Ortsteile nicht hinein und haben noch viele unbeantwortete Einsatzanfragen. Zum Schadensbild haben wir noch keine Einsch\u00e4tzung, aber man braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass ein Millionenschaden entstanden ist.&#187; Im Eifel-Kreis Bitburg-Pr\u00fcm sind wegen der Hochwasserlage mehrere Menschen in ihren H\u00e4usern von den Wassermassen eingeschlossen worden, unter anderem in Waxweiler. Das sagte der Kreissprecher am Donnerstag in Bitburg. Menschen mussten gerettet werden &#8212; Meldungen \u00fcber Tote, Verletzte oder Vermisste gebe es jedoch bislang nicht. Der Kreissprecher berichtete auch von mindestens einem eingest\u00fcrzten Haus. Nach den heftigen Regenf\u00e4llen kommt es in mehreren Gemeinden des Kreises Bitburg-Pr\u00fcm zu Einschr\u00e4nkungen in der Trinkwasserversorgung. Grund seien Stromausf\u00e4lle, teilte der Katastrophenschutz des Kreises \u00fcber Facebook mit. Die Versorgung sei voraussichtlich &#171;auf Tage eingeschr\u00e4nkt&#187;. Die Bewohner wurden aufgerufen, mit dem vorhandenen Wasser sparsam umzugehen und auf Reinigungsarbeiten zu verzichten. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Strom-Verteilnetzbetreibers Westnetz mindestens 200.000 Menschen ohne Strom. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden w\u00fcrden Umspannanlagen bei eindringendem Wasser abgeschaltet, teilt das Unternehmen mit. Wegen \u00fcberfluteten Stra\u00dfen k\u00f6nnten die Anlagen teilweise nicht erreicht werden, erl\u00e4utert eine Sprecherin. &#171;Wir sind mit allen verf\u00fcgbaren Kr\u00e4ften im Einsatz.&#187; Das Unternehmen versorgt weite Teile von Nordrhein-Westfahlen und Rheinland-Pfalz mit Strom, besonders l\u00e4ndliche Gebiete wie die Eifel. In dem vom Hochwasser schwer getroffenen Eifel-Ort Schuld im Landkreis Ahrweiler ist die Zahl der Vermissten laut Polizei Koblenz inzwischen auf knapp 70 gestiegen. Dort waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag sechs H\u00e4user eingest\u00fcrzt. Eine Vielzahl an H\u00e4usern sei instabil, es bestehe Einsturzgefahr. Der Katastrophenfall sei ausgerufen worden. Mindestens vier Menschen kamen nach Angaben der Polizei ums Leben. Nach der Hochwasserkatastrophe in Teilen von Rheinland-Pfalz l\u00e4uft seit Stunden ein gro\u00dfangelegter Rettungseinsatz. Polizeihubschrauber seien unterwegs, um Menschen von Hausd\u00e4chern oder aus B\u00e4umen zu retten, berichtete Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag zu Beginn der Landtagsplenarsitzung in Mainz. Auch die Bundeswehr helfe mit rund 200 Soldaten. Es gebe sehr viele Vermisste, sagte Dreyer. Es sei unklar, ob sie sich selbst hatten retten k\u00f6nnen. Sie zu erreichen sei schwierig, da das Mobilfunknetz zum Teil ausgefallen sei. Etwa 600 Menschen aus dem Solinger Stadtteil Unterburg haben wegen des Hochwassers die Nacht nicht in ihren Wohnungen verbracht. &#171;Unterburg bleibt bis auf weiteres komplett gesperrt \u2013 vom ehemaligen Rathaus bis zum Burger Bahnhof&#187;, teilte Oberb\u00fcrgermeister Tim Kurzbach (SPD) am Donnerstagmorgen auf den sozialen Medien mit. Die Feuerwehr sei weiter im Dauereinsatz. &#171;F\u00fcr die kommenden zwei bis drei Stunden ist nach Auskunft des Wupperverbandes weiterhin von einem konstant hohen Pegelstand der Wupper auszugehen&#187;, schrieb Kurzbach auf Instagram. Daher k\u00f6nne vorl\u00e4ufig keine Entwarnung gegeben werden. Der Stadtteil Unterburg war am Mittwochabend evakuiert worden. Es sei noch nicht abzusehen, wann die Haushalte in Unterburg wieder mit Strom und Gas versorgt werden k\u00f6nnten, teilte die Stadt mit. Die Anlagen m\u00fcssten zun\u00e4chst \u00fcberpr\u00fcft und gegebenenfalls repariert werden. Die Stadt forderte die Menschen dazu auf, die evakuierten Gebiete und die Br\u00fccken im Bereich der Wupper zu meiden. Wann eine R\u00fcckkehr der Anwohner m\u00f6glich sei, lasse sich noch nicht sagen. In der Katastrophenregion im n\u00f6rdlichen Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Mainzer Innenministeriums weitere H\u00e4user vom Einsturz bedroht. &#171;Die schlimmen Unwetter haben Rheinland-Pfalz mit erbarmungsloser Wucht getroffen und schon innerhalb weniger Stunden zum Einsturz gleich mehrerer Wohnh\u00e4user im Landkreis Ahrweiler gef\u00fchrt&#187;, erkl\u00e4rte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag. Das genaue Ausma\u00df der Katastrophe in mehreren Landkreisen und kreisfreien St\u00e4dten des Bundeslandes sei derzeit noch nicht absehbar. Bei der Rettung von Menschen sei am Mittwochabend auch ein Polizeihubschrauber mit Seilwinde eingesetzt worden. Lewentz sagte, er habe in der Nacht Kontakt zur Bundeswehr aufgenommen. