<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2024150,"date":"2021-11-01T23:49:00","date_gmt":"2021-11-01T21:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2024150"},"modified":"2021-11-02T00:05:56","modified_gmt":"2021-11-01T22:05:56","slug":"corona-news-corona-ausbruch-in-pflegeheim-inzwischen-14-tote","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/11\/corona-news-corona-ausbruch-in-pflegeheim-inzwischen-14-tote\/","title":{"rendered":"Corona-News| Corona-Ausbruch in Pflegeheim \u2013 Inzwischen 14 Tote"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>In einem Seniorenheim in Brandenburg grassiert das Coronavirus, nur die H\u00e4lfte der Angestellten soll geimpft sein. Jetzt ist die Zahl der Todesopfer noch einmal gestiegen. Alle Infos im Newsblog.<\/b><br \/>\nIn einem Seniorenheim in Brandenburg grassiert das Coronavirus, nur die H\u00e4lfte der Angestellten soll geimpft sein. Jetzt ist die Zahl der Todesopfer noch einmal gestiegen. Alle Infos im Newsblog. Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die Welt seit 2020 fest im Griff. Derzeit steigen die Neuinfektionen besonders in Bayern. Bundesweit bewegt sich die Zahl bei etwa 25.000 Neuinfektionen t\u00e4glich. Bei den Impfungen geht es nur noch langsam voran. Vollst\u00e4ndig geimpft sind derzeit rund 67 Prozent der Bev\u00f6lkerung. Die Zahl der Toten nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Brandenburg hat sich auf 14 erh\u00f6ht. Das teilte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Gr\u00fcne) am Montagabend in der RBB-Sendung &#171;Brandenburg Aktuell&#187; mit. &#171;Das ist ein ganz, ganz schlimmer Befund&#187;, sagte sie. &#171;Das ist genau das, was wir nicht noch einmal erleben wollten.&#187; Am Nachmittag hatte der Landkreis Barnim die Zahl der Toten auf elf beziffert. Zudem seien 44 Bewohner und 15 Mitarbeitende der Einrichtung an Covid-19 erkrankt. Die betroffenen Heimbewohner seien alle \u00fcber 80 Jahre alt gewesen und h\u00e4tten Vorerkrankungen gehabt. Gegen den Leiter der Senioren-Einrichtung sei ein Bu\u00dfgeldverfahren verh\u00e4ngt worden, weil er nach einem positiven Testergebnis das Heim nochmals betreten hatte. Die Ursache f\u00fcr den Ausbruch sei aber noch unklar. Laut der Amts\u00e4rztin des Landkreises Barnim, Heike Zander, liegt die Impfquote der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Einrichtung bei nur rund 50 Prozent. Der Virologe Frank Hufert h\u00e4lt eine Impfpflicht f\u00fcr bestimmte Berufsgruppen f\u00fcr angebracht. Menschen, die Hochrisikogruppen wie etwa Senioren betreuen, sollten verpflichtet werden, sich impfen zu lassen, sagte der Wissenschaftler von der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB). Aus medizinischer Sicht ist nach Einsch\u00e4tzung des Forschers eine Impfpflicht f\u00fcr die gesamte Bev\u00f6lkerung sinnvoll. Gesellschaftswissenschaftlich sei das aber ein &#171;Riesenproblem&#187;, weil eine Impfpflicht die Gesellschaft spalten w\u00fcrde. &#171;Da muss die Politik eine Entscheidung f\u00e4llen, wie man da verf\u00e4hrt. Das ist auch keine leichte Entscheidung&#187;, so Hufert. Die Durchimpfungsrate sei noch zu niedrig, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. &#171;Jetzt sind wir eigentlich genau da, wo wir vor einem Jahr auch schon mal waren \u2013 nur dass wir Gott sei Dank mehr als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung schon einmal geimpft haben&#187;. Er kritisierte in diesem Zusammenhang die Schlie\u00dfung der Impfzentren. Die Bundeswehr fliegt schwer erkrankte Corona-Patienten aus Rum\u00e4nien zur Behandlung nach Deutschland. Dazu sei am Montag ein Airbus A310 der Luftwaffe in Bukarest gelandet, schrieb der Sanit\u00e4tsdienst der Bundeswehr auf Twitter. Insgesamt sollten sechs Patienten auf dem Luftweg nach Deutschland gebracht werden. Nur knapp ein Drittel der Rum\u00e4nen ist laut der EU-Gesundheitsbeh\u00f6rde (ECDC) vollst\u00e4ndig geimpft. Die 14-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen stieg zuletzt \u00fcber 1.000 pro 100.000 Einwohner und blieb eine der h\u00f6chsten in der EU. Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Notlage hatte die EU-Kommission bereits zus\u00e4tzliche \u00c4rzte und medizinische Ausr\u00fcstung in das s\u00fcdosteurop\u00e4ische Land geschickt. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind weltweit mehr als f\u00fcnf Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universit\u00e4t in Baltimore hervor, die Hochschule am Montag ver\u00f6ffentlichte. Die Schwelle von vier Millionen Corona-Toten weltweit war Anfang Juli \u00fcberschritten worden. Nach den Daten der US-Forscher liegt die Zahl der best\u00e4tigten Infektionen inzwischen bei mehr als 246 Millionen F\u00e4llen. Experten gehen bei Infektionen und Todesf\u00e4llen rund um den Globus zugleich von einer hohen Dunkelziffer aus. Die Webseite der Universit\u00e4t wird regelm\u00e4\u00dfig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen etwas h\u00f6heren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen F\u00e4llen wurden die Zahlen auch wieder zeitweise nach unten korrigiert. Nach Angaben der WHO von Freitag gab es bisher 4,98 Millionen best\u00e4tigte Todesf\u00e4lle und rund 245 Millionen bekannte Infektionen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in \u00d6sterreich steigt weiter deutlich. Innerhalb von 24 Stunden wurden 4.523 F\u00e4lle gemeldet, wie das Gesundheits- und das Innenministerium am Montag berichteten. Vergangenen Montag waren es 2.850 Neuinfektionen. Auf den Intensivstationen wurden den Angaben zufolge 292 Menschen behandelt. Ab einer Zahl von 300 Intensivpatienten tritt mit einer Woche Vorlaufzeit die zweite der f\u00fcnf Stufen des neuen Ma\u00dfnahmenplans der Regierung in Kraft. Dann ist unter anderem der Zutritt zur Nachtgastronomie und zu Apr\u00e8s-Ski-Lokalen nur noch Genesenen und Geimpften gestattet. Ab 500 mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten gilt diese Regel auch f\u00fcr alle anderen gastronomischen Betriebe. Ab 600 Betten droht ein Lockdown f\u00fcr Ungeimpfte. Rund 67 Prozent der Bev\u00f6lkerung in Deutschland sind vollst\u00e4ndig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Montag hervor (Stand: 10.40 Uhr). Demnach wurden am Sonntag rund 14.000 Impfdosen verabreicht.57,7 Millionen Menschen (69,4 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen,55,5 Millionen (66,7 Prozent) sind vollst\u00e4ndig geimpft. Beim Stand der Covid-19-Impfungen gibt es weiterhin erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesl\u00e4ndern verzeichnet Bremen mit 81,1 Prozent den h\u00f6chsten Anteil Erstgeimpfter.15 weitere Bundesl\u00e4nder haben die 60-Prozent-Marke geschafft, lediglich Sachsen steht mit 59 Prozent unter dieser Marke. Bremen z\u00e4hlt mit 78,2 Prozent ebenfalls den h\u00f6chsten Anteil an vollst\u00e4ndig geimpften Einwohnern. Sachsen ist hier mit 56,7 Prozent am Ende der Rangliste. Kanzleramtschef Helge Braun hat sich grunds\u00e4tzlich zu Beratungen mit den Bundesl\u00e4ndern