<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2023442,"date":"2021-10-31T23:59:00","date_gmt":"2021-10-31T21:59:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2023442"},"modified":"2021-11-01T00:09:48","modified_gmt":"2021-10-31T22:09:48","slug":"ernuchterung-nach-dem-g20-gipfel-ich-fand-das-selbst-enttauschend","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/10\/ernuchterung-nach-dem-g20-gipfel-ich-fand-das-selbst-enttauschend\/","title":{"rendered":"Ern\u00fcchterung nach dem G20-Gipfel: \u201eIch fand das selbst entt\u00e4uschend\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Kann die Erderhitzung stark genug gebremst werden, um den Planeten zu retten? Darauf muss der Weltklimagipfel in zwei Wochen eine Antwort geben. Der Start ist holprig. Schuld daran sind die gro\u00dfen Wirtschaftsm\u00e4chte, die 80 Prozent der Emissionen produzieren.<\/b><br \/>\nRom. Zu Beginn der Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow haben die Hoffnungen auf wirksame Schritte gegen die gef\u00e4hrliche Erderhitzung einen herben D\u00e4mpfer erhalten. Die f\u00fchrenden Wirtschaftsm\u00e4chte konnten sich am Sonntag bei ihrem G20-Gipfel im italienischen Rom nicht auf ehrgeizige gemeinsame Klimaziele einigen. Die Abschlusserkl\u00e4rung enth\u00e4lt weder f\u00fcr die wichtige Kohlendioxidneutralit\u00e4t noch f\u00fcr den Ausstieg aus der Kohleverstromung ein konkretes Zieldatum. Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel wertete die Beschl\u00fcsse nach ihrem wohl letzten G20-Gipfel trotzdem als \u201egutes Signal\u201c f\u00fcr Glasgow. Auch der G20-Vorsitzende, Italiens Ministerpr\u00e4sident Mario Draghi, sprach von einem Erfolg. Klimasch\u00fctzer zeigten sich dagegen entt\u00e4uscht von der Unentschlossenheit der G20-Staaten, die 80 Prozent der klimasch\u00e4dlichen Treibhausgase produzieren. Es gibt einen Grund f\u00fcr die Leute entt\u00e4uscht zu sein. Ich fand das selbst entt\u00e4uschend. US-Pr\u00e4sident Joe Biden zeigte Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Entt\u00e4uschung und gab vor allem China und Russland die Schuld daf\u00fcr. Die beiden L\u00e4nder h\u00e4tten keinerlei Bereitschaft zu irgendwelchen Verpflichtungen in Sachen Klimaschutz gezeigt, sagte er. \u201eEs gibt einen Grund f\u00fcr die Leute entt\u00e4uscht zu sein. Ich fand das selbst entt\u00e4uschend.\u201c Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin und der chinesische Pr\u00e4sident Xi Jinping waren nicht zu dem Gipfel nach Rom gereist, sondern nur per Video zugeschaltet. Kein Land produziert eine so gro\u00dfe Menge klimasch\u00e4dlicher Treibhausgase wie China. UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres, der am Sonntag vom G20- zum Klimagipfel weiterreiste, twitterte: \u201eIch verlasse Rom mit unerf\u00fcllten Hoffnungen &#8212; aber wenigstens sind sie nicht beerdigt.\u201c In den kommenden zwei Wochen ringen in Glasgow rund 200 Staaten darum, wie die Erderw\u00e4rmung auf ein noch ertr\u00e4gliches Ma\u00df einged\u00e4mmt werden kann. Die bisherigen Pl\u00e4ne der Staaten reichen zur Abwendung der drohenden Klimakatastrophe bei weitem nicht aus. Die Erde hat sich im Vergleich zum vorindustriellen Niveau schon jetzt um etwa 1,1 Grad erw\u00e4rmt; in Deutschland sind es bereits 1,6 Grad. In Paris hatte sich die Staatengemeinschaft vor sechs Jahren darauf geeinigt, die Erderw\u00e4rmung m\u00f6glichst auf 1,5 Grad, zu begrenzen. Die G20 bekr\u00e4ftigt in der Gipfelerkl\u00e4rung nur, dass sie weiter den Zielen des Pariser Abkommens verpflichtet sei. Experten halten daf\u00fcr aber eine deutliche Nachbesserung der Aktionspl\u00e4ne der einzelnen L\u00e4nder f\u00fcr erforderlich. Merkel wertete es als Erfolg, dass sich die \u201eGruppe der 20\u201c \u00fcberhaupt erstmals seit 2016 wieder gemeinsam zum