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) habe in der Nacht daf\u00fcr gesorgt, dass Einsatzkr\u00e4fte abgel\u00f6st werden konnten. Daf\u00fcr kamen Helfer aus dem S\u00fcden des Landes. &#171;In solchen Situationen zeigt sich der starke Zusammenhalt im Land&#187;, erkl\u00e4rte Lewentz. Der Minister hatte sich am fr\u00fchen Mittwochabend gemeinsam mit Landrat J\u00fcrgen Pf\u00f6hler (CDU) ein Bild von der Lage im Kreis Ahrweiler gemacht und mit dem Krisenstab der Kreisverwaltung gesprochen. Wegen des Hochwassers sind alle Zufahrtswege zur Gemeinde Kordel im Landkreis Trier-Saarburg abgeschnitten. Der Ort mit rund 2.000 Einwohnern sei momentan nicht erreichbar, sagte ein Kreissprecher am Donnerstag. Man versuche nun mit Hilfe der Bundeswehr mit Wasserfahrzeugen die Bewohner zu erreichen. Meldungen \u00fcber Tote und Vermisste gebe es bisher nicht. \u00c4hnliche Rettungsaktionen gebe es auch an dem wenige Kilometer entfernten Fluss Sauer. Im Zusammenhang mit den schweren Unwettern sind im rheinland-pf\u00e4lzischen Landkreis Ahrweiler in der Eifel mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Allein im besonders betroffenen Ort Schuld, wo sechs H\u00e4user einst\u00fcrzten und mehrere weitere einsturzgef\u00e4hrdet waren, w\u00fcrden zudem 50 bis 60 Menschen vermisst, sagte ein Sprecher der Polizei in Koblenz am Donnerstagmorgen der Nachrichtenagentur AFP. &#171;Sehr viele&#187; Menschen befanden sich demnach auf den Hausd\u00e4chern, die Rettungseins\u00e4tze liefen auf Hochtouren. W\u00e4hrend des schweren Unwetters ist am Mittwoch ein 77-J\u00e4hriger im nordrhein-westf\u00e4lischen Kreis Unna im unter Wasser stehenden Keller seines Hauses ums Leben gekommen. Die Kriminalpolizei ermittle zu den Todesumst\u00e4nden des Manns aus Kamen, teilten die Beamten am Donnerstag mit. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es aber nicht. Die Polizei erreichten demnach hunderte Notrufe. Zumeist seien vollgelaufene Keller und \u00fcberflutete Stra\u00dfen gemeldet worden. Die Polizei im Kreis Unna r\u00fcckte zu mehr als hundert Eins\u00e4tzen aus. Durch die \u00dcberflutungen und den Dauerregen ist der Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen massiv beeintr\u00e4chtigt. Die Bahn rief dazu auf, Fahrten von und nach Nordrhein-Westfalen nach M\u00f6glichkeit zu verschieben. Aufgrund von Streckensperrungen fahren zahlreiche S-Bahn- und Regionallinien nicht oder nur eingeschr\u00e4nkt, wie die Deutsche Bahn am Donnerstag mitteilte. Auch auf den Autobahnen gibt es erhebliche Wetter-Folgen. Die Bahnstrecke K\u00f6ln \u2013 Wuppertal \u2013 Hagen \u2013 Dortmund ist derzeit nicht befahrbar. Der Hauptbahnhof Hagen sei wegen eines Wassereinbruchs gesperrt. Auch auf der Strecke von K\u00f6ln nach Koblenz \u00fcber Bonn Hauptbahnhof k\u00f6nnten keine Z\u00fcge fahren. Erhebliche Einschr\u00e4nkungen gebe es zudem auf der Strecke von K\u00f6ln nach Dortmund durchs Ruhrgebiet. Z\u00fcge aus dem Norden und Osten endeten in M\u00fcnster, Hamm und Dortmund. Aus dem S\u00fcden endeten die Verbindungen in Koblenz oder K\u00f6ln. An vielen Stellen sei es zu \u00fcbersp\u00fclten Gleisen, Fahrbahnst\u00f6rungen und Besch\u00e4digungen von Betriebsanlagen gekommen. Eine Erfassung der Unwettersch\u00e4den sei erst mit abflie\u00dfenden Wassermassen m\u00f6glich. Die Autobahn 1 wurde nach Angaben der Polizei zwischen dem Kreuz Leverkusen und Burscheid wegen \u00fcberfluteter Fahrbahnen in beiden Richtungen gesperrt. Auch auf der A 61 konnten zwischen dem Kreuz Bliesheim und dem Kreuz Meckenheim in beiden Richtungen keine Autos fahren. Nach massiven Regenf\u00e4llen m\u00fcssen etwa 1.500 Menschen in H\u00fcckeswagen im Bergischen Land ihre Wohnungen