<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2030226,"date":"2021-11-09T23:29:00","date_gmt":"2021-11-09T21:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2030226"},"modified":"2021-11-10T00:11:25","modified_gmt":"2021-11-09T22:11:25","slug":"drosten-mussen-mit-weiteren-100-000-toten-rechnen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/11\/drosten-mussen-mit-weiteren-100-000-toten-rechnen\/","title":{"rendered":"Drosten: M\u00fcssen mit weiteren 100.000 Toten rechnen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Testen, Boostern, 3G-Regelungen reichen nicht aus: Der Charit\u00e9-Virologe Christian Drosten sieht nur einen Ausweg aus der Pandemie: &#171;eine komplett dreifach geimpfte Bev\u00f6lkerung&#187;. Doch er bezweifelt, dass das ohne einen schweren Winter m\u00f6glich sein wird.<\/b><br \/>\nTesten, Boostern,3G-Regelungen reichen nicht aus: Der Charit\u00e9-Virologe Christian Drosten sieht nur einen Ausweg aus der Pandemie: &#171;eine komplett dreifach geimpfte Bev\u00f6lkerung&#187;. Doch er bezweifelt, dass das ohne einen schweren Winter m\u00f6glich sein wird. Der Berliner Charit\u00e9-Virologe Christian Drosten sieht nur einen Weg, die Coronalage zu entsch\u00e4rfen: &#171;Die Antwort ist mehr als einfach: Wir m\u00fcssen die Impfl\u00fccken schlie\u00dfen&#187;, sagte er im Podcast &#171;Das Coronavirus-Update&#187; von NDR Info. Ma\u00dfnahmen wie fl\u00e4chendeckende Tests oder Booster-Impfungen w\u00fcrden angesichts der Delta-Variante nicht ausreichen, um die Winterwelle zu brechen. Ziel sei es nach wie vor, eine endemische Lage zu erreichen, und das sei nur mit einer h\u00f6heren Impfquote m\u00f6glich. &#171;Wenn wir das schaffen w\u00fcrden, dann k\u00f6nnte es eine Nachdurchseuchung ohne gro\u00dfe Probleme geben&#187;, so Drosten. Wenn Deutschland bei der derzeitigen Impfquote bleibe, &#171;m\u00fcssten wir mit mindestens 100.000 Toten rechnen, bevor sich das Fahrwasser beruhigt&#187;. In einigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern werde langsam eine endemische Situation erreicht, so Drosten. In Spanien liege die Durchimpfungsrate bei 80 Prozent, und die Auswirkungen davon seien bereits sichtbar. Das Land verzeichnet derzeit etwa 6000 Neuinfektionen pro Tag &#8212; ein Zehntel der H\u00f6chstwerte w\u00e4hrend der dritten Welle. Auch im Vereinigten K\u00f6nigreich sei die Situation besser als hierzulande, sagte er im Podcast. Obwohl das Land eine \u00e4hnliche Impfquote wie Deutschland hat, h\u00e4tten sich dort viele Menschen auf nat\u00fcrlichem Wege infiziert &#8212; das Land habe aber viele Corona-Todesf\u00e4lle hinnehmen m\u00fcssen. Deutschland stehe also vor der Entscheidung, den spanischen oder den britischen Weg zu gehen. &#171;Es ist einfach von der Infektionsbiologie her vollkommen klar, dass die Impfl\u00fccken geschlossen werden m\u00fcssen&#187;, sagte Drosten. Bei den \u00fcber 60-J\u00e4hrigen m\u00fcsse eine hundertprozentige Durchimpfungsrate erreicht werden &#8212; &#171;ohne Ausnahme&#187;. Bei den unter 60-J\u00e4hrigen m\u00fcsse die Durchimpfungsrate bei 90 Prozent liegen, um eine Durchseuchung ohne viele Todesf\u00e4lle zu erm\u00f6glichen. Alternativ m\u00fcsste Deutschland &#171;viele Tote tolerieren&#187;. Die Corona-Zahlen steigen seit Wochen wieder an und haben in der vergangenen Woche wiederholt Negativrekorde gebrochen. Sowohl die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen als auch die Inzidenz stiegen am Dienstag auf einen neuen H\u00f6chststand. &#171;Wir sind schlechter dran als vor einem Jahr&#187;, sagte Drosten in dem Podcast. \u00dcberrascht sei er aber nicht. Angesichts der niedrigen Impfquote in Deutschland habe er diese Situation &#171;genau projizieren&#187; k\u00f6nnen. &#171;Wir haben die ganze Zeit gewusst, dass die Impfquote besonders schlecht ist. Wir kommen deshalb in diese problematische Situation.