<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1972534,"date":"2021-08-21T23:10:00","date_gmt":"2021-08-21T21:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1972534"},"modified":"2021-08-21T23:07:59","modified_gmt":"2021-08-21T21:07:59","slug":"afghanistan-weiterer-bundeswehr-flieger-evakuiert-205-menschen-aus-kabul","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/08\/afghanistan-weiterer-bundeswehr-flieger-evakuiert-205-menschen-aus-kabul\/","title":{"rendered":"Afghanistan: Weiterer Bundeswehr-Flieger evakuiert 205 Menschen aus Kabul"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Bundeswehr fliegt weiter Menschen aus Afghanistan aus &#8212; doch am Samstag schafften es zun\u00e4chst nur sehr wenige in die Flugzeuge Richtung Usbekistan.<\/b><br \/>\nKabul\/Berlin (dpa) &#8212; Die Evakuierung von Menschen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul durch die Bundeswehr ist inmitten chaotischer Verh\u00e4ltnisse am Flughafen ins Stocken geraten. Zwei am Samstag gestartete deutsche Flieger konnten nur sieben beziehungsweise acht Personen nach Usbekistan bringen, wie die Bundeswehr auf Twitter mitteilte. Bei einem sp\u00e4teren Bundeswehr-Transporter gingen dann wieder deutlich mehr Schutzbed\u00fcrftige an Bord &#8212; er flog 205 Menschen aus dem von den militant-islamistischen Taliban eroberten Land aus. Der n\u00e4chste Flieger am Abend hob allerdings mit gerade 20 Menschen ab. Die Lage in Kabul gestalte sich weiterhin schwierig, so die Bundeswehr. &#171;Wir nehmen jeden zu Sch\u00fctzenden mit, der am Flugzeug ist&#187;, erkl\u00e4rte das Verteidigungsministerium am Vormittag. Gro\u00dfe Probleme gab es bei den Zug\u00e4ngen zum Flughafen, an dem sich weiterhin dramatische Szenen abspielen. Ein Augenzeuge berichtete der Deutschen Presse-Agentur, dass dort Tausende Menschen ausharrten. Das Ausw\u00e4rtige Amt twitterte: &#171;Sicherheitslage am Flughafen in Kabul ist weiterhin \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlich, Zugang zum Flughafen h\u00e4ufig nicht m\u00f6glich.&#187; Sp\u00e4ter hie\u00df es vom Au\u00dfenamt, die Tore w\u00fcrden kurzfristig ge\u00f6ffnet und geschlossen. &#171;Situation bleibt gef\u00e4hrlich &amp; volatil.&#187; US-Generalmajor William Taylor sagte allerdings am Samstag im Pentagon, Eingangstore seien in den vergangenen 24 Stunden nur kurzfristig geschlossen worden, damit &#171;die richtigen Leute&#187; h\u00e4tten passieren k\u00f6nnen. Die US-Streitkr\u00e4fte h\u00e4tten in den vorangegangenen 24 Stunden insgesamt rund 3800 Menschen evakuiert. Seit Beginn der Evakuierungsmission in Afghanistan vor einer Woche h\u00e4tten die US-Milit\u00e4rs insgesamt 17.000 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Weiter sagte Taylor: &#171;Es wurde keine \u00c4nderung der aktuellen Feindlage in und um den Flughafen gemeldet.&#187; Botschaften raten, Flughafen zu meiden Die deutsche und die amerikanische Botschaft in Kabul rieten ihren Staatsb\u00fcrgern von Versuchen ab, den Flughafen zu erreichen. &#171;Derzeit ist es grunds\u00e4tzlich sicherer, zu Hause oder an einem gesch\u00fctzten Ort zu bleiben&#187;, schrieb die deutsche Botschaft an Landsleute. Die US-Botschaft rief amerikanische Staatsb\u00fcrger dazu auf, den Flughafen aufgrund m\u00f6glicher Sicherheitsbedrohungen zu meiden. Die afghanische zivile Luftfahrtbeh\u00f6rde machte deutlich, dass es weiter keine zivilen und kommerziellen Fl\u00fcge geben werde. Kirby wollte sich auf Nachfrage nicht zu Sicherheitsbedrohungen \u00e4u\u00dfern. Er verwies aber darauf, dass die Lage rund um den Flughafen nicht stabil sei und sich st\u00e4ndig \u00e4ndere. Tausende harren am Airport aus Ein weiterer Augenzeuge sagte der dpa, dass sich Menschen aus allen Gesellschaftsschichten am Flughafen Kabul bef\u00e4nden. Er habe Schauspieler in der Menge gesehen, bekannte Fernsehpers\u00f6nlichkeiten, Jugendliche, Frauen mit neugeborenen Babys oder Menschen im Rollstuhl. Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf eine &#171;informierte Quelle&#187;, dass rund 14.000 Menschen am Flughafen seien. Pentagon-Sprecher Kirby sagte, es gebe &#171;eine geringe Anzahl&#187; von Amerikanern, die auf dem Weg zum Flughafen in den vergangenen Tagen von Taliban drangsaliert oder geschlagen worden seien. Das gelte auch f\u00fcr afghanische Unterst\u00fctzer des US-Einsatzes. Die meisten Amerikaner w\u00fcrden aber durch die Checkpoints der Taliban gelassen. Die Zust\u00e4ndigen bei den Taliban seien \u00fcber die Zwischenf\u00e4lle informiert worden. Die militanten Islamisten haben nach Darstellung der US-Regierung zugesagt, Amerikaner passieren zu lassen. Bundeswehr-Hubschrauber in Kabul Die Bundeswehr verlegte zwei Hubschrauber nach Kabul, um mehr M\u00f6glichkeiten bei den Evakuierungen zu haben. Die wendigen Helikopter kamen am Samstagmorgen in Kabul an und sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums einsatzbereit. Es sei geplant, damit in Kabul &#171;kleinere Gruppen zu Evakuierender im Stadtgebiet aufzunehmen und sicher zum Flughafen zu transportieren&#187;, teilte die Bundeswehr mit. Informationen \u00fcber konkrete Eins\u00e4tze gab es zun\u00e4chst nicht. Die Hubschrauber k\u00f6nnen nach Angaben von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nur in Abstimmung mit den Amerikanern und den anderen Partnerstaaten vor Ort eingesetzt werden. Taliban-Vizechef in der Hauptstadt Seit Samstag soll zudem der Vizechef der militant-islamistischen Taliban in Kabul sein, sagten Taliban-Kreise der Deutschen Presse-Agentur. Mullah Abdul Ghani Baradar wolle mit Taliban-Mitgliedern und weiteren Politikern \u00fcber die Bildung einer neuen Regierung sprechen, hie\u00df es weiter. Baradar w\u00e4re der bislang h\u00f6chstrangige Taliban-F\u00fchrer, der in Kabul eingetroffen ist. Bilder von ihm in der Stadt gab es allerdings auch am Abend (Ortszeit) noch nicht. Wo sich Taliban-F\u00fchrer Haibatullah Achundsada und seine zwei weiteren Stellvertreter befinden, ist unklar. Vor knapp einer Woche hatten die Taliban Kabul erobert und die Macht \u00fcbernommen. Seitdem f\u00fcrchten Oppositionelle, Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und auch Ortskr\u00e4fte, die f\u00fcr westliche Staaten t\u00e4tig waren, Racheaktionen an sich. Es ist weitgehend unklar, wie die Islamisten dieses Mal herrschen werden. Es wird bef\u00fcrchtet, dass die Extremisten wieder ein islamisches &#171;Emirat&#187; errichten wollen und dabei mit drakonischen Strafen gegen Andersdenkende vorgehen. Kampf gegen die Zeit Die Bundeswehr hatte Anfang der Woche ihre Evakuierungsaktion f\u00fcr Deutsche und afghanische Ortskr\u00e4fte gestartet, bis Samstagnachmittag brachte sie nach eigenen Angaben rund 1900 Menschen in die usbekische Hauptstadt Taschkent. Von dort aus werden die Evakuierten weiter nach Deutschland gebracht. Kramp-Karrenbauer sicherte zu, dass die Bundeswehr die Evakuierung unter Hochdruck fortsetzen werde. &#171;Die Situation ist schwierig, aber wir werden mit den M\u00f6glichkeiten und allem, was sich vor Ort ergibt, weiter dranbleiben, so viele wie m\u00f6glich herauszuholen&#187;, sagte Kramp-Karrenbauer am Samstag in Berlin. Pentagon-Sprecher Kirby sagte: &#171;Wir wissen, dass wir sowohl gegen die Zeit als auch gegen den Raum k\u00e4mpfen. Das ist das Rennen, in dem wir uns gerade befinden.