verlassen. &#171;Bei den Evakuierungsma\u00dfnahmen muss viel mit dem Boot gemacht werden, weil die Stra\u00dfen nicht mehr befahrbar sind&#187;, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Betroffen sei vor allem der Stadtteil Kleineichen unterhalb der Bevertalsperre. Bei den Rettungsma\u00dfnahmen seien zwei DLRG-Helfer verletzt worden. Die Lage scheint allerdings nicht mehr ganz so angespannt wie noch in der Nacht. &#171;Der Damm, der zu brechen drohte, ist soweit sicher&#187;, sagte der Polizeisprecher. In dem Bereich rund um die Talsperre gebe es aber gro\u00dffl\u00e4chige \u00dcberschwemmungen. In der Nacht waren im Oberbergischen Kreis nach Angaben des Polizeisprechers etwa 1.000 Kr\u00e4fte im Einsatz. Die rheinland-pf\u00e4lzische Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer hat nach der Hochwasserkatastrophe in der Eifel ihre Betroffenheit ge\u00e4u\u00dfert. &#171;Das Unwetter hat unser Land hart getroffen. Ich bange mit allen, die in Gefahr sind&#187;, schrieb die SPD-Politikerin am Donnerstagmorgen im Kurznachrichtendienst Twitter: Der Damm der Steinbachtalsperre in Euskirchen droht aufgrund des Unwetters zu brechen. Daher sei am Donnerstag die Autobahn 61 zwischen Bliesheim und Meckenheim vollgesperrt worden, teilte die Polizei mit. Zuvor sei die A61 bereits gesperrt worden, weil die Autobahn von Wasser \u00fcberflutet worden sei. Zur Beobachtung des Dammes seien das Technische Hilfswerk (THW) und die Polizei vor Ort. Der Verkehr wird auf die A565 umgeleitet. Nach schweren Regenf\u00e4llen sind in der Eifel in der Nacht zu Donnerstag sechs H\u00e4user eingest\u00fcrzt. Mehrere weitere H\u00e4user in der Gemeinde Schuld im Landkreis Ahrweiler seien einsturzgef\u00e4hrdet, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Laut einem Bericht des SWR werden etwa 30 Menschen vermisst. Der Polizeisprecher konnte diese Angaben zun\u00e4chst nicht best\u00e4tigen. Die Lage sei un\u00fcbersichtlich. Landrat J\u00fcrgen Pf\u00f6hler rief die Menschen auf, m\u00f6glichst zu Hause bleiben und &#171;sich gegebenenfalls in h\u00f6her gelegene Stockwerke&#187; zu begeben. &#171;Die Lage ist sehr ernst&#187;, sagte er. Es bestehe Lebensgefahr. In dem Ort Waxweiler im Eifelkreis Bitburg-Pr\u00fcm sollen f\u00fcnf Menschen in einem Haus festsitzen. Die Rettungskr\u00e4fte k\u00f6nnen das Geb\u00e4ude offenbar nicht mehr mit Booten erreichen. Derzeit warte man auf Hilfe aus der Luft. In Messerich in der Eifel sollen zwei Rettungskr\u00e4fte des THW von den Fluten eingeschlossen sein. Die Str\u00f6mung des Flusses Nims soll so stark sein, dass eine Rettung bisher nicht m\u00f6glich sei. Ein Sprecher sagte dem &#171;SWR&#187;, der Fluss sei f\u00fcr gew\u00f6hnlich nicht breiter als zwei Meter, mittlerweile sei er in der Breite auf 200 Meter gewachsen. Nach enormen Regenf\u00e4llen haben die Beh\u00f6rden im Bergischen Land einen unkontrollierten \u00dcberlauf der Wupper-Talsperre bei Radevormwald bef\u00fcrchtet. Einsatzkr\u00e4fte der Feuerwehr k\u00f6nnen das Wasser mittlerweile jedoch kontrolliert ablaufen lassen, teilte ein Sprecher der Leitstelle Oberbergischer Kreis am fr\u00fchen Donnerstagmorgen mit. Nach Angaben von Hans-Uwe Koch vom Amt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz des Kreises soll durch das Ablaufenlassen Druck vom Sperrdeich genommen werden. Die Polizei meldete eine &#171;leichte Entwarnung&#187; f\u00fcr die Flutgefahr in Wuppertal, wie Radio Wuppertal gegen 4 Uhr morgens berichtete. Zahlreiche Stra\u00dfen der Stadt waren Berichten zufolge schon \u00fcberflutet. Ein Polizeihubschrauber kontrollierte in den fr\u00fchen Morgenstunden den Stand der Lage im Stadtteil Elberfeld. Das berichtete die Wuppertaler Rundschau. Ein Bild auf Twitter zeigte die H\u00f6he des Wasserstandes. Im Stadtteil Beyenburg werden Anwohner, deren Wohnh\u00e4user bereits betroffen sind evakuiert, schrieb die Stadt Wuppertal um 2.26 Uhr auf Twitter. &#171;F\u00fcr alle, die im gef\u00e4hrdeten Bereich an der Talsohle wohnen und die gerade nicht aktiv evakuiert werden, gilt: Bleibt zu Hause!