<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2046897,"date":"2021-12-01T17:39:00","date_gmt":"2021-12-01T15:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2046897"},"modified":"2021-12-01T18:20:25","modified_gmt":"2021-12-01T16:20:25","slug":"coronavirus-in-chemnitz-inzidenz-in-der-stadt-sinkt-leicht-impfzentrum-offnet-heute-wieder","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/12\/coronavirus-in-chemnitz-inzidenz-in-der-stadt-sinkt-leicht-impfzentrum-offnet-heute-wieder\/","title":{"rendered":"Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz in der Stadt sinkt leicht, Impfzentrum \u00f6ffnet heute wieder"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Seit Monaten h\u00e4lt das Corona-Virus die Welt in Atem. Im TAG24-Ticker erfahrt Ihr, wie sich die Pandemie in Chemnitz entwickelt. | TAG24<\/b><br \/>\nChemnitz &#8212; Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 27.430 Corona-F\u00e4lle,7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1088,8 (Stand: 1. Dezember, alle Daten vom RKI). Seit dem 22. November gilt angesichts der zunehmend dramatischen Infektionslage in Sachsen nun die S\u00e4chsische Corona-Notfall-Verordnung. Die neue Verordnung, die vorerst bis zum 12. Dezember gilt, sieht versch\u00e4rfende Ma\u00dfnahmen insbesondere f\u00fcr Ungeimpfte vor, um die 4. Welle der Corona-Pandemie einzud\u00e4mmen. Dazu geh\u00f6ren fl\u00e4chendeckende 2G-Regelungen, Schlie\u00dfungen von Einrichtungen und Ausgangsbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Ungeimpfte und Nicht-Genesene in Hotspot-Regionen. Schulen und Kitas bleiben ge\u00f6ffnet. Discotheken, Clubs, Bars und Kultureinrichtungen sollen zubleiben. Messen und Gro\u00dfveranstaltungen werden untersagt. Weihnachtsm\u00e4rkte wurden abgesagt. 3G am Arbeitsplatz,2G beim Shopping und beim Friseurbesuch. Ausgangssperren soll es dort geben, wo die Inzidenz \u00fcber 1000 liegt. Ungeimpfte d\u00fcrfen dann zwischen 22 und 6 Uhr ihre Wohnungen nur aus triftigem Grund verlassen. Kontaktbeschr\u00e4nkungen: Ein Haushalt darf sich nur mit einer weiteren Person treffen. Geimpfte, Genesene und Kinder sowie Jugendliche bis 16 Jahre z\u00e4hlen nicht mit. Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden. Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++ Seit knapp einer Woche gilt in Bus und Bahn die 3G-Regel. Am Dienstag wurde in Chemnitz kontrolliert. Die Fahrg\u00e4ste m\u00fcssen also geimpft, genesen oder getestet sein. Es reicht ein Schnelltest &#8212; das negative Ergebnis gilt f\u00fcr 24 Stunden. Mit f\u00fcnf Kontrollteams wurde sechs Stunden 944 Fahrg\u00e4ste \u00fcberpr\u00fcft. Lest mehr dazu im TAG24-Artikel So liefen am Dienstag 3G-Kontrollen in Bus und Bahn in Chemnitz. Es ist wieder offen! Das ehemalige Impfzentrum an der Wilhelm-Raabe-Stra\u00dfe in Chemnitz \u00f6ffnete am Mittwoch wieder seine T\u00fcren. 11 Uhr wurde die wieder aufgebaute Impfstelleer\u00f6ffnet. Bereits Stunden vorher herrschte Riesen-Andrang vor dem ehemaligen Netto-Markt. Einige Menschen standen bereits 7 Uhr an, um den Piks gegen Corona zu bekommen. Wie das DRK Sachsen am Mittag mitteilt, soll das Terminportal am Freitag um 13 Uhr online gehen. Dort k\u00f6nnen Impfwillige Termine buchen und somit lange Wartezeiten vor den Impfstellen umgehen. Mehr dazu in unserem Artikel: Mega-Schlange vor Impfzentrum an Wilhelm-Raabe-Stra\u00dfe, Terminbuchungsportal startet Freitag In Lengenfeld haben sich am Dienstagabend etwa 30 Personen auf dem Markt getroffen, um unangemeldet gegen die aktuell geltenden Auflagen der Corona-Notverordnung zu demonstrieren. Nach wiederholten Durchsagen der Polizei zur aktuellen Rechtslage, verlie\u00df der Gro\u00dfteil der B\u00fcrger den Marktplatz. Von zw\u00f6lf verbliebenen Teilnehmern wurden die Identit\u00e4ten festgestellt und insgesamt neun Verfahren wegen Versto\u00dfes gegen die S\u00e4chsische Corona-Notverordnung eingeleitet. Die Corona-Pandemie hat Rechtspopulisten in ganz Europa R\u00fcckenwind verschafft. Das ist ein zentraler Befund einer Studie des Mercator Forums Migration und Demokratie (Midem) an der Technischen Universit\u00e4t Dresden. Wissenschaftler hatten daf\u00fcr Beitr\u00e4ge populistischer Parteien in zw\u00f6lf L\u00e4ndern quanitativ und qualitativ analysiert. &#171;Krisenzeiten sind immer Einfalltore f\u00fcr Unzufriedenheit und Protest\u00bb, sagte Midem-Chef Hans Vorl\u00e4nder am Mittwoch bei der Vorstellung der Studie &#171;Corona und Rechtspopulismus&#187; in Dresden. In solchen Zeiten h\u00e4tten politische Kr\u00e4fte leichtes Spiel, Sorgen, \u00c4ngste und Ressentiments zu sch\u00fcren und Eliten, Institutionen oder gar ein ganzen System an den Pranger zu stellen. So sei es auch schon in der Migrationskrise gewesen. Allerdings differenziert die Analyse auch klar. Generell sei Corona nicht unbedingt ein Gewinnerthema f\u00fcr Rechtspopulisten gewesen, sagte Vorl\u00e4nder. &#171;Aber sie konnten dort re\u00fcssieren, wo sie schon bestehende Entfremdungserfahrungen und populistische Einstellungen einzelner Bev\u00f6lkerungsgruppen mit ihre Systemkritik aufzugreifen und zuzuspitzen vermochten.&#187; In der tschechischen Grenzregion um Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) sind die Krankenh\u00e4user wegen der vierten Corona-Welle an der Kapazit\u00e4tsgrenze. Drei Intensivpatienten m\u00fcssen mit Rettungswagen und einem Hubschrauber aus \u00fcberlasteten Kliniken in Usti und Teplice nach Prag und Pilsen (Plzen) verlegt werden, wie das nationale Koordinationszentrum f\u00fcr Patientenverteilung am Mittwoch bekannt gab. In den n\u00e4chsten Tagen sollen in Nordb\u00f6hmen zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten auf den Corona-Stationen geschaffen werden. Usti nad Labem liegt knapp 50 Kilometer s\u00fcdlich von Dresden. In Tschechien gab es innerhalb von sieben Tagen 1193 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner, wie aus den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums in Prag hervorging. Am st\u00e4rksten betroffen sind weiter die \u00f6stlichen Landesteile. Knapp 6,4 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner Tschechiens sind vollst\u00e4ndig geimpft. Das Gesundheitssystem des EU-Mitgliedsstaats leidet seit Jahren an Personalmangel, da gut qualifizierte \u00c4rzte und Pflegekr\u00e4fte aufgrund schlechter Bezahlung ins westliche Ausland gehen. Einzelh\u00e4ndler, die mit ihrem Vermieter \u00fcber die Miete im Corona-Lockdown streiten, k\u00f6nnen voraussichtlich nicht auf eine pauschale Halbe\/Halbe-Regelung hoffen. Das zeichnete sich am Mittwoch in einer Verhandlung des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe ab. In dem Musterfall aus Sachsen hatte zuletzt das Dresdner Oberlandesgericht dem Gesch\u00e4ft den Erlass von ungef\u00e4hr der H\u00e4lfte einer Monatsmiete zugesprochen, weil es von 19. M\u00e4rz bis 19. April 2020 schlie\u00dfen musste. Das ist den BGH-Richterinnen und -Richtern zu pauschal. Der Vorsitzende Hans-Joachim Dose sagte, nach vorl\u00e4ufiger Einsch\u00e4tzung brauche es &#171;eine umfassende Pr\u00fcfung aller Umst\u00e4nde des Einzelfalls&#187;. Das Urteil soll am 12. Januar verk\u00fcndet werden. Seit dem Jahreswechsel 2020\/21 ist gesetzlich klargestellt, dass gewerbliche Mieter eine Anpassung ihres Mietvertrags verlangen k\u00f6nnen, wenn sie wegen Corona-Ma\u00dfnahmen schlie\u00dfen m\u00fcssen oder ihr Gesch\u00e4ft nur mit starken Einschr\u00e4nkungen \u00f6ffnen d\u00fcrfen. Es gibt aber keine Vorschrift, die besagt, dass ihnen ein Teil der Miete erlassen werden muss. In dem Fall geht es um eine Filiale des Textil-Discounters Kik im Raum Chemnitz. (Az. XII ZR 8\/21) Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen hat sich die Bildungsexpertin der Gr\u00fcnen im Landtag, Christin Melcher, offen f\u00fcr vorgezogene Weihnachtsferien gezeigt. &#171;Die Entscheidung dar\u00fcber sollte jedoch gemeinsam mit den relevanten Interessengruppen getroffen werden&#187;, sagte sie am Mittwoch. Sie erachte die Einbeziehung des Landessch\u00fcler- und Landeselternrates, der Gewerkschaften und Schulleitungen als unbedingt geboten. Im Fall eines Vorziehens sollten Eltern die zus\u00e4tzlichen Ferientage als Kinder-Krankentage in Anspruch nehmen k\u00f6nnen, so die Gr\u00fcnen-Politikerin. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hatte bislang offen gelassen, ob Sachsen wegen der Pandemie die Weihnachtsferien vorzieht. Schulleitungen sollten mehr Kompetenzen erhalten, um die Lage vor Ort abzusch\u00e4tzen und etwa Wechsel- und Distanzunterricht anzuordnen, sagte Melcher. Wo technisch m\u00f6glich, seien auch hybride Unterrichtsformen denkbar. &#171;In jedem Falle muss die Maskenpflicht auf alle Altersstufen ausgeweitet werden.&#187; F\u00fcr Kitas sollten Land und Kommunen ausreichend Schnelltests zur Verf\u00fcgung stellen und die Finanzierung \u00fcbernehmen. Die Stadt Chemnitz hat die ehemalige Impfstelle an der Wilhelm-Raabe-Stra\u00dfe wieder aufgebaut &#8212; bereits am Mittwoch werden dort die ersten Corona-Impfungen durchgef\u00fchrt. Die Impfstelle startet zun\u00e4chst mit einem mobilen Impfteam des DRK. Damit sind laut Stadt ab Mittwoch bis zu 250 Impfungen t\u00e4glich m\u00f6glich. Sp\u00e4ter soll es dann auch wieder m\u00f6glich sein, Impftermine online zu buchen. Die \u00d6ffnungszeiten der Impfstelle an der Wilhelm-Raabe-Stra\u00dfe sind Montag bis Samstag von 9 bis 17 Uhr, heute \u00f6ffnet die Impfstelle erst 11 Uhr. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Sachsen erneut leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der w\u00f6chentlich gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Mittwoch mit 1209,4 an (Vortag: 1268,9). Trotz der sinkenden Zahlen liegen fast alle St\u00e4dte und Landkreise \u00fcber der Inzidenz-Marke von 1000. Einzig die Stadt Leipzig (717,2) liegt darunter. Der Freistaat bleibt damit den RKI-Daten zufolge der Corona-Hotspot Deutschlands. Das Bundesland mit der zweith\u00f6chsten Inzidenz ist derzeit Th\u00fcringen mit einem Wert von 962,5. Bundesweit betrug die Inzidenz am Mittwoch 442,9. Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat laut RKI inzwischen 502.742 Covid-19-F\u00e4lle und 10.997 Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Am Mittwoch kamen 9261 Infektionen dazu und 53 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch f\u00fcr Chemnitz 374 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 27.430 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 1088,8 (Vortag: 1147,3). Es wurden f\u00fcnf weitere Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 598 Personen an oder mit dem Virus. Da der Inzidenz-Wert von 1000 \u00fcberschritten wurde, gilt laut der S\u00e4chsischen Corona-Notfall-Verordnung zwischen 22 Uhr und 6 Uhr eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung f\u00fcr Ungeimpfte. Das Verlassen der Wohnung ist in dieser Zeit nur aus triftigen Gr\u00fcnden zul\u00e4ssig. Der S\u00e4chsische Landtag kommt n\u00e4chste Woche am Montag auf Antrag der Staatsregierung zu einer Sondersitzung zusammen. Thema sei die Feststellung der Anwendbarkeit des Infektionsschutzgesetzes in Sachsen nach der vergangene Woche ausgelaufenen epidemischen Lage von nationaler Tragweite, teilte die Landtagsverwaltung am Dienstag mit. Bisher war diese epidemische Lage die Bedingung f\u00fcr zahlreiche Schutzma\u00dfnahmen im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus. Nach den Worten von Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (46, CDU) sollen die Bundesl\u00e4nder alle Instrumente in die Hand bekommen, um die Corona-Krise zu meistern. Das sagte Kretschmer am Dienstag nach dem Gespr\u00e4ch der L\u00e4nderchefs mit der gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU) und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (63, SPD). Nun m\u00fcsse man sehen, wie der Bundesgesetzgeber das Infektionsschutzgesetz weiter ausgestaltet. Dem Freistaat liege daran, damit nicht bis zum 15. Dezember zu warten. Die aktuelle Corona-Notfallverordnung des Freistaates gilt noch bis zum 12. Dezember. F\u00fcr die Ausweitung der Impfangebote in Sachsen hat der Haushaltsausschuss das Landtages zus\u00e4tzliche 160 Millionen Euro freigegeben. Damit sollen die mobilen Impfteams mehr Personal erhalten, wie Gerhard Liebscher (66), Haushaltspolitiker der Gr\u00fcnen-Fraktion, am Dienstag mitteilte. &#171;Au\u00dferdem wollen wir die Impfzentren in Chemnitz, Dresden und Leipzig wiederer\u00f6ffnen.