bereiterkl\u00e4rt, wenn diese Gespr\u00e4chsbedarf zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie h\u00e4tten. Er sie offen daf\u00fcr, sagt der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor hatte er den Beschluss der Ampel-Parteien SPD, Gr\u00fcne und FDP kritisiert, die epidemische Lage nicht zu verl\u00e4ngern und den Instrumentenkasten der Pandemiebek\u00e4mpfung f\u00fcr L\u00e4nder und Kommunen zu reduzieren. Diese m\u00fcssten auf die Entwicklung reagieren k\u00f6nnen. Braun hatte sich allerdings deutlich gegen erneute Schulschlie\u00dfungen und Lockdowns ausgesprochen. Angesichts stark steigender Corona-Zahlen fordert der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die L\u00e4nder auf, ihre Impfzentren wieder zu \u00f6ffnen. &#171;Um m\u00f6glichst vielen m\u00f6glichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu erm\u00f6glichen, sollten die L\u00e4nder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, nun wieder startbereit machen&#187;, sagte er der &#171;Rheinischen Post&#187;. Zudem riet Spahn dazu, in einem ersten Schritt alle Menschen \u00fcber 60 schriftlich zur Impfung einzuladen. &#171;Das hat bei den Erstimpfungen auch gut geklappt.&#187; Hintergrund ist, dass mehr Menschen eine Auffrischungsimpfung \u2013 die Booster-Impfung \u2013 gegen die nachlassende Wirkung des Impfstoffs wahrnehmen sollen. Angesichts der sich verschlechternden Corona-Lage empfiehlt \u00c4rztepr\u00e4sident Klaus Reinhardt eine Mischung aus 2G- und 3G-Regelung. Das hei\u00dft, dass an bestimmten Orten entweder nur noch Geimpfte und Genesene (2G) Zugang bekommen oder auch Getestete (3G). &#171;Insofern finde ich es \u2013 wenn die Zahlen weiter steigen \u2013 angemessen, wenn wir sagen w\u00fcrden, die 2G-Regel gilt in gr\u00f6\u00dferen Teilen des gemeinsamen Lebens \u2013 zum Beispiel im Museum oder auch in der Gastronomie. Und wenn die 3G-Regel zum Beispiel am Arbeitsplatz g\u00e4lte, wie das die Italiener schon l\u00e4nger machen und die \u00d6sterreicher auch, dann glaube ich, k\u00f6nnte das auch hilfreich sein&#187;, sagte der Pr\u00e4sident der Bundes\u00e4rztekammer am Montag im ZDF-&#171;Morgenmagazin&#187;. Als drittes Mittel h\u00e4lt Reinhardt intensive Tests in Alten- und Pflegeheimen f\u00fcr n\u00f6tig. Eine Impfpflicht f\u00fcr das Pflegepersonal lehnte er ab. Dies berge das Risiko, dass ein Teil des ungeimpften Personals dann nicht mehr zur Verf\u00fcgung st\u00fcnde. Australien hat seine internationalen Grenzen in New South Wales, Victoria und dem Australian Capital Territory am Montag nach fast 600 Tagen Schlie\u00dfung wegen der Corona-Pandemie wieder ge\u00f6ffnet. Am Flughafen der Metropole Sydney kam es schon in den fr\u00fchen Morgenstunden zu emotionalen Szenen, teils unter Tr\u00e4nen nahmen Angeh\u00f6rige ihre ankommenden Familienmitglieder in die Arme. Australien hatte am 20. M\u00e4rz vergangenen Jahres eine der h\u00e4rtesten Grenzregelungen der Welt wegen der Corona-Pandemie eingef\u00fchrt. Fast alle Reisen in das Land wurden gestoppt. Julie Choo, die aus Gro\u00dfbritannien kam, um ihre kranke Mutter im Krankenhaus zu besuchen, sagte, sie habe bei der Landung die Tr\u00e4nen zur\u00fcckhalten m\u00fcssen. &#171;Ich kann es gar nicht abwarten, die Hand meiner Mutter zu halten&#187;, sagte sie. In den vergangenen 19 Monaten durften Australier nur mit Erlaubnis ins Ausland reisen. Familien waren getrennt, Zehntausende Australier strandeten im Ausland. Nur wenige erhielten eine Einreiseerlaubnis und mussten dann Tausende Dollar bezahlen und 14 Tage in Hotel-Quarant\u00e4ne. Diese Auflagen wurden nun f\u00fcr Sydney und Melbourne aufgehoben, geimpfte Australier k\u00f6nnen nun kommen und gehen, ohne in Quarant\u00e4ne zu m\u00fcssen. Angesichts des starken Anstiegs der Corona-Fallzahlen hat sich die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) offen f\u00fcr rasche Gespr\u00e4che mit den Bundesl\u00e4ndern \u00fcber Gegenma\u00dfnahmen gezeigt. &#171;Der Anstieg ist im Augenblick aus meiner Sicht schon sehr besorgniserregend. Und deshalb kann es sein, dass man noch handeln muss&#187;, sagte sie am Sonntag zum Abschluss des G20-Gipfels in Rom bei einem gemeinsamen Auftritt mit ihrem voraussichtlichen Nachfolger im Kanzleramt, Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Alle eine, &#171;dass wir eine \u00dcberlastung unseres Gesundheitssystems verhindern wollen&#187;. Auf die Frage, ob sie und Scholz in der \u00dcbergangszeit zur Bildung einer neuen Regierung im Kampf gegen Corona an einem Strang ziehen w\u00fcrden und ob es wom\u00f6glich sch\u00e4rfere Ma\u00dfnahmen gegen Impfgegner geben m\u00fcsse, antwortete Merkel: &#171;Es kann sein, dass wir uns mit der Frage nochmal jetzt besch\u00e4ftigen m\u00fcssen.&#187; Nachdem es sehr unterschiedliche Situationen in den Bundesl\u00e4ndern gebe, m\u00fcsse man nun mit den L\u00e4ndern sprechen, sagte die Kanzlerin weiter. Scholz forderte: &#171;Wir m\u00fcssen alle an einem Strang ziehen&#187; \u2013 Gesellschaft, Landkreise, Gemeinden, L\u00e4nder sowie Bundestag und Bundesregierung. Die amtierende Bundesregierung m\u00fcsse daf\u00fcr sorgen, &#171;dass wir das Notwendige tun, damit wir die Corona-Pandemie mit den M\u00f6glichkeiten, die wir als Politik haben, im Griff behalten&#187;. Auch w\u00e4hrend des Winters werde es noch M\u00f6glichkeiten brauchen, etwa Masken vorschreiben zu k\u00f6nnen. Gebraucht w\u00fcrden auch Regeln wie 2G (geimpft oder genesen) und 3G (geimpft, genesen oder getestet) \u2013 sowie die M\u00f6glichkeit diese durchsetzen zu k\u00f6nnen. Klar sei aber auch, dass man in einer Lage, in der so viele B\u00fcrger geimpft seien, &#171;nat\u00fcrlich nicht mehr mit den gleichen Ma\u00dfnahmen \u2013 Lockdowns zum Beispiel \u2013 reagieren&#187; k\u00f6nne, wie man das im vergangenen Jahr richtigerweise gemacht habe, sagte Scholz. Es m\u00fcsse eine gro\u00dfe Anstrengung unternommen werden, dass die besonders Schutzbed\u00fcrftigen und jene, die in Bereichen t\u00e4tig seien, die Schutz br\u00e4uchten, von der Booster-Impfung Gebrauch machten. Der Gr\u00fcnen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen ist unzufrieden mit dem Verlauf der Corona-Impfungen in den Praxen der niedergelassenen \u00c4rzte. &#171;Nach der Schlie\u00dfung der meisten Impfzentren erf\u00fcllen die Praxen die in sie gesetzten Erwartungen erkennbar nicht, weder bei den Erst- noch bei den Booster-Impfungen&#187;, sagte Dahmen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). &#171;Das Tempo bei den Erst- und Zweiimpfungen und beim Boostern reicht nicht aus.&#187; Der Gr\u00fcnen-Politiker betonte: &#171;Wenn das Impftempo in der Regelversorgung der Praxen nicht ausreicht, werden wir endlich auch an anderen Stellen, beispielsweise Apotheken, impfen m\u00fcssen.&#187; Er zeigte sich besorgt \u00fcber die aktuelle Pandemie-Lage. &#171;Schon in den n\u00e4chsten Wochen k\u00f6nnte die Zahl der Intensivpatienten wieder auf bis 3000 steigen. Wenn dann noch eine heftige Grippewelle dazu kommt, laufen wir in eine Katastrophe hinein&#187;, sagte er. Das DIVI-Register verzeichnete am Sonntag 1984 Corona-Patienten auf Intensivstationen. Zum H\u00f6hepunkt der Pandemie im Januar 2021 waren es mehr als 5700. Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Michael M\u00fcller hat angesichts der aktuellen Pandemieentwicklung dazu aufgerufen, Impfangebote konsequent zu nutzen. &#171;Die steigenden Infektionszahlen bereiten mir gro\u00dfe Sorge, da auch die Auslastung in den Krankenh\u00e4usern damit wieder zunimmt&#187;, sagte M\u00fcller am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. &#171;Hier sind es vor allem Ungeimpfte, die mit schweren Krankheitsverl\u00e4ufen in den Kliniken behandelt werden m\u00fcssen&#187;, so der SPD-Politiker. &#171;Ich appelliere daher an alle, die sich noch nicht haben impfen lassen, dieses Angebot anzunehmen. Wir haben eine gute Impfquote, aber sie reicht nicht, um die Pandemie gerade in den k\u00e4lteren Monaten zu stoppen.&#187; M\u00fcller forderte au\u00dferdem vor allem \u00c4ltere und Menschen mit einem schwachen Immunsystem auf, eine Auffrischungsimpfung (Booster-Impfungen) anzunehmen. &#171;Auch Menschen, die in Pflege- oder Altenheimen oder im medizinischen Bereich arbeiten, sollten sich ein drittes Mal impfen lassen&#187;, sagte er. &#171;Damit sich die Lage in den kommenden Monaten nicht weiter zuspitzt, sollten sich alle im Alltag wieder konsequenter an die gelernten und effektiven Regeln halten: Abstand und Maske, dort wo es eng wird.&#187; M\u00fcller zeigte sich am Sonntagabend in der ZDF-Sendung &#171;Berlin direkt&#187; sehr skeptisch zur Forderung des gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) nach einem Gipfel von Bund und L\u00e4ndern zum Thema Booster-Impfungen. &#171;Wenn wir dort nicht zum Plaudern zusammenkommen wollen, dann frage ich, was wollen wir denn verabreden und was bietet uns der Bundesgesundheitsminister an? Wir sind dabei, die Booster-Impfungen durchzusetzen. Wir haben die \u00c4ltesten schon wieder eingeladen&#187;, sagte M\u00fcller. Die Frage sei, was Spahn konkret besprechen wolle. &#171;Dazu habe ich noch nichts geh\u00f6rt.&#187; Er erwarte, dass der Bundesgesundheitsminister sage, welchen Plan er f\u00fcr die schwierigen n\u00e4chsten Monate habe, erkl\u00e4rte M\u00fcller. China hat die Ver\u00f6ffentlichung einer erg\u00e4nzten Fassung eines Berichts der US-Geheimdienste zum Ursprung des Coronavirus zur\u00fcckgewiesen. &#171;Egal, wie oft dieser Bericht ver\u00f6ffentlicht wird und wie viele Versionen zusammengebastelt werden, es kann nichts daran \u00e4ndern, dass es sich um einen rein politischen und falschen Bericht handelt&#187;, erkl\u00e4rte Chinas Au\u00dfenamtssprecher Wang Wenbin. Alleine die Tatsache, dass Geheimdienste bei der Herkunftssuche eingesetzt w\u00fcrden, sei ein &#171;eindeutiger Beweis&#187; f\u00fcr die politische Natur der Debatte. Die US-Geheimdienste waren in ihrem Ende August ver\u00f6ffentlichten Bericht \u00e4hnlich wie eine vorherige Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation zu keinem klaren Ergebnis gekommen. Sowohl eine \u00dcbertragung des Virus von Tier zu Mensch als auch einen Laborunfall in China stuften die Geheimdienste als &#171;plausible Hypothesen&#187; ein, beklagten jedoch fehlende Proben und Daten. Die von US-Pr\u00e4sident Joe Biden beauftragte Nationale Geheimdienstdirektion hatte diese Woche weitere Teile des Berichts publik gemacht. Das Papier unterstreicht demnach noch st\u00e4rker, dass eine Kl\u00e4rung der Ursprungsfrage ohne neue Informationen nicht m\u00f6glich sei. Dabei sei die Zusammenarbeit mit China notwendig, Peking behindere jedoch die internationalen Untersuchungen. Als sechtes der neun \u00f6sterreichischen Bundesl\u00e4nder hat Nieder\u00f6sterreich am Samstag eine Versch\u00e4rfung der Corona-Regeln f\u00fcr Ungeimpfte angek\u00fcndigt. In Restaurants und Bars sowie bei gr\u00f6\u00dferen Veranstaltungen erhalten ab 8. November nur noch Genesene und Geimpfte Zutritt, wie die Beh\u00f6rden am Samstag berichteten. Auch ein negativer Test reicht dann bei Ungeimpften nicht mehr aus. Vielerorts wird zudem das Tragen einer FFP2-Maske etwa in Einkaufszentren oder Markthallen vorgeschrieben. Die Kontrollen sollen versch\u00e4rft werden. Zuvor hatten am Freitag Tirol, Ober\u00f6sterreich und K\u00e4rnten, davor Steiermark und Wien \u00e4hnliche Ma\u00dfnahmen verh\u00e4ngt oder angek\u00fcndigt. Damit soll verhindert werden, dass die Krankenh\u00e4user, in denen die Zahl der Corona-Infizierten deutlich gestiegen ist, an den Anschlag kommen. Die Bundesl\u00e4nder verh\u00e4ngen damit sch\u00e4rfere Ma\u00dfnahmen, als die Bundesregierung bislang vorgegeben hat. Der B\u00fcrgermeister von Wien, Michael Ludwig forderte bundesweit einheitliche Regelungen. Das Burgenland, Salzburg und Vorarlberg haben noch nicht angek\u00fcndigt, dass sie ihre Corona-Regeln f\u00fcr Ungeimpfte versch\u00e4rfen wollen.. Am Sonntag wurden innerhalb von 24 Stunden 5.684 Corona-Infektionen gemeldet. Eine Woche vorher waren es 3.624 gewesen. Innerhalb von sieben Tagen wurden auf 100.000 Einwohner berechnet 362,4 neue Infektionen gemeldet. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach w\u00fcnscht sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie, die vielfach geschlossenen Impfzentren wieder einzurichten. Die Impfungen k\u00e4men viel zu langsam voran, um die stark steigende vierte Welle der Pandemie zu brechen, schrieb er am Samstag auf Twitter. &#171;Wir brauchen schnelle Impfung f\u00fcr \u00c4ltere. Ideal w\u00e4re Wieder\u00f6ffnung der Impfzentren.&#187; Die Zahl der Geimpften steigt nur noch langsam. Eine Auffrischungsimpfung gegen die mit der Zeit nachlassende Wirkung nehmen viel weniger Menschen wahr, als es k\u00f6nnten. Vor allem Risikogruppen wird dies empfohlen. Die Politik sucht h\u00e4nderingend Konzepte, mehr Menschen dazu zu bewegen. Die regionalen Impfzentren waren im vergangenen Winter zum Start der Impfungen eingerichtet worden. Hintergrund waren Anforderungen an eine starke K\u00fchlung der zun\u00e4chst knappen Impfstoffe und ein strikter Vorrang f\u00fcr gef\u00e4hrdete Bev\u00f6lkerungsgruppen. Zeitweise gab es mehr als 400 Impfzentren. Bund und L\u00e4nder hatten vereinbart, sie sp\u00e4testens zum 30. September zur\u00fcckzufahren oder zu schlie\u00dfen. Die meisten L\u00e4nder stellten auf mobile Impfteams um. Daneben impfen auch Arztpraxen, inzwischen sind es aber wieder weniger. Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) fordert einen st\u00e4rkeren Einsatz von Antik\u00f6rper-Tests und Booster-Impfungen f\u00fcr alle Altersgruppen. &#171;Wir m\u00fcssen viel st\u00e4rker auf Antik\u00f6rper-Tests setzen. Die Booster-Impfungen brauchen wir nicht nur f\u00fcr die \u00fcber 70-J\u00e4hrigen, sondern f\u00fcr alle,&#187; sagte S\u00f6der &#171;Bild am Sonntag&#187;. Eine Drittimpfung nach sechs Monaten sei f\u00fcr jeden sinnvoll. Die Ampel-Parteien erkl\u00e4rten die Pandemie im Grunde f\u00fcr beendet, w\u00e4hrend die Infektionszahlen explodierten. Sie d\u00fcrften nicht nur ihre Lieblingsprojekte angehen, sondern m\u00fcssten sich mit den L\u00e4ndern absprechen, die eine klare Rechtsgrundlage f\u00fcr ihre Corona-Ma\u00dfnahmen brauchten. China hat wegen eines erneuten Corona-Ausbruchs am Samstag neue Beschr\u00e4nkungen eingef\u00fchrt. Die Beh\u00f6rden ordneten unter anderem f\u00fcr das Pekinger Viertel Xicheng, in dem mehr als eine Million Menschen leben, die Schlie\u00dfung aller Kinos bis Mitte November an. In mehreren betroffenen Regionen und St\u00e4dten gelten Reisebeschr\u00e4nkungen. Landesweit wurden 59 innerhalb des Landes \u00fcbertragene Neuinfektionen gemeldet, darunter zwei F\u00e4lle in der Hauptstadt. Das Zentrum des j\u00fcngsten Ausbruchs liegt 650 Kilometer von Peking entfernt in der Stadt Erenhot an der Grenze zur Mongolei. Die Lage sei &#171;ernst und komplex&#187;, sagte Mi Feng, Sprecher der Nationalen Gesundheitskommission am Samstag. Von der j\u00fcngsten Welle sind mindestens 14 Provinzen Chinas betroffen. Alle B\u00fcrger haben grunds\u00e4tzlich Anspruch auf eine Corona-Auffrischungsimpfung. Darauf hat das Gesundheitsministerium am Samstag noch einmal per Twitter hingewiesen. Es bezog sich dabei auf die Impfverordnung. F\u00fcr einige Personengruppen seien die Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfungen) aber besonders sinnvoll. Das Ministerium verwies dabei auf seine Seite im Internet, auf der diese Personengruppen aufgelistet sind. Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel Menschen mit einer Immunschw\u00e4che und Menschen ab 60 Jahren \u2013 &#171;nach individueller Abw\u00e4gung und \u00e4rztlicher Beratung&#187;, wie es dort hei\u00dft. Zuvor hatten \u00c4rztevertreter Kritik an Spahn ge\u00fcbt. &#171;Wir sind ver\u00e4rgert, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Erwartungen sch\u00fcrt, Booster-Impfungen seien f\u00fcr alle m\u00f6glich&#187;, sagte das Vorstandsmitglied des Haus\u00e4rzteverbands, Armin Beck, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. &#171;Die Haus\u00e4rzte folgen der Empfehlung der St\u00e4ndigen Impfkommission, und diese empfiehlt aktuell Drittimpfungen nur f\u00fcr \u00fcber 70-J\u00e4hrige und wenige andere Gruppen.&#187; Durch Spahns \u00c4u\u00dferungen werde nun aber der Aufkl\u00e4rungs- und Diskussionsbedarf in den Praxen gr\u00f6\u00dfer. Wenn die St\u00e4ndige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung ausweite, w\u00fcrden die Haus\u00e4rzte auch diese Personengruppen impfen, k\u00fcndigte er an. Italiens Ministerpr\u00e4sident Mario Draghi hat als Vorsitzender der G20-L\u00e4nder das Ziel bekr\u00e4ftigt, bis zur Mitte des n\u00e4chsten Jahres mehr als zwei Drittel der Weltbev\u00f6lkerung gegen das Coronavirus zu impfen. Man sei nah dran, das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erreichen, bis Ende Dezember 40 Prozent der Menschen zumindest eine Impfdosis zu geben, sagte Draghi in seiner Auftaktrede zum G20-Gipfel am Samstag in Rom. &#171;Nun m\u00fcssen wir alles tun, um bis Mitte 2022 70 Prozent zu erreichen.&#187; Draghi kritisierte die gro\u00dfen Unterschiede bei den Impffortschritten. W\u00e4hrend in reichen Staaten rund 70 Prozent der Einwohner mindestens einmal geimpft seien, falle die Quote bei den \u00e4rmsten L\u00e4ndern auf drei Prozent. Diese Unterschiede seien &#171;moralisch nicht akzeptabel&#187; und &#171;untergraben&#187; den weltweiten Kampf gegen die Pandemie, sagte er. Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat nach mehreren Corona-Ausbr\u00fcchen in Pflegeeinrichtungen des Landes eine Impfpflicht f\u00fcr Besch\u00e4ftigte in der Branche gefordert. &#171;Es ist mein Ziel, eine Impfpflicht f\u00fcr Pflegepersonal rechtssicher hinzubekommen&#187;, sagte Drese dem &#171;Spiegel&#187;. So sollten die Menschen gesch\u00fctzt werden, die besonders anf\u00e4llig f\u00fcr eine Corona-Infektion sind. Dazu z\u00e4hlen Bewohner von Seniorenzentren. Die Impfpflicht muss laut Drese bundesweit im Infektionsschutzgesetz geregelt werden. Wegen juristischer Schwierigkeiten sei das in diesem Winter voraussichtlich noch nicht zu erreichen. In den kommenden Tagen solle zun\u00e4chst die Landesverordnung versch\u00e4rft werden. Danach m\u00fcssten sich Mitarbeiter oder Bewohner von Pflegeheimen einem PCR-Test unterziehen, wenn Symptome auftreten. Zudem sollen gro\u00dfe Versammlungen in den Heimen, die f\u00fcr alle zug\u00e4nglich sind, verboten werden. &#171;Es ist leider noch nicht die Zeit f\u00fcr gro\u00dfe Advents- und Weihnachtsfeiern, wir m\u00fcssen das untersagen&#187;, betonte Drese. In Russland verzeichnet das Gesundheitsministerium 40.251 Neuinfektionen \u2013 so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden.1.160 weitere Menschen seien mit oder an dem Coronavirus gestorben. Russland erlebt derzeit rasant steigende Zahlen bei Neuinfektionen und Todesf\u00e4llen. Die Regierung hat daf\u00fcr die nur langsam steigende Impfquote verantwortlich gemacht und f\u00fcr die erste Novemberwoche die Schlie\u00dfung der Betriebe im ganzen Land angeordnet. Bereits seit Donnerstag d\u00fcrfen in Moskau nur noch Gesch\u00e4fte des t\u00e4glichen Bedarfs wie Apotheken und Superm\u00e4rkte \u00f6ffnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft die Deutschen zu mehr Entschlossenheit im Kampf gegen das Coronavirus auf. Die aktuelle Entwicklung der Hospitalisierungswerte und der Todeszahlen &#171;bereitet mir gro\u00dfe Sorgen&#187;, sagte die CDU-Politikerin der &#171;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&#187;. &#171;Sie sollte uns allen Sorgen bereiten.&#187; Derzeit mache sich &#171;schon wieder eine gewisse Leichtfertigkeit breit&#187;. Es stimme sie sehr traurig, dass noch zwei bis drei Millionen Deutsche im Alter von \u00fcber 60 Jahren nicht geimpft seien. Walensky f\u00fcgte hinzu: &#171;Diese Studie erg\u00e4nzt den Wissensstand, der den Schutz von Impfstoffen vor schweren Erkrankungen durch Covid-19 belegt. Der beste Weg, Covid-19, einschlie\u00dflich der Entstehung von Varianten, zu stoppen, ist eine fl\u00e4chendeckende Covid-19-Impfung und Ma\u00dfnahmen zur Krankheitsvorbeugung wie das Tragen von Masken, h\u00e4ufiges H\u00e4ndewaschen, r\u00e4umliche Distanz und das Verlassen des Hauses, wenn man krank ist.&#187; Forscher aus dem ganzen Land sammelten Daten von 7.000 Personen, die zwischen Januar und September in 187 Krankenh\u00e4usern in neun Bundesstaaten wegen Covid-\u00e4hnlicher Erkrankungen behandelt wurden. Alle wurden auf das Coronavirus getestet. Diejenigen, die nicht geimpft waren, hatten ein 5,49-mal h\u00f6heres Risiko, positiv auf Coronaviren getestet zu werden, als diejenigen, die innerhalb der letzten drei bis sechs Monate geimpft worden waren \u2013 selbst wenn sie erst k\u00fcrzlich eine Covid-19-Infektion hatten, hei\u00dft es in dem Bericht. Angesichts stark steigender Corona-Zahlen haben Lehrerverband und Ethikrat davor gewarnt, mit einer Politik des Augen-zu-und-durch die Gesundheit vieler Sch\u00fcler zu gef\u00e4hrden. Die Politik setze Lockerungen durch zu einem Zeitpunkt, an dem Gesundheitsschutzma\u00dfnahmen eher zu intensivieren seien, kritisierte der Chef des Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, mit Blick auf die Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht in einigen Bundesl\u00e4ndern. Die Vize-Vorsitzende des Ethikrats, Susanne Schreiber, sagte ebenfalls in der D\u00fcsseldorfer &#171;Rheinischen Post&#187; (Samstag): &#171;Auch, wenn schwere Verl\u00e4ufe bei Kindern seltener auftreten, werden bei starkem Infektionsgeschehen Hunderte von Kindern von Komplikationen betroffen sein.