&#187;, hie\u00df es weiter. Zudem bat die Stadt die Bev\u00f6lkerung darum, den Trinkwasserverbrauch einzuschr\u00e4nken. Durch den Stromausfall in der Stadt sei auch die Wasserversorgung betroffen. Brisante Lage in Wuppertal: In der Stadt heulten in der Nacht laute Warnsirenen auf. Gegen Mitternacht war wegen des Dauerregens die Wuppertalsperre \u00fcbergelaufen. Anwohner berichteten bei Twitter bereits von den ersten \u00dcbertritten der Wupper. &#171;Personen sollten sich in der Nacht nicht in der N\u00e4he der Wupper, insbesondere nicht in Muldenlagen aufhalten&#187;, hie\u00df es in einer Mitteilung der Stadt. Die Feuerwehr Wuppertal berichtete von Hunderten von Eins\u00e4tzen. Warnfahrzeuge fuhren durch die betroffenen Gebiete und informierten per Lautsprecherdurchsage die Anwohner. In einer Sporthalle wurde eine Notunterkunft eingerichtet. Anwohner sollten die Lage beobachten und wenn m\u00f6glich das erste Obergeschoss aufsuchen. Gegebenenfalls m\u00fcssten auch Trafostationen in diesen Bereichen zeitweilig abgeschaltet werden. Die Feuerwehr Trier hat Vollalarm ausgel\u00f6st, weil die Kyll Teile des Stadtteils Ehrang zu \u00fcberschwemmen droht. Das teilte die Stadt gegen 3.30 Uhr morgens auf Twitter mit. Rund 1.600 Bewohnerinnen und Bewohner seien mit Durchsagen darauf vorbereitet worden, m\u00f6glicherweise ihre Wohnung verlassen zu m\u00fcssen. Die Feuerwehr war In der Nacht vielerorts in NRW im Dauereinsatz. In St\u00e4dten wie D\u00fcsseldorf, Dortmund und Bochum sorgten vollgelaufene Keller, \u00fcberflutete Stra\u00dfen und umgest\u00fcrzte B\u00e4ume f\u00fcr hunderte Eins\u00e4tze. Die Deutsche Bahn meldete Versp\u00e4tungen und Zugausf\u00e4lle. Aufgrund von Unwettersch\u00e4den sei unter anderem die Fernverkehrs-Strecke zwischen K\u00f6ln und Dortmund nur mit erheblichen Einschr\u00e4nkungen befahrbar. Auch andere Ortschaften in der N\u00e4he von Wuppertal wurden evakuiert. In Solingen-Unterburg wurde unter anderem ein Seniorenheim evakuiert, da der Eschbach die Stra\u00dfen \u00fcberflutete. In Leichlingen wurden wegen einer &#171;massiven \u00dcberflutungsgefahr&#187; der Wupper mehrere Ortschaften evakuiert. Die Beh\u00f6rden der Leitstelle Trier in Rheinland-Pfalz haben die Evakuierung des Seniorenheims Kordel und der angrenzenden \u00fcberflutungsgef\u00e4hrdeten H\u00e4user mitgeteilt. Auch in der Voreifel haben heftigen Regenf\u00e4lle f\u00fcr Evakuierungen gesorgt. Der Rhein-Sieg-Kreis beschloss am sp\u00e4ten Abend, die Swisttaler Ortsteile Odendorf, Essig, Ludendorf und Miel sowie die Rheinbacher Ortschaften Oberdrees und Niederdrees unterhalb der Steinbachtalsperre zu r\u00e4umen. Die Steinbachtalsperre drohe \u00fcberzulaufen. Im Bereich der Swist bestehe \u00dcberflutungsgefahr. Der Bereich sei gro\u00dffl\u00e4chig zu meiden. In Lohmar droht der Damm der Agger zu brechen. Davon sind die Stadtgebiete Donrath und Lohmar-Ort bedroht. Anwohner werden gebeten, sich in h\u00f6here Stockwerke oder in die Jachbachhalle in Lohmar zu begeben. In Rheinland-Pfalz hat die Kreisverwaltung Ahrweiler die Bev\u00f6lkerung wegen Starkregen und Hochwasser an der Ahr dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben und sich wenn m\u00f6glich in h\u00f6here Stockwerke zu begeben. Der Kreis habe den Katastrophenfall ausgerufen. S\u00e4mtliche Br\u00fccken im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler seien gesperrt und d\u00fcrfen unter keinen Umst\u00e4nden betreten oder befahren werden. Im Bereich der Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr seien H\u00e4user von den Wassermassen zerst\u00f6rt und Tr\u00fcmmerteile sowie B\u00e4ume von der Ahr mitgerissen worden. &#171;Derzeit werden in den St\u00e4dten Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig sowie im Stadtteil Bad Bodendorf alle Geb\u00e4ude im Umkreis von 50 Metern rechts und links der Ahr evakuiert,&#187; hie\u00df es in einem Facebook-Post der Kreisverwaltung. N\u00f6tige Fahrten mit dem Auto sollten vermieden werden. &#171;Die Lage ist sehr ernst. Es besteht Lebensgefahr!