<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1992843,"date":"2021-09-19T23:46:00","date_gmt":"2021-09-19T21:46:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1992843"},"modified":"2021-09-19T23:07:07","modified_gmt":"2021-09-19T21:07:07","slug":"dieses-mal-war-scholz-vorbereitet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/09\/dieses-mal-war-scholz-vorbereitet\/","title":{"rendered":"Dieses Mal war Scholz vorbereitet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Baerbock, Scholz und Laschet hatten nochmals die Chance, ihre Schlagfertigkeit zu zeigen. Der Sozialdemokrat und die Gr\u00fcne pr\u00e4sentierten&#8230;<\/b><br \/>\nD iesmal war Olaf Scholz auf Angriffe vorbereitet. Vor einer Woche noch hatte Armin Laschet dem SPD-Kanzlerkandidaten mit harten Attacken die R\u00f6te in die Ohren getrieben. Aber am Sonntagabend kam Laschet gar nicht dazu, Scholz wegen der Geldw\u00e4sche zu grillen, weil ihm Baerbock zuvorkam. Scholz war pr\u00e4pariert und bleib k\u00fchl. Der letzte der medialen Dreik\u00e4mpfe vor der Bundestagswahl bot Scholz und Laschet, vor allem aber Annalena Baerbock beim Triell der Privatsender nochmals die Chance, ihre Schlagfertigkeit zu zeigen und den souver\u00e4nen Umgang mit fiesen Fragen unter Beweis zu stellen. Wer gedacht hatte, bei den privaten Sendern, die mehr vom Kochduell und Boxen herkommen als vom V\u00f6lkerrecht, werde es hei\u00dfer und kampfbetonter, wurde entt\u00e4uscht. Wer hingegen sachliche Diskussion sch\u00e4tzt, bekam was geboten. Nachdem die beiden \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender am vorigen Sonntag weder eine solide Kulisse oder eine verl\u00e4ssliche Zeitmessung, noch abgestimmte Fragen geliefert hatten, zeigten die Moderatorinnen Linda Zervakis (Pro Sieben) und Claudia von Brauchitsch (Sat 1) im Privatfernsehen, dass gute Vorbereitung einem z\u00e4hen Politikabend Flie\u00dfgeschwindigkeit verleihen kann. Und dass Metaphern jahreszeitlich nicht gebunden sind. Es m\u00fcsse sich anf\u00fchlen, wie kurz vor Weihnachten, vermutete Zervakis die Stimmung der Kandidaten. Ohne \u201eBlabla\u201c sollten sie bitte antworten, forderte von Brauchitsch gleich zu Beginn Scholz auf, nachdem ein Einspieler lauter Leute gezeigt hatte, die vom Wahlkampf eher \u00fcberfordert als begeistert schienen. Scholz spielte daraufhin die Kurzfassung seines Programms ab. Laschet scheiterte dann gleich bei der Aufgabe \u201ein einem Satz\u201c zu sagen, was er will. Er braucht ungef\u00e4hr zehn. Baerbock schachtelte \u00e4hnlich los. Dann ging es gleich hinein in die soziale Lage: Arme in Deutschland und die Frage an Scholz, ob er sich \u00fcberhaupt vorstellen k\u00f6nne, \u201ewie es denen geht\u201c. Scholz parierte das mit seiner Erfahrung als Anwalt f\u00fcr Arbeitsrecht und dem Mindestlohn. Laschet wurde gefragt, wie sehr er sein Leben mit 2500 Euro einschr\u00e4nken w\u00fcrde und hatte seine Bergarbeiter-Familiengeschichte parat. Baerbock sollte dann was zu Biomilch f\u00fcr 2,50 Euro sagen und warb f\u00fcr Kindergrundsicherung. Anfangs verlief die Debatte sachlich, geradezu freundlich. Das konnte nicht ganz im Sinne Laschets sein, der noch immer in Umfragen pers\u00f6nlich weit hinter Scholz liegt und gemeinsam mit seiner Union seit zwei Wochen versucht, die Glaubw\u00fcrdigkeit von Scholz zu demontieren. Als Laschet den SPD-Politiker wegen des h\u00f6heren Mindestlohnes attackierte und behauptete, das ginge nur mit SPD, Linke und Gr\u00fcnen, entgegnete Scholz k\u00fchl: \u201eIch mache das jetzt nicht weil Wahlkampf ist, sondern es geht um die W\u00fcrde der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger und das ist vielleicht etwas, was uns von einander unterscheidet.