<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1998354,"date":"2021-09-27T17:00:00","date_gmt":"2021-09-27T15:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1998354"},"modified":"2021-09-27T17:21:19","modified_gmt":"2021-09-27T15:21:19","slug":"bundestagswahl-2021-habeck-und-baerbock-haben-vizekanzler-frage-geklart","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/09\/bundestagswahl-2021-habeck-und-baerbock-haben-vizekanzler-frage-geklart\/","title":{"rendered":"Bundestagswahl 2021: Habeck und Baerbock haben Vizekanzler-Frage gekl\u00e4rt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>In Deutschland wurde am 26. September ein neuer Bundestag gew\u00e4hlt. Die SPD gewinnt knapp vor der CDU! Wie es nun weitergeht, lest Ihr im TAG24-Ticker. | TAG24<\/b><br \/>\nBerlin &#8212; Deutschland hat am Sonntag einen neuen Bundestag gew\u00e4hlt! Doch nun beginnt die n\u00e4chste spannende Phase der Wahl: Wer koaliert mit wem? Wie sieht die n\u00e4chste Regierung aus? Alle Infos dazu im TAG24-Liveticker. Am Montag nach der Bundestagswahl stehen die Ergebnisse fest! Die SPD hat laut aktuellem Zwischenergebnis 25,7 Prozent aller Stimmen erhalten und wird damit st\u00e4rkste Kraft. Knapp dahinter landet die Union aus CDU und CSU mit 24,1 Prozent. Danach folgen die Gr\u00fcnen mit 14,8, die FDP mit 11,5 und die AfD mit 10,3 Prozent. Die Linke schafft es mit 4,9 Prozent zwar nicht \u00fcber die wichtige F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde, aufgrund von Direktmandaten wird sie aber dennoch im neuen Bundestag vertreten sein. Doch wie geht es nun weiter? Wer verhandelt mit wem? Wer f\u00fchrt k\u00fcnftig Deutschland als neuer Bundeskanzler an? Alle Entwicklungen des Tages k\u00f6nnt Ihr hier im gro\u00dfen Bundestagswahl-Liveticker mitverfolgen! Die Gr\u00fcnen-Vorsitzenden Annalena Baerbock (40) und Robert Habeck (52) haben sich darauf verst\u00e4ndigt, wer bei einer Regierungsbeteiligung den Vizekanzlerposten \u00fcbernimmt. Auf die Frage, wer bei den Gr\u00fcnen nun die bevorstehenden Verhandlungen \u00fcber eine Regierungsbeteiligung f\u00fchre und wer dann anschlie\u00dfend Vizekanzler werde, sagte Habeck am Montag: &#171;Wir f\u00fchren die Verhandlungen gemeinsam als gew\u00e4hlte Bundesvorsitzende. Punkt. Und alle weiteren Fragen sind ebenfalls gekl\u00e4rt.&#187; Wer von den beiden es werden soll, verriet er aber nicht. Gr\u00fcnen-Chefin Annalena Baerbock (40) hat ein paar nicht ganz ernst gemeinte Gemeinsamkeiten mit der FDP-Spitze verraten. &#171;Also Christian Lindner und ich sind beide ziemlich gleich alt (&#8230;). Robert Habeck und Christian Lindner sind beides M\u00e4nner (&#8230;). Und wahrscheinlich essen wir alle drei gerne Eis&#187;, sagte Baerbock am Montag sichtlich am\u00fcsiert und halb im Scherz in Berlin auf die Frage einer Journalistin, ob es zwischen Gr\u00fcnen und FDP &#171;abseits von Digitalisierung, B\u00fcrgerrechte und Cannabis&#187; auch &#171;\u00fcberraschende Gemeinsamkeiten&#187; gebe. Die beiden ersten Punkte seien zwar wenig \u00fcberraschend, r\u00e4umte die Gr\u00fcnen-Chefin sp\u00e4ter ein, aber immerhin Schnittmengen. In etwas ernsterem Ton erkl\u00e4rte Baerbock au\u00dferdem, dass es bei den anstehenden Gespr\u00e4chen zwischen Gr\u00fcnen und Liberalen neben Gemeinsamkeiten vor allem darauf ankomme, vertrauensvoll miteinander reden zu k\u00f6nnen. &#171;Sonst ist es schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt.&#187; Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) will nach der Niederlage bei der Bundestagswahl vorerst Ministerpr\u00e4sident in Nordrhein-Westfalen bleiben. Er habe im Bundestagswahlkampf &#171;sehr darauf geachtet&#187;, seine Aufgabe als Ministerpr\u00e4sident in NRW &#171;sehr ernsthaft&#187; bis hin zu jeder Kabinettssitzung und Bearbeitung jedes Vorgangs weiterzuf\u00fchren, sagte Laschet am Montag in Berlin. &#171;Deshalb k\u00f6nnen Sie davon ausgehen, dass ich das auch in der n\u00e4chsten Zeit bis zu einem Wechsel im Amt des Ministerpr\u00e4sidenten in vollem Umfang machen werde.&#187; Laschet hat \u00fcber die NRW-Landesliste ein Bundestagsmandat gewonnen. Mit der konstituierenden Sitzung des Bundestags am 26. Oktober w\u00fcrde Laschet dann Abgeordneter in Berlin. Sollte er das Bundestagsmandat annehmen, kann er laut NRW-Landesverfassung nicht l\u00e4nger Ministerpr\u00e4sident bleiben. In dem Fall muss ein \u00dcbergangsregierungschef bis zur Landtagswahl in NRW im Mai 2022 gefunden werden. Schon vor Wochen hatte Laschet angek\u00fcndigt, dass er unabh\u00e4ngig vom Ausgang der Bundestagswahl in Berlin bleiben werde. Nach den Stimmenverlusten der AfD bei der Bundestagswahl hat der Parteivorsitzende J\u00f6rg Meuthen (60) eine schonungslose Analyse m\u00f6glicher Fehler angek\u00fcndigt. &#171;Unter dem Strich wird man das als Erfolg nicht vermelden k\u00f6nnen&#187;, sagte Meuthen, der selbst nicht f\u00fcr den Bundestag kandidiert hatte. Die AfD sei mit dem Slogan &#171;Mut zur Wahrheit&#187; angetreten, dazu geh\u00f6re auch, &#171;die Dinge nicht sch\u00f6n zu reden&#187;. Der Europaabgeordnete sagte, die AfD m\u00fcsse intern auch dar\u00fcber reden, ob es klug gewesen sei, die Forderung nach einem Austritt Deutschlands aus der Europ\u00e4ischen Union ins Wahlprogramm zu schreiben. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: &#171;Weidel, Meuthen und Chrupalla bewerten AfD-Wahlergebnis unterschiedlich&#187;. Johannes Kretschmann (43), der Sohn des gr\u00fcnen Ministerpr\u00e4sidenten von Baden-W\u00fcrttemberg, Winfried Kretschmann (73), hat den Einzug in den Bundestag auch \u00fcber die Landesliste verpasst. Insgesamt entsendet die Landespartei laut dem Bundeswahlleiter 14 Abgeordnete \u00fcber die Landesliste in das Parlament. Mit den vier gewonnenen Direktmandaten werden also 18 Gr\u00fcnen-Abgeordnete aus dem S\u00fcdwesten im neuen Bundestag vertreten sein. Kretschmann, seit 2019 Fraktionssprecher der Gr\u00fcnen im Sigmaringer Kreistag, stand auf Platz 21 der Landesliste. Im Kampf um das Direktmandat im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen verlor Johannes Kretschmann am Sonntag mit 16,9 Prozent der Erststimmen gegen den CDU-Kandidaten Thomas Barei\u00df (46) mit 30,1 Prozent. Eine Panne in einem Verteilerzentrum der Deutschen Post in Hamburg-Altona hat zum Verlust von 352 Briefwahlstimmen bei Bundestags-, Landtags- und einer B\u00fcrgermeisterwahl im Nordosten gef\u00fchrt. Diese Stimmen seien verloren, sagte die Landeswahlleiterin von Mecklenburg-Vorpommern, Gudrun Beneicke, am Montag. Der Versand von zwei Postkisten sei vers\u00e4umt worden, hierdurch seien sie zu sp\u00e4t bei der Landeswahlleitung eingetroffen. Die Deutsche Post teilte auf Anfrage mit: &#171;Wir haben nach Kenntnis des Vorfalls umgehend die Landeswahlleitung und den Bundeswahlleiter dar\u00fcber informiert. Wir bedauern die Transportverz\u00f6gerung au\u00dferordentlich, m\u00f6chten aber betonen, dass dies ein Ausnahmefall war.&#187; 168 Wahlbriefe waren laut der Landeswahlleiterin f\u00fcr die Bundestagswahl im Nordosten bestimmt,163 f\u00fcr die Landtagswahl und 21 f\u00fcr die B\u00fcrgermeisterwahl in Bolzenburg, einer kleinen Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Briefe werden nun nicht ge\u00f6ffnet &#8212; das ist bei zu sp\u00e4t eintreffenden Briefwahlunterlagen \u00fcblich. Aus Sicht von Beneicke liegt der Fehler bei der Deutschen Post, eine im Raum stehende Wahlanfechtung halte sie daher nicht f\u00fcr erfolgversprechend. Bei der Bundestagswahl sind erstmals zwei offen lebende Transmenschen in den Bundestag eingezogen. Die nordrhein-westf\u00e4lische Gr\u00fcnen-Politikerin Nyke Slawik (27) und ihre Parteikollegin Tessa Ganserer (44) aus Bayern zogen jeweils \u00fcber die Landeslisten ins Parlament ein. &#171;Wahnsinn! Ich kann es noch gar nicht so recht fassen&#187;, twitterte Slawik am Sonntagabend. &#171;Ich hoffe, dass wir heute ein neues Kapitel der Selbstbestimmung in der Politik aufschlagen und die jahrelange Bevormundung queerer Menschen beenden k\u00f6nnen.&#187; Ganserer sitzt seit 2013 im bayerischen Landtag. Im November 2018 hatte sie ihr Coming-Out als transident. Der Gr\u00fcnen-Politiker Cem \u00d6zdemir (55) hat bundesweit die meisten Stimmen aller erfolgreichen Gr\u00fcnen-Direktkandidaten geholt. Bei der Bundestagswahl entfielen auf ihn im S\u00fcdwesten in seinem Wahlkreis Stuttgart I 40 Prozent der Erststimmen, wie aus vorl\u00e4ufigen Zahlen des Bundeswahlleiters vom Montag hervorgeht. Nur Canan Bayram verbuchte in seinem Wahlkreis in Berlin mit 37,8 Prozent ein ann\u00e4hernd \u00e4hnlich hohes Ergebnis. In Baden-W\u00fcrttemberg ist \u00d6zdemir sogar Stimmenk\u00f6nig unter den Direktkandidaten aller Parteien. Die kurz vor der Bundestagswahl ver\u00f6ffentlichten Wahlumfragen gro\u00dfer Institute haben von der Rangfolge her das tats\u00e4chliche Ergebnis abgebildet &#8212; daf\u00fcr gibt es nun Zuspruch. Der Sozialwissenschaftler R\u00fcdiger Schmitt-Beck von der Universit\u00e4t Mannheim sagte am Montag der Deutschen Presse-Agentur: &#171;Die Institute waren dieses Mal bemerkenswert gut. Vor allem auch in Anbetracht der schwierigen Situation mit dem hohen Briefw\u00e4hler-Anteil.&#187; Er erg\u00e4nzte: &#171;2017 waren in der Summe die Verschiebungen gr\u00f6\u00dfer.&#187; Schmitt-Beck sagte auch: &#171;Die guten Institute halten ihren Stand und schaffen es den Widrigkeiten zum Trotz, gute Arbeit abzuliefern.&#187; Dies gelte auch f\u00fcr die entscheidende Frage, wer vorne liegt. &#171;Die Umfragen haben suggeriert: Die SPD liegt vorne. Und das ist eingetreten.