\u201c Anwohner von Bever und Wupper in H\u00fcckeswagen werden seit Mitternacht aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. &#171;Die Staumauer der Bever-Talsperre in H\u00fcckeswagen l\u00e4uft aktuell \u00fcber&#187;, warnten die Beh\u00f6rden. Es bestehe Gefahr der \u00dcberflutung, die Menschen sollten sich in h\u00f6here Lagen begeben. Nach enormen Regenf\u00e4llen bef\u00fcrchten die Beh\u00f6rden im Bergischen Land einen unkontrollierten \u00dcberlauf der Wupper-Talsperre bei Radevormwald. Der Oberbergische Kreis warnte am Abend unter der \u00dcberschrift &#171;Evakuierung&#187; davor, dass der Wasserstand der Wupper im Stadtgebiet von Radevormwald in kurzer Zeit sehr stark anschwellen wird. &#171;Es besteht die akute Gefahr der \u00dcberflutung&#187;, hie\u00df es in der Warnung. Die Anwohner entlang der Wupper im Stadtgebiet wurden aufgefordert, umgehend den Gefahrenbereich zu verlassen. &#171;Es besteht akute Lebensgefahr!&#187; Nach Angaben von Hans-Uwe Koch vom Amt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz des Kreises wird derzeit noch kontrolliert Wasser abgelassen &#8212; von der Wupper-Talsperre und auch von der h\u00f6her gelegenen Bever-Talsperre, deren Wasser in der Wupper-Talsperre lande. Im Fall der Wupper-Talsperre soll damit Druck vom Sperrdeich genommen werden. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden wurden die Anwohner der Wupper in Radevormwald bereits seit dem sp\u00e4ten Abend aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen, auch mit Lautsprecherdurchsagen. F\u00fcr Betroffene wurde eine Betreuungsstelle in einer Grundschule in Radevormwald eingerichtet. Seit Mitternacht wurden auch die Anwohner von Bever und Wupper in H\u00fcckeswagen aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Das Regen-Unwetter in Nordrhein-Westfalen hat am Mittwoch auf zahlreichen Autobahnen f\u00fcr \u00fcberflutete Fahrbahnen gesorgt. Sperrungen und Staus waren die Folge. Am Abend wurde in K\u00f6ln die A1 zwischen dem Kreuz K\u00f6ln-West und K\u00f6ln-Bocklem\u00fcnd in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Grund war laut Autobahngesellschaft Rheinland ein \u00fcberfluteter Tunnel, aus dem die Pumpen das Wasser nicht schnell genug abpumpen konnten. \u00dcberflutete Fahrbahnen oder Unwettersch\u00e4den meldete der WDR am Abend etwa auf den Autobahnen 43,44,59,61 und 553. Gegen 22.00 Uhr staute sich der Verkehr landesweit auf insgesamt 60 Kilometern. In Stolberg bei Aachen ist durch den starken Regen der Vichtbach \u00fcber die Ufer getreten und hat die Altstadt teilweise \u00fcberflutet. &#171;Mehrere Stra\u00dfen im Stadtgebiet sind derzeit nicht passierbar&#187;, berichtet die Stadt. Die Kommune bat die Anwohner des Baches eindringlich, die H\u00e4user im \u00dcberschwemmungsgebiet zu verlassen. &#171;Bitte begeben Sie sich zu Freunden und Verwandten oder in die Notunterk\u00fcnfte.&#187; F\u00fcr die Notunterk\u00fcnfte suchte die Stadt noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Zur Unterst\u00fctzung der \u00f6rtlichen Einsatzkr\u00e4fte seien mittlerweile auch ausw\u00e4rtige Kr\u00e4fte eingetroffen. Bei Rettungsarbeiten nach dem Starkregen ist in Altena im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Das best\u00e4tigte ein Sprecher der Polizei im M\u00e4rkischen Kreis am Mittwoch. Er sei bei dem tragischen Unfall ertrunken. Am Fluss Nette seien dem jungen Mann die Beine weggerissen worden, berichtete der WDR. Die genauen Umst\u00e4nde seien noch unklar. In Altena haben die starken Regenf\u00e4lle viele Sch\u00e4den verursacht. Die Stadt war am Mittwoch &#171;so gut wie nicht erreichbar&#187;, teilte die Polizei mit. Wegen schwerer Regenf\u00e4lle hat der Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz den Katastrophenfall ausgerufen. &#171;Bleiben Sie zu Hause! Alle Schulen im Landkreis bleiben morgen geschlossen!&#187;, hei\u00dft es auf der Internetseite der Kreisverwaltung. &#171;Ab sofort werden alle Eins\u00e4tze von der Technischen Einsatzleitung in Hillesheim koordiniert. Die Bundeswehr steht ebenfalls zur Verf\u00fcgung. Au\u00dferdem sind alle Rettungskr\u00e4fte (Feuerwehr, THW, DRK) im Dauereinsatz.