&#187; Und: &#171;Eine Augen-zu-und-durch-Mentalit\u00e4t reicht hier nicht aus.&#187; Das Corona-Virus ist nach Einsch\u00e4tzung von US-Geheimdiensten entweder nat\u00fcrlichen Ursprungs oder ist aus einem Labor entwichen. Beide Hypothesen seien plausibel, hei\u00dft es in einem f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit freigegebenen Bericht des U.S. Director of National Intelligence. Genauer w\u00fcrden die US-Dienste es wohl nicht kl\u00e4ren k\u00f6nnen. Als unwahrscheinlich verwarfen die Geheimdienste die Annahme, das Virus k\u00f6nne als biologische Waffe entwickelt worden sein. In \u00d6sterreich f\u00fchren rasant steigende Infektionszahlen zu Versch\u00e4rfungen bei den Corona-Regeln f\u00fcr Ungeimpfte. Nach den Bundesl\u00e4ndern Steiermark und Tirol lassen auch Ober\u00f6sterreich und K\u00e4rnten Ungeimpfte unter bestimmten Bedingungen bald nicht mehr in Restaurants und Bars. Das gilt auch, wenn sie einen negativen Test vorweisen k\u00f6nnen, wie sie Bundesl\u00e4nder am Freitag beschlossen. Die Ma\u00dfnahmen treten in Ober\u00f6sterreich am 8. November, in K\u00e4rnten bereits am 4. November in Kraft. Die Regeln gelten in der Nachtgastronomie und bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzpl\u00e4tze ab 500 Personen. Zutritt haben dann nur noch Geimpfte und Genesene. Vielerorts wird das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben. Die Kontrollen sollen versch\u00e4rft werden. Wegen der rasant steigenden Zahlen hatten mehrere Bezirke bereits eine Testpflicht bei der Ausreise f\u00fcr alle diejenigen beschlossen, die weder geimpft noch genesen sind. Der Corona-Impfstoff von Biontech\/Pfizer hat in den USA nun auch f\u00fcr den Einsatz bei Kindern zwischen f\u00fcnf und elf Jahren eine Notfallzulassung bekommen. Nachdem ein Beratergremium der FDA sich am Dienstag daf\u00fcr ausgesprochen hatte, gew\u00e4hrte die US-Arzneimittelbeh\u00f6rde die Notfallzulassung am Freitag. Im Anschluss muss sich nun formell auch noch die Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC damit befassen. Damit kann die Impfkampagne f\u00fcr die etwa 28 Millionen betroffenen Kinder in den USA nun \u2013 wie vom Wei\u00dfen Haus bereits geplant \u2013 noch im November starten. Innerhalb der kommenden Tage sollen 15 Millionen Dosen Impfstoff an Kinder\u00e4rzte, Kliniken und Apotheken ausgeliefert werden. Auch in Europa haben das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs f\u00fcr Kinder dieser Altersgruppe beantragt. Die deutsche Regierung hatte versprochen, bis Jahresende 100 Millionen Dosen \u00fcber die Covax-Initiative an \u00e4rmere Staaten zu spenden. Das wird dem Bericht zufolge von einigen Herstellern jedoch blockiert. Eine Klausel in den Vertr\u00e4gen r\u00e4ume den Herstellern eine Art Veto-Recht ein. In seinem Brief kritisiert Steffen, dass einige Firmen &#171;Mindestpreise diktieren&#187; oder von den Empf\u00e4ngern &#171;\u00fcberzogene Ausgleichszahlungen&#187; verlangen w\u00fcrden. Zudem werde versucht zu verbieten, dass internationale Organisationen wie \u00c4rzte ohne Grenzen Impfstoff verteilen. Nach Informationen von Kontraste handelt es sich dabei vor allem um das US-Unternehmen Moderna. Vertr\u00e4ge zwischen Covax und Biontech\/Pfizer sowie Johnson&amp;Johnson seien hingegen mittlerweile unterzeichnet worden, wie das Magazin vom Bundesgesundheitsministerium erfuhr. Bisher spendete Deutschland 19 Millionen Dosen, allesamt vom Hersteller Astrazeneca. Auf die Frage, ob er h\u00e4rtere Ma\u00dfnahmen bef\u00fcrwortet, antwortete der Pr\u00e4sident der Bundes\u00e4rztekammer zur\u00fcckhaltend. &#171;M\u00f6glicherweise m\u00fcssen wir bei weiter zunehmenden Fallzahlen eine gesellschaftliche Diskussion f\u00fchren, ob Lockdownma\u00dfnahmen nur f\u00fcr Ungeimpfte gelten&#187;, sagte Reinhardt. Entscheidend sei, wie stark die Krankenh\u00e4user belastet sind, nicht nur auf der Intensivstation, sondern auch auf normalen Situationen. &#171;Nach 18 Monaten Pandemie ist das Personal ausgebrannt, viele Pflegekr\u00e4fte sind aus dem Dienst geschieden, deshalb k\u00f6nnen die Kliniken nicht mehr alle Betten belegen&#187;, sagte Reinhardt. &#171;Wir m\u00fcssen genau beobachten, wie sich die Hospitalisierungsrate entwickelt und wie alt die Erkrankten sind. Niemand kann vorhersagen, wie das ausgeht.&#187; In Sachsen k\u00f6nnen ab 1. November alle Menschen im Alter ab 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bekommen. Das folgt aus einer Empfehlung der S\u00e4chsischen Impfkommission (SIKO), wie das Landessozialministerium am Freitag mitteilte. Den Angaben nach ist die sogenannte Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff fr\u00fchestens sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung m\u00f6glich. Neueste Daten w\u00fcrden eine Risikoreduktion f\u00fcr alle Altersgruppen eindrucksvoll belegen. F\u00fcr bestimmte Personengruppen, wie zum Beispiel \u00c4ltere und Menschen mit Vorerkrankungen, gibt es schon seit L\u00e4ngerem eine Empfehlung f\u00fcr die Booster-Impfung. Bei Corona-Auffrischungsimpfungen in Osnabr\u00fccker Senioreneinrichtungen hat es eine Panne gegeben. Versehentlich sei sechs Personen statt dem Biontech-Impfstoff eine Kochsalzl\u00f6sung gespritzt worden, teilte die Stadt am Freitag mit. Eine Gesundheitsgefahr bestehe nicht. Insgesamt waren in zwei Einrichtungen \u2013 einem Haus f\u00fcr betreutes Wohnen und einer Tagespflegeeinrichtung \u2013 42 Menschen geimpft worden. Bei der routinem\u00e4\u00dfigen Kontrolle fiel im Nachgang auf, dass mehr Impfstoff \u00fcbrig war, als eigentlich da sein sollte. Nun soll bei allen Geimpften nach 14 Tagen ein Antik\u00f6rpertest vorgenommen werden. Diejenigen, bei denen kein Impfschutz festgestellt wird, sollen dann sofort eine Auffrischungsimpfung bekommen. Das Versehen erkl\u00e4rte die Stadt damit, dass die Fl\u00e4schchen, die den Biontech-Impfstoff enthalten, vor den Impfungen mit einer Kochsalzl\u00f6sung aufgef\u00fcllt werden m\u00fcssen. Danach werden die Spritzen aufgezogen. Nach den Impfungen war jedoch ein noch nicht angebrochenes Fl\u00e4schchen aufgefallen. Daher m\u00fcsse beim Abf\u00fcllen der Kochsalzl\u00f6sung versehentlich ein Fl\u00e4schchen aufgef\u00fcllt worden sein, das bereits benutzt war und keinen Impfstoff mehr enthielt. Die derzeit vom Anstieg des Corona-Infektionsgeschehens besonders betroffenen Gegenden in S\u00fcdbayern haben sich zusammengetan