\u201c Das sa\u00df. Laschet attackierte nicht weiter. Er konnte dann in der n\u00e4chsten Runde Baerbock und Scholz noch vorwerfen, sie d\u00e4chten nur an sich \u201eund nicht an den B\u00e4ckermeister\u201c und daran, dass der Mittelstand Arbeit schafft. Die daraus folgende Debatte um h\u00f6here Steuern zeigte Scholz und Baerbock als Partner von morgen, deutlicher als bei den letzten Sendungen der Dreier-Formats. \u201eIch hab\u2018 verstanden, was Frau Baerbock gesagt hat und unterst\u00fctze sie in ihr Haltung.\u201c sagte Scholz an einer Stelle, w\u00f6rtlich, an anderen sinngem\u00e4\u00df. Laschet sah sich zunehmend in einem Duelle Zwei gegen Einen. Dann ging es weiter, nach dem Thema Soziale Gerechtigkeit folgten Klimawandel, Digitalisierung, Corona und Zuwanderung. Das waren die Themen, f\u00fcr die beste L\u00f6sungen gesucht wurden, geradezu moderat. Beim Klima wollen SPD und Gr\u00fcne mehr und tiefgreifender handeln als die Union. Originellerweise hielt Zervakis Laschet ein Micky-Maus-Heft von 1993 vor und behauptete, dass seine Union das Thema verschlafen habe, w\u00e4hrend die Micky Maus schon daran dachte, das Heft handelte vom Regenwald. Laschet erinnerte an Klaus T\u00f6pfer, der das Thema bereits vor der Maus bearbeitet habe, nichts habe die Union verschlafen. Barbock nutzte das Thema, um zu sagen, was sie, wegen schmelzender Umfragewerte, l\u00e4nger nicht gesagt hatte, das n\u00e4mlich eine Bundesregierung und gr\u00fcner F\u00fchrung n\u00f6tig sei, um das Klima zu retten. Und anders als beim letzten Triell blieb sie seltener passive Teilnehmerin eines M\u00e4nnerstreits sondern griff klimapolitisch an, meistens Laschet, aber auch Scholz. Wenig Stoff f\u00fcr Streit bot das Thema Corona, Scholz war einer der Moderaten der Bundesregierung, Laschet im Team vorsichtige Lockerung unter den Ministerpr\u00e4sidenten. Baerbock machte aber auf Vers\u00e4umnisse gegen\u00fcber den Kindern aufmerksam, Scholz mahnte bessere Bezahlung und Tarifvertr\u00e4ge an, \u201edas haben wir jetzt versucht, ein bisschen durchzusetzen\u201c.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Baerbock, Scholz und Laschet hatten nochmals die Chance, ihre Schlagfertigkeit zu zeigen. Der Sozialdemokrat und die Gr\u00fcne pr\u00e4sentierten&#8230; D iesmal war Olaf Scholz auf Angriffe vorbereitet. Vor einer Woche noch hatte Armin Laschet dem SPD-Kanzlerkandidaten mit harten Attacken die R\u00f6te in die Ohren getrieben. Aber am Sonntagabend kam Laschet gar nicht dazu, Scholz wegen der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1992842,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[99],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1992843"}],"collection":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1992843"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1992843\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1992844,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1992843\/revisions\/1992844"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1992842"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1992843"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1992843"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1992843"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}