&#187; &#171;Die Lage ist sehr ernst, wir haben viele \u00fcberschwemmte Stra\u00dfen und Ortschaften, die nicht mehr erreichbar sind&#187;, sagte Landr\u00e4tin Julia Gieseking (SPD). Sie rief die Menschen zur Vorsicht auf. Nach Stromausf\u00e4llen in Folge des Starkregens hat ein Krankenhaus in Wesseling im Rhein-Erft-Kreis zeitweise um seine Stromversorgung bangen m\u00fcssen. Mehrere Patienten der Intensivstation des Dreifaltigkeitskrankenhauses waren daher am Mittwochabend vorsorglich in umliegende Krankenh\u00e4user transportiert worden. Ein Notstromaggregat des Stromversorgers RWE sei aber inzwischen herbeitransportiert und angeschlossen worden und sichere die weitere Versorgung der Klinik, sagte eine Sprecherin am Mittwochabend. Wie in vielen Orten Nordrhein-Westfalens sind in Wesseling Stra\u00dfen nach heftigem Dauerregen am Mittwochnachmittag \u00fcberflutet worden und Keller vollgelaufen. Weil auch Trafos \u00fcberschwemmt wurden, fiel in zahlreichen Haushalten der Strom aus. Nach dem \u00dcberlaufen einer Abwasserbehandlungsanlage im Chemiepark Knapsack in H\u00fcrth bei K\u00f6ln haben Anwohner Hautreizungen erlitten. Wie die Zentrale Einsatzleitung des Chemieparks mitteilte, hat der viele Regen zu Einschr\u00e4nkungen an der Anlage gef\u00fchrt. Ein \u00dcberlaufen habe nicht verhindert werden k\u00f6nnen. Dadurch sei es zum Abfluss erheblicher Mengen Niederschlagswassers sowie Abwassers auf eine Stra\u00dfe gekommen. Ein Sprecher bezifferte die Anzahl der betroffenen Personen mit &#171;ein paar&#187;. Der Chemiepark machte zun\u00e4chst keine Angaben dar\u00fcber, welche Stoffe die Hautreizungen ausgel\u00f6st haben k\u00f6nnten. Im Chemiepark sind nach eigenen Angaben rund 30 Unternehmen t\u00e4tig. Das Regen-Unwetter in Nordrhein-Westfalen hat den Bahnverkehr am Mittwoch massiv beeintr\u00e4chtigt. Im Tagesverlauf wurde auf zahlreichen Linien der Betrieb eingestellt. Die Deutsche Bahn berichtete von Versp\u00e4tungen und Ausf\u00e4llen von Z\u00fcgen zwischen K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf sowie zwischen K\u00f6ln und Wuppertal. Die Strecken K\u00f6ln-Koblenz waren auf beiden Seiten des Rheins nicht befahrbar. Auch auf der Strecke K\u00f6ln-Aachen war kein Zugverkehr m\u00f6glich. Am Abend stellte au\u00dferdem der vom Bahnunternehmen National Express betriebene RE6 zwischen K\u00f6ln\/Bonn Flughafen und Minden nach mehreren Unwettersch\u00e4den seinen Betrieb f\u00fcr den Rest des Tages ein. ICE-Z\u00fcge zwischen Frankfurt und Br\u00fcssel fuhren nur zwischen Frankfurt und K\u00f6ln. Die Deutsche Bahn riet allen Bahnreisenden, den Bereich Nordrhein-Westfalen weitr\u00e4umig zu umfahren. &#171;Bitte verschieben Sie Reisen von und nach NRW nach M\u00f6glichkeit auf die kommenden Tage&#187;, hie\u00df es in einer Mitteilung. Auf vielen Autobahnen sorgte der Starkregen f\u00fcr \u00fcberflutete Fahrbahnen gesorgt. Sperrungen und Staus waren die Folge. Am Abend wurde in K\u00f6ln die A1 zwischen dem Kreuz K\u00f6ln-West und K\u00f6ln-Bocklem\u00fcnd in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Grund war laut Autobahngesellschaft Rheinland ein \u00fcberfluteter Tunnel, aus dem die Pumpen das Wasser nicht schnell genug abpumpen konnten. \u00dcberflutete Fahrbahnen oder Unwettersch\u00e4den meldete der WDR am Abend etwa auf den Autobahnen 43,44,59,61 und 553. Gegen 22 Uhr staute sich der Verkehr landesweit auf insgesamt 60 Kilometern. An der A 61 in Fahrtrichtung S\u00fcden vor dem Autobahndreieck Bad Neuenahr-Ahrweiler in Rheinland-Pfalz wurde laut Polizei die Fahrbahn untersp\u00fclt und eine St\u00fctzwand kippte um. Ein Sachverst\u00e4ndige bef\u00fcrchtete das Abrutschen der Fahrbahn, weshalb sie komplett gesperrt wurde. Wie lange die Fahrbahn gesperrt bleibt, ist unklar. Der viele Regen hat in Wuppertal f\u00fcr Stromausf\u00e4lle gesorgt. Im Stadtteil Elberfeld West waren am Mittwochabend bis zu 8.000 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ohne Strom, wie die Stadt mitteilte. Im Rathaus stand der Keller den Angaben zufolge mehr als einen Meter unter Wasser. Der Krisenstab der Stadt zog daher vom Rathaus in eine Feuerwache. Der Pegelstand der Wupper erreichte laut Stadt mit 3,40 Meter einen H\u00f6chststand. Der normalerweise in einem tiefen Flussbett durch die Stadt laufende Fluss trat an mehreren Stellen \u00fcber die Ufer. Der Busverkehr wurde eingestellt. &#171;Bitte haben Sie Verst\u00e4ndnis, dass die Feuerwehr derzeit keine Keller leer pumpen kann!