Pariser Abkommen bekannt h\u00e4tten. Danach war US-Pr\u00e4sident Donald Trump ausgestiegen. Sein Nachfolger Joe Biden, der in Rom erstmals an einem regul\u00e4ren G20-Gipfel teilnahm, machte diesen Schritt als eine seiner ersten Amtshandlungen wieder r\u00fcckg\u00e4ngig. Der Papst ermutigte vor der Klimakonferenz alle Staaten zu mehr Klimaschutz. \u201eBeten wir, dass der Schrei der Erde und der Schrei der Armen geh\u00f6rt werden\u201c, sagte Franziskus vor zahlreichen Menschen auf dem Petersplatz in Rom. Die G20 repr\u00e4sentiert vier F\u00fcnftel der weltweiten Wirtschaftskraft und fast zwei Drittel der Weltbev\u00f6lkerung. Zweites gro\u00dfes Thema in Rom war die Pandemiebek\u00e4mpfung. Die G20 stellte sich klar hinter das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bis Jahresende 40 Prozent der Bev\u00f6lkerung in allen L\u00e4ndern zu impfen und bis Mitte 2022 eine Impfrate von 70 Prozent zu erreichen. Die Staatengruppe will daf\u00fcr die Versorgung mit Impfstoffen ausweiten und Liefer- und Finanzierungshindernisse beseitigen, wie es in der Gipfelerkl\u00e4rung hei\u00dft. Auch die internationale Covax-Plattform zur Verteilung von Impfstoffen, die bisher ihre Ziele nicht erreichen konnte, soll wirksamer arbeiten k\u00f6nnen. Die G20-Staaten wollen auch lokale Herstellungskapazit\u00e4ten unterst\u00fctzen, indem Drehscheiben f\u00fcr Technologietransfer in verschiedenen Regionen gef\u00f6rdert werden. Genannt werden neu gegr\u00fcndete regionale Zentren in S\u00fcdafrika, Brasilien und Argentinien. Auf die von G20-Staaten wie S\u00fcdafrika, Indien und China geforderte Aussetzung von Patenten geht das Dokument nicht ein. W\u00e4hrend in reichen L\u00e4ndern heute schon rund 70 Prozent geimpft sind, liegt die Quote in armen L\u00e4ndern teils nur bei drei Prozent. Eine abschlie\u00dfende Einigung erzielte die G20 bei der globalen Mindestbesteuerung von Unternehmen, die eine Verlagerung von Gewinnen in Steueroasen verhindern soll. Gro\u00dfe, international t\u00e4tige Firmen sollen sp\u00e4testens 2023 unabh\u00e4ngig von ihrem Sitz mindestens 15 Prozent Steuern zahlen. Merkel (CDU) nannte den Schritt \u201eein klares Gerechtigkeitssignal in Zeiten der Digitalisierung\u201c. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank f\u00fcr Ihr Interesse an unserem Newsletter. In K\u00fcrze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Die Kanzlerin wurde bei ihrem letzten G20-Gipfel mit einem Strau\u00df bunter Rosen verabschiedet, den Draghi \u00fcberreichte. \u201eIhre Haltung, F\u00fchrungsqualit\u00e4t und Entschlossenheit, Einigkeit herzustellen, waren von unsch\u00e4tzbarem Wert f\u00fcr diese Gruppe\u201c, sagte der G20-Vorsitzende. \u201eWir werden ihr Verm\u00e4chtnis f\u00fcr eine sehr lang Zeit in Ehre halten. Liebe Kanzlerin, liebe Angela, danke.\u201c Die nur noch gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Kanzlerin nahm gemeinsam mit ihrem wahrscheinlichen Nachfolger Olaf Scholz teil. Der Finanzminister versprach Kontinuit\u00e4t in der deutschen Au\u00dfenpolitik unter einer neuen Regierung. Alle w\u00fcssten, dass das Deutschland \u201emitten in der Europ\u00e4ischen Union mit seiner Bev\u00f6lkerungszahl und seiner Wirtschaftskraft nicht am Rande stehen kann und die Welt kommentieren\u201c. Vielmehr m\u00fcsse es einen tatkr\u00e4ftigen Beitrag leisten, \u201edass das auch funktioniert mit einer besseren Union in Europa\u201c. RND\/dpa<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kann die Erderhitzung stark genug gebremst werden, um den Planeten zu retten? Darauf muss der Weltklimagipfel in zwei Wochen eine Antwort geben. Der Start ist holprig. Schuld daran sind die gro\u00dfen Wirtschaftsm\u00e4chte, die 80 Prozent der Emissionen produzieren. Rom. 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