<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2023289,"date":"2021-10-31T18:19:00","date_gmt":"2021-10-31T16:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2023289"},"modified":"2021-10-31T18:09:36","modified_gmt":"2021-10-31T16:09:36","slug":"g20-erzielen-keinen-fortschritt-beim-klima-klimaschutzer-fassungslos","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/10\/g20-erzielen-keinen-fortschritt-beim-klima-klimaschutzer-fassungslos\/","title":{"rendered":"G20 erzielen keinen Fortschritt beim Klima &#8212; Klimasch\u00fctzer fassungslos"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Vor dem Weltklimatreffen in Glasgow brachte der G20-Gipfel in Rom keinen Fortschritt. Die gro\u00dfen Wirtschaftsm\u00e4chte zeigen weiter mit dem Finger jeweils auf den anderen &#8212; w\u00e4hrend der Planet verbrennt.<\/b><br \/>\nRom\/Glasgow. Mehr \u201ehei\u00dfe Luft\u201c als das erhoffte \u201estarke Signal\u201c: Der G20-Gipfel in Rom war eine \u201eriesige Entt\u00e4uschung\u201c f\u00fcr das Weltklimatreffen COP26 in Glasgow, wie Kritiker fanden. Die Staats- und Regierungschefs der gro\u00dfen Wirtschaftsm\u00e4chte (G20) konnten sich nicht auf ehrgeizige Klimaziele einigen, obwohl sie f\u00fcr 80 Prozent der Emissionen verantwortlich sind. Im Abschlusskommuniqu\u00e9 fehlten neue Zusagen, konkrete Pl\u00e4ne oder verbindliche Zielvorgaben. Was urspr\u00fcnglich rein sollte, wurde im Zuge der Verhandlungen wieder gestrichen. Von Version zu Version wurde das Papier verw\u00e4ssert. Statt zu handeln wurde wieder nur verhandelt. Wurde anfangs noch ehrlich die \u201eKluft\u201c zwischen den bisher zugesagten Bem\u00fchungen und dem n\u00f6tigen Weg festgestellt, um die Welt vor der gef\u00e4hrlichen Erhitzung zu retten, wurde am Ende selbst dieses Eingest\u00e4ndnis noch gestrichen. Es ist nichts weniger als eine Schicksalsfrage der Menschheit, die in Rom unbeantwortet blieb &#8212; und um die es von Sonntag an auf dem zweiw\u00f6chigen Mammut-Treffen mit Tausenden Teilnehmern aus rund 200 Staaten in Schottland gehen wird. Ein klarer Fehlstart, wieder eine verpasste Chance, w\u00e4hrend die Weltgemeinschaft sechs Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen immer weiter vom rechten Weg abkommt: Nach den vorliegenden nationalen Aktionspl\u00e4nen werden die Emissionen bis 2030 um 16 Prozent ansteigen &#8212; obwohl ein R\u00fcckgang um 45 Prozent n\u00f6tig w\u00e4re, um die gef\u00e4hrliche Erw\u00e4rmung wie in Paris vereinbart auf 1,5 Grad zu begrenzen. Mit fatalen Folgen wie D\u00fcrren, Hochwasser, Eisschmelze oder St\u00fcrmen. Klimasch\u00fctzer reagierten \u201efassungslos\u201c: \u201eWir steuern auf eine Erw\u00e4rmung um 2,7 Grad und auf eine katastrophale Entwicklung der Klimakrise zu\u201c, sagte J\u00f6rn Kalinski von der Entwicklungsorganisation Oxfam. \u201eDie hier an den Tag gelegte Unentschlossenheit und Uneinigkeit droht unseren Planeten zu verbrennen.\u201c Unter den G20-Staaten kommt es ganz besonders auf China an, den mit Abstand gr\u00f6\u00dften Produzenten von Treibhausgasen. Der weltgr\u00f6\u00dfte Kohleverbraucher entt\u00e4uschte kurz vor dem Gipfel mit seinem Aktionsplan. Obwohl es l\u00e4ngst \u201eF\u00fcnf nach Zw\u00f6lf\u201c ist, wie Experten warnen, will das bev\u00f6lkerungsreichste Land bis 2030 seine Emissionen noch weiter steigen lassen. Kohlendioxidneutralit\u00e4t will China erst 2060 erreichen &#8212; \u00e4hnlich wie Russland und Saudi-Arabien. Andere L\u00e4nder streben das 2050 an, was auch schon als \u201ezu sp\u00e4t\u201c gilt. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping forderte auf dem G20-Gipfel wieder nur, dass doch die reichen Staaten \u201evorangehen\u201c sollten. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank f\u00fcr Ihr Interesse an unserem Newsletter. In K\u00fcrze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. \u201eDie gesammelten Emissionen der USA pro Kopf sind acht mal h\u00f6her als die Chinas\u201c, hie\u00df es von Regierungsseite in Peking. Der Mangel an Ehrgeiz wirft dunkle Schatten auf die Klimakonferenz. Auch Indien, der viertgr\u00f6\u00dfte CO2-Produzent nach China, den USA und der EU, bremst. Obwohl \u201eNetto-Null\u201c, wonach nur so viele Emissionen erlaubt sind wie gebunden werden, weltweit in der Politik angekommen ist, will Neu Delhi nichts von dem Konzept wissen. Es verweist wie Peking auf die Verantwortung der reichen Industriel\u00e4nder. Auch Russlands Au\u00dfenminister Sergej Lawrow verteidigte beim G20-Gipfel das Ziel einer Kohlendioxid-Neutralit\u00e4t erst bis zum Jahr 2060. \u201eWir haben angek\u00fcndigt, dass wir die CO2-Neutralit\u00e4t nicht sp\u00e4ter als 2060 erreichen werden\u201c, sagte Lawrow am Sonntag in Rom bei einer Pressekonferenz. \u201eDas ist unsere berechnete Verpflichtung und daran halten wir uns.\u201c Zuvor war bekannt geworden, dass die gro\u00dfen Wirtschaftsm\u00e4chte sich zum Abschluss ihres Gipfels nicht auf eine ehrgeizige Erkl\u00e4rung zum Klimaschutz verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend anfangs konkret das Jahr 2050 f\u00fcr \u201eNetto-Null-Emissionen von Treibhausgasen oder Kohlendioxidneutralit\u00e4t\u201c festgeschrieben werden sollte, ist im ausgehandelten Text f\u00fcr das Kommuniqu\u00e9 als Ziel nur noch allgemein von \u201ebis oder um die Mitte des Jahrhunderts\u201c die Rede. \u201eNiemand hat uns oder irgendjemandem sonst bewiesen, dass 2050 irgendetwas ist, dass jeder unterschreiben muss\u201c, sagte Lawrow. Russland wolle nicht mit \u201eleeren Ambitionen und leere Versprechungen\u201c arbeiten. Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin war angesichts der dramatischen Corona-Lage in Russland nicht pers\u00f6nlich nach Rom gereist, sondern nur per Video zugeschaltet gewesen. \u201eEin Hauptproblem in der internationalen Klimapolitik besteht darin, dass die Industriel\u00e4nder nicht bereit sind, anhand ihrer historischen Verantwortung f\u00fcr das Verursachen der Krise und ihrer Wirtschaftskraft fair zum global n\u00f6tigen Klimaschutz beizutragen\u201c, sagt der Klimaexperte Jan Kowalzig von Oxfam. Ginge es wirklich gerecht zu, m\u00fcssten die Industriel\u00e4nder schon deutlich vor 2050 klimaneutral werden und danach sogar eine negative Klimabilanz entwickeln \u2013 dann erg\u00e4be sich auch mehr Flexibilit\u00e4t bei den \u00fcbrigen L\u00e4ndern. \u201eGinge es wirklich gerecht zu, m\u00fcssten die Industriel\u00e4nder schon deutlich vor 2050 klimaneutral werden und danach sogar eine negative Klimabilanz entwickeln \u2013 dann erg\u00e4be sich auch mehr Flexibilit\u00e4t bei den \u00fcbrigen L\u00e4ndern.