&#187;, schrieb die Stadt auf ihrer Internetseite. &#171;Es gibt zu viele Einsatzorte und es gibt auch keine Stellen, wo das Wasser hingepumpt werden kann.&#187; Die Stadt warnte die Bewohner vor dem Betreten vollgelaufener Keller und Tiefgaragen. &#171;Es besteht Lebensgefahr!&#187; Starkregen hat das Flachdach eines Einzelhandelsgesch\u00e4fts in einem Einkaufszentrum in W\u00fcrselen bei Aachen einst\u00fcrzen lassen. Eine verletzte Person habe sich selbst retten k\u00f6nnen, teilte die Stadt mit. &#171;Vermutlich hat das Dach den Wassermassen nicht standgehalten.&#187; Der Bereich sei mit Rettungshunden abgesucht worden, es wurden jedoch keine weiteren Menschen in dem Geb\u00e4ude entdeckt. Der Komplex mit mehreren Gesch\u00e4ften wurde zun\u00e4chst komplett ger\u00e4umt. Nachdem das Geb\u00e4ude von Fachleuten in Augenschein genommen wurde, blieb nur der Bereich mit dem eingest\u00fcrzten Dach gesperrt. Blitze, Hagel, Starkregen \u2013 Unwetter haben in den vergangenen Tagen vielerorts Sch\u00e4den angerichtet. \u00dcber solche Wetterlagen informiert der Deutsche Wetterdienst regelm\u00e4\u00dfig und gibt im Ernstfall auch amtliche Unwetterwarnungen heraus. Wir erkl\u00e4ren, was die einzelnen Stufen bedeuten. Durch die heftigen Regenf\u00e4lle droht eine \u00dcberflutung des historischen Stadtkerns von Kornelim\u00fcnster in Aachen. Grund sei der steigende Pegel des Flusses Inde in dem Stadtteil, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Die Feuerwehr bereite eine Notunterkunft vor, um Menschen aus Teilen des historischen Altstadtkerns aufnehmen zu k\u00f6nnen. Die betroffenen Haushalte w\u00fcrden von st\u00e4dtischen Mitarbeitern informiert und gebeten, ein paar Dinge zusammenzupacken. Wer bei Familie oder Freunden unterkommen kann, solle dies zu tun. &#171;Momentan ist die Lage noch unter Kontrolle&#187;, teilte die Stadt am fr\u00fchen Nachmittag mit. Eine Sandsack-F\u00fcllmaschine wurde nach Angaben der Stadt am Dienstag in Betrieb genommen.10.000 S\u00e4cke seien gef\u00fcllt worden. Zus\u00e4tzlich w\u00fcrden Sands\u00e4cke aus K\u00f6ln und D\u00fcren abgeholt. Insgesamt sollten im Laufe des Mittwochs 50.000 S\u00e4cke einsatzbereit sein. Der Ortskern sei inzwischen ohne Stromversorgung, da eine Spannungsanlage abgeschaltet worden sei, schrieben die Aachener Stadtwerke auf Twitter. Etliche Haushalte im Umfeld des Inde-Ufers seien damit bis auf Weiteres ohne Strom, berichtete die &#171;Aachener Zeitung&#187;. Sobald es m\u00f6glich sei, sollte die Versorgung wiederhergestellt werden. Die Feuerwehr versuche, auch Kulturdenkm\u00e4ler aus der historischen Innenstadt zu retten, sagte der Branddirektor von Aachen, J\u00fcrgen Wolff, zur &#171;Welt&#187;. Rund 200 Feuerwehrleute und THE-Helfer seien auch in anderen Teilen von Aachen den ganzen Tag \u00fcber im Einsatz gewesen, berichtete die &#171;Aachener Zeitung&#187;. Es seien noch keine gr\u00f6\u00dferen Sch\u00e4den gemeldet worden. Schon zur Mittagszeit habe sich angedeutet, dass der historische H\u00f6chststand vom 27. Februar 2006 am Nachmittag erreicht sein d\u00fcrfte. Ganz K\u00f6ln ist betroffen vom Dauerregen, der Rheinpegel steigt stetig. Auch am Wiener Platz gab es \u00dcberschwemmungen, ausgel\u00f6st durch einen verstopften Gullydeckel. Doch Rettung nahte \u2013 in Form eines Arztes, der die Sache selbst in die Hand nahm. Lesen Sie die ganze Geschichte hier. \u00dcberflutete Stra\u00dfen, ein evakuiertes Seniorenheim, von Wassermassen eingeschlossene Autofahrer: Tief &#171;Bernd&#187; zieht \u00fcber Deutschland und h\u00e4lt die Rettungskr\u00e4fte in Atem. Ein Bundesland ist besonders betroffen. Hier lesen Sie mehr. Rund 350 Geb\u00e4ude sind betroffen: Die Stadt D\u00fcsseldorf hat die Anwohner im Stadtteil Grafenberg aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Das Hochwasser k\u00f6nnte die Ostparksiedlung \u00fcberschwemmen. Lesen Sie hier mehr. Ein Sturm kann Autofahrern gef\u00e4hrlich werden. Schon bei Windst\u00e4rke f\u00fcnf sei Vorsicht angesagt, mahnt der ADAC. Das sollten Sie beachten. Heftige Unwetter haben auch die Eifel erreicht. Die Verbandsgemeinde Pr\u00fcm meldete am Mittwoch