<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1968305,"date":"2021-08-15T23:34:00","date_gmt":"2021-08-15T21:34:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1968305"},"modified":"2021-08-15T23:07:44","modified_gmt":"2021-08-15T21:07:44","slug":"prasident-verlasst-afghanistan-taliban-verkunden-ihren-sieg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/08\/prasident-verlasst-afghanistan-taliban-verkunden-ihren-sieg\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4sident verl\u00e4sst Afghanistan \u2013 Taliban verk\u00fcnden ihren Sieg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Praktisch kampflos sind die Taliban am Sonntag in Kabul einmarschiert. Aus dem Pr\u00e4sidentenpalast verk\u00fcnden sie ihren Sieg im B\u00fcrgerkrieg. Pr\u00e4sident Ghani ist ins Exil gefl\u00fcchtet.<\/b><br \/>\nPraktisch kampflos sind die Taliban am Sonntag in Kabul einmarschiert. Aus dem Pr\u00e4sidentenpalast verk\u00fcnden sie ihren Sieg im B\u00fcrgerkrieg. Pr\u00e4sident Ghani ist ins Exil gefl\u00fcchtet. Zwei Jahrzehnte nach der US-gef\u00fchrten Milit\u00e4rinvasion in Afghanistan stehen die Taliban kurz davor, die Macht am Hindukusch wieder an sich zu rei\u00dfen. Nach dem rasanten Vormarsch der Islamisten, die bis auf Kabul inzwischen das gesamte Land erobert haben, spitzte sich die Lage am Sonntag dramatisch zu. Alle aktuellen Entwicklungen k\u00f6nnen Sie hier im Liveticker verfolgen. Am Abend \u00fcbernahmen die Taliban die Kontrolle \u00fcber den Pr\u00e4sidentenpalast. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie sich bewaffnete K\u00e4mpfer in dem Geb\u00e4ude aufhielten. &#171;Unser Land wurde befreit und die Mudschaheddin haben in Afghanistan gesiegt&#187;, sagte einer von ihnen dem TV-Sender Al Dschasira. Pr\u00e4sident Aschraf Ghani war am Sonntag ins Ausland geflohen, nachdem die Taliban bis an die Stadtgrenze von Kabul vorger\u00fcckt waren. Wie Al Dschasira unter Berufung auf einen Leibw\u00e4chter des Politikers berichtete, machte sich Ghani mit seinem Stabschef auf den Weg in die usbekische Hauptstadt Taschkent. Nach Angaben des afghanischen Fernsehsenders Tolo floh er nach Tadschikistan. Ghani meldete sich einige Stunden nach seiner Flucht mit einer Erkl\u00e4rung via Facebook zu Wort: &#171;Die Taliban haben gesiegt&#187;, schrieb er. Er habe das Land verlassen, um Blutvergie\u00dfen zu vermeiden. Zu seinem Aufenthaltsort \u00e4u\u00dferte er sich nicht. Die Taliban wollen &#171;innerhalb der kommenden Tage einen friedlichen Machttransfer&#187;, wie deren Sprecher Suhail Schaheen der BBC sagte. Zuvor hatte Afghanistans Innenminister Abdul Sattar Mirsakwal eine &#171;friedliche Macht\u00fcbergabe&#187; an eine \u00dcbergangsregierung zugesagt. In der Hauptstadt Kabul herrschte unterdessen Panik. Westliche Staaten arbeiten unter Hochdruck an der R\u00fcckf\u00fchrung ihres zivilen Personals aus Afghanistan. Nach einem zehnt\u00e4gigen Eroberungsfeldzug durch Afghanistan waren die Taliban am Sonntag bis an den Stadtrand der Hauptstadt Kabul vorger\u00fcckt. Ein Taliban-Sprecher schrieb auf Twitter, die K\u00e4mpfer der Miliz h\u00e4tten Anweisung, an den Stadttoren von Kabul Halt zu machen und nicht in die Stadt vorzudringen. &#171;Bis zum Abschluss des \u00dcbergabeprozesses liegt die Verantwortung f\u00fcr die Sicherheit von Kabul bei der Gegenseite.