&#187; Verhandlungen mit den Taliban EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen best\u00e4tigte, dass mit den Taliban gesprochen werde, um die Evakuierungen zu erleichtern. Die Verhandlungen bedeuteten aber keineswegs eine Anerkennung der neuen Regierung, betonte die CDU-Politikerin bei einem Besuch in Spanien. Sie stellte zudem eine Erh\u00f6hung der humanit\u00e4ren Hilfe der Europ\u00e4ischen Union in Aussicht. Es werde allerdings keine Mittel f\u00fcr die Taliban geben, wenn diese nicht die Menschenrechte respektieren sollten, sagte von der Leyen bez\u00fcglich der Entwicklungsgelder in H\u00f6he von einer Milliarde Euro, die f\u00fcr Afghanistan f\u00fcr die n\u00e4chsten sieben Jahre vorgesehen sind. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach den Bundeswehrsoldaten in Afghanistan f\u00fcr den Einsatz zur Rettung von Deutschen und Ortskr\u00e4ften ihren &#171;tiefen Dank&#187; aus. Sie bezeichnete die Entwicklung in Afghanistan mit der Macht\u00fcbernahme der Taliban als &#171;Drama&#187; und &#171;Trag\u00f6die&#187;. &#171;Wir wollten m\u00f6glichst vielen Menschen in Afghanistan ein freies, ein gutes und selbstbestimmtes Leben erm\u00f6glichen&#187;, sagte Merkel. &#171;Und da m\u00fcssen wir einfach sagen: Das ist so nicht gelungen.&#187; Vorw\u00fcrfe gegen Bundesregierung Die Opposition im Bundestag wirft der Regierung vor, die Ausreise der afghanischen Helfer von Bundeswehr und Bundesregierung verschleppt zu haben. Gr\u00fcnen-Chef Robert Habeck sagte am Samstag in Dortmund: &#171;Es ist nicht richtig, was aus der Bundesregierung gesagt wird, dass keiner wissen konnte, dass die Lage so eskaliert.&#187; Auch Unionskanzlerkandidat Armin Laschet warf Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) Versagen vor. Der &#171;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&#187; sagte der CDU-Politiker: &#171;Seit April h\u00e4tte sich das Ausw\u00e4rtige Amt besser um unsere Ortskr\u00e4fte k\u00fcmmern k\u00f6nnen und m\u00fcssen.&#187; Kramp-Karrenbauer r\u00e4umte eine massive Fehleinsch\u00e4tzung der Bundesregierung angesichts des Vormarschs der Taliban ein: &#171;Unsere Lageeinsch\u00e4tzung war falsch, unsere Annahmen \u00fcber die F\u00e4higkeiten und die Bereitschaft zum afghanischen Widerstand gegen die Taliban zu optimistisch&#187;, schrieb Kramp-Karrenbauer in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief an Abgeordnete des Bundestags. Zuerst hatte der &#171;Spiegel&#187; dar\u00fcber berichtet. Das Zeitfenster f\u00fcr weitere Evakuierungen aus Kabul wird immer kleiner. Die USA wollen eigentlich zum 31. August den Abzug ihrer Truppen abschlie\u00dfen. Eine Fortf\u00fchrung des Evakuierungseinsatzes ohne die USA gilt als ausgeschlossen.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundeswehr fliegt weiter Menschen aus Afghanistan aus &#8212; doch am Samstag schafften es zun\u00e4chst nur sehr wenige in die Flugzeuge Richtung Usbekistan. Kabul\/Berlin (dpa) &#8212; Die Evakuierung von Menschen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul durch die Bundeswehr ist inmitten chaotischer Verh\u00e4ltnisse am Flughafen ins Stocken geraten. 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