&#187; Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (60) strebt trotz der drastischen Einbu\u00dfen bei der Bundestagswahl weiterhin Sondierungen \u00fcber die Bildung einer neuen Regierung an. Vorstand und Pr\u00e4sidium der CDU seien sich einig, &#171;dass wir zu Gespr\u00e4chen f\u00fcr eine sogenannte Jamaika-Koalition bereit stehen&#187;, sagte der CDU-Chef nach Beratungen der Spitzengremien am Montag in Berlin. Aus dem Ergebnis k\u00f6nne keine Partei f\u00fcr sich einen Regierungsauftrag ableiten &#8212; die Union nicht, die SPD aber auch nicht. Kanzler werde derjenige, der eine Mehrheit im Bundestag hinter sich habe. Dies sei ein Moment, in dem Volksparteien mit dem Anspruch von Wahlergebnissen um die 30 Prozent mit Demut vor den W\u00e4hler treten m\u00fcssten. Die SPD will mit sechs Spitzenpolitikern aus Bund und L\u00e4ndern in die Sondierungsgespr\u00e4che mit Gr\u00fcnen und FDP nach der Bundestagswahl gehen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus einer Parteivorstandssitzung erfuhr, sollen neben Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) nicht nur die Parteichefs Saskia Esken (60) und Norbert Walter-Borjans (69) am Verhandlungstisch sitzen. Mitsondieren werden auch Generalsekret\u00e4r Lars Klingbeil (43), Fraktionschef Rolf M\u00fctzenich (62) und die Ministerpr\u00e4sidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (60). Die FDP will nach der Bundestagswahl zun\u00e4chst Gespr\u00e4che mit den Gr\u00fcnen \u00fcber eine m\u00f6gliche Koalitionsbildung mit Union oder SPD f\u00fchren. Die Parteif\u00fchrung habe beschlossen, &#171;Vorsondierungen&#187; mit den Gr\u00fcnen aufzunehmen, sagte der Vorsitzende Christian Lindner (42) am Montag in Berlin nach den Beratungen von Bundesvorstand und Pr\u00e4sidium. &#171;Zwischen Gr\u00fcnen und FDP gibt es die gr\u00f6\u00dften inhaltlichen Unterschiede bei den Parteien des demokratischen Zentrums, die jetzt \u00fcber eine Regierungsbildung miteinander sprechen k\u00f6nnten&#187;, erl\u00e4uterte er. &#171;Deshalb macht es Sinn, angesichts dieser bisweilen bestehenden Polarisierung den gemeinsamen Grund zu suchen.&#187; FDP und Gr\u00fcne seien zugleich die Parteien, die sich am st\u00e4rksten gegen den Status quo der gro\u00dfen Koalition gewandt h\u00e4tten, sagte Lindner. &#171;Und deshalb ist es sinnvoll, dass diese beiden zuerst miteinander das Gespr\u00e4ch suchen, um zu pr\u00fcfen, ob daraus bei allen Unterschieden ein fortschrittliches Zentrum einer neuen Koalition werden k\u00f6nnte.&#187; Lindner betonte: &#171;Weder die Union noch die SPD stehen f\u00fcr Aufbruch. Beide Parteien regieren lange.&#187; Nach diesen Gespr\u00e4chen mit den Gr\u00fcnen sei die FDP offen, &#171;Einladungen von CDU\/CSU oder SPD anzunehmen, wenn sie denn kommen, \u00fcber weitergehende Gespr\u00e4che&#187;, sagte Lindner. Bei der Bundestagswahl hat die AfD insgesamt leichte Verluste erlitten, aber dennoch 16 Wahlkreise direkt gewonnen. Sie alle liegen in den ostdeutschen L\u00e4ndern Th\u00fcringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Vor vier Jahren waren die Rechtspopulisten nur auf drei Direktmandate gekommen. So holte in diesem Jahr etwa Parteichef Tino Chrupalla (46) erneut das Direktmandat im s\u00e4chsischen G\u00f6rlitz, wie aus den Zahlen des Bundeswahlleiters hervorgeht. Schon 2017 hatte der Malermeister dort f\u00fcr eine \u00dcberraschung gesorgt, als er den heutigen s\u00e4chsischen Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) hinter sich lie\u00df. In Th\u00fcringen gewann die AfD vier Direktmandate: in zwei Wahlkreisen in Ostth\u00fcringen sowie in je einem in Mittel- und S\u00fcdwestth\u00fcringen. In Sachsen-Anhalt holte die AfD zwei Wahlkreise, die \u00fcbrigen in Sachsen. Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (60) hat in Beratungen der engsten CDU-F\u00fchrungsspitze seine Bereitschaft unterstrichen, auch nach dem Absturz der Union bei der Bundestagswahl Verhandlungen \u00fcber eine von ihm gef\u00fchrte Bundesregierung zu f\u00fchren. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin stellte der CDU-Chef am Montag im Pr\u00e4sidium seiner Partei klar, niemand habe am Sonntagabend von einem Regierungsauftrag f\u00fcr die Union gesprochen. Es sei lediglich die Faktenlage beschrieben worden. Zuvor hatte die &#171;Welt&#187; \u00fcber entsprechende Aussagen von Laschet berichtet. Gr\u00fcnen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) hat einger\u00e4umt, dass ihre Partei bei der Bundestagswahl die selbstgesteckten Ziele nicht erreicht hat. &#171;Wir sind unter unseren Erwartungen geblieben&#187;, sagte sie am Montag vor einer Sitzung des Parteivorstands in Berlin. Nun gehe es aber trotzdem darum, bei der Regierungsbildung &#171;einen wirklichen Aufbruch f\u00fcr dieses Land zu schaffen&#187;. Zu Pr\u00e4ferenzen und zum Ablauf der Sondierungsgespr\u00e4che wollte Baerbock sich nicht \u00e4u\u00dfern. FDP-Generalsekret\u00e4r Volker Wissing hat mit Blick auf die Gespr\u00e4che mit m\u00f6glichen Koalitionspartnern Kompromissbereitschaft signalisiert. &#171;Wenn man Vorschl\u00e4ge f\u00fcr richtig h\u00e4lt und man kann sie nicht sofort vollst\u00e4ndig umsetzen, muss man es schrittweise machen&#187;, sagte Wissing am Montag nach der Bundestagswahl im ARD-&#171;Morgenmagazin&#187;. Die Menschen im Land h\u00e4tten den Parteien mit ihrem Votum aufgetragen, zentrale Themen miteinander in Einklang zu bringen. Die FDP habe eine klare Linie und stehe nicht f\u00fcr Extreme, machte Wissing deutlich. &#171;Die Menschen wollen keinen Klimaschutz zulasten des Wohlstands. Und die Menschen wollen auch keinen Wohlstand zulasten von Natur und Umwelt. Und deswegen m\u00fcssen wir diese Dinge zusammenbringen und m\u00fcssen eine L\u00f6sung erarbeiten, wie wir Klimaschutz und Wohlstand in Einklang bringen k\u00f6nnen&#187;, sagte der FDP-Politiker. Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (46, CDU) hat hausgemachte Fehler f\u00fcr das schlechte Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl vom Sonntag verantwortlich gemacht. &#171;Es sind Fehlentscheidungen in der Vergangenheit gewesen, inhaltlicher Art, in der Regierung und auch in der personellen Aufstellung&#187;, sagte Kretschmer am Montag in Berlin vor Beratungen der Spitzengremien seiner Partei \u00fcber den Ausgang der Bundestagswahl. Auch im Wahlkampf habe es sicherlich Fehler gegeben, &#171;die dazu gef\u00fchrt haben, dass dieses Wahlergebnis, das schlechteste in der Union, jetzt so eingetreten ist&#187;. &#171;Wenn wir weitermachen wie bisher, dann mache ich mir gro\u00dfe Sorgen, was in vier Jahren \u00fcbrig bleibt&#187;, sagte Kretschmer, in dessen Bundesland die AfD st\u00e4rkste Kraft geworden war. &#171;Deswegen braucht es jetzt erst mal ein Innehalten. Die CDU hat diese Wahl verloren.&#187; Gr\u00fcnen-Chef Robert Habeck (52) hat bekr\u00e4ftigt, dass er wie FDP-Chef Christian Lindner (42) Vorab-Gespr\u00e4che ihrer beiden Parteien mit Blick auf eine m\u00f6gliche Regierungsbildung f\u00fcr sinnvoll h\u00e4lt. Aus seiner Erfahrung mache es Sinn, &#171;dass die Parteien, die erstmal am weitesten voneinander entfernt sind, (&#8230;) dass die mal schauen, ob die das zusammen hinkriegen&#187;, sagte Habeck am Montag bei NDR Info. Das seien nun mal FDP und Gr\u00fcne &#8212; &#171;wir sind in sozial-, steuer-, finanzpolitischen Fragen wirklich kontr\u00e4r&#187;. &#171;Also insofern werden wir zuerst auf die FDP zugehen.&#187; Sowohl die SPD als auch die Union w\u00fcrden nach der Wahl gern ein Dreierb\u00fcndnis mit Gr\u00fcnen und FDP schmieden. Lindner hatte vor diesem Hintergrund am Sonntag bereits Vorab-Kl\u00e4rungen seiner Partei mit den Gr\u00fcnen angeregt. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) hat am Morgen nach der Bundestagswahl den Anspruch der Sozialdemokraten zur Regierungsbildung bekr\u00e4ftigt. Die SPD habe den Auftrag bekommen, die Regierung zu bilden &#8212; im Bund, und bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin, sagte Scholz am Montag im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler h\u00e4tten drei Parteien gest\u00e4rkt, sagte er mit Blick auf SPD, Gr\u00fcne und FDP. Dies sei ein &#171;sichtbarer Auftrag&#187; f\u00fcr eine Regierung. Die Union hingegen solle nicht mehr regieren. &#171;Sie sollen jetzt nicht mehr in der Regierung sein&#187;, sagte Scholz, &#171;sondern in die Opposition gehen&#187;. Scholz sagte: &#171;Jetzt ist Pragmatismus und F\u00fchrungskunst gefragt.&#187; Die SPD wolle &#171;in Ruhe&#187; zustande bringen, was nun gefragt sei. &#171;Wir werden das, was uns die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger als Aufgabe gegeben haben, umsetzen.&#187; Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Kl\u00f6ckner (48) hat sich klar f\u00fcr eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Gr\u00fcnen ausgesprochen. &#171;Eine Jamaika-Koalition w\u00e4re eine Zukunftskoalition, eine b\u00fcrgerliche Koalition&#187;, sagte sie am Montag in Berlin vor Beratungen der Spitzengremien ihrer Partei \u00fcber den Ausgang der Bundestagswahl. &#171;Es geht jetzt um eine ganz stabile Regierung in Deutschland&#187; betonte Kl\u00f6ckner. Unionskanzlerkandidat und NRW-Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet zieht \u00fcber die Landesliste der NRW-CDU in den neuen Bundestag ein. Wie der Landeswahlleiter am Montag in D\u00fcsseldorf mitteilte, sind aus der Landesliste der CDU im bev\u00f6lkerungsreichsten Bundesland elf Abgeordnete gew\u00e4hlt worden. Laschet war auf Platz eins der Liste platziert. In seiner Heimatstadt Aachen hatte er darauf verzichtet, als Direktkandidat anzutreten. Kanzleramtschef Helge Braun (48) hat sich entt\u00e4uscht \u00fcber das Wahlergebnis der CDU gezeigt. &#171;F\u00fcr uns ist das Ergebnis bitter, und die CDU wird sich sicher nicht damit abfinden, eine Unter-30-Prozent-Partei zu sein&#187;, sagte der CDU-Politiker am Montag im Deutschlandfunk. Er k\u00f6nne sich eine Koalition aus CDU, FDP und Gr\u00fcnen vorstellen: &#171;Da glaube ich, ist die Jamaika-Koalition auch etwas, das sehr gro\u00dfen Charme entfaltet.&#187; Braun nannte auch eine gro\u00dfe Koalition mit der SPD als M\u00f6glichkeit. &#171;Die SPD kann nicht f\u00fcr sich in Anspruch nehmen, dass sie der alleinige Aufbruch ist&#187;, so Braun. Der Vorsitzende der Gr\u00fcnen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, hat Gespr\u00e4che im kleinen Kreis mit der FDP angek\u00fcndigt. &#171;Es wird erstmal in sehr kleinem Kreis zwischen FDP und Gr\u00fcnen gesprochen werden&#187;, sagte Hofreiter im ARD-&#171;Morgenmagazin&#187; am Montag. &#171;Da wird man sehen: Was gibt es an Gemeinsamkeiten, allerdings was braucht auch die jeweils andere Seite, damit es klappen kann.