und ihre Ma\u00dfnahmen im Kampf gegen die Pandemie deutlich versch\u00e4rft. Das teilte die Stadt Rosenheim am Freitag mit. In den Landkreisen M\u00fchldorf am Inn, Alt\u00f6tting, Traunstein, Berchtesgadener Land und Miesbach gelte ab sofort \u00fcberall dort, wo bisher Maskenpflicht besteht, die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Das gelte unter anderem f\u00fcr Superm\u00e4rkte, Freizeiteinrichtungen sowie f\u00fcr Busse und Bahnen. Wer nicht geimpft oder genesen ist (2G), erh\u00e4lt keinen Zutritt mehr zu Diskotheken und Clubs. Ein negativer PCR-Test ersetzt den Nachweis der Impfung oder der \u00fcberstandenen Erkrankung ausdr\u00fccklich nicht mehr. Bundesregierung und Robert-Koch-Institut (RKI) haben die Slowakei neu als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft. Das teilte das RKI am Freitag in Berlin mit. Dagegen wurden Israel und die Pal\u00e4stinensischen Gebiete von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen. Die neuen Einstufungen werden Sonntagfr\u00fch wirksam. Einreisende aus Hochrisikogebieten m\u00fcssen f\u00fcr zehn Tage in Quarant\u00e4ne. Geimpfte und Genesene k\u00f6nnen die Quarant\u00e4ne aber abwenden, wenn sie bereits vor ihrer Einreise einen Genesenen- oder Impfnachweis an die deutschen Beh\u00f6rden \u00fcbermitteln. Bei nachtr\u00e4glicher Einreichung eines Genesenen- oder Impfnachweises oder eines Negativtests kann die Quarant\u00e4ne verk\u00fcrzt werden. Als Hochrisikogebiete werden L\u00e4nder oder Regionen eingestuft, in denen wegen hoher Infektionsraten ein besonders hohes Infektionsrisiko angenommen wird. Auf der Risikoliste des RKI stehen derzeit rund 70 L\u00e4nder ganz oder zu Teilen. Darunter sind auch mehrere EU-Staaten. Unmittelbare Nachbarstaaten Deutschlands sind mit Ausnahme franz\u00f6sischer und niederl\u00e4ndischer \u00dcberseegebiete derzeit nicht betroffen. Daneben gibt es auch noch die Kategorie des Virusvariantengebiets f\u00fcr Gegenden, in denen bestimmte Coronavirus-Mutanten besonders weit verbreitet sind. Hier sind derzeit keine Staaten oder Regionen eingestuft. Die s\u00e4chsische Landesregierung pr\u00fcft offenbar eine deutliche Versch\u00e4rfung der Corona-Ma\u00dfnahmen f\u00fcr ungeimpfte Personen. Wie die &#171;Leipziger Volkszeitung&#187; berichtet, k\u00f6nnte die 2G-Regel bald auf den Einzelhandel ausgeweitet werden \u2013 das Weihnachtsshopping w\u00e4re dann Geimpften und Genesenen vorbehalten. Ungeimpfte d\u00fcrften nur noch in den Supermarkt, zum Friseur oder k\u00f6rpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik und Fu\u00dfpflege in Anspruch nehmen. &#171;Das w\u00e4re nur konsequent&#187;, zitiert die Zeitung eine ungenannte Quelle aus der Landesregierung. Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) hatte sich schon am Mittwoch f\u00fcr eine konsequente Anwendung des 2G-Modells ausgesprochen: &#171;2G ist jetzt zwingendes Muss.&#187; Die versch\u00e4rften Regeln k\u00f6nnten am 9. November in Kraft treten, wenn die Landesregierung die neue Corona-Verordnung verabschiedet. St\u00e4dte und Landkreise im Freistaat haben sich dem Bericht zufolge gegen die umfassende 2G-Regel ausgesprochen, weil diese nicht zu kontrollieren sei. Die Corona-Lage in Sachsen hat sich zuletzt wieder versch\u00e4rft. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei fast 240, die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen stieg in den vergangenen sieben Tagen von 117 auf 172. Die Quote vollst\u00e4ndig Geimpfter liegt in Sachsen mit 56,5 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 66,5 Prozent (Stand: 28. Oktober). Der Pr\u00e4sident der Intensivmediziner-Vereinigung, Gernot Marx, erwartet im Winter eine \u00e4hnlich starke Belastung der Intensivstationen wie im vergangenen Jahr. &#171;Wir erwarten keinen Winter, der sich gro\u00df von den letzten zwei erlebten unterscheidet&#187;, sagte Marx dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er gehe jedoch davon aus, dass alle Patientinnen und Patienten vollumf\u00e4nglich versorgt werden k\u00f6nnten. &#171;Aber es werden hierzu wieder Operationen abgesagt wie auch Pflegepersonal aus anderen Bereichen abgezogen werden m\u00fcssen&#187;, bekr\u00e4ftigte er fr\u00fchere Aussagen. Das Divi-Pr\u00e4sidiumsmitglied Uwe Janssens kritisierte das geplante Auslaufen des Rechtsstatus der epidemischen Notlage. Die Politik habe ein &#171;unkluges Signal&#187; gesetzt, sagte er dem Fernsehsender Phoenix. &#171;Das hat das Gef\u00fchl erzeugt, es ist vorbei.&#187; Neben vielen erkrankten Ungeimpften erwartet er aber mehr Infektionen auch bei Geimpften, weil die Wirkung der Impfungen nachlasse. &#171;Es sind so viele Punkte, die dagegen sprechen, dass wir in eine beruhigte Zone einbrechen.&#187; Angesichts der steigenden Infektionszahlen warnt die \u00c4rztegewerkschaft Marburger Bund vor erneuten Engp\u00e4ssen in den Krankenh\u00e4usern. &#171;Ich m\u00f6chte nicht wieder erleben, dass wegen Covid-19 Operationen abgesagt werden m\u00fcssen, weil sonst die Versorgung personell nicht bew\u00e4ltigt werden kann&#187;, sagt die Vorsitzende des Marburger Bunds, Susanne Johna, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auch Patienten mit anderen schweren Erkrankungen h\u00e4tten Anspruch darauf, ohne Zeitverzug im Krankenhaus behandelt zu werden. Man m\u00fcsse jetzt handeln, um erneute Versorgungseinschr\u00e4nkung in den Krankenh\u00e4usern zu verhindern, so Johna. Dem Klinikpersonal stecke noch der letzte Winter in den Knochen. Alles, was zum ohnehin belastenden Regelbetrieb hinzukomme, erschwere die Arbeit auf den Stationen zus\u00e4tzlich. DB-Regio-Chef J\u00f6rg Sandvo\u00df hofft in der Wintersaison auf weiter bestehende Maskenregelungen im \u00f6ffentlichen Nahverkehr. &#171;Die Masken werden konsequent getragen&#187;, sagte er der Deutschen Presse-Agentur auf einem \u00d6PNV-Branchentreffen in Frankfurt am Main. Im Sommer 2020 habe es in Gro\u00dfst\u00e4dten noch ein gr\u00f6\u00dferes Problem mit Maskenverweigerern gegeben. &#171;Das ist weg. Die Akzeptanz der Masken ist extrem hoch. Deswegen ist f\u00fcr uns wichtig, wenn die pandemische Lage jetzt ausl\u00e4uft, dass es zumindest Regelungen gibt, dass wir im \u00d6PNV in der Wintersaison, bis Ostern, die Maskenpflicht aufrechterhalten.&#187; Momentan trage die Maske &#171;definitiv zum Sicherheitsgef\u00fchl bei&#187;. Das Vertrauen, den \u00f6ffentlichen Nahverkehr trotz andauernder Pandemie nutzen zu k\u00f6nnen, sieht Sandvo\u00df zur\u00fcckgekehrt. &#171;Wir sind jetzt auf einem Niveau von 70, teilweise 80 Prozent der Vor-Corona-Zeit.