&#187; Angebot und Nachfrage beim Impfen passen in Sachsen seit Wochen nicht mehr zusammen. Vor den Impfstationen, in denen ohne Termin geimpft wird, bilden sich jeden Tag lange Warteschlangen. Die Landesregierung hat den Ausbau der Kapazit\u00e4ten ab Dezember zugesagt. Wie Liebscher weiter mitteilte, bekommt Sachsen zudem drei Millionen Euro vom Bund f\u00fcr den Ausbau des \u00f6ffentlichen Gesundheitsdienstes. Damit solle die IT-Infrastruktur gef\u00f6rdert werden. Die Bundesl\u00e4nder sollen nach den Worten des s\u00e4chsischen Ministerpr\u00e4sidenten Michael Kretschmer (CDU) alle Instrumente in die Hand bekommen, um die Corona-Krise zu meistern. Der 46 Jahre alte Regierungschef zeigte sich nach dem Gespr\u00e4ch der L\u00e4nderchefs mit der gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD) am Dienstag zuversichtlich, dass man nun auf einem guten Weg sei. \u00abWir sind uns einig, dass diese Entwicklung, wie sie derzeit l\u00e4uft, gro\u00dfe Risiken birgt und es ein aktives Handeln braucht. Das Gebot der Stunde ist, Kontakte zu reduzieren\u00bb, sagte Kretschmer. Das sei in Sachsen noch viel deutlicher als etwa in Schleswig-Holstein. Aber allen Kolleginnen und Kollegen sei klar, dass niemand verschont bleiben wird. &#171;\u00dcberall steigen die Zahlen.&#187; Man werde sich an diesem Donnerstag noch einmal treffen und dann Entscheidungen treffen. Bund und L\u00e4nder w\u00fcrden gemeinsam Verantwortung tragen wollen. &#171;Wir sind wieder auf einem Weg, der viele Jahre erfolgreich war &#8212; nicht konfrontativ, sondern gemeinsam.&#187; Das stimme hoffnungsvoll. Kretschmer ging davon aus, dass dann entschieden wird, die Bundesliga ohne Zuschauer auszutragen. Auch \u00fcber Silvester und das Feuerwerk werde man noch einmal diskutieren. Kretschmer hatte sich schon zuvor gegen Feuerwerk ausgesprochen. Ob man in Sachsen einen harten Lockdown brauche, m\u00fcsse in den kommenden beiden Wochen entschieden werden. Derzeit gebe es keine konkreten Pl\u00e4ne. Man beobachte die Situation aufmerksam. Er sp\u00fcre in der Bev\u00f6lkerung eine Akzeptanz f\u00fcr h\u00e4rtere Ma\u00dfnahmen. Doch man m\u00fcsse nun sehen, wie der Bundesgesetzgeber das Infektionsschutzgesetz ausgestaltet. Sachsen liege daran, damit nicht bis zum 15. Dezember zu warten. Ab Mittwoch ist in Sachsen ein zus\u00e4tzlicher Rettungshubschrauber in der Luftrettung im Einsatz. Dieser solle die bisher aus f\u00fcnf Hubschraubern bestehende Staffel insbesondere bei der bundesweiten Verlegung von s\u00e4chsischen Corona-Intensivpatienten unterst\u00fctzen, teilte die Krankenkasse IKK classic am Dienstag mit. Diese ist federf\u00fchrend f\u00fcr die s\u00e4chsischen Kassen und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung in der Vergabekommission f\u00fcr die Luftrettung bei der Landesdirektion Sachsen (LDS). \u00abEs gilt, in der h\u00f6chst angespannten Pandemiesituation neben den normalen Rettungseins\u00e4tzen auch den Transport von schwer erkrankten Corona-Patienten in Krankenh\u00e4user mit freien Intensivbetten sicherzustellen\u00bb, sagte Sven Hut, Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IKK classic. Die Verlegung von Corona-Patienten sichere vor Ort wichtige Bettenkapazit\u00e4ten f\u00fcr andere Notfallpatienten mit beispielsweise Hirn- oder Herzinfarkten oder nach Unf\u00e4llen. Der zus\u00e4tzliche Hubschrauber wird den Angaben nach vom Luftrettungsstandort in Bautzen zu seinen Eins\u00e4tzen starten. Bereits in der vergangenen Corona-Welle sei ein zus\u00e4tzlicher Rettungshubschrauber finanziert worden. Dieser habe zwischen dem 23. Dezember 2020 und dem 22. M\u00e4rz 177 Verlegungsfl\u00fcge mit Corona-Intensivpatienten absolviert. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums sind inzwischen 13 Intensivpatienten aus Sachsen in andere Bundesl\u00e4nder verlegt worden. Sie wurden aus Krankenh\u00e4usern in Dresden, Annaberg, Zschopau, Rodewisch, Freiberg und Erlabrunn nach Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen gebracht, wie das Ministerium am Dienstag mitteilte. Eine weitere Liste mit sieben zu verteilenden Patienten aus Sachsen sei vom Bundeskleeblatt am Montag best\u00e4tigt worden. Weitere Verlegungen seien geplant, darunter am Dienstag ein Ambulanzflug mit zwei Patienten aus Dresden nach Hannover. Zudem seien am Montag 13 weitere Patienten f\u00fcr eine Verlegung an das Kleeblatt gemeldet worden. Sachsen geh\u00f6rt zum sogenannten Kleeblatt Ost, das noch die L\u00e4nder Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen umfasst. Das Kleeblatt-Konzept f\u00fcr die Verlegung von Patienten wurde unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle im Fr\u00fchjahr 2020 entwickelt. Es soll sicherstellen, dass es in einzelnen Bundesl\u00e4ndern keine Engp\u00e4sse bei der intensivmedizinischen Behandlung gibt. Daf\u00fcr sollen Patienten innerhalb eines Zusammenschlusses mehrerer Bundesl\u00e4nder oder teils auch nur eines Bundeslandes verlegt werden k\u00f6nnen. Am Mittwoch soll die Bundeswehr erstmals auch s\u00e4chsische Intensivpatienten zu Behandlungen nach Nordrhein-Westfalen fliegen. Das Spezialflugzeug der Luftwaffe wird die Schwerkranken nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch von Dresden nach K\u00f6ln bringen. Die Landung des A310 MedEvac mit sechs Patienten in K\u00f6ln ist am fr\u00fchen Nachmittag geplant. Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist in Sachsen nachgewiesen worden. Der Fall in Leipzig sei durch eine Genomsequenzierung best\u00e4tigt, teilte eine Sprecherin der Stadt am Dienstag mit. Es handele sich um einen Verdachtsfall, \u00fcber den die Chefin des Gesundheitsamtes, Regine Krause-D\u00f6ring, bereits am Vortag berichtet hatte. Betroffen ist demnach ein 39 Jahre alter Mann, der weder im Ausland war noch Kontakt zu einem Menschen hatte, der sich im Ausland befand. Mittlerweile sind in etlichen L\u00e4ndern &#8212; darunter auch Deutschland &#8212; F\u00e4lle der Variante aufgetaucht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die zun\u00e4chst im s\u00fcdlichen Afrika entdeckte Corona-Variante am Freitag als &#171;besorgniserregend&#187; eingestuft. Ab dem 1. Dezember wird im ehemaligen netto-Markt an der Wilhelm-Raabe-Stra\u00dfe das Impfzentrum erneut ge\u00f6ffnet. Bereits vor dem Umzug in die Richard-Hartmann-Halle, war der ehemalige Supermarkt Anlaufpunkt f\u00fcr Impfwillige. Die Impfstelle wird dann Montag bis Samstag von 9 bis 17 Uhr ge\u00f6ffnet haben. Au\u00dfer am Inbetriebnahme-Tag, hier wird in der Zeit von 11 bis 17 Uhr geimpft. Im bundesweiten Corona-Hotspot Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag leicht gesunken und liegt nun bei 1268,9. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor. Am Montag lag der Wert bei 1284,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, am Sonntag bei 1205,5. Der Freistaat bleibt den RKI-Daten zufolge das mit Abstand am st\u00e4rksten von der Infektionswelle betroffene Bundesland in Deutschland. Bundesweit betrug die Inzidenz am Montag 452,2. Seit Beginn der Pandemie sind landesweit laut RKI inzwischen 493.481 Covid-19-F\u00e4lle und 10.944 Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Seit Montag kamen 6627 Infektionen dazu und 37 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag f\u00fcr Chemnitz 160 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 27.056 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 1147,3 (Vortag: 1171,0). Es wurden keine weiteren Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 593 Personen an oder mit dem Virus. Da der Inzidenz-Wert von 1000 am Freitag \u00fcberschritten wurde, gilt laut der S\u00e4chsischen Corona-Notfall-Verordnung seit Samstag zwischen 22 Uhr und 6 Uhr eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung f\u00fcr Ungeimpfte. Das Verlassen der Wohnung ist in dieser Zeit nur aus triftigen Gr\u00fcnden zul\u00e4ssig. Heftiger Corona-Zoff in der Chemnitzer Innenstadt am Montagabend! Laut ersten Informationen soll eine linke Gruppierung versucht haben, einen nicht genehmigten Spaziergang zu blockieren. Die Polizei schritt ein. Mehr dazu in unserem Artikel: Chaos bei Corona-Protest in Chemnitz: Polizei greift durch! In Sachsen wurde erstmals die Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen! Wie die Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes Regine Krause-D\u00f6ring am Montagabend bei einer Gespr\u00e4chsrunde \u00fcber die &#171;Wellenbrecher&#187;-Ma\u00dfnahmen in Sachsen bekannt gab, wurde am Montag ein 39 Jahre alter Mann mit der neuen Virus-Mutante in einem Leipziger Krankenhaus untergebracht. Mehr dazu in unserem ausf\u00fchrlichen Bericht: Erster Omikron-Fall in Sachsen: Corona-Variante hat den Freistaat erreicht Eine f\u00fcr diesen Dienstag geplante gemeinsame virtuelle Kabinettssitzung von Bayern und Sachsen f\u00e4llt aus. Das teilte ein Regierungssprecher am Montagabend in M\u00fcnchen mit. Urspr\u00fcnglich war geplant, dass die beiden Landesregierungen gemeinsam \u00fcber die aktuelle Corona-Lage beraten. In Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut bundesweit mit Abstand am h\u00f6chsten, und auch Bayern bewegt sich weiter in der Spitzengruppe. Auch die normalen Kabinettssitzungen am Dienstag in M\u00fcnchen und Dresden wird es nach Angaben der beiden Staatskanzleien nicht geben. Zu den Gr\u00fcnden f\u00fcr die Absage sagte der Regierungssprecher zun\u00e4chst nichts. Hintergrund d\u00fcrfte aber eine Terminkollision sein: Am Dienstagmittag wollen die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpr\u00e4sidentinnen und -pr\u00e4sidenten der L\u00e4nder \u00fcber die Corona-Krise beraten. Die Politik erwartet unmittelbar zuvor Hinweise \u00fcber ihren Handlungsspielraum vom Bundesverfassungsgericht. Aus Sicht des s\u00e4chsischen Gesundheitsministeriums l\u00e4sst sich die Wirkung der seit einer Woche geltenden Corona-Notfallverordnung noch nicht beurteilen. Mit Blick auf die Inzidenz und Krankenhaus-Belegung k\u00f6nne noch nicht von einem Effekt gesprochen werden, teilte das Ministerium am Montag mit. Die Einsch\u00e4tzung der Infektionslage werde erschwert, weil viele Gesundheits\u00e4mter \u00fcberlastet seien und es zu Nachmeldungen von Infektionsf\u00e4llen komme. Wegen der dramatisch steigenden Infektionszahlen hatte die Landesregierung einen &#171;Wellenbrecher&#187; erlassen, der seit vergangenem Montag in Kraft ist. Er sieht unter anderem n\u00e4chtliche Ausgangssperren f\u00fcr Ungeimpfte in Hotspot-Gebieten sowie die Schlie\u00dfung der Gastronomie nach 20 Uhr vor. Im bundesweiten Corona-Hotspot Sachsen war die Sieben-Tage-Inzidenz zum Wochenstart auf 1284,8 gestiegen. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor. Bundesweit betrug die Inzidenz am Montag 452,4. Bei der einmaligen Aktion der evangelischen und katholischen Kirche in Sachsen mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) wurden 1620 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Es war f\u00fcr alle Beteiligten ein gro\u00dfer Erfolg und &#171;eine \u00fcberragende&#187; Resonanz, wie die Landeskirche und das Bistum Dresden-Meissen in Dresden am Montag mitteilten. Danach nutzten die meisten (1386) die Gelegenheit zur Auffrischung,158 holten sich den ersten und 76 den zweiten Piks. In der Dresdner Frauenkirche, dem Haus der Kathedrale in Dresden, der Nikolaikirche Leipzig und dem Bildungsgut St. Benno in Schmochtitz (Landkreis Bautzen) konnten Impftermine vorab online reserviert werden, in der Propsteikirche Leipzig und der Wolfgangskirche in Schneeberg (Erzgebirge) meldeten sich Impfwillige direkt an. An den sechs Orten hatten die Kirchgemeinden f\u00fcr Sonntag niedergelassene \u00c4rzte und Helfer organisiert und Ehrenamtliche engagiert. Bei den anhaltenden Corona-Protesten in Sachsen ist es nach Einsch\u00e4tzung eines Staatsrechtlers f\u00fcr die Polizei eine Frage des Ermessens, ob sie dagegen vorgeht oder nicht. &#171;Die Polizei kann einschreiten, aber sie muss es nicht tun&#187;, sagte der Rechtswissenschaftler Jochen Rozek von der Universit\u00e4t Leipzig am Montag. Die Beamten m\u00fcssten jeweils in der konkreten Situation abw\u00e4gen, inwiefern die \u00f6ffentliche Sicherheit durch die nicht angemeldeten &#171;Spazierg\u00e4nge&#187; und Aktionen gest\u00f6rt sei. Die s\u00e4chsische Corona-Notfallverordnung gestattet derzeit nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal zehn Teilnehmern. Am Wochenende hatten vor allem im S\u00fcden Sachsens Hunderte Menschen in verschiedenen Orten gegen die Corona-Ma\u00dfnahmen protestiert. Auch f\u00fcr Montagabend wurde in sozialen Netzwerken zu zahlreichen &#171;Spazierg\u00e4ngen&#187; aufgerufen. Innenminister Roland W\u00f6ller (CDU) hatte schon vorige Woche gesagt, dass die Polizei nicht gewaltsam gegen Demonstranten vorgehen werde. Eine Versammlung mit mehr als zehn Menschen sei derzeit in Sachsen &#171;objektiv ein Rechtsversto\u00df&#187;, sagte Rozek. Wer vors\u00e4tzlich so eine Versammlung veranstalte oder sich daran beteilige, begehe eine Ordnungswidrigkeit. &#171;Und von Vorsatz kann man sicher ausgehen, weil allgemein bekannt ist, dass Beschr\u00e4nkungen gelten&#187;, sagte Rozek. Die Polizei k\u00f6nne in jedem Fall versuchen, die Personalien der Teilnehmer aufzunehmen. Laut Rozek ist es allerdings auch fraglich, ob das Grundrecht der Versammlungsfreiheit durch die Notfall-Verordnung \u00fcberhaupt so strikt eingeschr\u00e4nkt werden darf. Zum Beispiel k\u00f6nne man diskutieren, ob es unterschiedliche Regeln f\u00fcr Geimpfte und Ungeimpfte geben m\u00fcsste. Ein Schlupfloch l\u00e4sst die Notfall-Verordnung allerdings. Die Versammlungsbeh\u00f6rden &#8212; also die Landkreise und kreisfreien St\u00e4dte &#8212; d\u00fcrfen Ausnahmen bewilligen, wenn dies aus Infektionsschutzsicht vertretbar ist. Vorigen Montag hatte der Landkreis Bautzen eine Demonstration mit 300 Teilnehmern zugelassen. An dieser Entscheidung hatte es heftige Kritik gegeben. Sachsens Sicherheitsbeh\u00f6rden sind \u00fcber die zunehmende Radikalisierung von Gegnern der Corona-Schutzma\u00dfnahmen besorgt. &#171;Die Idee eines gewaltsamen Widerstands gegen demokratische Regeln geh\u00f6rt inzwischen zu den typischen Standardforderungen der Bewegung der Corona-Leugner&#187;, erkl\u00e4rte der Pr\u00e4sident des Landesamts f\u00fcr Verfassungsschutz, Dirk-Martin Christian, am Montag auf Anfrage. Auch unter dem Einfluss von Rechtsextremisten, sogenannten Reichsb\u00fcrgern und Antisemiten seien die Anti-Corona-Proteste im Verlauf der Pandemie immer aggressiver geworden. Sp\u00e4testens mit den gewaltsamen Attacken auf Polizeibeamte und Journalisten sowie Verbalattacken gegen den s\u00e4chsischen Ministerpr\u00e4sidenten Michael Kretschmer (46, CDU) seien eindeutig &#171;rote Linien&#187; \u00fcberschritten worden. Die Kabinette von Bayern und Sachsen wollen an diesem Dienstag in einer virtuellen Sitzung gemeinsam \u00fcber die aktuelle Corona-Lage beraten. Das teilte ein Regierungssprecher am Montag in M\u00fcnchen mit. Im Anschluss wollen die Ministerpr\u00e4sidenten Markus S\u00f6der (CSU) und Michael Kretschmer (CDU) \u00fcber die Ergebnisse der Beratungen informieren &#8212; in zeitgleichen Pressekonferenzen, bei denen der jeweils andere Regierungschef virtuell zugeschaltet ist. In Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut bundesweit mit Abstand am h\u00f6chsten, und auch Bayern bewegt sich weiter in der Spitzengruppe. Aus beiden Bundesl\u00e4ndern mussten zuletzt bereits zahlreiche Intensivpatienten in andere Bundesl\u00e4nder verlegt werden, um die Kliniken wenigstens ein St\u00fcck weit zu entlasten. Sowohl S\u00f6der als auch Kretschmer hatten zuletzt wiederholt ein Vorziehen der n\u00e4chsten Bund-L\u00e4nder-Beratungen \u00fcber die Corona-Krise verlangt &#8212; bislang ist daf\u00fcr erst der 9. Dezember vorgesehen. Mehrere hundert Menschen haben in Plauen (Vogtland) an einem ungenehmigten &#171;Corona-Spaziergang&#187; teilgenommen. Lest mehr dazu im TAG24-Artikel Rund 900 Menschen bei &#171;Corona-Spaziergang&#187; in Plauen. Im bundesweiten Corona-Hotspot Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz zum Wochenstart auf 1284,8 gestiegen. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor. Am Sonntag lag der Wert bei 1205,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, am Samstag bei 1201,1. Der Freistaat bleibt den RKI-Daten zufolge das mit Abstand am st\u00e4rksten von der Infektionswelle betroffene Bundesland in Deutschland. Bundesweit betrug die Inzidenz am Montag 452,4. Seit Beginn der Pandemie sind landesweit laut RKI-\u00dcbersicht inzwischen 486 854 Covid-19-F\u00e4lle und 10.907 Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Seit Sonntag kamen 6148 Infektionen dazu und vier weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 342.000 gesch\u00e4tzt. Sachsen forciert das Impftempo. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bereitet landesweit \u00fcber 40 Impfstellen vor, teilweise sind sie schon in Betrieb, wie ein Sprecher am Montag sagte. &#171;Wir werden unterschiedliche L\u00f6sungen haben, in manchen Landkreisen drei Teams, in anderen mehr, dann aber nicht jeden Tag offen.&#187; Zur Terminbuchung soll das Onlineportal aus dem Fr\u00fchjahr wieder eingerichtet werden. Dar\u00fcber hinaus sind mobile Impfteams an t\u00e4glich wechselnden Orten im Einsatz. Bereits an diesem Mittwoch \u00f6ffnet das Dresdner Impfzentrum in der Messe wieder, indem die mobilen Teams 1000 Menschen t\u00e4glich impfen k\u00f6nnen. Der Freistaat ist Schlusslicht bei den Immunisierungen in Deutschland und hat den h\u00f6chsten Wert bei der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche aller Bundesl\u00e4nder. Laut der Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) waren am vergangenen Freitag erst 58 Prozent der Bev\u00f6lkerung ab zw\u00f6lf Jahren vollst\u00e4ndig geimpft und 7,5 Prozent haben bisher eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die niedrige Impfquote gilt als eine der Hauptursachen f\u00fcr die hohen Inzidenzwerte. Die s\u00e4chsischen Bestatter blicken angesichts dramatischer Corona-Infektionszahlen mit Sorge in die Zukunft. &#171;Derzeit ist die Lage noch entspannt und \u00fcberhaupt nicht vergleichbar mit der Situation im vergangenen Jahr&#187;, sagte Tobias Wenzel, Innungsobermeister der Bestatterinnung Sachsen, der Deutschen Presse-Agentur. Dennoch k\u00f6nne es wegen der dynamischen Entwicklung zu \u00dcberlastungen kommen. &#171;Wenn eine Infektionswelle beginnt, landet sie 14 Tage sp\u00e4ter auf den Intensivstationen. Nach weiteren zwei Wochen bekommen wir sie zu sp\u00fcren.&#187; Lest mehr dazu in unserem Artikel Bestatter in Sachsen blicken mit Sorge auf vierte Pandemie-Welle. Die Pandemie macht Reisenden das Leben immer wieder schwer &#8212; so geht es auch jungen Menschen, die im Ausland studieren wollen. An Sachsens Hochschulen herrscht dennoch reger Betrieb. Sie kommen aus China, Kanada, Australien oder Italien: Trotz der Corona-Pandemie sind die s\u00e4chsischen Hochschulen bei internationalen Studierenden weiter beliebt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Interesse an einem Studium im Freistaat vielerorts wieder gestiegen, wie eine Umfrage ergeben hat. Die Immatrikulation ausl\u00e4ndischer Studentinnen und Studenten bleibt aufgrund der coronabedingten Reisebeschr\u00e4nkungen jedoch kompliziert. Zu Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr waren die Zahlen der internationalen Studierenden teils stark zur\u00fcckgegangen &#8212; an der TU Dresden etwa um 400 auf 1100 im Corona-Wintersemester 2020\/21. Zum Start des neuen Wintersemesters registrierte die Uni wieder einen Anstieg &#8212; 1300 junge Menschen aus dem Ausland haben dort gerade ihr Studium begonnen. &#171;Allerdings sind insbesondere Austauschstudierende nach wie vor sehr zur\u00fcckhaltend&#187;, teilte die TU mit. Auch die Uni Leipzig z\u00e4hlte zu Beginn dieses Semesters wieder deutlich mehr ausl\u00e4ndische Bewerberinnen und Bewerber &#8212; 500 mehr als im Vorjahr, wie die Hochschule mitteilte. &#171;Daraus kann man schlussfolgern, dass sich die Studierenden nicht nur an die Universit\u00e4t trauen, sondern es gibt auch einen gro\u00dfen Wunsch, in Leipzig in Pr\u00e4senz studieren zu wollen.&#187; Die Zahl der tats\u00e4chlich immatrikulierten Studienanf\u00e4nger in Leipzig aus dem Ausland sei jedoch in diesem Jahr leicht zur\u00fcckgegangen. &#171;Der Hauptgrund ist darin zu sehen, dass es noch immer \u2013 und wieder verst\u00e4rkt \u2013 Schwierigkeiten bei der Einreise gibt, zum Beispiel aus Risikogebieten und durch Einschr\u00e4nkungen bei der Visumsvergabe an deutschen Botschaften&#187;, erkl\u00e4rte ein Sprecher. Auch die TU Bergakademie Freiberg bekommt die Reisebeschr\u00e4nkungen weiter zu sp\u00fcren. Wegen der Probleme bei der Visa-Erteilung komme es zu akuten Verz\u00f6gerungen bei der Einschreibung, so dass viele erst sp\u00e4ter mit ihrem Studium starten k\u00f6nnten, teilte eine Sprecherin mit. Schon im vergangenen Jahr habe man aufgrund der Probleme Online-Formate angeboten, damit Studierende in ihren Heimatl\u00e4ndern mit den Kursen beginnen konnten, bis sie einreisen durften. Auch die TU Chemnitz setzt laut Angaben eines Sprechers auf Online-Formate &#8212; zudem gebe es digitale Freizeit-Angebote wie Sprachcaf\u00e9s. Online in Sachsen studieren und gleichzeitig permanent zu Hause in China, Australien oder den USA bleiben &#8212; das ist laut TU Dresden allerdings schwierig. Wegen der vielen Zeitzonen sei es logistisch nicht m\u00f6glich, alle Studierenden gleichzeitig zusammenzuschalten. Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag f\u00fcr Chemnitz 448 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 26.896 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 1171,0 (Vortag: 1110,9). Es wurden keine weiteren Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 593 Personen an oder mit dem Virus. Da der Inzidenz-Wert von 1000 am Freitag \u00fcberschritten wurde, gilt laut der S\u00e4chsischen Corona-Notfall-Verordnung seit Samstag zwischen 22 Uhr und 6 Uhr eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung f\u00fcr Ungeimpfte. Das Verlassen der Wohnung ist in dieser Zeit nur aus triftigen Gr\u00fcnden zul\u00e4ssig. Einsteigen, bitte &#8212; aber nur mit 3G! Die Chemnitzer Busse und Bahnen weisen nun endlich auf die geltenden Corona-Regeln hin. Zuvor hatten die fehlenden Hinweise f\u00fcr Kritik gesorgt. Bislang mangelte es im Chemnitzer Nahverkehr an Kontrollen und Hinweisen zur neuen 3G-Regel und FFP2-Masken-Pflicht. Bei Facebook sorgte das f\u00fcr eine hitzige Diskussion &#8212; viele fragten sich, woher \u00fcberhaupt das Personal f\u00fcr die Kontrollen kommen sollte. Nun ist an den Haltestellen der CVAG die klare Ansage zu lesen: Zutritt nur f\u00fcr Geimpfte, Genesene und Getestete mit FFP2-Maske. Angesichts der sich versch\u00e4rfenden Pandemielage an Sachsens Schulen fordert die Bildungsexpertin der Linke-Landtagsfraktion, Luise Neuhaus-Wartenberg, unter anderem fr\u00fchere Weihnachtsferien. Die Pause ab dem 15. statt dem 23. Dezember sei &#171;aufgrund der dramatischen Lage unvermeidbar&#187;, sagte sie am Sonntag in Dresden. Eine Notbetreuung f\u00fcr Kinder im Grundschulalter m\u00fcsse abgesichert werden. Die Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen seien inzwischen so hoch, dass Pr\u00e4senzunterricht ein gro\u00dfes Risiko sei. \u00abDie Zahl der Klassen und Schulen, die in Quarant\u00e4ne m\u00fcssen, wird in den n\u00e4chsten Tagen enorm ansteigen\u00bb, so die Politikerin. Die Schulen sollten mitentscheiden k\u00f6nnen, in welcher Form sie Wechselunterricht anbieten, auf digitalen Unterricht, Hybridvarianten oder Homeschooling setzen. Es sei &#171;nun das Gebot der Stunde, sich auf das Notwendigste zu beschr\u00e4nken&#187;, sagte Neuhaus-Wartenberg. Ein &#171;weiter so&#187; und damit eine Durchseuchung an den Schulen sei wegen der unvorhersehbaren Langzeitwirkungen und der Gefahr von Virusmutationen &#171;verantwortungslos&#187;. Wegen der \u00dcberlastung s\u00e4chsischer Kliniken und Krankenh\u00e4user in der Corona-Pandemie sind in der Nacht zum Sonntag zwei weitere Patienten aus Sachsen in Kliniken in Norddeutschland verlegt worden. Sie wurden mit einem Ambulanzflugzeug des ADAC nach Bremerhaven geflogen. Bis zum Sonntagabend sind nach Angaben des Sozialministeriums vier weitere Transporte dieser Art vorgesehen. Bereits am Samstag waren vier Covid-19-Intensivpatienten ausgeflogen worden, am Freitag zwei. Mehr dazu in unserem Artikel: Krankenh\u00e4user \u00fcberlastet! Weitere Intensivpatienten aus Sachsen werden ausgeflogen Der Trend bei den Corona-Neuinfektionen im bundesweiten Hotspot Erzgebirgskreis geht nach einem leichten R\u00fcckgang am Samstag wieder deutlich nach oben. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag am Sonntagmorgen bei 2021,9, wie aus der t\u00e4glichen \u00dcbersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Vortag hatte es die Sieben-Tage-Inzidenz mit 2000,5 ausgewiesen, f\u00fcr Freitag waren es 2006,2. Der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge folgt mit einem aktuellen Wert von 1652,1 auf Platz 2 dahinter &#8212; bei ebenso deutlichem Trend nach oben. F\u00fcr Sachsen insgesamt ist aktuell ein Wert von 1205,5 ausgewiesen, nach 1201,1 am Vortag und 1192,8 am Freitag. An Wochenenden wird in der Regel allerdings weniger getestet und gemeldet. Der Freistaat bleibt den RKI-Daten zufolge das mit Abstand am st\u00e4rksten von der Infektionswelle betroffene Bundesland in Deutschland. Seit Beginn der Pandemie sind landesweit laut RKI-\u00dcbersicht inzwischen 480 706 Covid-19-F\u00e4lle und 10.903 Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Seit Samstag kamen 6233 Infektionen dazu und 20 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 338.700 gesch\u00e4tzt. Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag f\u00fcr Chemnitz 481 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 26.448 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 1110,9 (Vortag: 1101,1). Es wurden keine weitere Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 593 Personen an oder mit dem Virus. Da der Inzidenz-Wert von 1000 am Freitag \u00fcberschritten wurde, gilt laut der S\u00e4chsischen Corona-Notfall-Verordnung seit Samstag zwischen 22 Uhr und 6 Uhr eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung f\u00fcr Ungeimpfte. Das Verlassen der Wohnung ist in dieser Zeit nur aus triftigen Gr\u00fcnden zul\u00e4ssig. Gro\u00dfer Impf-Protest vor dem Chemnitzer Klinikum! Etwa 400 B\u00fcrger versammelten sich am Samstagabend vor Klinik-Geb\u00e4ude an der Flemmingstra\u00dfe. Sie z\u00fcndeten Kerzen an, hielten Schilder in den H\u00e4nden. Damit protestierten sie gegen eine drohende Corona-Impfpflicht. Mehr dazu in unserem Artikel: Kerzen vor Chemnitzer Klinikum aufgestellt: Protest gegen drohende Impfpflicht Impf-Protest im Erzgebirge Am Samstagnachmittag trafen sich etwa 50 Personen vor dem Chemnitzer Karl-Marx-Monument. Sie sangen gemeinsam das Steigerlied, hielten dabei Kerzen in den H\u00e4nden. Dies sollte als kleiner &#171;Ersatz&#187; f\u00fcr die abgesagte Bergparade dienen und gleichzeitig eine Art &#171;Mahnwache&#187; f\u00fcr die aktuelle Corona-Situation sein. Erlaubt war die Veranstaltung allerdings nicht. Aktuell d\u00fcrfen sich nur maximal zehn Personen treffen. Wegen der \u00dcberlastung von Krankenh\u00e4usern werden am Samstag weitere Patienten aus Sachsen in andere Bundesl\u00e4nder verlegt. Geplant sind insgesamt sechs Transporte, wie das Sozialministerium in Dresden mitteilte. Wegen der Witterungsbedingungen im Bundesgebiet seien Verlegungen mit Hubschraubern nur begrenzt m\u00f6glich, zwei Patienten sollen m\u00f6glicherweise gegen Mitternacht mit Ambulanzflugzeugen nach Bremen gebracht werden. \u00dcber die Verlegung werde operativ oftmals kurzfristig entschieden, hie\u00df es. Die beiden ersten Transporte erfolgten bereits am Vortag aus dem Dresdner Herzzentrum nach Herford (Nordrhein-Westfalen) und aus dem Krankenhaus Dresden-Neustadt nach Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern). In der dortigen Universit\u00e4tsmedizin sei ein 45 Jahre alter beatmungspflichtiger Mann am sp\u00e4ten Abend angekommen, sagte ein Kliniksprecher am Samstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. In dem Bundesland werden nach Angaben seines Gesundheitsministeriums zun\u00e4chst insgesamt vier Intensivpatienten aus \u00fcberlasteten Kliniken im Freistaat erwartet. Die insgesamt sechs geplanten Verlegungen am Samstag gehen an verschiedene Orte. Dabei sollen Patienten aus dem Krankenhaus Dresden-Neustadt in die Universit\u00e4tsklinik Rostock sowie aus dem Herzzentrum Dresden in die Helios Kliniken nach Schwerin, aus dem Dresdner Universit\u00e4tsklinikum nach G\u00f6ttingen (Niedersachsen), aus einem Krankenhaus in Adorf (Vogtlandkreis) nach Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) sowie mit einem Lear Jet aus dem Dresdner Krankenhaus Friedrichstadt und einer Freiberger Klinik nach Bremen gebracht werden. Sachsen hat nach Ministeriumsangaben insgesamt 16 Patienten f\u00fcr eine Verlegung angemeldet. Der Freistaat geh\u00f6rt zum sogenannten Kleeblatt Ost, das zudem die L\u00e4nder Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen umfasst. Das Verlegungskonzept wurde im Zuge der ersten Corona-Welle im Fr\u00fchjahr 2020 entwickelt, um Engp\u00e4sse auf Intensivstationen in einem Land zu vermeiden. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag wurden binnen eines Tages 10.593 neue Corona-F\u00e4lle sowie 48 Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz, der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg auf 1201,1. Am Freitag hatte er bei 1192,8 gelegen. Sachsen ist den RKI-Daten zufolge weiterhin das mit Abstand am st\u00e4rksten von der Infektionswelle betroffene Bundesland in Deutschland. Der Erzgebirgskreis bleibt mit einem aktuellen Wert bei der Sieben-Tage-Inzidenz von 2000,5 der Hotspot unter den Regionen bundesweit, allerdings mit einem leichten R\u00fcckgang im Vergleich zum Vortag (2006,2). Dahinter folgen die Landkreise Bautzen (1617,7) und S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge (1602,6). Seit Beginn der Pandemie sind landesweit laut RKI inzwischen 474.473 Covid-19-F\u00e4lle und 10.883 Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Etwa 337.000 sind demnach von einer Infektion genesen. Ein Intensivpatient aus Sachsen ist am sp\u00e4ten Freitagabend nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt worden. Der 45-j\u00e4hrige beatmungspflichtige Mann sei gegen 23 Uhr per Hubschrauber am Universit\u00e4tsmedizin Greifswald angekommen, sagte ein Krankenhaussprecher am Samstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Es handele sich um die erste Verlegung nach Mecklenburg-Vorpommern in Folge der regionalen Auslastung von Krankenhauskapazit\u00e4ten w\u00e4hrend der vierten Corona-Welle. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag wurden zun\u00e4chst insgesamt vier Intensivpatienten aus \u00fcberlasteten Kliniken in Sachsen erwartet. Demnach sollten zwei in die Universit\u00e4tsklinik Rostock und jeweils einer in die Universit\u00e4tsklinik Greifswald und in die Helios Kliniken Schwerin gebracht werden. Sie sollten bis sp\u00e4testens am Wochenende eintreffen. Die Corona-Pandemie bremst die Einb\u00fcrgerung bereits lange in Sachsen lebender Migranten. Nach Angaben des Innenministeriums bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur nahmen im Jahr 2020 im Freistaat 1775 Menschen die deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft an &#8212; 316 weniger als 2019. Die meisten stammten aus Syrien, gefolgt von Vietnamesen, Ukrainern, Polen und Menschen aus der Russischen F\u00f6deration. Von 2018 zu 2019 waren die Einb\u00fcrgerungen noch von 1647 auf 2091 gestiegen. &#171;Das Interesse an Einb\u00fcrgerung ist sehr gro\u00df&#187;, sagte Markus Guffler, Sprecher des Ausl\u00e4nderbeauftragten. Der R\u00fcckgang 2020 liege wom\u00f6glich daran, dass \u00c4mter w\u00e4hrend der Pandemie nur eingeschr\u00e4nkt arbeitsf\u00e4hig waren. Haus\u00e4rzte in Chemnitz und Umgebung schlagen Alarm! Der Impf-Ansturm, kombiniert mit den vielen Covid-Kranken, bringt Praxen an die Belastungsgrenze. Lest mehr dazu im TAG24-Artikel Chemnitzer Haus\u00e4rzte vor der Belastungsgrenze, Klinikum sucht Personal. Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag f\u00fcr Chemnitz 521 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 25.967 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 1101,1 (Vortag: 1039,7). Es wurden sieben weiteren Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 593 Personen an oder mit dem Virus. Da der Inzidenz-Wert von 1000 am Freitag \u00fcberschritten wurde, gilt laut der S\u00e4chsischen Corona-Notfall-Verordnung ab heute zwischen 22 Uhr und 6 Uhr eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung f\u00fcr Ungeimpfte. Das Verlassen der Unterkunft ist in dieser Zeit nur aus triftigen Gr\u00fcnden zul\u00e4ssig. Wegen der Hotspot-Regelung haben inzwischen alle zehn s\u00e4chsischen Landkreise die n\u00e4chtliche Ausgangssperre f\u00fcr Ungeimpfte verh\u00e4ngt. Lediglich in den St\u00e4dten Chemnitz, Dresden und Leipzig ist die Regelung nicht in Kraft, weil dort noch nicht die kritische Inzidenz-Marke von 1000 \u00fcberschritten wurde. Am Freitag meldete der Landkreis G\u00f6rlitz, dass die Ausgangsbeschr\u00e4nkungen dort ab Samstag gelten, weil die Inzidenz nach Mitteilung des RKI bei 1295,1 liege. Die seit Montag geltende Corona-Notfall-Verordnung sieht vor, dass in Hotspot-Regionen mit einer Corona-Inzidenz \u00fcber 1000 Ausgangsbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Ungeimpfte gelten. Diese d\u00fcrfen in der Zeit von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr am Folgetag nur aus triftigen Gr\u00fcnden ihre Wohnung verlassen. Wird die 1000er-Inzidenz an drei Tagen in Folge unterschritten, wird die Regelung aufgehoben. In Zw\u00f6nitz hat es am Freitagabend beim j\u00e4hrlichen &#171;Anlichteln&#187; erneut einen gr\u00f6\u00dferen Polizeieinsatz gegeben. Grund daf\u00fcr ist ein Aufruf der Gemeindeversammlung Zw\u00f6nitz mit Lichtern auf den Markt zu erscheinen. Aufgrund der angespannten Situation entschlossen sich die Beamten einen Polizeieinsatz durchzuf\u00fchren. Vereinzelte Randgruppen von Jugendlichen wurden nach ersten Informationen nicht auf dem Marktplatz gelassen. Zudem riegelte die Polizei alle Zufahrten zum ab. Die Lage in Krankenh\u00e4usern vor allem der Region Chemnitz spitzt sich nach Experteneinsch\u00e4tzung dramatisch zu. Als &#171;katastrophal&#187; charakterisierte der \u00e4rztliche Direktor des Klinikums Chemnitz, Ralf Steinmeier, am Freitag die Situation. &#171;Die Belegung mit Covid-19-Patienten st\u00f6\u00dft an die Grenzen des am Klinikum Machbaren.