&#187; Dabei sei es ihm wichtig, den Staat zu modernisieren und das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Dabei d\u00fcrfe bei einer Koalition nicht auf den &#171;kleinsten gemeinsamen Nenner&#187; hingearbeitet werden. Der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Konstantin Kuhle, h\u00e4lt ein Jamaika-B\u00fcndnis von Union, Gr\u00fcnen und FDP dabei f\u00fcr wahrscheinlicher als ein B\u00fcndnis unter F\u00fchrung der SPD. &#171;Jamaika ist mit dem gestrigen Tag wahrscheinlicher als in den drei Wochen zuvor&#187;, sagte Kuhle am Montagmorgen nach der Wahl im ARD-&#171;Morgenmagazin&#187;. Es sei nun &#171;eine sehr gute Idee&#187;, dass Gr\u00fcne und FDP sich erst einmal zusammensetzen, um gemeinsam zu \u00fcberlegen, welche Form der Modernisierung in Deutschland m\u00f6glich sei, auch wenn es durchaus &#171;fundamentale Unterschiede&#187; gebe, etwa in der Klima- oder Finanzpolitik. Die SPD hat die Bundestagswahl nach dem Ergebnis der Ausz\u00e4hlung aller Wahlkreise gewonnen. Erstmals seit mehreren Jahren legte sie wieder zu und kam auf 25,7 Prozent, wie in der Nacht zu Montag auf der Website des Bundeswahlleiters ersichtlich war. Die CDU\/CSU st\u00fcrzte dagegen nach 16 Jahren Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel (67) mit 24,1 Prozent auf ein Rekordtief. Die Gr\u00fcnen errangen mit 14,8 Prozent das beste Ergebnis ihrer Geschichte und wurden drittst\u00e4rkste Kraft. Die FDP verbesserte sich auf 11,5 Prozent. Die AfD rutschte mit 10,3 Prozent vom dritten auf den f\u00fcnften Rang. Die Linke st\u00fcrzte auf 4,9 Prozent. Berlins bisheriger Regierender B\u00fcrgermeister Michael M\u00fcller (56) sitzt k\u00fcnftig im Bundestag. Der 56-J\u00e4hrige gewann am Sonntag das Direktmandat im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf. Er setzte sich bei der Bundestagswahl nach Ausz\u00e4hlung aller Stimmbezirke gegen Klaus-Dieter Gr\u00f6hler (CDU) durch, der den Wahlkreis 2017 noch gewonnen hatte. M\u00fcller kam auf 27,9 Prozent, Gr\u00f6hler auf 22,3 Prozent. M\u00fcller verabschiedet sich nun nach mehr als 24 Jahren im Berliner Landesparlament,10 Jahren im Senat und 7 Jahren als Regierender B\u00fcrgermeister aus der Landes- in die Bundespolitik. Die SPD ist bei der Bundestagswahl in Nordrhein-Westfalen laut vorl\u00e4ufigem Endergebnis mit 29,1 Prozent der Zweitstimmen st\u00e4rkste Kraft geworden. Das teilte der Bundeswahlleiter am Montagmorgen nach Ausz\u00e4hlung aller 64 Wahlkreise mit. Die CDU erreichte am Sonntag 26,0 Prozent der Zweitstimmen, die Gr\u00fcnen 16,1 Prozent, die FDP 11,4 Prozent, die AfD 7,3 Prozent und die Linke 3,7 Prozent. Die Linke hat mindestens drei Direktmandate bei der Bundestagswahl geholt. Sie wird deshalb auch dann im neuen Bundestag wieder in Fraktionsst\u00e4rke vertreten sein, wenn sie an der F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde scheitern sollte. Die Abgeordneten Gregor Gysi und Gesine L\u00f6tzsch in Berlin sowie S\u00f6ren Pellmann in Leipzig verteidigten ihre Direktmandate, wie die Ausz\u00e4hlung aller Stimmen in ihren Wahlkreisen ergab. Dagegen verlor die Berliner Abgeordnete Petra Pau ihr Direktmandat; und nach Ausz\u00e4hlung fast aller Erststimmen galt das auch f\u00fcr das bisherige f\u00fcnfte Direktmandat der Linken, ebenfalls in Berlin. Damit ist es nun unerheblich, ob die Linke mit ihrem Zweitstimmenergebnis die F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde nimmt. In den letzten Hochrechnungen von ARD und ZDF lag sie bei 4,9 Prozent. Hintergrund ist die sogenannte Grundmandatsklausel: Erreicht eine Partei drei oder mehr Direktmandate, erfolgt eine Mandatsvergabe nach Zweitstimmenergebnis, auch wenn dieses unter f\u00fcnf Prozent liegt. Die Linke hat somit jedoch nur zwei ihrer bisher vier Berliner Wahlkreise gewonnen. Der fr\u00fchere Linke-Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi (73) war am Sonntag bei der Bundestagswahl als Direktkandidat in Treptow-K\u00f6penick mit 35,4 Prozent erfolgreich, wie die Landeswahlleiterin mitteilte. Gysi schlug die fr\u00fchere Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein, die f\u00fcr die CDU antrat und auf 13,5 Prozent der Erststimmen kam. In Lichtenberg gewann die langj\u00e4hrige Linke-Abgeordnete Gesine L\u00f6tzsch mit 25,8 Prozent. Die SPD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern haushoch gewonnen. Nach Ausz\u00e4hlung aller 2003 Wahlbezirke erreichte die Partei von Ministerpr\u00e4sidentin Manuela Schwesig am Sonntag 39,6 Prozent der Stimmen und damit das zweitbeste SPD-Ergebnis \u00fcberhaupt im Nordosten, wie am Montagmorgen auf der Homepage der Landeswahlleitung zu sehen war. Der bisherige Koalitionspartner CDU fuhr mit 13,3 Prozent sein historisch schlechtestes Ergebnis im Bundesland ein und landete erneut hinter der AfD, die auf 16,7 Prozent kam. F\u00fcr die Linken stimmten 9,9 Prozent der W\u00e4hler. Sowohl die FDP als auch die Gr\u00fcnen schafften mit 5,8 und 6,3 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,8 Prozent. SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey hat ihren Wahlkreis im S\u00fcden von Berlin-Neuk\u00f6lln mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Die 43-j\u00e4hrige SPD-Landesvorsitzende, die erstmals ins Berliner Abgeordnetenhaus einzieht, erhielt nach Ausz\u00e4hlung aller Stimmbezirke 40,9 Prozent der Erststimmen. Die Gr\u00fcnen haben ihr Direktmandat im Berliner Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg erfolgreich verteidigt. Canan Bayram erhielt am Sonntag in dem deutschlandweit bekannten Alternativbezirk 37,8 Prozent der Erststimmen und gewann den Wahlkreis zum zweiten Mal nach 2017. Auf dem zweiten Platz landete erneut Pascal Meiser (17,7 Prozent), der f\u00fcr die Linken im Bundestag sitzt. In der Heimat von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat der Gr\u00fcnen-Politiker Oliver Krischer (52) das Direktmandat gewonnen. Der langj\u00e4hrige Bundestagsabgeordnete der Gr\u00fcnen aus D\u00fcren erreichte bei der Bundestagswahl am Sonntag im Wahlkreis Aachen I laut vorl\u00e4ufigem Ergebnis 30,2 Prozent der Erststimmen. CDU-Gesundheitspolitiker Rudolf Henke (67) kam auf 25,6 Prozent. Laschet selbst war nicht f\u00fcr ein Direktmandat angetreten. Henke, Pr\u00e4sident der \u00c4rztekammer Nordrhein, hatte den Wahlkreis erstmals 2009 gewonnen. Der fr\u00fchere Juso-Chef Kevin K\u00fchnert (32) ist erstmals in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl am Sonntag gewann der 32-J\u00e4hrige mit 27,1 Prozent das Direktmandat im Wahlkreis Berlin-Tempelhof-Sch\u00f6neberg, wie die Landeswahlleitung in Berlin mitteilte. Er setzte sich damit gegen die fr\u00fchere Bundesministerin Renate K\u00fcnast durch, die auf 25,1 Prozent der Erststimmen kam. SPD-Bundestagsfraktionschef Rolf M\u00fctzenich hat bei der Bundestagswahl sein Direktmandat im Wahlkreis K\u00f6ln III verteidigt. Der 62 Jahre alte Politiker kam am Sonntag laut vorl\u00e4ufigem Ergebnis auf 29,9 Prozent der Erststimmen. Der geb\u00fcrtige K\u00f6lner f\u00fchrt seit 2019 die SPD-Bundestagsfraktion in Berlin. Die CDU ist bei der Bundestagswahl auch in Baden-W\u00fcrttemberg auf ein Rekordtief gefallen, bleibt aber trotzdem st\u00e4rkste Kraft im S\u00fcdwesten. Nach Ausz\u00e4hlung aller Wahlkreise am fr\u00fchen Montagmorgen lag die Landes-CDU bei 24,8 Prozent, das sind 9,6 Punkte weniger als vor vier Jahren. Die S\u00fcdwest-SPD steigert sich nach dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis um 5,2 Punkte und landet bei 21,6 Prozent. Die Gr\u00fcnen im Land schaffen mit 17,2 Prozent ihr bestes Ergebnis jemals, das ist ein Plus von 3,7 Punkten. Die FDP legt auf 15,3 Prozent zu, nach 12,7 Prozent vor vier Jahren. Die AfD b\u00fc\u00dft 2,6 Punkte ein und landet bei 9,6 Prozent. Die Linke verliert 3,1 Punkte und liegt nur noch bei 3,3 Prozent. Bei der Bundestagswahl ist die SPD Hochrechnungen zufolge st\u00e4rkste Kraft geworden. Die CDU\/CSU st\u00fcrzte dagegen am Sonntag nach 16 Jahren Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel auf ein Rekordtief. Die Gr\u00fcnen wurden mit dem besten Ergebnis ihrer Geschichte klar drittst\u00e4rkste Partei &#8212; vor FDP, AfD und Linken. Nach Hochrechnungen von ARD und ZDF aus der Nacht zu Montag verbessert sich die SPD auf 25,8 Prozent (2017: 20,5 Prozent). Die CDU\/CSU f\u00e4llt auf 24,1 Prozent (32,9). Die Gr\u00fcnen steigen auf 14,6 Prozent (8,9). Die FDP verbessert sich \u00fcbereinstimmend auf 11,5 Prozent (10,7). Die AfD, bisher drittst\u00e4rkste Kraft, kommt auf 10,4 bis 10,5 Prozent (12,6). Die Linke rutscht auf 4,9 Prozent und damit unter die wichtige 5-Prozent-Marke (9,2), kann aber wegen voraussichtlich dreier Direktmandate wohl dennoch im Bundestag bleiben. Der S\u00fcdschleswigsche W\u00e4hlerverband (SSW), als Partei der d\u00e4nischen Minderheit von der F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde befreit, kann laut ARD-Prognose einen Abgeordneten in den Bundestag schicken. Die SPD ist bei der Bundestagswahl in Niedersachsen mit deutlichen Zugewinnen die mit Abstand st\u00e4rkste Kraft geworden. Bei der Wahl am Sonntag erreichten die Sozialdemokraten 33,1 Prozent der Zweitstimmen und verzeichneten damit im Vergleich zu 2017 einen Zugewinn von 5,7 Prozentpunkten. Die CDU wurde nach dem vorl\u00e4ufigen Endergebnis mit 24,2 Prozent auf Rang zwei verwiesen &#8212; ein Minus von 10,7 Prozentpunkten. Am kr\u00e4ftigsten legten die Gr\u00fcnen zu, die mit 16,1 Prozent (plus 7,4) auf Platz drei landeten. Einen Zuwachs gab es auch bei der FDP, die auf 10,5 Prozent kam (plus 1,2 Prozentpunkte). Die AfD kam auf 7,4 Prozent (minus 1,7), die Linke erreichte 3,3 (minus 3,7) Prozent. Die Wahlbeteiligung fiel mit 74,8 Prozent etwas geringer aus als 2017, wo sie 76,4 Prozent betrug. Der hessische CDU-Spitzenkandidat f\u00fcr die Bundestagswahl, Helge Braun, hat den Kampf um das Direktmandat