eine &#171;bedrohliche Wetterlage&#187; \u00fcber dem Pr\u00fcmer Land. Die Feuerwehr sei seit dem Vormittag im Dauereinsatz, sagte ein Gemeindesprecher. Die Pegelst\u00e4nde der B\u00e4che seien stark angestiegen, zahlreiche Keller vollgelaufen. Eine Stra\u00dfe musste kurzzeitig wegen \u00dcbersp\u00fclung gesperrt werden. Die Feuerwehr verteilte demnach rund 5.000 Sands\u00e4cke in der Verbandsgemeinde. Das rheinland-pf\u00e4lzische Umweltamt meldete eine &#171;hohe Hochwassergef\u00e4hrdung&#187; f\u00fcr das obere Kyll-Einzugsgebiet. Es sei mit \u00dcber-20-j\u00e4hrlichem Hochwasser zu rechnen. Das bedeutet, dass gem\u00e4\u00df Modellrechnungen Hochwasser auftreten kann, das im statistischen Mittel nur etwa alle 20 Jahre einmal eintritt. Keller k\u00f6nnten \u00fcberfluten und \u00fcber\u00f6rtliche Verkehrsverbindungen gesperrt werden. Aufgrund des Unwetters musste in Hagen ein Altenheim evakuiert werden \u2013 die Unterkunft sei unbewohnbar. Die Stadt appelliert an die Einwohner, zu Hause zu bleiben. Lesen Sie hier mehr. Nach den heftigen Regenf\u00e4llen der vergangenen Stunden sind an zahlreichen Fl\u00fcssen in Nordrhein-Westfalen Hochwasser-Warnwerte \u00fcberschritten. &#171;Das ist eine Situation, wie wir sie sonst allenfalls aus dem Winter kennen. Im Sommer ist sowas in der Fl\u00e4che und Intensit\u00e4t absolut ungew\u00f6hnlich&#187;, sagte der Leiter des Hochwasserinformationsdienstes des Landesamtes f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv), Bernd Mehlig, am Mittwoch in Duisburg. So f\u00fchrten die Lenne und die Volme im Sauerland derzeit so viel Wasser, dass \u00f6rtliche \u00dcberflutungen drohten. In der Region habe es stellenweise bis zu 100 Liter den Quadratmeter in nur wenigen Stunden geregnet. Auch in der Eifel machen steigende Pegelst\u00e4nde von Inde und Wurm nach &#171;langanhaltendem Bindfadenregen&#187; Sorgen. Beide Gew\u00e4sser m\u00fcnden in die Rur und lassen auch dort die Wasserst\u00e4nde steigen. So drohte am Mittwoch der Fluss Inde den historische Stadtkern von Kornelim\u00fcnster in Aachen zu \u00fcberfluten, wie die Stadt mitteilte. Der Hochwasser-Experte Mehlig sprach f\u00fcr das Sauerland und die Eifel von einer ernstzunehmenden Situation, in der die \u00f6rtlichen Feuerwehren sich mancherorts weiter auf \u00dcberflutungen einstellen m\u00fcssten. &#171;Die B\u00f6den sind ges\u00e4ttigt und k\u00f6nnen kein Wasser mehr aufnehmen. Das, was jetzt an Regen dazukommt, wird sich direkt in den Gew\u00e4ssern bemerkbar machen&#187;, sagte Mehlig. Die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes mit Gewittern und extremem Starkregen gelten f\u00fcr den S\u00fcdwesten von Nordrhein-Westfalen noch bis zum Donnerstagmorgen. Dann k\u00f6nnten erneut Eifel, Sauerland, Rheinland, Ruhrgebiet und Bergisches Land von neuen heftigen Niederschl\u00e4gen betroffen sein. Ein Mann hat die Feuerwehr vom Verteilen von Sands\u00e4cken aufgrund des Starkregens abhalten wollen. Der 48-J\u00e4hrige hatte am fr\u00fchen Mittwochmorgen in Graitschen bei B\u00fcrgel (Saale-Holzland-Kreis) zwei Autos so auf der Stra\u00dfe abgestellt, dass ein Durchkommen f\u00fcr die Feuerwehr unm\u00f6glich war, wie die Polizei mitteilte. Dabei kollidierte er noch mit einem geparkten Fahrzeug und verursachte einen vierstelligen Schaden. Zudem soll der auf den Einsatzwagen einschlagende Mann auch zwei Feuerwehrleuten mit Schl\u00e4gen gedroht haben, sollten sie die Ma\u00dfnahmen nicht abbrechen. Die hinzugerufene Polizei stellte einen Atemalkohol von mehr als zwei Promille fest. Warum der Mann die Feuerwehr abhalten wollte, blieb unklar. In der Nacht war es in mehreren Orten in Th\u00fcringen zu heftigen Unwettern mit Gewitter und Starkregen gekommen.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Ort Ophoven im Kreis Heinsberg ist der Rur-Damm gebrochen. Rettungskr\u00e4fte evakuieren 700 Bewohner, best\u00e4tigt die Bezirksregierung K\u00f6ln. Alle Infos im Newsblog. Im Ort Ophoven im Kreis Heinsberg ist der Rur-Damm gebrochen. Rettungskr\u00e4fte evakuieren 700 Bewohner, best\u00e4tigt die Bezirksregierung K\u00f6ln. Alle Infos im Newsblog. 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