&#187; Im l\u00e4ndlichen Bereich sei es noch etwas weniger, in den St\u00e4dten hingegen gebe es teilweise wieder \u00fcber 80 Prozent des Fahrgastaufkommens. &#171;Wir haben viel in zus\u00e4tzliche Hygiene und Sicherheit investiert&#187;, betonte er. Wegen der sich drastisch verschlechternden Corona-Situation f\u00fchrt nun auch die ukrainische Hauptstadt Kiew massive Einschr\u00e4nkungen ein. Ohne negativen PCR-Test oder einen Impfnachweis d\u00fcrfen vom kommenden Montag an Restaurants, Bars, Fitnessstudios und Hotels nicht mehr aufgesucht werden, wie B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko am Donnerstag sagte. Das gelte auch f\u00fcr Angestellte. Die Nutzung des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs werde ebenso nur mit Impfzertifikat oder negativem Test erlaubt. Kontrollen solle es stichprobenartig geben. Derzeit sind nach dem in der Ukraine geltenden Ampelsystem bereits acht der 25 Regionen als rot eingestuft, das hei\u00dft, dass auch hier die massiven Einschr\u00e4nkungen gelten. Am Freitag sollen sieben weitere Regionen folgen. In der Dreimillionenstadt Kiew sind etwa ein Drittel der Einwohner komplett geimpft. Anlass f\u00fcr die versch\u00e4rften Ma\u00dfnahmen ist, dass mittlerweile 65 Prozent der Klinikbetten, die mit Sauerstoffmasken ausgestattet sind, ausgelastet seien. Am Donnerstag wurde dem Gesundheitsministerium zufolge mit 26.071 Neuinfektionen ein neuer H\u00f6chstwert verzeichnet.576 Tote wurden registriert. Landesweit sind nur etwas \u00fcber 17 Prozent der Bewohner geimpft. England hat die Pflicht zur Hotel-Quarant\u00e4ne nach der Einreise f\u00fcr alle L\u00e4nder aufgehoben. Ab Montag, dem 1. November, sollen f\u00fcr Einreisende aus allen sieben derzeit noch auf der sogenannten Roten Liste stehenden L\u00e4ndern wie Peru oder Venezuela die gleichen Regeln gelten wie f\u00fcr Reisende aus andere Staaten. Das teilte Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstag auf Twitter mit. De facto bedeutet das, dass vorerst niemand mehr eine verpflichtende, teure Quarant\u00e4ne im Hotel verbringen muss, wie es bisher der Fall war. Die Kategorie bleibe aber vorsorglich bestehen, hie\u00df es. Angesichts steigender Infektionszahlen erm\u00f6glicht es die Regierung in Ungarn den Arbeitgebern, von ihren Mitarbeitern eine Corona-Schutzimpfung zu verlangen. Dies gab Kanzleramtsminister Gergely Gulyas am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Budapest bekannt. F\u00fcr die Besch\u00e4ftigten in staatlichen Institutionen werde der Staat eine derartige Impfpflicht vorschreiben k\u00f6nnen, f\u00fcgte er hinzu. Dar\u00fcber hinaus werde ab kommendem Montag in allen \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht gelten, sagte Gulyas. Ungarn hatte vor dem Sommer die Corona-Ma\u00dfnahmen weitgehend aufgehoben. F\u00fcr die Teilnahme am \u00f6ffentlichen Leben bedarf es derzeit keiner Nachweise \u00fcber Impfschutz oder aktuelle Tests. Ausgenommen sind lediglich Gro\u00dfveranstaltungen. Eine Maskenpflicht gilt bislang nur in Krankenh\u00e4usern und Altenheimen. Die Sommermonate hindurch hatte Ungarn nur wenige Corona-F\u00e4lle. Doch in den vergangenen Monaten stieg die Zahl wieder steil an. Die Sieben-Tage-Inzidenz an Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner lag zuletzt bei 170. Nur knapp 60 Prozent der Bev\u00f6lkerung sind vollst\u00e4ndig geimpft. Angesichts explodierender Corona-Zahlen m\u00fcssen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Bayern nach den Herbstferien \u2013 also ab 8. November \u2013 voraussichtlich auch im Unterricht wieder Masken tragen. Endg\u00fcltig soll dies in einer Sondersitzung des Kabinetts in der kommenden Woche beschlossen werden. Das k\u00fcndigte Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) am Donnerstag in M\u00fcnchen an. Auch wie lange die Maskenpflicht gelten solle, solle n\u00e4chste Woche beraten werden. Die Maske sei die schnellste und einfachste Form des Schutzes, sagte S\u00f6der. Schon nach den Sommerferien hatten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auch am Platz Masken tragen m\u00fcssen \u2013 diese umfassende Maskenpflicht war dann aber nach einigen Wochen wieder wie geplant ausgelaufen. Der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat zu Corona-Auffrischungsimpfungen aufgerufen \u2013 und sich am Donnerstag selbst eine zus\u00e4tzliche Spritze geben lassen. &#171;Ich werbe daf\u00fcr, dass viele andere das auch tun&#187;, erkl\u00e4rte der CDU-Politiker in einer Twitter-Mitteilung des Ministeriums. &#171;Boostern (verst\u00e4rken) Sie Ihren Impfschutz f\u00fcr den Winter.&#187; Am Mittwoch wurde mit erstmals mehr als 100.000 Auffrischungsimpfungen ein Tagesrekord erzielt, wie Spahn erl\u00e4uterte. Laut Robert Koch-Institut (RKI) waren es 102.400, so dass nun 1,8 Millionen Menschen eine Impf-Verst\u00e4rkung erhalten haben. Eine Auffrischung mindestens sechs Monate nach einer vollst\u00e4ndigen Impfung wird seit September unter anderem \u00c4lteren, Risikogruppen, aber auch Geimpften mit Astrazeneca und Johnson &amp; Johnson angeboten. Spahn bekam seine Auffrischungsimpfung nach Ministeriumsangaben mit dem Pr\u00e4parat von Biontech im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin. Im Mai hatte er sich nach einer vorherigen durchgemachten Corona-Infektion zun\u00e4chst mit dem Mittel von Astrazeneca impfen lassen. Die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und L\u00e4ndern (GMK) hatte im August beschlossen, dass auch Menschen, die nach einer Genesung einen Impfstoff von Astrazeneca oder Johnson &amp; Johnson erhalten haben, eine Auffrischung mit Biontech oder Moderna angeboten werden kann. Dies gilt nach weiteren GMK-Beschl\u00fcssen unter anderem ebenfalls f\u00fcr Menschen ab 60 Jahre nach \u00e4rztlicher Beratung. F\u00fcr rund 170 Passagiere eines Fluss-Kreuzfahrtschiffs aus Deutschland ist die Reise auf der Donau wegen eines Corona-Ausbruchs an Bord abrupt zu Ende gegangen. Bei einem Stopp in Wien waren 80 G\u00e4ste nach Angaben des medizinischen Krisenstabs der Stadt positiv auf das Virus getestet worden. Das an einer Schleuse liegende Schiff wurde unter Quarant\u00e4ne gestellt. Am Donnerstag waren alle Passagiere \u2013 getrennt in Erkrankte und Gesunde \u2013 laut Krisenstab in vier Bussen wieder auf dem Weg nach Deutschland. Auf dem Weg von Passau nach Wien hatte niemand das Schiff verlassen. Auch in der \u00f6sterreichischen Hauptstadt war niemand von Bord gegangen. Keiner der Betroffenen musste laut ORF ins Krankenhaus. In Afrika beginnt die Zahl der Corona-F\u00e4lle sp\u00fcrbar zu sinken, obwohl erst 5,5 Prozent der Bev\u00f6lkerung vollst\u00e4ndig geimpft sind. Im Wochenvergleich sanken die Neuinfektionen laut John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) um 26 Prozent auf 31.000 F\u00e4lle. Er sprach von einem guten Signal und meinte: &#171;Als Kontinent haben wir eine Menge Fortschritte gemacht.