im Wahlkreis Gie\u00dfen verloren. Nach dem vorl\u00e4ufigen Endergebnis erhielt der Kanzleramtschef am Sonntag 29,6 Prozent der Erststimmen und unterlag damit knapp seinem SPD-Kontrahenten Felix D\u00f6ring, der auf 30,4 Prozent kam. Bei der vorherigen Wahl 2017 hatte Braun in dem Wahlkreis noch das Direktmandat gewonnen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor hat das Direktmandat in seinem Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern an den SPD-Politiker Erik von Malottki verloren.20,7 Prozent der W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler gaben Amthor im Wahlkreis 16 ihre Erststimme, wie auf der Homepage der Landeswahlleiterin am fr\u00fchen Montagmorgen mitgeteilt wurde. Amthor landete damit nur auf dem dritten Platz, hinter von Malottki (24,8 Prozent) und dem AfD-Politiker Enrico Komning (24,3 Prozent), Die AfD hat die Bundestagswahl in Sachsen gewonnen. Nach Ausz\u00e4hlung aller Stimmbezirke wurde sie mit 24,6 Prozent der Zweitstimmen st\u00e4rkste Kraft im Freistaat. Die SPD konnte sich deutlich verbessern und landete mit 19,3 Prozent der Stimmen auf dem zweiten Platz &#8212; und damit noch vor der CDU (17,2 Prozent). Auf den vierten Rang kam die FDP (11 Prozent), gefolgt von Linken (9,3 Prozent) und Gr\u00fcnen (8,6 Prozent). Bei der Bundestagswahl im Land Bremen hat die SPD gewonnen. Die Partei erhielt 31,47 Prozent der Zweitstimmen, wie die Landeswahlleitung in der Nacht zu Montag auf ihrer Internetseite bekanntgab. Nach mehr als 30 Jahren hat die CDU bei einer Bundestagswahl nicht das Direktmandat in Angela Merkels bisherigem Wahlkreis geholt. F\u00fcr den Wahlkreis 15 zieht nun die 27-j\u00e4hrige Anna Kassautzki von der SPD mit 24,3 Prozent der Erststimmen in den Bundestag ein, wie auf der Homepage der Landeswahlleiterin ver\u00f6ffentlicht wurde. Auf Platz zwei landete im Wahlkreis Vorpommern-R\u00fcgen &#8212; Vorpommern-Greifswald I Merkels Nachfolger als CDU-Direktkandidat, der 33-j\u00e4hrige Georg G\u00fcnther. F\u00fcr ihn stimmten 20,4 Prozent der W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler. Er lag damit nur knapp vor Leif-Erik Holm von der AfD (19,9 Prozent). Die scheidende Bundeskanzlerin holte seit 1990 acht Mal in Serie das Bundestagsdirektmandat in Vorpommern. Dieses Jahr war sie nicht mehr zur Wahl angetreten. Die AfD hat erstmals bei einer Bundestagswahl in Th\u00fcringen Direktmandate gewonnen. Ihre Kandidaten erhielten in zwei Wahlkreisen in Ostth\u00fcringen sowie in je einem in Mittel- und S\u00fcdwestth\u00fcringen die meisten Stimmen. Die SPD konnte drei Wahlkreise f\u00fcr sich entscheiden, darunter in S\u00fcdth\u00fcringen gegen den umstrittenen CDU-Kandidat Hans-Georg Maa\u00dfen (58). Die CDU, die 2017 alle acht Wahlkreise gewann, behauptete sich nur noch mit ihrem Kandidaten in ihrer Hochburg im katholisch gepr\u00e4gten Eichsfeld. Mit nur 216 Stimmen Vorsprung haben die Gr\u00fcnen bei der Bundestagswahl das Direktmandat in Bonn gewonnen. Ihre Kandidatin Katrin Uhlig lag nach Ausz\u00e4hlung aller Bezirke mit 25,2 Prozent hauchd\u00fcnn vor SPD-Kandidatin Jessica Rosenthal, die auf 25,1 Prozent der Erststimmen kam. Das geht aus vorl\u00e4ufigen Angaben des Landeswahlleiters vom Sonntagabend hervor. CDU-Kandidat Christoph Jansen lag mit 24,4 Prozent ebenfalls nur knapp hinter seinen Mitbewerberinnen. Die Transgender-Frau Tessa Ganserer hat \u00fcber die Liste der bayerischen Gr\u00fcnen aller Voraussicht nach den Einzug in den Bundestag geschafft. Sie stand auf Listenplatz 13 der bayerischen Gr\u00fcnen, die nach Hochrechnungen 13,9 Prozent eingefahren haben. Ganserer sitzt seit 2013 im bayerischen Landtag. Im November 2018 outete sie sich \u00f6ffentlich als transsexuell. Ex-Bundesverfassungsschutzpr\u00e4sident Hans-Georg Maa\u00dfen (58, CDU) ist mit seiner Kandidatur f\u00fcr ein Direktmandat im Bundestag deutlich gescheitert. Der umstrittene CDU-Politiker kam nach Ausz\u00e4hlung aller Stimmen im s\u00fcdth\u00fcringer Wahlkreis 196 auf 22,3 Prozent der Erststimmen, sein SPD-Kontrahent, der Olympiasieger und Ex-Biathlon-Bundestrainer, Frank Ullrich, holte das Direktmandat mit 33,6 Prozent der Erststimmen. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken zieht ohne Direktmandat in den Bundestag. Die meisten Erststimmen in ihrem Wahlkreis Calw erhielt der CDU-Politiker Klaus Mack (48). Der B\u00fcrgermeister der Stadt Bad Wildbad errang den Angaben des Landkreises Calw zufolge nach Ausz\u00e4hlung aller Stimmen 33,8 Prozent in der traditionellen CDU-Hochburg. Als Spitzenkandidatin der SPD in Baden-W\u00fcrttemberg zieht sie \u00fcber die Landesliste dennoch in den Bundestag ein. Die 60-j\u00e4hrige Parteilinke ist seit 2013 im Bundestag. Sie f\u00fchrt zusammen mit Norbert Walter-Borjans die Bundes-SPD. Die AfD hat erstmals bei einer Bundestagswahl ein Direktmandat in Sachsen-Anhalt gewonnen. Im Wahlkreis 71 Anhalt holte AfD-Kandidat Kay-Uwe Ziegler 24,2 Prozent der Erststimmen und landete damit vor dem Kandidaten der CDU, Frank Wyszkowski (23,5 Prozent). Dahinter folgen die SPD-Kandidatin Anne Stamm (20,7 Prozent) und der Parlamentarische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Linken-Bundestagsfraktion Jan Korte (14,8 Prozent). Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat bei der Bundestagswahl erneut ein Direktmandat deutlich verfehlt. Der 42-J\u00e4hrige kam am Sonntag im Rheinisch-Bergischen Kreis (Nordrhein-Westfalen) nach Ausz\u00e4hlung von 308 von 309 Stimmbezirken auf 16,8 Prozent &#8212; und landete damit auf dem vierten Platz. Als Spitzenkandidat seiner Partei zieht er \u00fcber die Landesliste dennoch in den Bundestag ein. AfD-Bundeschef Tino Chrupalla hat sein Direktmandat bei der Bundestagswahl im Wahlkreis G\u00f6rlitz verteidigt. Nach Angaben der Landeswahlleitung bekam der 46-J\u00e4hrige am Sonntag 35,8 Prozent der Erststimmen. Absolut waren es 53.971 Stimmen f\u00fcr den Malermeister. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat im Saarland kein Direktmandat geholt. Im Wahlkreis Saarbr\u00fccken verlor sie mit 25,1 Prozent der Stimmen gegen Josephine Ortleb (SPD), die auf 36,9 Prozent kam, wie die Landeswahlleitung am Sonntagabend mitteilte. Der Gr\u00fcnen-Bundesvorsitzende Robert Habeck hat bei der Bundestagswahl erstmals in Schleswig-Holstein f\u00fcr seine Partei ein Direktmandat gewonnen. Nach Angaben der Kreisverwaltung holte der 52-J\u00e4hrige am Sonntagabend den Wahlkreis Flensburg-Schleswig mit 28,1 Prozent der Erststimmen. Er bezwang die CDU-Bundestagsabgeordnete Petra Nicolaisen (55), die nach Ausz\u00e4hlung aller Stimmen auf 23,4 Prozent kam. Nach den aktuellen (Stand 23.36 Uhr) Hochrechnungen der ARD f\u00e4llt die Linke unter die 5-Prozent-H\u00fcrde. Der Bundeswahlleiter hat einen &#171;detaillierten Bericht&#187; von der Landeswahlleitung zu den Pannen in Berlin angefordert. Durch fehlende Stimmzettel, erheblichen Andrang und die vier parallelen Wahlvorg\u00e4nge sei es vor einigen Wahllokalen zu langen Schlangen gekommen, teilte ein Pressesprecher am Abend mit. An einigen Wahllokalen gaben Berlinerinnen und Berliner bis 20 Uhr ihre Stimmen ab &#8212; vorausgesetzt, sie hatten sich bis 18 Uhr in die Schlangen vor den Wahllokalen eingereiht. Diese Regelung sieht die Bundeswahlordnung vor. Teilweise konnten die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler daher auf ihren Handys die ersten Prognosen verfolgen, w\u00e4hrend sie noch darauf warteten, ihr Kreuz abzugeben. Die Berliner Landeswahlleiterin Petra Michaelis erwartet dadurch keine Verzerrung der Wahlergebnisse. &#171;Ich gehe davon aus, dass die Leute, die sich in der Schlange angestellt hatten, noch unbeeinflusst ihre Stimmen abgeben konnten und dass sich daraus keine Wahlfehler ergeben&#187;, sagte sie am Abend im RBB. Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas (55, SPD) hat das Duell gegen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) um das Direktmandat im Wahlkreis Saarlouis gewonnen. Maas kam nach dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis auf 36,7 Prozent der Stimmen, Altmaier auf 28,0, wie die Landeswahlleiterin am Sonntagabend mitteilte. Es war das bundesweit einzige Duell zweier Bundesminister um ein Direktmandat f\u00fcr den Bundestag. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (47, CSU) hat in seinem Wahlkreis Passau deutlich an Zuspruch verloren, sich aber das Direktmandat gesichert. Bei den Erststimmen kam er dem vorl\u00e4ufigen Endergebnis nach auf 30,7 Prozent. Das sind 16,8 Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl 2017, als der niederbayerische CSU-Bezirksvorsitzende auf 47,5 Prozent der Stimmen kam.2013 konnte er noch 59,8 Prozent der Stimmen erringen. Im BR-Fernsehen sagte Scheuer am Sonntagabend: &#171;Ich hatte dreieinhalb brutal harte Jahre und wurde auch von der Opposition ziemlich unsanft angepackt, das wird sicherlich seine Auswirkung gehabt haben.&#187; Jens Spahn (41, CDU) hat sich erneut das Direktmandat im Wahlkreis Steinfurt I\/Borken I gesichert. Der amtierende Bundesgesundheitsminister kommt nach Ausz\u00e4hlung aller Bezirke bei der Bundestagswahl auf 40 Prozent der Stimmen. Damit liegt er deutlich vor seiner Mitbewerberin von der SPD, Sarah Lahrkamp, die auf 28,3 Prozent der Stimmen kommt. Das geht aus vorl\u00e4ufigen Angaben des Landeswahlleiters vom Sonntagabend hervor. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (45, CDU), hat sein Direktmandat in Sachsen verloren. In seinem Wahlkreis Chemnitzer Umland &#8212; Erzgebirgskreis II wurde er laut \u00dcbersicht der Landeswahlleitung vom Sonntagabend von AfD-Kandidat Mike Moncsek (57) \u00fcberholt, der auf 28,9 Prozent bei den Erststimmen kam. Wanderwitz holte 23,7 Prozent. Er hatte seinen Wahlkreis seit 2002 im Bundestag vertreten. Noch nie hat die CSU deutschlandweit so schlecht bei einer Bundestagswahl abgeschnitten wie diesmal. Nach der ARD-Hochrechnung von Sonntagabend etwa 22 Uhr kam die Partei des bayerischen Ministerpr\u00e4sidenten Markus S\u00f6der auf lediglich 5,1 Prozent. Das w\u00e4re gut ein Prozentpunkt weniger als 2017 (6,2 Prozent). Das bislang schlechteste Ergebnis bei einer Bundestagswahl holte die CSU 1949 mit 5,8 Prozent, das beste 1976 unter Parteichef Franz Josef Strau\u00df mit 10,6 Prozent. Die CSU kann nur in Bayern gew\u00e4hlt werden, in allen anderen Bundesl\u00e4ndern stellt sich die CDU zur Wahl. Beide bilden im Bundestag zusammen die Unionsfraktion. W\u00e4hrend die CSU schon bei der Bundestagswahl 2017 in Bayern auf 38,8 Prozent abst\u00fcrzte, erreichte sie diesmal nach den Zahlen von Infratest dimap im Bayerischen Rundfunk vom Sonntagabend nur 32,6 Prozent. Mit 76 bis 77 Prozent machten bei dieser Bundestagswahl anteilig \u00e4hnlich viele Menschen von ihrem Stimmrecht Gebrauch wie bei der vorangegangenen (2017: 76,2). Das geht aus Hochrechnungen von Sonntagabend hervor. Von der ersten Bundestagswahl 1949 bis in die 1980er Jahre hinein lag die Wahlbeteiligung regelm\u00e4\u00dfig bei mehr als 85 Prozent. Mit der ersten gesamtdeutschen Wahl 1990 ging die Quote deutlich zur\u00fcck. Nur 1998 erreichte sie noch einmal \u00fcber 80 Prozent. Der bisherige Tiefststand wurde im Jahr 2009 mit 70,8 Prozent verzeichnet. Die SPD liegt in neuesten Hochrechnungen weiterhin knapp vor der CDU. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) strebt den Abschluss m\u00f6glicher Koalitionsgespr\u00e4che bis Jahresende an. Sein Ehrgeiz sei, dass Angela Merkel (66, CDU) nicht noch eine Neujahrsansprache als Bundeskanzlerin halten m\u00fcsse, sagte Scholz am Sonntagabend in der &#171;Berliner Runde&#187; von ARD und ZDF. Die ganze Geschichte hier: &#187; Bis dahin soll Regierungsbildung abgeschlossen sein: Hier sind sich Scholz und Laschet (fast) einig &#187; Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat den Regierungsanspruch der Union bekr\u00e4ftigt. &#171;Wir sind nat\u00fcrlich traurig, dass wir auf Bundesebene insgesamt viele Stimmen verloren haben&#187;, sagte er am Sonntagabend. &#171;Trotzdem sind wir mit der SPD gleichauf&#187;, sagte Altmaier. Die B\u00fcrger h\u00e4tten klargemacht, dass sie keine linke Regierung in Deutschland wollten. &#171;Und das bedeutet f\u00fcr uns, dass wir in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen alles tun werden, eine Regierung zustande zu bringen, die f\u00fcr das ganze Land steht und handlungsf\u00e4hig ist. Dazu sind CDU und CSU bereit und das wird unsere Arbeit in den n\u00e4chsten Tagen bestimmen.&#187; Es werde aber &#171;ein harter und schwieriger Weg werden. Ich hoffe, dass die Regierungsbildung schnell vorankommt. Und dass wir so schnell wie m\u00f6glich eine neue starke Bundesregierung haben werden&#187;, sagte er. Nach der Bundestagswahl am heutigen Sonntag steuern die Deutschen auf spannende Wochen zu: Auch wenn ein neuer Bundestag gew\u00e4hlt wurde, bleiben die Farben der neuen Regierung noch v\u00f6llig unklar. Folgende Koalitionen k\u00f6nnten die n\u00e4chste Regierung bilden. Alles Infos unter: &#187; Diese Koalitionen sind jetzt m\u00f6glich &#187; SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz strebt den Abschluss m\u00f6glicher Koalitionsgespr\u00e4che bis Jahresende an. Sein Ehrgeiz sei, dass Angela Merkel nicht noch eine Neujahrsansprache als Bundeskanzlerin halten m\u00fcsse, sagte Scholz am Sonntagabend in der &#171;Berliner Runde&#187; von ARD und ZDF. &#171;Ich finde, ein genaues Datum zu nennen, w\u00e4re absurd, aber es muss schon so sein, dass ich, dass wir alles daf\u00fcr tun, dass wir vor Weihnachten fertig sind, ein bisschen vorher w\u00e4r auch noch gut&#187;, sagte Scholz. &#171;Und das geht auch, wenn man konstruktiv miteinander spricht.&#187; Es gehe ja auch darum, politische F\u00fchrung zu zeigen. Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet pl\u00e4dierte ebenfalls f\u00fcr eine Regierungsbildung &#171;auf jeden Fall vor Weihnachten&#187;. Er wies darauf hin, dass Deutschland im kommenden Jahr den Vorsitz im Kreis der G7-Staaten haben werde. Daher m\u00fcsse die neue Regierung &#171;sehr zeitnah ins Amt kommen&#187;. Wie Scholz hat auch Laschet erkl\u00e4rt, Kanzler werden und eine Regierung bilden zu wollen. Es zeichnet sich eine komplizierte Regierungsbildung ab. Einzig denkbares Zweierb\u00fcndnis w\u00e4re eine neue gro\u00dfe Koalition, die aber weder SPD noch Union wollen. Deshalb d\u00fcrfte es voraussichtlich zum ersten Mal seit den 50er Jahren ein Dreierb\u00fcndnis im Bund geben. FDP-Chef Christian Lindner h\u00e4lt auch nach der Bundestagswahl an seiner Pr\u00e4ferenz f\u00fcr ein Regierungsb\u00fcndnis mit Union und Gr\u00fcnen fest. &#171;Ich habe die Parteiprogramme alle gelesen, und wenn man das tut, stellt man fest, dass die gr\u00f6\u00dften inhaltlichen \u00dcbereinstimmungen zwischen den Unionsparteien und der FDP sind&#187;, sagte Lindner am Sonntagabend in der &#171;Berliner Runde&#187; von ARD und ZDF. Die SPD baut ihren Vorsprung vor der Union in einer neuen Umfrage aus. Mittlerweile trennen 1,5 Prozente die Parteien. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz rechnet mit einer schnellen Kl\u00e4rung der Koalitionsfrage nach der Bundestagswahl vom Sonntag. &#171;Das glaube ich, wird sich in kurzer Zeit kl\u00e4ren&#187;, sagte er am Sonntagabend in der &#171;Berliner Runde&#187; von ARD und ZDF. Scholz leitete aus den Zugewinnen der SPD und dem knappen \u00dcberholen der Union nach den Hochrechnungen einen Auftrag zur Regierungsbildung f\u00fcr die SPD ab. Das Votum der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sei &#171;sehr eindeutig&#187;, sagte er. Die Balken bei der SPD seien nach oben gegangen, und in den Hochrechnungen liege die SPD vorn. &#171;Das ist eine ermutigende Botschaft und &#8212; wie ich finde &#8212; auch ein sehr klarer Auftrag, jetzt daf\u00fcr zu sorgen, dass wir eine gute, pragmatische Regierung f\u00fcr Deutschland zustande kriegen, die sich mit den wichtigsten Zukunftsaufgaben besch\u00e4ftigt.&#187; FDP-Chef Christian Lindner hat mit Blick auf eine m\u00f6gliche neue Regierungskonstellation Vorab-Kl\u00e4rungen seiner Partei mit den Gr\u00fcnen angeregt. Es k\u00f6nnte ratsam sein, dass die Parteien, die gegen den Status quo der gro\u00dfen Koalition Wahlkampf gemacht h\u00e4tten, zuerst miteinander spr\u00e4chen, um all das, was danach komme, zu strukturieren, sagte Lindner am Sonntagabend in der &#171;Berliner Runde&#187; von ARD und ZDF. Gr\u00fcnen-Chefin Annalena Baerbock sagte auf eine Frage dazu, es sei mehr als sinnvoll, dass unterschiedliche Parteien in unterschiedlichen Kombinationen miteinander spr\u00e4chen. Die Logik &#171;Da ist einer, der alle anderen anruft&#187; tue dem n\u00f6tigen Aufbruch nicht gut. Lindner betonte, die FDP sei sehr eigenst\u00e4ndig in den Wahlkampf gegangen und gehe nun ebenso heraus. Als wichtige inhaltliche Punkte hob er unter anderem &#171;eine Politik der Mitte&#187;, den Wert der Freiheit und Technologieoffenheit hervor. &#171;Es geht ja nicht darum, dass man arithmetisch irgendwie eine Mehrheit zusammenkriegt, sondern ich w\u00fcnsche mir eine Regierung, wo auch jeder Partner vorkommt, wo auch jeder sichtbar ist, keine Regierung, wo allein der Kanzler mit seinen Punkten gl\u00e4nzen kann&#187;, sagte Laschet nach der Bundestagswahl am Sonntagabend in der &#171;Berliner Runde&#187; von ARD und ZDF. Es m\u00fcsse eine Koalition werden, &#171;die man gerne macht. Das war in der gro\u00dfen Koalition am Ende nicht mehr so der Fall.&#187; Laschet weiter: &#171;Also das kann ein B\u00fcndnis werden, was wirklich Deutschland voranbringt, unterschiedliche Richtungen vers\u00f6hnt, und dazu stehe ich bereit.&#187; Ex-Partei-Chefin Katja Kipping (43) gab am Abend ein exklusives Statement gegen\u00fcber TAG24 ab, das hier zu finden ist. Auch Freie-W\u00e4hler-Chef Aiwanger sprach mit uns. Was er sagte, erfahrt Ihr hier. Zuletzt sprach TAG24 mit FDP-Generalsekret\u00e4r Volker Wissing (51). Das Gespr\u00e4ch lest Ihr hier. Der kleine Vorsprung der SPD scheint sich mit jeder Hochrechnung ein wenig zu stabilisieren. Die SPD liegt bei der neuesten Hochrechnung der ARD einen Prozentpunkt vor der Union. CSU-Chef Markus S\u00f6der hat sich nach der Bundestagswahl f\u00fcr ein &#171;B\u00fcndnis der Vernunft&#187; unter F\u00fchrung von CDU-Chef Armin Laschet ausgesprochen. &#171;Wir glauben fest an die Idee eines Jamaika-B\u00fcndnisses&#187;, sagte S\u00f6der am Sonntagabend in Berlin. Das sei allerdings kein Selbstl\u00e4ufer &#8212; es brauche ein &#171;B\u00fcndnis der Vernunft&#187; in diesen schweren Zeiten, das die gro\u00dfen Probleme dieser Zeit rasch und z\u00fcgig angehen k\u00f6nne. Deshalb sei die CSU gemeinsam mit der CDU zu Gespr\u00e4chen bereit. &#171;Wir wollen gemeinsam in diese Gespr\u00e4che gehen mit dem klaren Ziel, den F\u00fchrungsauftrag f\u00fcr die Union zu definieren, dass Armin Laschet dann der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland wird&#187;, betonte der CSU-Vorsitzende. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz versteht das Ergebnis der Bundestagswahl als Auftrag zur Bildung der n\u00e4chsten Bundesregierung. &#171;Ich glaube, dass wir daraus auch den Auftrag ableiten k\u00f6nnen, dass wir sagen &#8216;Wir wollen die n\u00e4chste Regierung bilden'&#187;, sagte Scholz am Sonntagabend im ARD-Interview. &#171;Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger wollen einen Wechsel. Sie wollen, dass der n\u00e4chste Kanzler der Kanzlerkandidat der SPD ist. Das kann man aus den Umfragen, aber auch aus dem Wahlergebnis sehr deutlich sehen.&#187; Bei ein paar Parteien gingen die Balken nach oben, bei der CDU ziemlich weit nach unten. &#171;Das Votum ist eigentlich ziemlich eindeutig, und daraus leite ich auch die Kraft ab, jetzt das zu tun, was m\u00f6glich ist, um eine solche Regierungsbildung auch schnell zustandezubringen.&#187; Der Co-Vorsitzende der Gr\u00fcnen, Robert Habeck, h\u00e4lt seiner Partei alle Optionen bei m\u00f6glichen Koalitionsverhandlungen offen. Die Gr\u00fcnen h\u00e4tten &#171;gute Chancen, stark in die n\u00e4chste Regierung zu gehen&#187;, sagte Habeck am Sonntagabend im ZDF. Er betonte: &#171;Wir wollen regieren.