<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1971827,"date":"2021-08-20T22:53:00","date_gmt":"2021-08-20T20:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1971827"},"modified":"2021-08-20T23:07:42","modified_gmt":"2021-08-20T21:07:42","slug":"machtubernahme-der-taliban-verzweiflung-in-kabul-berichte-uber-hinrichtungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/08\/machtubernahme-der-taliban-verzweiflung-in-kabul-berichte-uber-hinrichtungen\/","title":{"rendered":"Macht\u00fcbernahme der Taliban: Verzweiflung in Kabul &#8212; Berichte \u00fcber Hinrichtungen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Tausende Afghanen wollen sich nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban in Sicherheit bringen.<\/b><br \/>\nWashington\/Kabul (dpa) &#8212; Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban in Afghanistan hat US-Pr\u00e4sident Joe Biden Amerikanern und einheimischen Helfern der USA die Ausreise aus dem Land versprochen. An die Adresse seiner Landsleute sagte Biden am Freitag im Wei\u00dfen Haus: &#171;Wir werden Sie nach Hause bringen.&#187; Auf Nachfrage f\u00fcgte der US-Pr\u00e4sident hinzu, diese Zusage gelte auch f\u00fcr Afghanen, die den US-Einsatz in dem Land unterst\u00fctzt h\u00e4tten. Die USA versuchten au\u00dferdem, so viele gef\u00e4hrdete Afghanen wie m\u00f6glich in Sicherheit zu bringen, die beispielsweise f\u00fcr Hilfsorganisationen gearbeitet h\u00e4tten. In Afghanistan wachsen unterdessen Angst und Verzweiflung. Tausende Afghanen und ausl\u00e4ndische Staatsb\u00fcrger hoffen immer noch auf eine Gelegenheit, sich nach der Macht\u00fcbernahme der militant-islamistischen Taliban mit westlichen Fl\u00fcgen in Sicherheit zu bringen. Auf einem Videoclip, der sich am Freitag in sozialen Medien und in US-Medien verbreitete, war zu sehen, wie aus einer Menschenmenge am Flughafen in Kabul ein Baby \u00fcber eine Mauer mit Stacheldraht an US-Milit\u00e4rs \u00fcbergeben wurde. Evakuierung soll bis 31. August beendet sein Biden \u00e4u\u00dferte Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Verzweiflung der Menschen: &#171;Ich glaube nicht, dass irgendjemand von uns diese Bilder sehen kann, ohne diesen Schmerz auf menschlicher Ebene zu sp\u00fcren.&#187; Der Pr\u00e4sident wollte sich nicht darauf festlegen, ob die Evakuierungsmission der USA \u00fcber den 31. August hinaus verl\u00e4ngert werden k\u00f6nnte. Er gehe davon aus, dass die Evakuierungen bis dahin abgeschlossen werden k\u00f6nnten, werde dazu aber sp\u00e4ter eine Entscheidung treffen, sagte Biden. Die Vorsitzende der Unabh\u00e4ngigen Afghanischen Menschenrechtskommission, Schaharsad Akbar, kritisierte das Chaos bei der Evakuierung von gef\u00e4hrdeten Afghanen. Es sei extrem schwierig, zum Flughafen in Kabul zu gelangen, sagte sie. Dort wiederum gebe es zu wenig Koordination zwischen den Nationen, die Menschen ausfl\u00f6gen, und denjenigen, die den Flughafen sch\u00fctzten. Ihre Organisation beispielsweise habe 90 hoch gef\u00e4hrdete Mitarbeiter identifiziert.20 davon h\u00e4tten Zusagen f\u00fcr Evakuierungsfl\u00fcge bekommen. &#171;Wir waren nicht in der Lage, auch nur eine einzige Person zu evakuieren.&#187; Akbar sagte weiter: &#171;Die Bef\u00fcrchtung ist, dass der Flughafen, dass alles den Taliban \u00fcberlassen wird und dass die Menschen der Gnade der Taliban ausgeliefert sein werden und dass es zu Massakern kommt, wenn die ausl\u00e4ndischen, die westlichen B\u00fcrger evakuiert wurden.&#187; Sie f\u00fcgte hinzu: &#171;Wenn die USA den Abzug ihres gesamten Milit\u00e4rs planten, warum wurde das nicht besser gemacht? (&#8230;) Diese ganze Abzugssituation wurde von Anfang an schlecht gehandhabt.&#187; Deutscher erlitt Schussverletzung &#8212; zweiter verletzt In der N\u00e4he des Flughafens Kabul in Afghanistan ist ein weiterer Deutscher verletzt worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus dem Ausw\u00e4rtigen Amt. Es soll eine leichte Verletzung sein. Ob es sich um eine Schussverletzung handelt, blieb zun\u00e4chst unklar. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass ein anderer Deutscher auf dem Weg zum Flughafen angeschossen wurde. Einer der beiden Verletzten wurde bereits ins usbekische Taschkent ausgeflogen. Der andere ist transportf\u00e4hig, h\u00e4lt sich aber weiterhin in Kabul auf. Die Taliban suchen laut einem f\u00fcr die Vereinten Nationen erstellten Bericht gezielt nach vermeintlichen Kollaborateuren. In dem vertraulichen vierseitigen Bericht des RHIPTO Norwegian Center for Global Analyses, der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hei\u00dft es, dem gr\u00f6\u00dften Risiko seien Menschen ausgesetzt, die wichtige Positionen im Milit\u00e4r, der Polizei oder anderen Ermittlungsbeh\u00f6rden eingenommen hatten. Die Beteuerungen der Taliban, keine Vergeltungsaktionen vornehmen zu wollen, h\u00e4lt der Leiter der Denkfabrik, Christian Nellemann, nicht f\u00fcr glaubhaft. &#171;Sie versuchen einfach, die Leute an Ort und Stelle zu halten, um sie festnehmen zu k\u00f6nnen&#187;, so Nellemann. Mehrere Vertreter der bisherigen afghanischen Regierung werden einem lokalen Medienbericht zufolge vermisst. Der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) liegen nach eigenen Angaben Berichte \u00fcber &#171;standrechtliche Hinrichtungen&#187; durch die Taliban vor. Bei den mutma\u00dflichen Opfern handele es sich um fr\u00fchere afghanische Regierungsmitarbeiter und Sicherheitskr\u00e4fte, sagte die Vizedirektorin f\u00fcr HRW in Asien, Patricia Gossman. Ansturm auf Flughafen in Kabul h\u00e4lt an Trotz aller Gefahren hielt der Ansturm von Menschen, die auf das Flughafengel\u00e4nde in Kabul gelangen wollen, den f\u00fcnften Tag in Folge an. Taliban-K\u00e4mpfer feuerten am Eingang zum zivilen Teil des Flughafens in die Luft und schlugen mit Peitschen, um die Leute zu vertreiben, wie ein Augenzeuge der Deutschen Presse-Agentur sagte. In einem Schreiben der deutschen Botschaft an Menschen, die auf einen Flug hoffen, hie\u00df es am Freitag: &#171;Die Lage am Flughafen Kabul ist \u00e4u\u00dferst un\u00fcbersichtlich. Es kommt an den Gates immer wieder zu gef\u00e4hrlichen Situationen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Der Zugang zum Flughafen ist derzeit m\u00f6glich. Zwischendurch kann es aber immer wieder kurzfristig zu Sperrungen der Tore kommen, auch weil so viele Menschen mit ihren Familien versuchen, auf das Gel\u00e4nde zu kommen.&#187; Die USA wollen eigentlich bis zum 31. August den Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan abschlie\u00dfen. Vom Schutz durch die derzeit knapp 6000 US-Soldatinnen und -Soldaten am Kabuler Flughafen h\u00e4ngen aber die Evakuierungseins\u00e4tze anderer Streitkr\u00e4fte wie der Bundeswehr ab. Biden sagte, seit dem Start der Evakuierungsmission vor etwa einer Woche h\u00e4tten die USA rund 13.000 Menschen ausgeflogen. Nach Angaben des Wei\u00dfen Hauses vom Freitag waren es allein in den vorangegangenen 24 Stunden 5700 Menschen. Die Bundeswehr nach Angaben von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) vom Freitag mehr als 1700 Menschen \u00fcber eine Luftbr\u00fccke in Sicherheit gebracht. Es ist der bislang gr\u00f6\u00dfte Evakuierungseinsatz der Bundeswehr. Aufnahmelager geplant Die Nato plant die Einrichtung von Aufnahmelagern f\u00fcr ausgeflogene afghanische Helfer. &#171;Wir diskutieren unterschiedliche Orte f\u00fcr die vor\u00fcbergehende Unterbringung von Afghanen&#187;, sagte Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg nach Beratungen der Nato-Au\u00dfenminister. Mehrere Alliierte h\u00e4tten zudem bereits ihre Bereitschaft signalisiert, auch l\u00e4ngerfristig fr\u00fchere afghanische Helfer der Nato aufzunehmen. Der Deutschen Welle sagte Stoltenberg: &#171;Wir erwarten von den Taliban, dass sie freien Abzug gew\u00e4hren.&#187; Man habe &#171;politische, diplomatische Werkzeuge und auch Sanktionen, um die Taliban dazu zu bewegen, ihre Verpflichtungen zu erf\u00fcllen&#187;. Nach Angaben von Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) wird bereits jetzt der riesige US-Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt im pf\u00e4lzischen Ramstein als Drehkreuz f\u00fcr die Evakuierung von Schutzsuchenden aus Afghanistan genutzt. Zudem soll es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unter anderem eine Aufnahmeeinrichtung im Kosovo geben. Dar\u00fcber berichtete auch der &#171;Business Insider&#187;.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tausende Afghanen wollen sich nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban in Sicherheit bringen. Washington\/Kabul (dpa) &#8212; Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban in Afghanistan hat US-Pr\u00e4sident Joe Biden Amerikanern und einheimischen Helfern der USA die Ausreise aus dem Land versprochen. 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