&#187; Die Taliban-F\u00fchrung erkl\u00e4rte in Doha (Katar), dass allen Menschen, die Kabul verlassen wollten, ein sicherer Abzug gew\u00e4hrt werde. Die Taliban-K\u00e4mpfer seien angewiesen, Gewaltanwendung zu vermeiden. Frauen sollten sich an gesch\u00fctzte Orte begeben. Auf Twitter berichten zahlreiche Nutzer, die Stra\u00dfen der Stadt seien voll, die Menschen w\u00fcrden versuchen, aus der Stadt zu fliehen. Das afghanische Innenministerium best\u00e4tigte, dass Verhandlungen mit den Taliban im Gange seien. &#171;Die Afghanen m\u00fcssen sich keine Sorgen machen&#187;, sagte Innenminister Mirsakwal. &#171;Es wird keinen Angriff auf die Stadt geben.&#187; Pr\u00e4sident Aschraf Ghani, mit dessen R\u00fccktritt jederzeit gerechnet wurde, forderte die Sicherheitskr\u00e4fte in einer Videobotschaft auf, f\u00fcr Recht und Ordnung in der Hauptstadt zu sorgen. Pl\u00fcnderungen w\u00fcrden nicht geduldet. Bef\u00fcrchtet wird allerdings, dass die Hauptstadt \u2013 die letzte noch verbliebene Bastion der Regierungstruppen \u2013 in Chaos versinken k\u00f6nnte. Tausende Polizisten und andere Sicherheitskr\u00e4fte hatten zuletzt ihre Posten verlassen, viele lie\u00dfen sogar ihre Uniformen und Dienstwaffen zur\u00fcck. Unter den Bewohnern von Kabul breitete sich angesichts der bevorstehenden Macht\u00fcbernahme der Taliban Panik aus. Vor den Banken bildeten sich lange Schlangen. Andere Bewohner waren resigniert: &#171;Ich hoffe einfach nur, dass die R\u00fcckkehr der Taliban Frieden bringt. Das ist alles, was wir wollen&#187;, sagte der Ladenbesitzer Tarik Nesami. Verteidigungsminister Bismillah Chan Mohammadi erkl\u00e4rte in einer auf Facebook ver\u00f6ffentlichten Videoansprache, er als Vertreter der Streitkr\u00e4fte garantiere die Sicherheit Kabuls. Die Menschen sollten nicht in Panik verfallen. Es sei bekannt, dass sich der Pr\u00e4sident Aschraf Ghani mit heimischen Politikern getroffen habe und ihnen die Verantwortung \u00fcbertragen habe, eine Verhandlungsdelegation aufzustellen, die am Montag nach Doha reisen solle, um mit den Taliban eine Einigung \u00fcber die Afghanistan-Frage zu erzielen. Die Sicherheit von Kabul werde aufrechterhalten, bis eine Einigung erzielt wird, sagte er. Ein Taliban-Vertreter sagte zu Reuters, die Extremistengruppe wolle Opfer vermeiden. Bislang sei noch niemand in Kabul von einem Taliban-K\u00e4mpfer get\u00f6tet oder verletzt worden. Er verwies aber auch darauf, dass keine Waffenruhe erkl\u00e4rt worden sei. Kurz zuvor hatten die Taliban mit Dschalalabad auch die vorletzte gro\u00dfe Stadt in Afghanistan erobert. Die Extremisten r\u00fcckten nach Angaben eines Beh\u00f6rdenvertreters kampflos in die Hauptstadt der Provinz Nangarhar im Osten des Landes ein. Erst am Samstag hatten sie offenbar ebenfalls ohne gro\u00dfen Widerstand Masar-i-Scharif im Norden eingenommen, wo die Bundeswehr bis zu ihrem Abzug im Juni ihr Hauptquartier und gr\u00f6\u00dftes Feldlager in dem Land hatte. In Dschalalabad habe sich der Gouverneur den Taliban ergeben, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbeh\u00f6rden. Dies sei die einzige M\u00f6glichkeit gewesen, das Leben von Zivilisten zu retten. Ein anderer Beh\u00f6rdenvertreter sagte, die Islamisten h\u00e4tten zugestimmt, Regierungsbeamten und Sicherheitskr\u00e4ften sicheren Abzug zu gew\u00e4hren. Mit Dschalalabad kontrollieren die Taliban auch eine der wichtigsten Verbindungsstra\u00dfen nach Pakistan. Am Samstag waren die Taliban-K\u00e4mpfer praktisch ohne Gegenwehr nach Masar-i-Scharif einger\u00fcckt, wie regionale Regierungsvertreter mitteilten. Die Sicherheitskr\u00e4fte seien etwa 80 Kilometer n\u00f6rdlich ins benachbarte Usbekistan geflohen. Auch zwei einflussreiche Milizenf\u00fchrer, die Regierung unterst\u00fctzen \u2013 Atta Mohammed Nur und Abdul Raschid Dostum \u2013 sind geflohen. Nur erkl\u00e4rte in den sozialen Medien, dass die