&#187; Beim Wahlkampf habe es &#171;ganz sch\u00f6nes Gew\u00fcrge&#187; gegeben. &#171;Die n\u00e4chste Regierung muss aus der Situation was machen.&#187; Er f\u00fcgte in der ARD mit Blick auf das knappe Rennen zwischen SPD und Union am Abend hinzu: &#171;Das Ergebnis favorisiert kein klares B\u00fcndnis.&#187; Die Verhandlungen w\u00fcrden die Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und er als Vorsitzenden-Duo gemeinsam f\u00fchren. F\u00fcr die Gr\u00fcnen entschieden sich Hochrechnungen von ARD und ZDF zufolge 14,6 bis 14,7 Prozent der W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat nach der Bundestagswahl zu einem politischen Aufbruch in Deutschland aufgerufen. Dabei betonte er am Sonntag in der FDP-Parteizentrale in Berlin, dem Hans-Dietrich-Genscher-Haus, Gemeinsamkeit mit den Gr\u00fcnen, die wie die FDP zugelegt h\u00e4tten. &#171;Gr\u00fcne und FDP verbindet, dass beide einen eigenst\u00e4ndigen Wahlkampf gef\u00fchrt haben. Beide haben sich &#8212; aus unterschiedlicher Perspektive &#8212; gegen den Status quo der gro\u00dfen Koalition gewandt&#187;, sagte Lindner. &#171;Die Parteien der gro\u00dfen Koalition dagegen haben in der Summe nicht gegen\u00fcber der letzten Wahl gewonnen. Und deshalb kann es in Deutschland kein Weiter so geben. Jetzt ist die Zeit f\u00fcr einen neuen Aufbruch.&#187; Die FDP habe &#171;eines der besten Wahlergebnisse in ihrer Geschichte erzielt&#187;, sagte Lindner, der mehrfach von Applaus seiner Parteifreunde unterbrochen wurde. &#171;Von diesem Tag geht ein klares politisches Signal aus. Die politische Mitte wurde gest\u00e4rkt, die politschen R\u00e4nder wurden geschw\u00e4cht&#187;, sagte Lindner. &#171;Der Auftrag an alle Parteien mit staatspolitischer Verantwortung ist: Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger wollen eine Regierungsbildung aus der Mitte heraus.&#187; Die FDP sei bereit, ihren Beitrag zu leisten. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz am Sonntagabend in Berlin: &#171;Dass wir jetzt die ersten Hochrechnungen haben, die zeigen, die SPD kriegt viel Unterst\u00fctzung von den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, das ist ein Auftrag, daf\u00fcr zu sorgen, dass all das, was in dieser Wahl besprochen wurde und was wir vorgeschlagen haben, auch umgesetzt wird, und wir uns politisch daf\u00fcr stark machen.&#187; Gr\u00fcnen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat das mutma\u00dfliche Abschneiden ihrer Partei als das &#171;historische beste Ergebnis&#187; gelobt. Nach Hochrechnungen vom fr\u00fchen Sonntagabend k\u00f6nnen die Gr\u00fcnen mit fast 15 Prozent der Stimmen rechnen. Das bislang beste Ergebnis bei einer Bundestagswahl erreichte die \u00d6kopartei 2009 mit 10,7 Prozent. &#171;Wir sind erstmals angetreten, um als f\u00fchrende Kraft dieses Land zu gestalten&#187;, sagte Baerbock bei der Wahlparty ihrer Partei in Berlin. &#171;Wir wollten mehr&#187;, r\u00e4umte sie ein. Das habe nicht geklappt, auch aufgrund eigener Fehler &#8212; ihrer Fehler, wie sie pr\u00e4zisierte. &#171;Dieses Land braucht eine Klimaregierung&#187;, betonte Baerbock, die mit &#171;Annalena&#187;-Sprechch\u00f6ren empfangen wurde. &#171;Daf\u00fcr k\u00e4mpfen wir jetzt weiter mit euch allen.&#187; Co-Chef Robert Habeck umarmte Baerbock auf der B\u00fchne und nannte sie &#171;eine K\u00e4mpferin, ein L\u00f6wenherz&#187;. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich hocherfreut \u00fcber das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl ge\u00e4u\u00dfert. &#171;Nat\u00fcrlich freue ich mich \u00fcber das Wahlergebnis&#187;, sagte Scholz am Sonntagabend in Berlin. &#171;Das ist ein gro\u00dfer Erfolg.&#187; Viele W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler h\u00e4tten deutlich gemacht, dass sie einen &#171;Wechsel in der Regierung&#187; wollten und dass der n\u00e4chste Kanzler Olaf Scholz hei\u00dfen solle. Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (60) will trotz des schwachen Abschneidens bei der Bundestagswahl versuchen, eine unionsgef\u00fchrte Regierung zu bilden. &#171;Eine Stimme f\u00fcr die Union ist eine Stimme gegen eine linksgef\u00fchrte Bundesregierung. Und deshalb werden wir alles daran setzen, eine Bundesregierung unter F\u00fchrung der Union zu bilden&#187;, sagte Laschet am Sonntagabend in Berlin. &#171;Deutschland braucht jetzt eine Zukunftskoalition, die unser Land modernisiert.&#187; In einer solchen Koalition m\u00fcsse sich jeder Partner wiederfinden mit seinen Schwerpunkten. Zugleich sagte Laschet: &#171;Mit dem Ergebnis k\u00f6nnen wir nicht zufrieden sein.&#187; Der Ausgang sei jedoch v\u00f6llig unklar. &#171;Es wird ein langer Abend.&#187; Bei der Bundestagswahl vom Sonntag liefern sich CDU\/CSU und SPD nach den ersten Hochrechnungen das erwartete enge Rennen. Bei ARD und ZDF lagen Union und Sozialdemokraten gegen 18.45 Uhr fast gleichauf vor den Gr\u00fcnen. Gr\u00fcnen-Fraktionschef Anton Hofreiter ist mit dem Abschneiden seiner Partei in den Prognosen zur Bundestagswahl unzufrieden. Dem Bayerischen Fernsehen sagte er: &#171;Wir h\u00e4tten uns mehr erhofft.&#187; Jetzt gehe es darum, das Beste aus dem Ergebnis zu machen. Erst einmal aber freue er sich, dass das Ergebnis der Gr\u00fcnen deutlich st\u00e4rker sei als bei der vorherigen Bundestagswahl. Auf die Frage nach der favorisierten Koalition antwortete Hofreiter zur\u00fcckhaltend: Der Wahlabend werde noch spannend, erst m\u00fcsse man schauen, &#171;was insgesamt raus kommt&#187;. Der Co-Spitzenkandidat der Linken, Dietmar Bartsch, glaubt nicht, dass die &#171;Rote-Socken-Kampagne&#187; der Union der Linken geholfen hat. &#171;Nein, das ist nicht der Fall&#187;, sagte Bartsch am Sonntagabend im ARD-Wahlstudio. &#171;Wenn man uns diskreditiert als nicht regierungsf\u00e4hig (&#8230;), dann schreckt das gerade im Osten auch Menschen ab.&#187; Fr\u00fcher h\u00e4tte eine solche Kampagne der Linken vielleicht gen\u00fctzt, aber heute sei das nicht mehr der Fall. Was die Frage betreffe, ob die Linke \u00fcberhaupt in den Bundestag einziehen werde, gab sich Bartsch &#171;gelassen&#187;. CSU-Generalsekret\u00e4r Markus Blume sieht nach der Bundestagswahl einen Erfolg der Union darin, einen Linksrutsch verhindert zu haben. &#171;Viele hatten ja die Union in den letzten Tagen und Wochen schon abgeschrieben, und wir haben immer gesagt, es wird ganz eng im Finale&#187;, sagte Blume am Sonntagabend im ZDF. &#171;Und jetzt pl\u00f6tzlich ist es da, das Fotofinish.&#187; Blume sagte weiter: &#171;Und entscheidend ist, dass es jetzt in diesem Land offensichtlich &#8212; nach den Umfragen jedenfalls &#8212; keine Mehrheit f\u00fcr ein Linksb\u00fcndnis gibt. Das hei\u00dft, Linksrutsch verhindern, dieses Wahlziel, was wir klar formuliert haben, haben wir erreicht.&#187; Und auf der anderen Seite sei eine &#171;b\u00fcrgerliche&#187; Regierung m\u00f6glich. &#171;Und wir werden alle Optionen versuchen zu realisieren, dann auch eine solche b\u00fcrgerliche Regierung tats\u00e4chlich umzusetzen, wenn die Mehrheit daf\u00fcr da ist.&#187; Die Co-Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Alice Weidel, hat das Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl als &#171;sehr solides&#187; Ergebnis gewertet. Die AfD habe zweistellig abgeschnitten und sei allen Unkenrufen zum Trotz nicht aus dem Bundestag heraus gew\u00e4hlt worden, sagte Weidel am Sonntagabend in der ARD. &#171;Um uns wird man nicht mehr drumherumkommen&#187;, sagte sie. Die Linke hat sich entt\u00e4uscht \u00fcber den Ausgang der Bundestagswahl gezeigt. &#171;Das ist ein schwerer Schlag f\u00fcr uns&#187;, sagte die Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow am Sonntagabend. &#171;Wir haben durchaus schwer verloren.&#187; Die Linke liegt nach den Prognosen von ARD und ZDF bei nur 5 Prozent und muss ein Scheitern an der F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde bef\u00fcrchten. &#171;Wir haben viele Fehler gemacht&#187;, gestand Hennig-Wellsow ein. Diese seien nicht erst im Wahlkampf passiert, sondern schon in den vergangenen Jahren. Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat sich sehr zufrieden \u00fcber das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl ge\u00e4u\u00dfert. &#171;Heute Abend feiern wir zun\u00e4chst einmal, weil das erste Mal in der Geschichte unseres Landes ist, dass die FDP bei einer Bundestagswahl zwei Mal in Folge zweistellig wird&#187;, sagte Kubicki am Sonntagabend im ARD-Wahlstudio. &#171;Wir freuen uns riesig.&#187; Was Koalitionsm\u00f6glichkeiten betreffe, m\u00fcsse man jetzt erst einmal abwarten. Die FDP wolle mitregieren. &#171;Rot-Gr\u00fcn-Rot wird wahrscheinlich nicht funktionieren.&#187; SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil hat das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl als einen &#171;grandiosen Erfolg&#187; gewertet. &#171;Das ist ein Vertrauensbeweis der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger f\u00fcr Olaf Scholz&#187;, sagte Heil am Sonntagabend in der ARD. Mit Blick auf das Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Union um Platz eins sagte er, der Abend sei noch jung. CDU-Generalsekret\u00e4r Paul Ziemiak sieht die Union in einem Kopf-an-Kopf Rennen mit der SPD. &#171;Das wird ein langer Wahlabend sein, und jetzt kann man noch nicht sagen, wer am Ende die Nase vorn haben wird&#187;, sagte Ziemiak am Sonntagabend kurz nach Schlie\u00dfung der Wahllokale in der ARD. Nach den Zahlen der 18.00-Uhr-Prognosen zum Wahlausgang gebe es die M\u00f6glichkeit einer &#171;Zukunftskoalition&#187; aus Union, Gr\u00fcnen und FDP. F\u00fcr die Union bedeute das Ergebnis &#171;bittere Verluste&#187;. &#171;Daran darf man auch nichts sch\u00f6nreden.&#187; Das m\u00fcsse man aufarbeiten. SPD-Generalsekret\u00e4r Lars Klingbeil sieht den Auftrag zur Regierungsbildung bei den Sozialdemokraten. &#171;Wir wussten immer, dass es ein enges Rennen wird. Wir wussten, das wird ein knapper Wahlkampf&#187;, sagte Klingbeil am Sonntagabend im ZDF. &#171;Aber ganz klar: Die SPD hat den Regierungsauftrag. Wir wollen, dass Olaf Scholz Kanzler wird.