&#187; Lest mehr dazu im TAG24-Artikel &#171;Katastrophale&#187; Lage &#8212; Vollversorgung von Patienten in Gefahr. Die Verlegung von Patienten aus Sachsen in andere Bundesl\u00e4nder hat am Freitag begonnen. Es habe kurzfristig eine Verlegung aus dem Herzzentrum Dresden ins westf\u00e4lische Herford gegeben, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Dresden unter Berufung auf das Herzzentrum mit. Die Klinik war f\u00fcr eine Best\u00e4tigung zun\u00e4chst nicht erreichbar. Weitere Verlegungen gem\u00e4\u00df dem sogenannten Kleeblatt-Konzept sind laut Ministerium f\u00fcr die kommenden Tage etwa nach Mecklenburg-Vorpommern geplant. Es gebe Anmeldungen f\u00fcr Patienten-Transporte aus den Kliniken Adorf, dem Herzzentrum Dresden, dem Klinikum Dresden-Neustadt und dem Uniklinikum Dresden. Sie sollen nach Bielefeld, G\u00f6ttingen und Rostock, Greifswald und Schwerin gehen. Es k\u00f6nne allerdings kurzfristige Verschiebungen oder Absagen gehen. Gr\u00fcnde daf\u00fcr k\u00f6nnten etwa zu schlechtes Wetter f\u00fcr Fl\u00fcge oder der Zustand der Patienten sein. Aus dem nordrhein-westf\u00e4lischen Gesundheitsministerium gab es \u00fcber die Pl\u00e4ne zun\u00e4chst keine Angaben. Ein Sprecher des Gesundheitsressorts in Schwerin best\u00e4tigte am Freitag, dass Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden Tagen vier Intensivpatienten aus Sachsen aufnehme. Zwei w\u00fcrden in die Universit\u00e4tsklinik Rostock gebracht und jeweils einer in die Universit\u00e4tsklinik Greifswald und in die Helios Kliniken Schwerin. Die zu beatmenden Patienten w\u00fcrden sp\u00e4testens am Wochenende eintreffen. Sachsen hatte nach Angaben von Gesundheitsministerin Petra K\u00f6pping (SPD) am Mittwoch 16 Patienten f\u00fcr die Verlegung angemeldet. Das Land geh\u00f6rt zum sogenannten Kleeblatt Ost, das noch die L\u00e4nder Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen umfasst. Das Kleeblatt-Konzept f\u00fcr die Verlegung von Patienten wurde unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle im Fr\u00fchjahr 2020 entwickelt. Es soll sicherstellen, dass es in einzelnen Bundesl\u00e4ndern keine Engp\u00e4sse bei der intensivmedizinischen Behandlung gibt. Daf\u00fcr sollen Patienten innerhalb eines Zusammenschlusses mehrerer Bundesl\u00e4nder oder teils auch nur eines Bundeslandes verlegt werden k\u00f6nnen. Der stellvertretende s\u00e4chsische Ministerpr\u00e4sident Wolfram G\u00fcnther (48, Gr\u00fcne) sieht Anzeichen daf\u00fcr, dass sehr viele Menschen den Ernst der Lage in der Corona-Pandemie erkannt haben. &#171;Sie reduzieren ihre Kontakte und nutzen das Homeoffice, wo sie es k\u00f6nnen. Stra\u00dfen und Z\u00fcge sind leerer in den letzten Tagen&#187;, sagte G\u00fcnther am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden: &#171;Es gilt, was wir seit Beginn der Pandemie sagen: Staatliche Ma\u00dfnahmen sind der Rahmen f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der Pandemie. Schaffen werden wir das aber nur gemeinsam.&#187; G\u00fcnther nannte die Corona-Lage in Sachsen dramatisch. Am Freitag hatte das Robert Koch-Institut die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat auf 1192,8 beziffert. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Innerhalb eines Tages kamen mehr als 12.000 neue Corona-F\u00e4lle hinzu. &#171;Schutz der Menschen vor dem Virus, Eind\u00e4mmung der Pandemie und Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung haben absolute Priorit\u00e4t. Dazu geh\u00f6rt auch, dass wir evaluieren, ob die Ma\u00dfnahmen ausreichen&#187;, sagte G\u00fcnther. Jetzt gehe es um die konsequente Durchsetzung der aktuellen Schutzverordnung &#8212; mit Kontrollen und auch mit Bu\u00dfgeldern, wo Menschen sich r\u00fccksichtslos verhalten. Er k\u00f6nne sich auch eine Versch\u00e4rfung der 2G-plus-Regel (genesen oder geimpft und getestet) in Bereichen vorstellen, wo sich Menschen l\u00e4nger gemeinsam aufhalten. Der s\u00e4chsische Regierungschef Michael Kretschmer (46, CDU) fordert eine schnellstm\u00f6gliche Bund-L\u00e4nder-Konferenz zu Corona noch vor dem f\u00fcr 9. Dezember geplanten Termin. &#171;Z\u00f6gern wird bestraft&#187;, sagte er am Freitag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die neue S\u00fcdafrika-Variante des Virus versch\u00e4rfe noch die Lage: &#171;Wir brauchen nun umso dringlicher bundeseinheitliche Regelungen im Kampf gegen dieses aggressive Virus. Die derzeit m\u00f6glichen Ma\u00dfnahmen reichen daf\u00fcr nicht aus. Hier besteht dringender Abstimmungs- und Handlungsbedarf und dieser kann keine 14 Tage mehr warten.&#187; Kretschmer zufolge ist jetzt &#171;ein fl\u00e4chendeckendes, einheitliches Vorgehen &#8212; in ganz Deutschland&#187; erforderlich. Dazu geh\u00f6rten Kontaktbeschr\u00e4nkungen und eine gro\u00dfe Beruhigung des \u00f6ffentlichen Lebens. Die vierte Welle werde &#171;alles in den Schatten stellen, was wir bisher erlebt haben&#187; &#171;Wir m\u00fcssen das \u00f6ffentliche und das wirtschaftliche Leben so weit es geht zur\u00fcckfahren und betroffene Unternehmen finanziell unterst\u00fctzen&#187;, sagte Kretschmer. Er hatte schon in den vergangenen Tagen wiederholt darauf hingewiesen, dass man neue Instrumente brauche. In Sachsen gilt seit Wochenbeginn eine Notfallverordnung mit erheblichen Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die B\u00fcrger. Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Fallzahlen in Sachsen fordert die Linke eine Testpflicht f\u00fcr Kita-Kinder in Sachsen. Marika T\u00e4ndler-Walenta (37), Sprecherin der Landtagsfraktion f\u00fcr Kitas, kritisierte, die Landesregierung setze die Gesundheit der Kinder, Erzieherinnen und Erzieher aufs Spiel. Sie verunsichere Eltern, ob ihre Kinder noch gut in der Kita aufgehoben seien. &#171;Das ist fahrl\u00e4ssig, da die allgemein g\u00fcltigen Hygienema\u00dfnahmen wie Abstand und Maske in den Kitas kaum umgesetzt werden k\u00f6nnen.&#187; Die Linke fordere daher, die Testvorschriften der Schulen auch auf die Kitas auszuweiten. Ungeimpfte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler m\u00fcssen sich in Sachsen dreimal pro Woche testen. Zuvor hatte sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) \u00e4hnlich ge\u00e4u\u00dfert. Eine Erzieherin aus O\u00dfling startete eine Online-Petition, in der sie eine Testpflicht im Freistaat forderte. Die Zahl der wegen Corona geschlossenen Schulen in Sachsen steigt stark. Aktuell sind 214 Schulen teilweise und 121 Schulen vollst\u00e4ndig geschlossen, wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte. Das entspricht einem Anteil von knapp 24 Prozent. Am Montag waren noch elf Prozent der \u00f6ffentlichen Schulen betroffen. Die Landesregierung hatte zuletzt auf die steigenden Infektionszahlen reagiert und eine neue Schul- und Kita-Corona-Verordnung verabschiedet. Sie sieht vor, dass Grundschulen sp\u00e4testens ab Montag in den eingeschr\u00e4nkten Regelbetrieb m\u00fcssen. Dieser bedeutet die strenge Trennung der Klassen und Gruppen einschlie\u00dflich des Personals. In Sachsen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen weiter schnell. Der Wert lag mit Stand vom Freitag bei 1192,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Donnerstag hatte die Inzidenz noch bei 1074,6 gelegen, binnen eines Tages kamen rund 12.500 neue Covid-19-F\u00e4lle hinzu. Sachsen ist damit den RKI-Daten zufolge erneut mit Abstand das am st\u00e4rksten von der Infektionswelle betroffene Bundesland in Deutschland. Im Nachbarbundesland Th\u00fcringen lag die Inzidenz am Freitag mit 805,7 am zweith\u00f6chsten im L\u00e4ndervergleich. Im Erzgebirge liegt die Inzidenz bundesweit am h\u00f6chsten. Das Robert Koch-Institut meldet am Freitag eine einen Wert von \u00fcber 2000! Mehr dazu in unserem Artikel: Horror-Inzidenz! Dieser s\u00e4chsische Landkreis liegt \u00fcber 2000 Die 3G-Regel im \u00d6PNV und am Arbeitsplatz sorgt f\u00fcr einen Ansturm auf s\u00e4chsische Testzentren. Wer zurzeit in Chemnitz oder Dresden einen Schnelltest machen will, muss vielerorts Geduld mitbringen. Jetzt wollen die Betreiber aufstocken. Mehr zum Thema erfahrt Ihr in unserem Artikel: Bis zu 40 Minuten anstehen! Warte-Wahnsinn an S\u00e4chsischen Testcentern Alles dicht machen? Das \u00f6ffentliche Leben in Sachsen ist bereits weitgehend heruntergefahren. Trotzdem hat sich Gesundheitsministerin Petra K\u00f6pping (63, SPD) f\u00fcr einen kompletten Lockdown ausgesprochen. Wie zuvor auch schon ihr Chef Michael Kretschmer (46, CDU). Aber die M\u00f6glichkeiten sind ausgereizt. Was das genau bedeutet, erfahrt Ihr in unserem Bericht: Mehr als 300 Schulen von Schlie\u00dfung betroffen! Regierung h\u00e4lt Sachsen-Lockdown f\u00fcr notwendig Neue Corona-Regel in Chemnitz: Ab Samstag d\u00fcrfen Ungeimpfte nachts nicht mehr vor die T\u00fcr! Grund daf\u00fcr ist die Corona-Inzidenz. Diese lag am Freitag in der Stadt erstmals \u00fcber 1000. Mehr dazu in unserem Artikel: Ab morgen auch in Chemnitz: Ungeimpfte m\u00fcssen nachts zu Hause bleiben! Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag f\u00fcr Chemnitz 446 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 25.446 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 1039,7 (Vortag: 972,2). Es wurden sieben weitere Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 586 Personen an oder mit dem Virus. Da der Inzidenz-Wert von 1000 \u00fcberschritten wurde, gilt laut der S\u00e4chsischen Corona-Notfall-Verordnung ab Samstag zwischen 22 Uhr und 6 Uhr eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung f\u00fcr Ungeimpfte. Das Verlassen der Unterkunft ist in dieser Zeit nur aus triftigen Gr\u00fcnden zul\u00e4ssig. Noch nie gab es so viele Neuinfektionen im Freistaat wie in den letzten Wochen. Gerade im Erzgebirgskreis, welcher immer wieder durch seine Corona-Demos auffiel, hat sich die 7-Tages-Inzidenz geradezu verdoppelt. Von 800 auf aktuell 1642 F\u00e4lle pro 100.000 Einwohner. Lest mehr dazu im TAG24-Artikel Inzidenz bei 1642! Im Eerzgebirgskreis verdoppelten sich die Fallzahlen binnen 7 Tagen! Die Schlange bildete sich schon am fr\u00fchen Donnerstagmorgen bei Minusgraden an der Wests\u00e4chsische Hochschule in Schneeberg. An diesem Tag sollen circa 300 Impfdosen verimpft werden. Ab Mittag mussten dann auch Personen wieder nach Hause geschickt werden. &gt;&gt;&gt;Hier findet Ihr Termine der mobilen Impfteams. Das Impftempo in den s\u00e4chsischen Arztpraxen nimmt zu. Am Mittwoch impften die niedergelassenen \u00c4rzte 37.000 Menschen im Freistaat, wie die Kassen\u00e4rztliche Vereinigung (KV) am Donnerstag mitteilte. Das sei ein Spitzenwert und der zweith\u00f6chste seit Beginn der Impfkampagne. Der Vorstandsvorsitzende der KV Sachsen, Klaus Heckemann, lobte das Ergebnis. Die \u00c4rzte h\u00e4tten Tatkraft und gro\u00dfen Willen bewiesen, obwohl der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Bestellmenge f\u00fcr den Biontech-Impfstoff erst k\u00fcrzlich begrenzt habe. Gesundheitsministerin Petra K\u00f6pping (SPD) zufolge impfen inzwischen mehr als 2000 Arztpraxen &#8212; etwa die H\u00e4lfte aller Praxen &#8212; mit. Vermehrt sollten nun auch die 120 im Landesverband organisierten Betriebs\u00e4rzte und Krankenh\u00e4user mitimpfen, sagte K\u00f6pping am Donnerstag in Dresden. Ziel seien 100.000 Impfungen pro Woche in den Praxen, das sei aber noch nicht erreicht. Jeder niedergelassene Arzt m\u00f6ge noch einmal in sich gehen, ob er sich beteiligt, sagte K\u00f6pping und bat eindringlich um Unterst\u00fctzung. Auch pensionierte \u00c4rzte und ehemaliges medizinisches Personal k\u00f6nnten helfen und sollten sich bei der \u00c4rztekammer melden. Zugleich warb K\u00f6pping f\u00fcr Geduld. Schlangen vor den Impfstellen w\u00fcrden sich derzeit nicht vermeiden lassen. Man k\u00f6nne zwei Millionen Menschen nicht sofort boostern. K\u00f6pping will kommende Woche im Kabinett eine Aufstockung der Gelder f\u00fcr die staatlichen Impfstationen beantragen. Bislang seien 275.555 Booster-Impfungen verabreicht worden,14,3 Prozent der Menschen \u00fcber 60 Jahren haben demnach inzwischen eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die Nachfrage sei sprunghaft gestiegen. Die Quote bei Erstimpfungen liegt laut Angaben K\u00f6pping derzeit bei 60,2 Prozent, vollst\u00e4ndig geimpft seien 57,9 Prozent. Die niedrige Impfquote sei eine der Hauptursachen, warum die Inzidenz in Sachsen so hoch sei, sagte die SPD-Politikerin. Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen in Sachsen sehen sich die Hausarztpraxen \u00fcberlastet. Der S\u00e4chsische Haus\u00e4rzteverband fordert daher strengere Ma\u00dfnahmen, um die Lage in den Griff zu bekommen. &#171;Die Bundesregierung muss rasch handeln. Ob Erst- oder Booster-Impfung, bei Corona-Verdacht oder best\u00e4tigter Infizierung &#8212; bundesweit stehen Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte aus verschiedenen Gr\u00fcnden vor der Herausforderung, zu viele Patientinnen und Patienten auf einmal behandeln zu m\u00fcssen&#187;, sagte der Verbandsvorsitzende Torben Ostendorf am Donnerstag. Der S\u00e4chsische Haus\u00e4rzteverband bietet laut eigenen Angaben seit Ende Oktober die Online-Plattform &#171;zukunft:hausarzt&#187;, die \u00c4rzten, Praxispersonal und Patienten eine M\u00f6glichkeit zum Austausch bieten soll. Sachsen hat wegen der Corona-Pandemie seine Teilnahme an der Internationalen Gr\u00fcnen Woche Ende Januar kommenden Jahres in Berlin abgesagt. &#171;Das haben wir schweren Herzens getan. Denn die IGW ist f\u00fcr die s\u00e4chsische Agrarwirtschaft und das regionale Ern\u00e4hrungsgewerbe traditionell eine enorm wichtige Plattform&#187;, sagte Landwirtschaftsminister Wolfram G\u00fcnther (Gr\u00fcne) am Donnerstag. Sachsen schlie\u00dfe sich damit den Entscheidungen einer Reihe weiterer Bundesl\u00e4nder wie Baden-W\u00fcrttemberg, Niedersachsen, Hessen und Sachsen-Anhalt an. Sachsens Gesundheitsministerin Petra K\u00f6pping (SPD) sieht angesichts der dramatischen Corona-Lage im Freistaat keine Alternative mehr zu einem harten Lockdown. &#171;Ich halte ihn dringend f\u00fcr notwendig, weil ich keine andere M\u00f6glichkeit mehr sehe&#187;, sagte sie am Donnerstag in Dresden. Auch bei einem kompletten Lockdown k\u00f6nne man noch abstufen und etwa die Kitas und Schulen offen halten. Man sei mit Berlin in Kontakt, weil die bisherigen Ma\u00dfnahmen nicht ausreichten. Sachsen habe alle M\u00f6glichkeiten auf Basis des bestehenden Infektionsschutzgesetzes ausgereizt. Schon zuvor hatte Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer einen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr ausgeschlossen. &#171;Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Es wird nur zu verhindern sein, wenn es ein kollektives Verst\u00e4ndnis und gemeinsames Bewusstsein gibt, Kontakte zu vermeiden und die Ma\u00dfnahmen einzuhalten&#187;, sagte der CDU-Politiker der S\u00e4chsischen Zeitung (Donnerstag). Wenn es in der kommenden Woche nicht einen positiven Effekt gebe, &#171;m\u00fcssen wir diese Diskussion f\u00fchren&#187;. Nach den Worten von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) &#8212; von Beruf Jurist &#8212; erlaubt die aktuelle Rechtslage keinen kompletten Lockdown. Der Bund habe den L\u00e4ndern zwar eine \u00dcbergangsfrist bis zum 15. Dezember einger\u00e4umt, allerdings h\u00e4tten Ma\u00dfnahmen der L\u00e4nder sp\u00e4testens am 25. November in Kraft treten m\u00fcssen. Mit diesem Datum hatte die Ampel-Koalition in Berlin das Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite verkn\u00fcpft. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es nicht mehr m\u00f6glich, noch einmal Versch\u00e4rfungen vorzunehmen, erkl\u00e4rte Piwarz. Sachsen habe das mit der am vergangenen Freitag beschlossenen Notfallverordnung getan. K\u00f6pping zufolge soll wegen der angespannten Lage in s\u00e4chsischen Krankenh\u00e4usern noch am Donnerstag mit der Verlegung von Patienten in andere Bundesl\u00e4nder begonnen werden. Man habe am Mittwoch 16 Patienten daf\u00fcr angemeldet,10 seien f\u00fcr eine sofortige Verlegung geeignet. F\u00fcr jede weitere Woche seien je 20 Patienten angemeldet worden. K\u00f6pping machte keine Angaben dazu, in welche Orte die Betroffenen gebracht werden. Sachsen geh\u00f6rt zum sogenannten Kleeblatt Ost, das noch die L\u00e4nder Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen umfasst. Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer schlie\u00dft einen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr aus. &#171;Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Es wird nur zu verhindern sein, wenn es ein kollektives Verst\u00e4ndnis und gemeinsames Bewusstsein gibt, Kontakte zu vermeiden und die Ma\u00dfnahmen einzuhalten&#187;, sagte der CDU-Politiker der &#8216;S\u00e4chsischen Zeitung&#8217; (Donnerstag). Wenn es in der kommenden Woche nicht einen positiven Effekt gebe, &#171;m\u00fcssen wir diese Diskussion f\u00fchren&#187;. Kretschmer geht zudem davon aus, dass die Betten-Auslastung mit Covid-19-Patienten in den n\u00e4chsten Wochen dramatisch steigen werde. &#171;Wir bereiten jetzt die Verlegung von Patienten in andere Bundesl\u00e4nder vor. Noch gibt es diese M\u00f6glichkeit. Das werden wir nutzen, auch um Vorsorge zu betreiben. Die laufende Entwicklung k\u00f6nnen wir kaum noch beeinflussen.&#187; Zudem sieht der Ministerpr\u00e4sident die langen Warteschlangen vor den Impfstellen mit Sorge. &#171;Auch f\u00fcr mich sind das furchtbare Bilder, die mich sehr \u00e4rgern. Im Gesundheitsministerium wird sehr hart daran gearbeitet, die Situation zu verbessern&#187;. Es w\u00fcrden Gespr\u00e4che mit der \u00c4rzteschaft gef\u00fchrt. &#171;Vom Pr\u00e4sidenten der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung habe ich die Zusage bekommen, dass sie zwischen hundert- und zweihunderttausend Impfungen pro Woche m\u00f6glich machen wollen&#187;. Dies k\u00f6nnte schon in dieser Woche beginnen. Eine generelle Impfpflicht sieht Kretschmer dagegen skeptisch. &#171;Ich pers\u00f6nlich bin in meinem Erleben eher immer derjenige gewesen, der nicht mit Zwang agiert, sondern mit \u00dcberzeugung und mit Erkenntnis.&#187; Ob es bundespolitisch anders entschieden werde, so dass es m\u00f6glicherweise eine Impfpflicht f\u00fcr bestimmte Gruppen gebe, bleibe abzuwarten. &#171;Aber ich glaube, es ist f\u00fcr den Zusammenhalt der Gesellschaft und daf\u00fcr, dass wir auch nach dieser Pandemie das Vertrauen ineinander haben, besser, wenn wir vor allen Dingen f\u00fcrs Impfen werben und die Menschen es aus eigener \u00dcberzeugung tun.&#187; Sachsen ist seit Wochen der bundesweite Hotspot in der Corona-Pandemie. Am Donnerstag stieg der Inzidenzwert erstmals \u00fcber 1000. F\u00fcr den Freistaat meldete das Robert Koch-Institut (RKI)einen Wert von 1074,6, am Mittwoch lag die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche in dem Bundesland noch bei 935,8. Innerhalb eines Tages z\u00e4hlten die Gesundheits\u00e4mter in Sachsen 11 581 neue Corona-Infektionen,42 Todesf\u00e4lle kamen hinzu. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 419,7 (Vortag: 404,5). Landesweit waren neun der zehn Landkreise in Sachsen \u00fcber dem Inzidenzwert von 1000. Unterhalb dieses Wertes liegen nur noch die Gro\u00dfst\u00e4dte Dresden (630,3), Leipzig (869,1) und Chemnitz (972,2) sowie der Landkreis G\u00f6rlitz (735,6). Erstmals ist in einem Bundesland der Inzidenzwert \u00fcber 1000 gestiegen. F\u00fcr Sachsen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag einen Wert von 1074,6, am Mittwoch lag die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche in dem Bundesland noch bei 935,8. Innerhalb eines Tages z\u00e4hlten die Gesundheits\u00e4mter in Sachsen 11.581 neue Corona-Infektionen,42 Todesf\u00e4lle kamen hinzu. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 419,7 (Vortag: 404,5). Landesweit waren neun der zehn Landkreise in Sachsen \u00fcber dem Inzidenzwert von 1000. Unterhalb dieses Wertes liegen nur noch die Gro\u00dfst\u00e4dte Dresden (630,3), Leipzig (869,1) und Chemnitz (972,2) sowie der Landkreis G\u00f6rlitz (735,6). Bundesweiter Hotspot bleibt der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge mit 1688,0. F\u00fcr den Bus- und Bahnverkehr gilt in Chemnitz seit Mittwoch die 3G-Regel. In den Fahrzeugen von CVAG und VMS soll stichprobenartig kontrolliert werden. TAG24 hat sich selbst ein Bild von 3G-Kontrollen im \u00d6PNV gemacht. Lichter aus, Vorhang zu: Die Chemnitzer Kultur blickt einem d\u00fcsteren Winter entgegen. Der neue Lockdown f\u00fcr Theater, Museen und Galerien gilt zwar vorerst nur bis zum 12. Dezember, doch an den baldigen Neustart glaubt kaum jemand. Lest mehr dazu im TAG24-Artikel \u00fcber die Chemnitzer Kulturbranche im Lockdown. Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag f\u00fcr Chemnitz 697 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 25.000 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 972,2 (Vortag: 847,4). Es wurden drei weitere Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 579 Personen an oder mit dem Virus. Wird der Inzidenz-Wert von 1000 \u00fcberschritten, gilt laut der S\u00e4chsischen Corona-Notfall-Verordnung ab dem n\u00e4chsten Tag zwischen 22 Uhr und 6 Uhr des Folgetages eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung f\u00fcr Ungeimpfte. Das Verlassen der Unterkunft ist in dieser Zeit nur aus triftigen Gr\u00fcnden zul\u00e4ssig. Die schlechteste Impfquote Deutschlands und extrem hohe Inzidenzen zwingen Sachsen offenbar in den n\u00e4chsten Lockdown! Lest mehr dazu im TAG24-Artikel Alles dicht, auch Schulen und Kitas: MP Kretschmer soll Lockdown f\u00fcr Sachsen planen! Von der Absage der Weihnachtsm\u00e4rkte betroffene H\u00e4ndler k\u00f6nnen in Sachsen \u00dcberbr\u00fcckungshilfe III Plus beantragen. Zudem habe der Bund die Corona-Wirtschaftshilfen bis Ende M\u00e4rz n\u00e4chsten Jahres verl\u00e4ngert, teilte das s\u00e4chsischen Wirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Davon profitierten Unternehmen und Soloselbstst\u00e4ndige, die von den seit Montag geltenden sch\u00e4rferen Corona-Regeln betroffen sind. Die von Januar bis M\u00e4rz bereitgestellte \u00dcberbr\u00fcckungshilfe IV erleichtere zudem den Zugang von Weihnachtsmarkth\u00e4ndlern zum Eigenkapitalzuschuss, wie Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) mitteilte. K\u00fcnftig m\u00fcsse nur noch f\u00fcr einen Monat ein relevanter Umsatzr\u00fcckgang nachgewiesen werden. Im vergangenen und diesen Jahr zusammengerechnet sind laut Ministerium bisher rund drei Milliarden Euro Corona-Hilfen an Unternehmen und Selbstst\u00e4ndige ausgezahlt worden. Erstmals in der vierten Corona-Welle k\u00f6nnten in den kommenden Tagen Intensivpatienten aus Sachsen in andere Bundesl\u00e4nder verlegt werden. Der Freistaat hat die Verlegung von 20 Corona-Intensivpatienten beantragt, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte. Aktuell werde gekl\u00e4rt, welche Erkrankten in Frage k\u00e4men, vorzugsweise aus dem Krankenhaus-Cluster Chemnitz, hie\u00df es. Zuvor hatte Sachsen ebenso wie die L\u00e4nder Th\u00fcringen, Berlin, Brandenburg und Bayern formal das sogenannte Kleeblatt-Verfahren aktiviert. Wohin die s\u00e4chsischen Patienten verlegt werden, ist aktuell noch unklar. Man befinde sich bereits im bundesweiten System, da die Situation im Ost-Kleeblatt angespannt sei, teilte das Ministerium mit. Sachsen bildet mit Sachsen-Anhalt, Th\u00fcringen, Brandenburg und Berlin das Kleeblatt Ost. Das Kleeblatt-Konzept f\u00fcr die Verlegung von Patienten wurde unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle im Fr\u00fchjahr 2020 entwickelt. Es soll sicherstellen, dass es in einzelnen Bundesl\u00e4ndern keine Engp\u00e4sse bei der intensivmedizinischen Behandlung gibt. Daf\u00fcr sollten Patienten innerhalb eines Kleeblatts, also einem Zusammenschluss mehrerer Bundesl\u00e4nder oder teils auch nur einem Bundesland, verlegt werden k\u00f6nnen. Nach Angaben der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin wurde schon seit Anfang Oktober zahlreich innerhalb der einzelnen Kleebl\u00e4tter verlegt. Mit der Aktivierung der Kleebl\u00e4tter S\u00fcd und Ost am Dienstagabend sei das nun auch \u00fcber die Kleebl\u00e4tter hinaus bundesweit m\u00f6glich. Seit Mittwoch gilt die 3G-Pflicht im \u00d6PNV sowie am Arbeitsplatz. Bereits am Morgen war der Andrang an den Chemnitzer Teststellen enorm. Mehr dazu in unserem Artikel zu den langen Schlangen an Chemnitzer Teststellen. Ein neues Mini-Impfzentrum in Aue (Erzgebirgskreis) ist zur Er\u00f6ffnung am Mittwoch von Impfwilligen regelrecht \u00fcberrannt worden. Schon ab 8 Uhr am Morgen habe sich eine lange Warteschlange gebildet, so dass vor der \u00d6ffnung eine Stunde sp\u00e4ter keine freien Impfdosen mehr verf\u00fcgbar gewesen seien, teilte Stadtsprecherin Jana Hecker mit. Zwei \u00c4rzte konnten an dem Tag 250 Impfungen verabreichen. Das kleine Impfzentrum bietet an mehreren Tagen Erst-, Zweit- und Drittimpfungen ohne Termin. Am Freitag sollte dort ab 9 Uhr erneut geimpft werden, weitere Impfangebote sind im Dezember geplant. Geimpft werden soll an diesen Tagen: Seit Tagen bilden sich immer wieder lange Warteschlangen vor Impfstellen in Sachsen. Dabei m\u00fcssen trotz der zugespitzten Pandemie-Lage Impfwillige abgewiesen werden. Die anhaltende Corona-Pandemie behindert die Gewinnung der ben\u00f6tigten Blutpr\u00e4parate in Sachsen. &#171;Die, die infiziert sind, oder Kontaktpersonen k\u00f6nnen jetzt nicht spenden&#187;, sagte die Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost (Berlin), Kerstin Schweiger, am Mittwoch. Noch k\u00f6nne der regelm\u00e4\u00dfig ben\u00f6tigte Bedarf zur Versorgung von Patienten mit Krebs, bei Herz-Operationen, Organtransplantationen oder Notfalleingriffen sowie chronisch Kranken gedeckt werden, aber es brauche regelm\u00e4\u00dfig Nachschub. &#171;Deshalb unser Appell an die, die gesund sind, mit einer Blutspende Verantwortung f\u00fcr die zu \u00fcbernehmen, die krank sind.