Taliban aufgrund einer &#171;Verschw\u00f6rung&#187; die Kontrolle \u00fcber die Provinz Balch und ihre Hauptstadt Masar-i-Scharif erlangt h\u00e4tten. Die Taliban waren seit dem Beginn des Abzugs der internationalen Truppen nach 20-j\u00e4hrigem Einsatz in Afghanistan zuletzt immer schneller vorger\u00fcckt und bis vor die Tore Kabuls vorgesto\u00dfen. In Kabul trafen zuletzt immer mehr Fl\u00fcchtlinge ein. Krankenh\u00e4user m\u00fchten sich um die Versorgung zahlreicher Verletzter. Vor den Toren der Botschaften standen ganze Familien. In der Innenstadt versuchten sich viele Menschen mit Vorr\u00e4ten einzudecken. Hunderte Menschen \u00fcbernachteten zusammengekauert in Zelten oder im Freien an Stra\u00dfenr\u00e4ndern oder auf Parkpl\u00e4tzen, wie ein Anwohner berichtete. &#171;Man kann die Angst in ihren Gesichtern sehen&#187;, sagte er. Die Taliban werteten in einer Erkl\u00e4rung ihr rasches Vordringen als Beleg f\u00fcr ihre Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung. Niemand m\u00fcsse um sein Leben f\u00fcrchten, auch Ausl\u00e4nder h\u00e4tten nichts zu bef\u00fcrchten. Noch vor wenigen Tagen hie\u00df es in einer Einsch\u00e4tzung der US-Geheimdienste, dass Kabul noch mindestens drei Monate standhalten k\u00f6nne. Die USA begannen mit der Evakuierung ihrer Botschaft und brachten Diplomaten per Hubschrauber zum Flughafen. Auch Deutschland bereitet einen Evakuierungseinsatz vor. Ein Nato-Vertreter sagte, dass mehrere EU-Mitarbeiter an einen sichereren Ort in Kabul gebracht worden seien. US-Pr\u00e4sident Joe Biden warnte die Extremisten vor \u00dcbergriffen auf Amerikaner. Seine Regierung habe Taliban-Vertretern in Katar mitgeteilt, dass jede Aktion, die US-B\u00fcrger und -Soldaten in Gefahr bringe, &#171;mit einer schnellen und starken milit\u00e4rischen Reaktion der USA beantwortet werden wird&#187;. Das Verteidigungsministerium stockte die Truppen zur Evakuierung von 3.000 auf 5.000 Soldaten auf. Sie sollen dabei helfen, Botschaftspersonal und einheimische Ortskr\u00e4fte auszufliegen. Laut Russland soll sich der UN-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung mit der Lage in Afghanistan befassen. Samir Kabulow vom russischen Au\u00dfenministerium erkl\u00e4rte zugleich, anders als andere Staaten plane Russland nicht die Evakuierung seiner Botschaft in Kabul. Es gebe &#171;direkte Gespr\u00e4che&#187; zwischen dem Kreml und dem russischen Botschafter in Kabul. Die Botschaftsmitarbeiter gingen ihrer Arbeit weiterhin &#171;in Ruhe&#187; nach. Die Bundesregierung begann angesichts der brisanten Lage unter Hochdruck mit der Evakuierung des Personals der deutschen Botschaft. Die ersten Angeh\u00f6rigen sollten noch am Sonntag ausgeflogen werden, k\u00fcndigte Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) an. Au\u00dferdem sollten in der Nacht zum Montag Bundeswehr-Transportflugzeuge aufbrechen, um weiter Menschen auszufliegen. Die Botschaft in Kabul wurde zun\u00e4chst dichtgemacht, die Mitarbeiter wurden zum milit\u00e4rischen Teil des dortigen Flughafens gebracht. Auch die USA begannen mit der R\u00e4umung ihrer Botschaft.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Praktisch kampflos sind die Taliban am Sonntag in Kabul einmarschiert. Aus dem Pr\u00e4sidentenpalast verk\u00fcnden sie ihren Sieg im B\u00fcrgerkrieg. Pr\u00e4sident Ghani ist ins Exil gefl\u00fcchtet. Praktisch kampflos sind die Taliban am Sonntag in Kabul einmarschiert. Aus dem Pr\u00e4sidentenpalast verk\u00fcnden sie ihren Sieg im B\u00fcrgerkrieg. Pr\u00e4sident Ghani ist ins Exil gefl\u00fcchtet. 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