\u201c Dazu seien die reichen L\u00e4nder aber \u201eschlicht nicht bereit\u201c. Die Fronten innerhalb der G20 waren aber schon vor dem Gipfel verh\u00e4rtet, wie informierte Kreise berichteten. Auf der einen Seite die G7-Staaten mit den engagierteren Europ\u00e4ern, aber einem geschw\u00e4chten US-Pr\u00e4sidenten Joe Biden, der nicht wei\u00df, ob er seine Klimapl\u00e4ne durch den Kongress bringt. Auf der anderen, eher passiven Seite der Rest der G20 &#8212; allen voran die Bremser China und Indien, aber auch Brasilien, Australien, Russland, Argentinien und Saudi-Arabien. Es gebe heute eine Diskussion, \u201edie wir nicht mehr haben sollten\u201c, findet Friederike R\u00f6der von Global Citizen. \u201eJetzt sind wir an einem Punkt angekommen, wo wir beim Klima nicht mehr rumverhandeln k\u00f6nnen\u201c, sagt R\u00f6der. In Rom seien nur \u201ehalbe Ma\u00dfnahmen statt konkreter Taten\u201c zu sehen gewesen. \u201eWenn es auf dem G20-Gipfel schon keine Einigung gibt, dann frage ich mich, wie Glasgow ein Erfolg werden kann.\u201c Im Kampf gegen den Klimawandel habe die G20-Gruppe notwendige Ma\u00dfnahmen aufgeschoben, sagte Klimaexperte Ekkehard Forberg. \u201eDas ist ein klarer Fehlstart f\u00fcr die Klimakonferenz in Glasgow.\u201c Auch die Umweltorganisation Greenpeace \u00fcbte scharfe Kritik: \u201eDas Kommuniqu\u00e9 ist schwach, ohne Ehrgeiz und Vision.\u201c Einige der G20-Spitzenpolitiker reisen aus Italien gleich weiter nach Schottland. Am Montag reden auf der COP26, wie die Klimakonferenz im UN-Jargon schlicht hei\u00dft, US-Pr\u00e4sident Joe Biden, der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron und auch die scheidende Kanzlerin Angela Merkel, die seit Jahren auf keinem der gro\u00dfen UN-Klimagipfeln war. Im Kampf gegen die Erderw\u00e4rmung liege die Menschheit \u201e1:5 zur\u00fcck\u201c, bem\u00fchte der Gastgeber, der britische Premier Boris Johnson, den Fu\u00dfball-Vergleich. Zugleich d\u00e4mpfte er die Erwartungen an die Konferenz in seinem Land: Man werde den Klimawandel nicht so bald beenden: \u201eUnd wir werden ihn sicherlich nicht bei der COP26 stoppen.\u201c Hoffnung weckte aber zuletzt eine Initiative der EU und der USA, um den Aussto\u00df des besonders klimasch\u00e4dlichen Methans zu reduzieren. Dutzende Staaten haben sich angeschlossen und zum gemeinsamen Ziel bekannt, Methanemissionen bis 2030 um mindestens 30 Prozent gegen\u00fcber 2020 zu senken. Offiziell soll der Pakt in Glasgow unterschrieben werden. Wenn er erfolgreich umgesetzt wird, k\u00f6nnte die Erderw\u00e4rmung bis 2050 der EU-Kommission zufolge um rund 0,2 Grad reduziert werden. RND\/dpa<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor dem Weltklimatreffen in Glasgow brachte der G20-Gipfel in Rom keinen Fortschritt. Die gro\u00dfen Wirtschaftsm\u00e4chte zeigen weiter mit dem Finger jeweils auf den anderen &#8212; w\u00e4hrend der Planet verbrennt. Rom\/Glasgow. Mehr \u201ehei\u00dfe Luft\u201c als das erhoffte \u201estarke Signal\u201c: Der G20-Gipfel in Rom war eine \u201eriesige Entt\u00e4uschung\u201c f\u00fcr das Weltklimatreffen COP26 in Glasgow, wie Kritiker fanden. 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