&#187; Klingbeil sprach von einem &#171;Wahnsinnserfolg&#187; f\u00fcr die SPD, er sei \u00fcbergl\u00fccklich. In der ersten Prognosen zur Bundestagswahl meldet das ZDF 26 Prozent f\u00fcr die SPD,24 f\u00fcr die Union,14,5 f\u00fcr die Gr\u00fcnen. Die Linken kommen demnach auf 5 Prozent, FDP auf 12 und die AfD auf 10 Prozent. Die ARD verk\u00fcndet 25 Prozent jeweils f\u00fcr SPD und CDU\/CSU,15 f\u00fcr Gr\u00fcne, je 11 f\u00fcr AfD und FDP sowie 5 f\u00fcr die Linken. Auff\u00e4llig sind bei diesen beiden Erhebungen die zum Teil unterschiedlichen Werte, die Parteien erreichten. Am deutlichsten f\u00e4llt dies beim Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und CDU\/CSU auf. W\u00e4hrend die ARD selbige Ergebnisse vermeldet, liegen in der ZDF-Befragung zwei Prozentpunkte zwischen den Parteien. Die pro-europ\u00e4ische Partei Volt hat zum Wahltag im Netz noch einmal ihre Ziele verdeutlicht und erkl\u00e4rt, wie sie die Europ\u00e4ische Union reformieren m\u00f6chte. Freie-W\u00e4hler-Chef Hubert Aiwanger ist wegen der kurzzeitigen Ver\u00f6ffentlichung von Wahlprognose-Zahlen in die Kritik geraten. Mehr dazu hier: Twitter-Eklat: Freie-W\u00e4hler-Chef Aiwanger sorgt mit unzul\u00e4ssigen Prognose-Zahlen f\u00fcr Emp\u00f6rung SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich auf Twitter zur Stimmzettel-Abgabe von CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet ge\u00e4u\u00dfert. \u00c4ltere W\u00e4hler entscheiden in Deutschland ma\u00dfgeblich \u00fcber die Zukunft der J\u00fcngeren mit. Folgender Screenshot ging in mehreren sozialen Netzwerken viral. Schlechte Vorbereitung? Vor einem Wahllokal sammeln sich immer mehr Menschen, da laut einem Twitter-User die Wahlzettel ausgegangen sind. Bei der Bundestagswahl haben am Sonntag bis 14 Uhr 36,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen im Wahllokal abgegeben. Laut Bundeswahlleiter ist dieser Zwischenstand zur Wahlbeteiligung auf Grundlage der Wahlbeteiligung in ausgew\u00e4hlten Wahllokalen f\u00fcr ganz Deutschland ermittelt worden. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die Beteiligung in den Wahllokalen zum gleichen Zeitpunkt bei 41,1 Prozent gelegen &#8212; wegen des erwarteten Anstiegs der Briefwahl ist der Vergleich aber im Hinblick auf die Entwicklung der Gesamt-Wahlbeteiligung nicht aussagekr\u00e4ftig. Die abgegebenen Stimmen der Briefw\u00e4hlerinnen und Briefw\u00e4hler sind in den Werten nicht ber\u00fccksichtigt. &#171;Die aktuell ermittelte Wahlbeteiligung liegt erwartungsgem\u00e4\u00df unter dem Wert von 2017, da wir von einem deutlich erh\u00f6hten Anteil von Briefw\u00e4hlerinnen und Briefw\u00e4hlern ausgehen, deren Wahlbeteiligung zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt im Rahmen der Ermittlung des endg\u00fcltigen Wahlergebnisses festgestellt wird&#187;, erkl\u00e4rte Bundeswahlleiter Georg Thiel. Auch der Twitter-Account der satirischen &#171;heute-show&#187; ruht am Wahlsonntag nicht. Der Historiker Dr. Meron Mendel hat das Thema Doppelte Staatsb\u00fcrgerschaft in den Mittelpunkt ger\u00fcckt. &#171;Es gibt noch mehr als 8 Millionen Menschen ohne deutschen Pass, die heute nicht w\u00e4hlen d\u00fcrfen&#187;, schrieb er und forderte mehr demokratische Partizipation. Wenige Stunden vor der Schlie\u00dfung der Wahllokale hat die AfD noch einmal dazu aufgerufen, w\u00e4hlen zu gehen. Auf Twitter teilte die Stadt Leipzig mit, dass bereits mehr als 60 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben h\u00e4tten. Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe waren in Wuppertal Bewohner eines Wohnviertels aufgerufen, zwischenzeitlich nicht zum Wahllokal zu gehen. Am Sonntagmittag vermeldete die Stadt dann die Entsch\u00e4rfung der Bombe. &#171;Die Wahllokale sind ge\u00f6ffnet und uneingeschr\u00e4nkt erreichbar&#187;, hei\u00dft es in einer Mitteilung. Eine Stadtsprecherin betonte, dass die zwischenzeitliche Beeintr\u00e4chtigung keine Auswirkung auf die Bundestagswahl insgesamt in Wuppertal haben werde, schlie\u00dflich sei nach der Entsch\u00e4rfung noch genug Zeit zum W\u00e4hlen. &#171;Es gibt keine zeitliche Bedr\u00e4ngnis.&#187; Im Radius von 500 Metern um die Bombe gibt es laut Angaben der Stadt f\u00fcnf Wahllokale. Diese waren zwar besetzt, sollten wegen der Entsch\u00e4rfungsarbeiten am Sonntagvormittag aber nicht besucht werden. Auf Twitter teilte die Pressestelle des Bundeswahlleiters mit: &#171;Kommt es zu einer Fehlfaltung, teilt der Wahlvorstand einen neuen Stimmzettel aus. Gelangt der Stimmzettel dennoch in die Wahlurne, kann er nicht mehr aussortiert werden und ist g\u00fcltig&#187;. Annalena Baerbock hat sich entsetzt gezeigt \u00fcber den Angriff auf den Wahlkampfstand ihrer Partei in Plauen vom Samstag. Das sei &#171;schockierend&#187;, twitterte sie noch am Abend. &#171;Umso mehr gilt: wir m\u00fcssen jeden Tag f\u00fcr unsere liberale Demokratie einstehen. Und ich danke all jenen, die das Tag f\u00fcr Tag tun.&#187; Ein Mann war nach Polizeiangaben auf den Stand zugegangen, hatte die Kreisvorsitzende der Partei mit einem Ei beworfen und versucht, einen Politiker zu treten. Der 50-J\u00e4hrige wurde vorl\u00e4ufig in Gewahrsam genommen, um weitere Straftaten zu verhindern. Der Mann ist inzwischen wieder auf freiem Fu\u00df, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Gegen ihn ermittelt der Staatsschutz. Gr\u00fcnen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) hofft bei der Bundestagswahl auf ein besseres Ergebnis f\u00fcr ihre Partei als in den Meinungsumfragen. &#171;Es wird auf jede Stimme ankommen bei dieser Wahl, das haben wir ja in den letzten Wochen gesehen, wie Spitz auf Knopf es gehen wird&#187;, sagte die Gr\u00fcnen-Vorsitzende am Sonntag bei der Stimmabgabe in ihrem Wahllokal in Potsdam. &#171;Wir erhoffen uns nat\u00fcrlich noch ein paar Stimmen mehr mit Blick auf die Umfrageergebnisse, damit wir einen echten Aufbruch in diesem Land schaffen k\u00f6nnen.&#187; Bei den Wahlen in Berlin ist es am Sonntag vor zahlreichen Wahllokalen in der ganzen Stadt zu langen Warteschlangen gekommen. Wahlberechtigte mussten mitunter l\u00e4nger als eine Stunde bis zum Kreuz in der Wahlkabine anstehen. F\u00fcr die rechtzeitige Stimmabgabe bedeutet das nach Angaben aus der Gesch\u00e4ftsstelle der Landeswahlleiterin: Wer bis 18 Uhr in der Schlange steht, darf noch w\u00e4hlen. Als Gr\u00fcnde f\u00fcr die Wartezeiten wurden mehrere Faktoren angegeben. Zum einen standen vier Entscheidungen mit entsprechend vielen und teils langen Wahlzetteln an. Hinzu kommen die coronabedingt notwendigen Hygienema\u00dfnahmen, die auch schon bei anderen Wahlen zu Verz\u00f6gerungen im Vergleich zum sonst gewohnten Ablauf gef\u00fchrt haben. In Berlin sind zudem zahlreiche Wahlhelfer abgesprungen. Sie sollten durch Nachr\u00fccker ersetzt werden. Erste Zwischenst\u00e4nde aus verschiedenen Bundesl\u00e4ndern deuten teilweise auf eine etwas h\u00f6here Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl hin als vor vier Jahren. Zahlen zur bundesweiten Wahlbeteiligung gab es bis zum fr\u00fchen Nachmittag zwar noch nicht. In mehreren Gro\u00dfst\u00e4dten und L\u00e4ndern lag die Beteiligung bis zum sp\u00e4ten Vormittag oder Mittag jedoch h\u00f6her als bei der Bundestagswahl vor vier Jahren, wobei dabei auch der Anstieg bei der Briefwahl eine Rolle spielte. Die Spitzenkandidatin der Gr\u00fcnen, Annalena Baerbock (40), w\u00e4hlte am Sonntagnachmittag in Potsdam. Mehr als die H\u00e4lfte der Deutschen rechnet einer Umfrage zufolge damit, dass sie Angela Merkel (67, CDU) als Kanzlerin nicht vermissen werden. Entsprechend \u00e4u\u00dferten sich 52 Prozent in der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der &#171;Augsburger Allgemeinen&#187;. Auf die Frage &#171;Werden Sie Angela Merkel nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin vermissen?&#187; antworteten sie mit &#171;Nein, auf keinen Fall&#187; oder &#171;Eher nein&#187;.38 Prozent \u00e4u\u00dferten dagegen die Erwartung, dass ihnen die CDU-Politikerin als Kanzlerin fehlen wird. Zehn Prozent \u00e4u\u00dferten sich unentschieden. Dem Bericht zufolge ist der Anteil derer, die Merkel nach eigener Angabe vermissen werden, unter Unionsanh\u00e4ngern mit 63 Prozent am gr\u00f6\u00dften. Bei den befragten AfD-W\u00e4hlern lag dieser Wert dagegen bei nur zwei Prozent. Merkel kandidiert nach 16 Jahren im Kanzleramt nicht erneut und wird sich aus der Politik zur\u00fcckziehen. Wegen vertauschter Wahlzettel ist es am Sonntag in einigen Berliner Wahllokalen zu Verz\u00f6gerungen und ung\u00fcltigen Stimmabgaben gekommen. Betroffen waren Stimmzettel aus den Bezirken Friedrichshain\/Kreuzberg und Charlottenburg\/Wilmersdorf. In den Wahllokalen 404,407 und 408 in der Spartacus Grundschule in Friedrichshain lagen nach Angaben aus dem Wahllokal f\u00fcr die Abgeordnetenhauswahl nur Stimmzettel aus Charlottenburg\/Wilmersdorf vor. Bis die richtigen Stimmzettel nachgeliefert wurden, mussten die Wahllokale zeitweise geschlossen werden. Auch anschlie\u00dfend ging es nur mit Verz\u00f6gerungen weiter. Zudem mussten einige Stimmabgaben auf falschen Stimmzetteln f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt werden. Bei der Gesch\u00e4ftsstelle der Landeswahlleiterin war zun\u00e4chst niemand f\u00fcr weitere Informationen zu erreichen. Zahlen zur bundesweiten Wahlbeteiligung gab es noch nicht. In mehreren Gro\u00dfst\u00e4dten lag die Beteiligung bis zum sp\u00e4ten Vormittag h\u00f6her als bei der Bundestagswahl 2017, wobei dabei auch der Anstieg bei der Briefwahl eine Rolle spielte. In Hamburg hatten bis 11 Uhr nach Angaben der Beh\u00f6rden bereits 50,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Kreuze gemacht. In der nordrhein-westf\u00e4lischen Millionenstadt K\u00f6ln waren es bis 11 Uhr 19,37 Prozent. In der bayerischen Landeshauptstadt M\u00fcnchen hatten bis 11 Uhr schon knapp 60 Prozent der W\u00e4hler gew\u00e4hlt &#8212; einschlie\u00dflich Briefwahl. In Niedersachsen gaben bereits circa 14,3 Prozent der Wahlberechtigten in den ersten zwei Stunden nach \u00d6ffnung der Wahllokale ihre Stimme ab. &#171;Das sind deutlich mehr als zu diesem Zeitpunkt im Jahr 2017&#187;, sagte eine Sprecherin der Landeswahlleiterin in Hannover. Der Bundeswahlleiter wird am Nachmittag einen Zwischenstand zur Wahlbeteiligung bekanntgeben. Es wird damit gerechnet, dass diesmal so viele Menschen wie nie zuvor per Briefwahl w\u00e4hlen. Bei der Abgabe seines Wahlzettels hat CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet (60) das Papier so gefaltet, dass f\u00fcr jeden gut sichtbar ist, dass er seine Kreuze bei der CDU gegeben hat. Ordnungsgem\u00e4\u00df ist das nicht! Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: &#171;Grobe Fehler bei Armin Laschets Urnengang: Ist die Stimme des CDU-Kandidaten nun ung\u00fcltig?&#187;. Manuel Sarrazin (39), Bundestagsabgeordneter Die Gr\u00fcnen, machte seine Ank\u00fcndigung wahr und schwamm am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr ins Wahllokal in die Schule Cranz in Hamburg. In Badeanzug und Schwimmhemd, sowie Wasserschuhen gab er am fr\u00fchen Morgen gegen 9 Uhr seine Stimme in der Aula der Schule ab. Die feuchte Aktion hatte einen ernsten Hintergrund. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: &#171;Irre Aktion! Gr\u00fcnen-Politiker schwimmt zum Wahllokal&#187;. Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (60) hat am Sonntag an seinem Wohnort in Aachen gew\u00e4hlt. Der nordrhein-westf\u00e4lische Ministerpr\u00e4sident gab am Vormittag kurz nach 11 Uhr seine Stimme f\u00fcr die Bundestagswahl ab. Laschet kam mit seiner Ehefrau Susanne zu dem Wahllokal in einer st\u00e4dtischen katholischen Grundschule. Zahlreiche Medienvertreter verfolgten Laschets Gang zur Wahlurne im Wahllokal 4101 im Stadtteil Burtscheid. Der Unions-Kandidat sagte, die Bundestagswahl entscheide \u00fcber die Richtung Deutschlands in den n\u00e4chsten Jahren. &#171;Und deshalb kommt es auf jede Stimme an&#187;, sagte er vor dem Wahllokal. Er hoffe, dass alle ihr Wahlrecht nutzen, &#171;damit Demokraten am Ende eine neue Regierung bilden k\u00f6nnen&#187;. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier (65) hat sich bei den rund 650.000 ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern der Bundestagswahl und anderer Entscheidungen in einigen L\u00e4ndern bedankt. &#171;Wer w\u00e4hlt, lebt die Demokratie&#187;, sagte Steinmeier am Sonntag bei der Stimmabgabe in der Berliner Erich-K\u00e4stner-Grundschule im Stadtteil Dahlem. Er f\u00fcgte hinzu: &#171;Wer sie organisieren hilft, leistet einen Dienst an der Gemeinschaft.&#187; Die Wahlen seien &#171;viel Arbeit f\u00fcr diejenigen, die haupt- oder ehrenamtlich helfen, diese Wahl zu organisieren&#187;. Viele gingen der ehrenamtlichen Arbeit immer wieder nach und machten damit f\u00fcr sich &#171;diesen Sonntag zu einem Arbeitstag&#187;. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) hat noch einmal an die B\u00fcrger appelliert, f\u00fcr ein starkes Ergebnis der SPD zur Wahl zu gehen. &#171;Damit die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mir den Auftrag geben, der n\u00e4chste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden&#187;, betonte er am Sonntag in Potsdam nach der Stimmabgabe mit seiner Frau Britta Ernst, der Brandenburger Bildungsministerin. Er hoffe, dass die Menschen ihre Stimme abgeben und damit m\u00f6glich machen, &#171;was sich abgezeichnet hat, dass es ein sehr starkes Ergebnis gibt&#187;, sagte Scholz. Nur mit Hilfe der Feuerwehr konnten W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler zweier Berliner Wahllokale am Sonntagmorgen zu Wahlkabinen und Abstimmung gelangen. Wegen Problemen mit der elektronischen Schlie\u00dfanlage kam das Wahlteam nicht rechtzeitig wie geplant in das Geb\u00e4ude der Mensa Nord des Studierendenwerkes mit den Wahllokalen 102 und 106 im Bezirk Mitte. &#171;Wir mussten die Feuerwehr rufen, die mit dem Notschl\u00fcssel das Geb\u00e4ude \u00f6ffnen konnte&#187;, sagte Wahlvorsteher Alexander Radebach der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. In der Folge konnten die Wahllokale erst mit Versp\u00e4tung \u00f6ffnen. Auch dadurch habe sich eine Schlange von W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern gebildet. Sie mussten etwas warten, bevor alles wieder regul\u00e4r lief. Ihm sei kein Fall bekannt von jemandem, der deswegen nicht w\u00e4hlen konnte. &#171;L\u00f6sungen gibt es&#187;, sagte Radebach. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier (65) w\u00e4hlte f\u00fcr die Bundestagswahl in der Erich-K\u00e4stner-Grundschule in Berlin. CSU-Chef Markus S\u00f6der (54) hat am Sonntag an der Seite seiner Ehefrau Karin Baum\u00fcller\u2013S\u00f6der seine Stimme f\u00fcr die Bundestagswahl abgegeben. Er sei angesichts des Wahlausgangs nicht nerv\u00f6s, aber etwas angespannt, sagte der bayerische Ministerpr\u00e4sident im Wahllokal im N\u00fcrnberger Stadtteil M\u00f6geldorf. &#171;Es gibt sch\u00f6nere Tage&#187;, f\u00fcgte er hinzu. &#171;Es gibt keinen schwierigeren Tag als den Wahltag, weil man wartet und wartet und wartet und hofft, irgendein gutes Signal zu bekommen&#187;, betonte er. &#171;Ich hoffe, dass Armin Laschet den Regierungsauftrag bekommt&#187;, sagte S\u00f6der. Aber es werde sicher knapp und daher spannend. Soeben hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) in Potsdam seine Stimme zur Bundestagswahl abgegeben. Olaf Scholz und seine Frau Britta Ernst w\u00e4hlten in der Max-Dortu-Schule. &#171;Heute. W\u00e4hlen gehen!&#187;, dazu ruft Euch auch der FC St. Pauli auf. Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in Wuppertal sind Bewohner eines Wohnviertels aufgerufen worden, vorerst nicht zur Wahl zu gehen. Im Radius von 500 Metern um die Bombe gebe es f\u00fcnf Wahllokale, sagte eine Sprecherin der Stadt Wuppertal am Sonntagmorgen. Die Wahlberechtigten seien angehalten, in ihren Wohnungen zu bleiben und sich nicht auf den Weg zu machen. F\u00fcr den sp\u00e4ten Vormittag war die Entsch\u00e4rfung des Blindg\u00e4ngers geplant. Ist diese erfolgt, ist der Gang zum Wahllokal wieder freigegeben. Jeder, der w\u00e4hlen wolle, k\u00f6nne dies in den Wahllokalen noch bis 18 Uhr tun, sagte die Stadtsprecherin. &#171;Es gibt keine zeitliche Bedr\u00e4ngnis.&#187; Geschlossen seien die Wahllokale allerdings nicht &#8212; wer trotz des Appells zum Drinnenbleiben ins Wahllokal ging, konnte seine Stimme abgeben &#8212; die Wahlvorst\u00e4nde waren vor Ort. Am Samstagabend war die Bombe unweit der Wupper gefunden worden, in der Nacht zum Sonntag wurden die umliegenden H\u00e4user in einem 250-Meter-Radius evakuiert. Nicht vergessen: Wahlbenachrichtigung, Mund-Nase-Schutz und ein amtliches Dokument das nachweist, dass Ihr seid. Auch ein eigener Kugelschreiber kann bei Bedarf mitgebracht werden. Kein Liebesbekenntnis von Autor und Moderator Micky Beisenherz (44) f\u00fcr CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60). Der n\u00e4chste Bundestag, der an diesem Sonntag gew\u00e4hlt wird, k\u00f6nnte nach Berechnungen des Wahlforschers Robert Vehrkamp mehr als 900 Abgeordnete gro\u00df werden. Auf der Basis des letzten ZDF-&#171;Politbarometers&#187; vor der Wahl vom Donnerstag berechnete der Wissenschaftler von der Bertelsmann Stiftung eine Bandbreite von 672 bis 912 Mandaten. In einem mittleren Szenario kommt er auf 810 Abgeordnete. Derzeit z\u00e4hlt der Bundestag 709 Abgeordnete und ist damit schon so gro\u00df wie nie zuvor. Die Normgr\u00f6\u00dfe des Bundestags liegt bei 598 Abgeordneten &#8212; 299 per Erststimme in den Wahlkreisen direkt gew\u00e4hlte Parlamentarier und 299 \u00fcber die Landeslisten einziehende Abgeordnete. Durch \u00dcberhang- und Ausgleichsmandate steigt diese Zahl jedoch. Auch der Komiker und Fernsehmoderator Lutz van der Horst (46) twittert einen Aufruf, w\u00e4hlen zu gehen. Der Satiriker Jan B\u00f6hmermann (40) ruft auf Twitter auf: &#171;GEHT W\u00c4HLEN!&#187; Regierungssprecher Steffen Seibert (61) hat auf Twitter alle Wahlberechtigten aufgerufen: &#171;Nutzen Sie Ihr Wahlrecht&#187;. P\u00fcnktlich um 8 Uhr haben bundesweit rund 60.000 Wahllokale ge\u00f6ffnet. In Deutschland gibt es 60,4 Millionen Wahlberechtigte. Bis 18 Uhr k\u00f6nnen sie ihre Stimmen abgeben. Etwa 2,8 Millionen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger nehmen erstmals an einer Bundestagswahl teil. Insgesamt stellen sich 47 Parteien zur Wahl. Es wird damit gerechnet, dass mindestens 40 Prozent ihre Stimme per Briefwahl abgeben werden.2017 machten bereits 28,6 Prozent der Wahlberechtigten von der Briefwahl Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag vor vier Jahren bei 76,2 Prozent. F\u00fcr das Amt des Kanzlers oder der Kanzlerin stehen Annalena Baerbock (40, Gr\u00fcne), Olaf Scholz (63, SPD) und Armin Laschet (60, CDU) bereit. Doch bislang konnten weder die Parteien noch ihre Spitzenkandidaten die Menschen hierzulande \u00fcberzeugen: Viele W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler sind bei dieser Bundestagswahl besonders unentschlossen. Laut einer Allensbach-Umfrage lag die SPD zuletzt hauchd\u00fcnn vor der CDU, ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Parteien deutet sich an. Demnach k\u00e4men die Sozialdemokraten auf 26 Prozent, CDU\/ CSU blieben unver\u00e4ndert auf 25 Prozent (Stand: 24. September). Die Gr\u00fcnen legen auf 16 Prozent zu, die FDP liegt bei 10,5 Prozent. Die AfD fiel auf zehn Prozent. Bangen muss die Linke: Sie k\u00e4me auf f\u00fcnf Prozent. In Berlin wird au\u00dferdem ein neues Abgeordnetenhaus gew\u00e4hlt. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen die Berliner an den Wahlurnen entscheiden, ob \u00fcber den Volksentscheid zur Enteignung gro\u00dfer Immobilienkonzerne abgestimmt wird. Mecklenburg-Vorpommern w\u00e4hlt dar\u00fcberhinaus einen neuen Landtag. Und in Niedersachsen finden mehrere kommunale Stichwahlen statt.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland wurde am 26. September ein neuer Bundestag gew\u00e4hlt. Die SPD gewinnt knapp vor der CDU! 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