&#187; Als Spitzenreiter beim Impfen gilt auf Europas Nachbarkontinent Marokko, das 57 Prozent seiner Bev\u00f6lkerung bisher entsprechende Injektionen verabreicht hat. Die nordrhein-westf\u00e4lische Landesregierung hat die Maskenpflicht am Sitzplatz in den Schulen aufgehoben. Ab Dienstag k\u00f6nnen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aller Jahrg\u00e4nge sich wieder ohne Mund-Nasen-Schutz im Klassenzimmer aufhalten, wenn sie auf festen Pl\u00e4tzen sitzen, wie das Bildungsministerium am Donnerstag bekanntgab. Wer keinen festen Sitzplatz hat, ihn gerade verl\u00e4sst oder auf dem Weg dahin ist, muss die Maske wieder aufsetzen. F\u00fcr Lehrkr\u00e4fte und Betreuungspersonal entf\u00e4llt die Maskenpflicht im Unterrichtsraum, solange ein Mindestabstand von anderthalb Metern eingehalten wird. Regelm\u00e4\u00dfige Tests auf das Coronavirus bleiben weiterhin Bestandteil der Schutzma\u00dfnahmen. Auch am L\u00fcften und dem Einhalten der Hygieneregeln wird laut Bildungsministerium weiter festgehalten. Der Bezirksb\u00fcrgermeister von Berlin-Neuk\u00f6lln, Martin Hikel, bef\u00fcrwortet eine Corona-Impfpflicht f\u00fcr Besch\u00e4ftigte in Krankenh\u00e4usern, Schulen und Kitas. Eine generelle Impfpflicht werde nur sehr schwer umzusetzen sein, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im RBB-Inforadio. Deshalb sei noch mehr Aufkl\u00e4rung n\u00f6tig. &#171;Auf der anderen Seite m\u00fcssen wir in einzelnen Berufsgruppen dar\u00fcber sprechen, ob man nicht den Druck ein St\u00fcck weit erh\u00f6ht&#187;, sagte Hikel. &#171;Nat\u00fcrlich ist es fahrl\u00e4ssig, wenn Menschen, die in Krankenh\u00e4usern arbeiten, nicht eine Verpflichtung haben, sich impfen zu lassen.&#187; Das gelte von der Reinigungskraft bis zum Chefarzt. &#171;Quasi s\u00e4mtliche Menschen, die in den Krankenh\u00e4usern arbeiten, sollten aus meiner Sicht geimpft sein, um den Virus nicht weiterzutragen&#187;, so der Bezirksb\u00fcrgermeister. &#171;\u00c4hnliches gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr Menschen, die im p\u00e4dagogischen Bereich arbeiten, in Schulen, in Kitas, Erzieherinnen, Lehrkr\u00e4fte&#187;, betonte Hikel. In Berlin ist die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt deutlich gestiegen. Am Donnerstag lag sie nach den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts bei 129,4. In Neuk\u00f6lln ist der Wert, der angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in sieben Tagen mit dem Virus angesteckt haben, mit 154,2 sogar noch deutlich h\u00f6her. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat das Vorhaben der Ampel-Parteien zur Beendigung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite und der Schaffung von Nachfolgeregelungen begr\u00fc\u00dft. &#171;Das Eckpunktepapier wird der Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie gerecht&#187;, sagte er der &#171;Rheinischen Post (Donnerstagsausgabe). &#171;Es ist ein guter Kompromiss aus weiterhin m\u00f6glichen Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die L\u00e4nder und einer Absage an harte Einschnitte wie Lockdowns oder Ausgangssperren.&#187; Niemand brauche mehr einen Lockdown oder Schulschlie\u00dfungen, sagte Lauterbach. Zur\u00fcckhaltend \u00e4u\u00dferte er sich aber zu dem von den Ampel-Parteien geplanten Enddatum der Ma\u00dfnahmen. Im Fr\u00fchjahr werde sich aber erst noch zeigen m\u00fcssen, ob ab 21. M\u00e4rz wirklich alle Corona-Ma\u00dfnahmen fallen k\u00f6nnten. &#171;Das ist auch davon abh\u00e4ngig, ob noch Virus-Varianten auftreten werden.&#187; Er betonte erneut die Bedeutung von Impfungen. &#171;Klar ist aber, dass die meisten Ungeimpften von heute bis dahin entweder geimpft, genesen oder leider verstorben sind, denn das Infektionsgeschehen mit schweren Verl\u00e4ufen betrifft vor allem Impfverweigerer&#187;, sagte der SPD-Politiker. Mit dem Coronavirus infizieren sich in Brandenburg wieder mehr Menschen. Erstmals seit Monaten ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz wieder dreistellig. In den vergangenen sieben Tagen steckten sich rechnerisch 104,1 von 100.000 Menschen mit dem Virus an, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 70,9 gelegen, eine weitere Woche zuvor bei 51. Brandenburg liegt aber noch unter dem bundesweiten Durchschnitt von rund 130. Der Vorsitzende des Welt\u00e4rztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat vor einer \u00dcberlastung deutscher Krankenh\u00e4user durch ungeimpfte Corona-Kranke gewarnt. &#171;Das Pflegepersonal der Intensivstationen und die \u00c4rzte arbeiten l\u00e4ngst am Anschlag&#187;, sagte er der &#171;Augsburger Allgemeinen&#187; vom Donnerstag. &#171;Viele haben die Arbeit im Intensivbereich aufgegeben \u2013 auch, weil sie es Leid sind, sich f\u00fcr die Unvernunft von Impfgegnern abzurackern&#187;, sagte er der Zeitung. Die gegenw\u00e4rtige Entwicklung bereite ihm gro\u00dfe Sorge. Vor diesem Hintergrund forderte Montgomery gr\u00f6\u00dfere Impfanstrengungen. Es m\u00fcsse &#171;alles in unserer Macht Stehende&#187; versucht werden, um die Impfraten zu erh\u00f6hen. &#171;Wer sich jetzt nicht impfen l\u00e4sst, obwohl er es machen k\u00f6nnte, riskiert sein Leben und das seiner Mitmenschen&#187;, warnte der Welt\u00e4rztepr\u00e4sident. Die Corona-Erkrankung tobe sich nun bei den Ungeimpften aus, w\u00e4hrend die Geimpften recht zuverl\u00e4ssig vor schweren Krankheitsverl\u00e4ufen gesch\u00fctzt seien, sagte er der Zeitung. Inzidenzwerte und die Zahl der Krankenhausaufnahmen seien weiterhin eng miteinander verkn\u00fcpft \u2013 nur der Faktor habe sich ge\u00e4ndert. &#171;Bei hoher Durchimpfung der Bev\u00f6lkerung gibt es sehr viel mehr milde Verl\u00e4ufe \u2013 die m\u00fcssen nicht ins Krankenhaus, aber viele Ungeimpfte erkranken nach wie vor schwer&#187;, sagte er. In den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages um mehr als 117.000 auf rund 45,84 Millionen. Das ergibt eine Reuters-Z\u00e4hlung auf Basis offizieller Daten der Gesundheitsbeh\u00f6rden. Die Zahl der Todesf\u00e4lle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um mindestens 2018 auf 743.903. Die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Virus hat \u00d6konomen zufolge das Wirtschaftswachstum in den USA im dritten Quartal wahrscheinlich deutlich gebremst. Vermutlich wird der auf Donnerstag vorgezogene Bericht des Handelsministeriums auch eine hohe Inflation zeigen.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Seniorenheim in Brandenburg grassiert das Coronavirus, nur die H\u00e4lfte der Angestellten soll geimpft sein. Jetzt ist die Zahl der Todesopfer noch einmal gestiegen. Alle Infos im Newsblog. In einem Seniorenheim in Brandenburg grassiert das Coronavirus, nur die H\u00e4lfte der Angestellten soll geimpft sein. Jetzt ist die Zahl der Todesopfer noch einmal gestiegen. Alle [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2024149,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[99],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2024150"}],"collection":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2024150"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2024150\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2024151,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2024150\/revisions\/2024151"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2024149"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2024150"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2024150"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2024150"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}