&#187; Dennoch hat die Delta-Variante die Karten neu gemischt, so Drosten. Das liege daran, dass die Infektionslage derzeit von geimpften Menschen getrieben werde. Sie bewegen sich frei, &#171;tragen das Virus durch die Gesellschaft und infizieren Ungeimpfte&#187;. Der Virologe bezweifelt, dass kostenlose Corona-Tests diesen Effekt noch eind\u00e4mmen w\u00fcrden. Viele geimpfte Menschen tragen das Virus auch ohne Symptome &#8212; es gebe also keinen zwingenden Anlass f\u00fcr einen Test. Es sei zwar &#171;nicht falsch, solche Tests anzubieten und sie kostenlos zu machen&#187;. Sie w\u00fcrden aber keine Coronainfektionen bei den Geimpften aufdecken. Die neu eingef\u00fchrte 2G-Regelung in \u00d6sterreich habe dagegen bereits Wirkung gezeigt: &#171;Ich finde es interessant zu sehen, dass das offenbar zu einem Umdenken f\u00fchrt&#187;, so Drosten. In \u00d6sterreich wurde Anfang der Woche eine fl\u00e4chendeckende 2G-Regelung eingef\u00fchrt &#8212; nur geimpfte oder genesene Personen d\u00fcrfen an bestimmten gesellschaftlichen Aktivit\u00e4ten teilnehmen. &#171;Dadurch hat man diese Hintert\u00fcr der Tests geschlossen&#187;, sagte Drosten. &#171;Das ist eine der M\u00f6glichkeiten, wie die Politik Druck aus\u00fcben kann.&#187; Drosten bezweifelt jedoch, dass die 2G-Verordnung die Winterwelle brechen kann. Denn viele Ungeimpfte w\u00fcrden ihr soziales Leben vermutlich in den privaten Bereich verlagern: &#171;Das Virus wird auch zu ihnen nach Hause kommen, auch unter 2G&#187;, sagt der Virologe. Vorschl\u00e4ge, die sogenannte 1G-Regelung einzuf\u00fchren &#8212; dass nur getestete Personen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen d\u00fcrfen -, h\u00e4lt Drosten f\u00fcr unrealistisch. &#171;Ich finde das schon problematisch, wenn solche Dinge jetzt als Patentl\u00f6sung oder Strategiewechsel vorgeschlagen werden, wo man doch wei\u00df, dass das logistisch gar nicht drin ist&#187;, sagte er. Auch Vorschl\u00e4ge in Deutschland, eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz einzuf\u00fchren, w\u00fcrden an der falschen Stelle ansetzen. Denn diejenigen, die gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen, haben oft keinen Arbeitgeber &#8212; zum Beispiel \u00e4ltere Menschen. Damit auch geimpfte Personen das Virus nicht mehr so schnell \u00fcbertragen, m\u00fcsste es schnell eine Booster-Impfkampagne geben. Der Virologe pl\u00e4dierte daher f\u00fcr eine lockere Betrachtung der Abst\u00e4nde zwischen der zweiten und dritten Impfung. Er unterst\u00fctze zwar die STIKO-Empfehlung, eine Auffrischungsimpfung nach sechs Monaten anzubieten &#8212; bei \u00e4lteren und schutzbed\u00fcrftigen Menschen m\u00fcsse man aber nicht unbedingt ein halbes Jahr warten. Die Priorisierung der Impfungen m\u00fcsse aber weiterhin beachtet werden. Aber die Drittimpfung allein werde nicht ausreichen, um einen schlimmen Winter zu verhindern. Denn daf\u00fcr sei die Impfquote in Deutschland zu niedrig, sagt Drosten. &#171;Wir m\u00fcssen uns ein ideales Ziel setzen: eine vollst\u00e4ndig dreifach geimpfte Bev\u00f6lkerung.&#187; Das k\u00f6nne entweder jetzt oder im Fr\u00fchjahr, nach einem harten Winter, gemacht werden. Vielleicht sei eine solche Erfahrung auch notwendig, um dieses Ziel zu erreichen, so Drosten.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Testen, Boostern, 3G-Regelungen reichen nicht aus: Der Charit\u00e9-Virologe Christian Drosten sieht nur einen Ausweg aus der Pandemie: &#171;eine komplett dreifach geimpfte Bev\u00f6lkerung&#187;. Doch er bezweifelt, dass das ohne einen schweren Winter m\u00f6glich sein wird. Testen, Boostern,3G-Regelungen reichen nicht aus: Der Charit\u00e9-Virologe Christian Drosten sieht nur einen Ausweg aus der Pandemie: &#171;eine komplett dreifach geimpfte Bev\u00f6lkerung&#187;. 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