&#187; F\u00fcr alle Blutspendetermine gilt den Angaben nach ab kommenden Montag die 3G-Regelung &#8212; zum Schutz von Spendewilligen, Personal und Ehrenamtlichen. Zutritt erhielten danach nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete mit Antigen-Schnelltest, der nicht \u00e4lter als 24 Stunden ist, oder einem weniger als 48 Stunden alten PCR-Test. Das gespendete Blut wird weiterhin nicht auf SARS-CoV-2 getestet, da das Virus nicht durch Blut oder Blutpr\u00e4parate \u00fcbertragen werden kann. Laut Schweiger ist aktuell noch kein R\u00fcckgang des Bedarfs in den Kliniken festzustellen, was sich mit der Verlegung verschiebbarer Operationen aber \u00e4ndern k\u00f6nne. Zudem gingen lebensnotwendige Behandlungen weiter &#8212; und allein ein F\u00fcnftel der Blutpr\u00e4parate werde f\u00fcr Krebspatienten gebraucht. Diese aber seien nur begrenzt haltbar: Blutpl\u00e4ttchen h\u00f6chstens f\u00fcnf Tage &#8212; und Blutkonserven k\u00f6nnen maximal f\u00fcnf Wochen aufbewahrt werden. Bei Kontrollen der Corona-Auflagen im Landkreis Zwickau wurden laut Landratsamt in den vergangenen Tagen kaum gr\u00f6\u00dfere Verst\u00f6\u00dfe festgestellt. Insgesamt h\u00e4tten Teams von Landratsamt und Polizei 167 Einrichtungen kontrolliert, darunter Gastst\u00e4tten und Hotels sowie Anbieter k\u00f6rpernaher Dienstleistungen. Grobe Verst\u00f6\u00dfe seien die Ausnahme gewesen, teilte die Beh\u00f6rde am Mittwoch mit. Landrat Christoph Scheurer (CDU) rief die B\u00fcrger angesichts drastisch gestiegener Infektionszahlen auf, sich impfen zu lassen: &#171;Impfen ist Gebot der Stunde.&#187; Er appellierte an das Gesundheitsministerium, angek\u00fcndigte zus\u00e4tzliche Impfteams rasch zu schicken. &#171;Die St\u00e4dte und Gemeinden im Landkreis werden deren Arbeit logistisch unterst\u00fctzen.&#187; Auch im Landkreis Zwickau liegt die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen \u00fcber der 1000er-Marke. Rund 200 Menschen k\u00fcmmern sich den Angaben zufolge derzeit unter anderem um die Kontaktnachverfolgung. Dabei werde das Landratsamt von Soldaten aus Eckernf\u00f6rde (Schleswig-Holstein) unterst\u00fctzt, hie\u00df es. Um Engp\u00e4sse in der intensivmedizinischen Behandlung zu vermeiden, sollen bis zum Wochenende mehrere Dutzend Patienten aus den stark von Corona betroffenen Regionen im Osten und S\u00fcden in andere Teile Deutschlands verlegt werden. Wie der Vorsitzende des Arbeitskreises der Innenministerkonferenz f\u00fcr Feuerwehrangelegenheiten, Rettungswesen, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung, Hermann Schr\u00f6der, auf Anfrage mitteilte, wurden \u00fcber das sogenannte Kleeblatt-Verfahren am Mittwoch Antr\u00e4ge auf bundesweite Verlegung f\u00fcr insgesamt rund 80 Patienten aus Bayern und dem Kleeblatt-Ost gepr\u00fcft. Vor allem Covid-19-Patienten sollen in andere Regionen gebracht werden. In Ausnahmef\u00e4llen k\u00f6nnten auch Patienten mit anderen Erkrankungen verlegt werden, sagte Schr\u00f6der. Generell werde darauf geachtet, dass die aufnehmenden Krankenh\u00e4user in Regionen liegen, die aktuell weniger stark von der Corona-Pandemie betroffen sind. Th\u00fcringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin geh\u00f6ren zum Kleeblatt-Ost. Der aktuell ebenfalls stark von Corona betroffene Freistaat Bayern bildet alleine das Kleeblatt-S\u00fcd. Unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle hatten Bund und L\u00e4nder im Fr\u00fchjahr 2020 ein Konzept f\u00fcr die bundesweite Verlegung von Patienten entwickelt. Im September vergangenen Jahres wurde das sogenannte Kleeblattkonzept dann durch die Innen- und Gesundheitsminister beschlossen. Es sieht vor, dass zun\u00e4chst innerhalb der f\u00fcnf Regionen &#8212; West, Nord, Ost, S\u00fcd, S\u00fcdwest &#8212; verlegt wird. Wenn in einer dieser Regionen absehbar keine freien Pl\u00e4tze mehr vorhanden sind, wird im Austausch mit dem Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum von Bund und L\u00e4ndern beim Bundesamt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Verlegung auch in andere Gebiete organisiert. Eine Fachgruppe des Robert Koch-Instituts ber\u00e4t dabei. Es ist das erste Mal seit Beginn der vierten Corona-Welle, dass bundesweite Verlegungen \u00fcber das Kleeblatt-Verfahren organisiert werden. F\u00fcr den Transport der Patienten werden auch Rettungshubschrauber genutzt. Erstmals seit einigen Tagen ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen wieder leicht gesunken &#8212; der Freistaat bleibt aber mit gro\u00dfem Abstand der bundesweite Hotspot. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete hier am Mittwoch einen Wert von 935,8, am Dienstag lag die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche noch bei 969,9. Binnen eines Tages z\u00e4hlten die Gesundheits\u00e4mter in Sachsen 8738,1 neue Corona-Infektionen,46 Todesf\u00e4lle kamen hinzu. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 404,5 (Vortag: 399,8). Innerhalb Sachsens lagen am Mittwoch insgesamt acht Landkreise \u00fcber einem Inzidenzwert von 1000. Den bundesweit h\u00f6chsten Wert meldete der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge mit 1618,2. Die landesweit niedrigste Inzidenz registrierte das RKI f\u00fcr den Landkreis G\u00f6rlitz (393,1) und die Landeshauptstadt Dresden (471,6). Wirtschaftskammern in Sachsen rechnen mit einem holprigen Start der 3G-Pflicht am Arbeitsplatz an diesem Mittwoch. Die Unternehmen h\u00e4tten nur wenig Zeit gehabt, dies vorzubereiten, und die Unsicherheit bei vielen Firmen sei gro\u00df, sagte Ulf Spanke, Justiziar der Industrie- und Handelskammer Chemnitz. Vor allem f\u00fcr kleine und mittelst\u00e4ndische Betriebe sehe er Probleme. Zudem w\u00fcrden zunehmend Lieferschwierigkeiten bei Tests gemeldet. Darauf wies auch der Pr\u00e4sident des Handwerkstages Sachsen, J\u00f6rg Dittrich, hin: &#171;Es gibt eine Knappheit an Tests.&#187; Wenn Unternehmen keine eigenen Testangebote f\u00fcr Mitarbeiter, die weder geimpft oder genesen sind, vorhalten, m\u00fcssen sich die Besch\u00e4ftigten vor Arbeitsbeginn eigenst\u00e4ndig testen lassen. Dazu forderten die Kammern den Ausbau der \u00f6ffentlichen Teststellen. In den vergangenen Tagen waren vor vielen dieser Einrichtungen lange Warteschlangen zu beobachten. Laut Bundesarbeitsministerium m\u00fcssen Besch\u00e4ftigte ab Mittwoch beim Betreten ihrer Arbeitsst\u00e4tte nachweisen, dass sie gegen Corona geimpft oder von einer solchen Erkrankung genesen sind. Alternativ ist eine Bescheinigung \u00fcber einen negativen Test m\u00f6glich. Die Arbeitgeber m\u00fcssen dies kontrollieren. Ohne den 3G-Nachweis besteht laut Ministerium in der Regel kein Anspruch auf eine Bezahlung. Zudem k\u00f6nnen arbeitsrechtliche Schritte drohen &#8212; von der Abmahnung bis zu einer K\u00fcndigung im Extremfall. Erneut haben Menschen in Zw\u00f6nitz (Erzgebirgskreis) versucht, mit einem sogenannten Spaziergang gegen die Corona-Politik von Land und Bund zu protestieren. Mehrere Kleingruppen wollten sich am Dienstagabend in der s\u00e4chsischen Bergstadt sammeln, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Das h\u00e4tten die Beamten verhindert. Weitere Angaben wurden zun\u00e4chst nicht gemacht. Wegen der extrem hohen Infektionszahlen sind nach der neuen Corona-Verordnung in Sachsen Versammlungen mit maximal zehn Menschen zul\u00e4ssig, wenn die Teilnehmenden an Ort und Stelle bleiben. Ein Versto\u00df gegen die Versammlungsregeln kann 250 Euro pro Kopf kosten. Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch f\u00fcr Chemnitz 267 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 24.303 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 847,4 (Vortag: 901,8). Es wurden keine weiteren Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 576 Personen an oder mit dem Virus. Wird der Inzidenz-Wert von 1000 \u00fcberschritten, gilt laut der S\u00e4chsischen Corona-Notfall-Verordnung ab dem n\u00e4chsten Tag zwischen 22 Uhr und 6 Uhr des Folgetages eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung. Das Verlassen der Unterkunft ist in dieser Zeit nur aus triftigen Gr\u00fcnden zul\u00e4ssig. Am Dienstag informierte Oberb\u00fcrgermeister Sven Schulze (50, SPD) zur Corona-Lage in Chemnitz. Dabei verk\u00fcndete Schulze auch ein Alkoholverbot f\u00fcr die Innenstadt. Mehr dazu in unserem Artikel zum Gl\u00fchwein-Verbot in Chemnitz. Das Weihnachtsflair in d\u00fcsteren Zeiten: Die Stadt Chemnitz bem\u00fcht sich trotz pandemischer Notlage, etwas Adventsstimmung im Zentrum zu verbreiten. Der Wochenmarkt soll zur\u00fcckkehren &#8212; im vorweihnachtlichen Lichterglanz direkt neben Pyramide und Co. &#171;Derzeit&#187;, so Oberb\u00fcrgermeister Sven Schulze (50, SPD), &#171;pr\u00fcfen wir, ob der Wochenmarkt durch einzelne St\u00e4nde erg\u00e4nzt werden kann.&#187; Dabei solle es sich ausschlie\u00dflich um Lebensmittel handeln. Als Beispiele nannte er etwa gebrannte Mandeln und Stollen. Mehr dazu erfahrt Ihr in unserem Artikel: Er darf nur nicht so hei\u00dfen: Jetzt bekommt Chemnitz doch (ein bisschen) Weihnachtsmarkt Die vom Stadtrat beschlossenen verkaufsoffenen Sonntage im Stadtzentrum am 28. November sowie am 12. Dezember k\u00f6nnen nicht stattfinden, da der anlassgebende Chemnitzer Weihnachtsmarkt abgesagt wurde. Aufgrund der aktuellen S\u00e4chsischen Corona-Notfallverordnung ist die Durchf\u00fchrung von Weihnachtsm\u00e4rkten untersagt. Grundlage der Sonntags\u00f6ffnungen ist das S\u00e4chsische Laden\u00f6ffnungsgesetz, das eine \u00d6ffnung von Verkaufsstellen zu besonderen Anl\u00e4ssen einr\u00e4umt. Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt gilt als besonderer Anlass. Sachsen ist nach Worten von Krankenhauskoordinator Michael Albrecht noch weit von einer Triage entfernt. Das Dresdner Uniklinikum habe in der Nacht zu Montag erst zehn neue Intensivpatienten aufgenommen. &#171;Wir sind also jeden Tag am Umorganisieren der verf\u00fcgbaren Kapazit\u00e4ten, um die Versorgung zu gew\u00e4hrleisten. Dennoch sind wir weit weg davon, die Angebote an intensivmedizinischer Versorgung zu limitieren oder zu triagieren.&#187; Am Montag hatte der Pr\u00e4sident der Landes\u00e4rztekammer, Erik Bodendieck, in mehreren Interviews gesagt, dass sich Sachsen auf eine Triage vorbereiten m\u00fcsse. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden m\u00fcssen, wem sie zuerst helfen. Die Prognose von Montagmorgen sage voraus, dass es am 6. Dezember 669 Intensiv-Patienten im Freistaat geben werde, sagte Albrecht. &#171;Derzeit liegen wir bei knapp 350, das bedeutet fast eine Verdopplung der jetzigen Intensiv-Patientenzahlen in 14 Tagen.&#187; Wenn die neuen Corona-Regeln nicht wirkten, m\u00fcsse man tats\u00e4chlich \u00fcberlegen, wie die Patienten optimal versorgt werden k\u00f6nnten. Albrecht sagte zugleich, dass kein Krankenhaus in die Situation kommen m\u00fcsse, zu triagieren. &#171;Wenn ein solcher Fall droht, wird der Patient in ein Krankenhaus innerhalb des Clusters oder Netzwerkes verlegt. Sollten wir damit an die Grenze geraten, wird der Patient innerhalb der Kleeblatt-Organisation bundesweit entsprechend verlegt.&#187; Das sei schon im Dezember des vergangenen Jahres so gehandhabt worden, als 60 Patienten aus Sachsen nach Schleswig-Holstein und Niedersachsen verlegt worden seien. &#171;Das hei\u00dft also, bevor man in der kleinen Welt eines einzelnen Krankenhauses damit anf\u00e4ngt, zu triagieren, muss man erst einmal alle M\u00f6glichkeiten im Netzwerk, im Bundesland und dann in der Bundesrepublik aussch\u00f6pfen&#187;, so Albrecht. Dennoch habe man bereits grunds\u00e4tzlich mit Bodendieck \u00fcber das Thema Triage gesprochen. Es sei sinnvoll, nicht erst in einer absolut eskalierten Situation zu \u00fcberlegen, wie man damit umgehe. &#171;Deshalb sollte man in Ruhe diskutieren und ein Expertengremium zusammenstellen, um in diesem Rahmen Regelwerke zu entwickeln, um sie dann den Medizinern an die Hand zu geben.&#187; So etwas halte er f\u00fcr grunds\u00e4tzlich sinnvoll, &#171;aber nicht, weil wir es diese Woche br\u00e4uchten.&#187; Sachsens Gesundheitsministerin Petra K\u00f6pping (63, SPD) rechnet damit, dass die landesweite Corona-Inzidenz noch in dieser Woche \u00fcber 1000 steigt. Die Lage sei weiter dramatisch, sagte die Ministerin am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden. Mehr dazu in unserem ausf\u00fchrlichen Artikel: K\u00f6pping malt immer d\u00fcstereres Bild von Corona-Lage in Sachsen Die Konferenz S\u00e4chsischer Studierendenschaften (KSS) hat die 2G-Regelung f\u00fcr Hochschulen und effektive Kontrollen verlangt. W\u00e4hrend mit der Corona-Notverordnung weite Teile des \u00f6ffentlichen Lebens vor allem f\u00fcr Ungeimpfte eingeschr\u00e4nkt seien, g\u00e4lten f\u00fcr Hochschulen weiterhin Ausnahmen, argumentierte die KSS am Dienstag. Noch immer reiche f\u00fcr Bildungseinrichtungen eine 3G- statt 2G-Regelung aus, und auch der Umfang der Kontrollen werde weiterhin von ihnen selbst festgelegt.2G bedeutet Zutritt nur f\u00fcr Geimpfte und Genesene, bei 3G haben zus\u00e4tzlich auch negativ Getesteete Zugang. &#171;Dass die Hochschulen fast als einzige Institutionen von der ansonsten fl\u00e4chendeckenden 2G-Regelung ausgenommen sind, ist inkonsequent, fahrl\u00e4ssig und f\u00fcr uns nicht nachvollziehbar&#187;, erkl\u00e4rte KSS-Sprecher Paul Senf. Noch immer w\u00fcrden Vorlesungen mit bis zu 100 Personen in Pr\u00e4senz stattfinden und die Hochschulen 3G-Nachweise h\u00f6chstens stichprobenartig kontrollieren. Das stelle ein enormes und nicht zu rechtfertigendes Gesundheitsrisiko f\u00fcr alle Studierenden dar. &#171;Doch die Landesregierung weigert sich den Bildungseinrichtungen Vorgaben zu machen. Deswegen fordern wir die Hochschulen auf, gerade jetzt ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung zur Pandemiebek\u00e4mpfung nachzukommen und selbst 2G umzusetzen &#8212; wozu sie in der Corona-Notverordnung auch ausdr\u00fccklich erm\u00e4chtigt werden&#187;, betonte Senf. Zudem m\u00fcssten sie endlich f\u00fcr eine konsequente Kontrolle der Nachweise sorgen. Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen in Sachsen sind viele Schulen derzeit geschlossen &#8212; der Landeselternrat fordert jetzt einheitliche Regeln f\u00fcr das Homeschooling. &#171;Es ist nicht klar, wie der Unterricht bei Schulschlie\u00dfungen sichergestellt wird&#187;, sagte der stellvertretende Vorsitzende Andr\u00e9 Jaroslawski am Dienstag. Es brauche eindeutige Regeln. Zurzeit entscheide jeder Landkreis, jede Schule und zum Teil jeder Lehrer, in welcher Form die Kinder zu Hause unterrichtet w\u00fcrden. Das gleiche Problem gelte, wenn Eltern ihre Kinder freiwillig aus dem Unterricht n\u00e4hmen. Zwar sei die Schulpflicht zurzeit ausgesetzt. &#171;Das ist aber nicht zu Ende gedacht.&#187; \u00c4hnlich hatte sich die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Uschi Kruse, am Montag ge\u00e4u\u00dfert. Lehrer m\u00fcssten zurzeit den Pr\u00e4senzunterricht sicherstellen, aber auch die Beschulung von Kindern, die in Quarant\u00e4ne seien oder die zu Hause bleiben wollten, sagte sie. Das sei eine Dreifachbelastung. Jaroslawski beklagte zudem, dass Sachsen schon wieder im Krisenmodus in Sachen Schulen sei. Noch im Sommer habe man Pl\u00e4ne gefordert, um die Lernl\u00fccken aus den vorherigen Schulschlie\u00dfungen zu schlie\u00dfen. &#171;Wir reden noch \u00fcber alte Defizite und bauen schon wieder neue auf.&#187; Die Caritas im Bistum Dresden-Mei\u00dfen hat eine Corona-Impfpflicht f\u00fcr alle Besch\u00e4ftigten mit Kontakt zu \u00e4lteren Menschen in Pflegeeinrichtungen gefordert. Eine berufsbezogene Impfpflicht d\u00fcrfe sich nicht auf Pflegekr\u00e4fte und \u00c4rztinnen und \u00c4rzte beschr\u00e4nken, sondern m\u00fcsse Besch\u00e4ftigte aller Einrichtungen umfassen, die engen Kontakt zu vulnerablen Gruppen h\u00e4tten, sagte der Caritasdirektor des Bistums, Matthias Mitzscherlich, am Dienstag. In die Pflege und Betreuung seien viele Berufsgruppen wie Physio- und Ergotherapeuten eingebunden, daher helfe es nicht, wenn nur Pflegende geimpft seien. Es helfe nur eine einrichtungsbezogene Impfpflicht, sagte Mitzscherlich. &#171;Die alten und kranken Menschen, die in unseren Einrichtungen leben, sollen sich dort sicher f\u00fchlen.&#187; Der Pr\u00e4sident der Landes\u00e4rztekammer Sachsen, Erik Bodendieck, hat erneut vor einer \u00dcberlastung der Kliniken im Freistaat gewarnt. Wenn sich an den Infektionszahlen nichts \u00e4ndere, k\u00f6nne es schon Ende der Woche oder am Anfang der kommenden Woche so weit sein, sagt Bodendieck am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Schon jetzt suchten Mediziner in Sachsen zwei Stunden, um einen Platz auch f\u00fcr Schlaganfall- oder Herzinfarkt-Patienten zu finden. Am Montag hatte Bodendieck in mehreren Interviews gesagt, dass sich Sachsen auf eine Triage vorbereiten m\u00fcsse. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden m\u00fcssen, wem sie zuerst helfen. Wenn es keine Pl\u00e4tze auf den s\u00e4chsischen Intensivstationen mehr gebe, m\u00fcsse man schauen, wohin man abverlegen k\u00f6nne, sagte Bodendieck. In den benachbarten Bundesl\u00e4ndern wie Th\u00fcringen sehe die Lage jedoch auch nicht gut aus. Auch im Fall einer \u00dcberlastung der Krankenh\u00e4user werde nat\u00fcrlich jeder Patient behandelt. &#171;Die Frage ist nur, was m\u00f6glich ist. Wenn zwei beatmungspflichtige Patienten um einen Beatmungsplatz konkurrieren, dann muss danach entschieden werden, welcher Patient die bessere Behandlungschance hat. Dem w\u00fcrde der Behandlungsplatz zugewiesen werden.&#187; Es werde im Einzelfall entschieden und abgew\u00e4gt. &#171;Auch Ungeimpfte werden behandelt, keine Frage. Aber wenn es zur Abw\u00e4gung kommt, hat der wom\u00f6glich schlechtere Chancen.&#187; Um eine solche Situation zu vermeiden, brauche es jetzt eine deutliche Kontaktreduzierung. &#171;Ich bin Optimist und sage: Jetzt rei\u00dft euch alle am Riemen.&#187; Jeder solle Abstand zu anderen halten und FFP2-Masken tragen. Auch Geimpfte sollten sich t\u00e4glich testen. Das Landesamt f\u00fcr Schulen und Bildung hat per Allgemeinverf\u00fcgung weitere Schulen im Stadtgebiet auf Grundlage der Schul-Kita-Corona-VO vom 20. November 2021 teilweise oder vollst\u00e4ndig geschlossen. Betrifft folgende Schulen: In Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz leicht angestiegen &#8212; der Freistaat bleibt aber mit Abstand der bundesweite Hotspot. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstag einen Wert von 969,9, am Montag lag die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche noch bei 960,7. In Th\u00fcringen lag der Wert am Dienstag bei 685,3 und damit bundesweit am zweith\u00f6chsten. Binnen eines Tages z\u00e4hlten die Gesundheits\u00e4mter in Sachsen 5942 neue Corona-Infektionen,22 Todesf\u00e4lle kamen hinzu. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 399,8. Innerhalb Sachsens wurde die h\u00f6chste Sieben-Tage-Inzidenz aus dem Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge mit 1605,9 gemeldet. Es folgt der Landkreis Bautzen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1419,1. Wie bereits am Vortag lagen am Dienstag insgesamt sieben Landkreise \u00fcber einem Inzidenzwert von 1000. Die niedrigste Inzidenz meldete das RKI f\u00fcr die Landeshauptstadt Dresden (446,4). Wegen der hohen Corona-Zahlen m\u00fcssen sich Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Sachsen noch mindestens bis Weihnachten dreimal pro Woche testen &#8212; aus Sicht von Kita-Personal sollte diese Testpflicht auch f\u00fcr Kindertagesst\u00e4tten gelten. &#187; Es ist unsinnig, dass es eine eindeutige Testpflicht f\u00fcr Grundschulen gibt, aber nicht f\u00fcr Kitas und Horte &#171;, sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Uschi Kruse. Sie gehe zwar davon aus, dass der ein oder andere Tr\u00e4ger Corona-Tests eingef\u00fchrt habe, um auch Eltern zu beruhigen. Einen \u00dcberblick habe sie jedoch nicht. \u00abIch w\u00fcrde mir daf\u00fcr einheitliche Regelungen w\u00fcnschen\u00bb, sagte Kruse. \u00c4hnlich sieht es auch Ivette Plaettner. Die Erzieherin und Betriebsr\u00e4tin in einer Kita in O\u00dfling (Landkreis Bautzen) hat gerade im Internet eine Petition gestartet f\u00fcr eine Testpflicht an Kitas. \u00dcberall m\u00fcssen sich Menschen testen, auch in ihrer Freizeit\u00bb, sagte sie. Nur f\u00fcr Kita-Kinder gelte das nicht. Folglich fehle es an Sicherheit f\u00fcr das Personal. Selbst im Fall einer Corona-Infektion der Eltern w\u00fcrden die Kleinen nach Ende der Quarant\u00e4ne nicht getestet. &#187; Dabei haben die Kinder oft keine Symptome, wenn sie Corona haben und verteilen das Virus dann unabsichtlich in der Kita &#171;, sagte Plaettner. Es brauche aus ihrer Sicht nicht unbedingt eine dreifache Testung pro Woche, aber &#187; anlassbezogene Tests &#187; seien in jedem Fall wichtig. Bislang plant der Freistaat keine Testpflicht, wie eine Sprecherin des Kultusministeriums auf Anfrage mitteilte. Wie viele Kitas wegen Infektionsf\u00e4llen derzeit geschlossen seien, k\u00f6nne der Freistaat nicht beantworten. &#187; Daf\u00fcr sind die Tr\u00e4ger der Kitas zust\u00e4ndig &#171;, sagte die Sprecherin. Auch \u00fcber die Erzieherinnen und Erzieher k\u00f6nne der Freistaat daher keine Auskunft geben. Zumindest in der Kita in O\u00dfling ist die Ausfallquote beim Personal coronabedingt zurzeit hoch, wie Erzieherin Plaettner sagt. Vergangene Woche sei die H\u00e4lfte der Angestellten ausgefallen. Seit Montag gibt es wieder Corona-Einschr\u00e4nkungen im Einzelhandel. Ungeimpfte haben nur noch Zutritt in Lebensmittell\u00e4den, Drogerien und Apotheken &#8212; aber nicht in jene L\u00e4den, wo typische Gesch\u00e4fte warten. Die Chefs der gro\u00dfen Chemnitzer Einkaufscenter blicken in eine d\u00fcstere Zukunft. Lest mehr dazu im TAG24-Artikel \u00fcber 2G-Frust in den Chemnitzer Einkaufs-Centern. Sachsens Gesundheitsministerin Petra K\u00f6pping (SPD) und Innenminister Roland W\u00f6ller (CDU) wollen am Dienstag (13 Uhr) \u00fcber den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie im Freistaat informieren. W\u00f6ller will sich speziell zu den Kontrollen im Zusammenhang mit der seit Montag geltenden Notfallverordnung \u00e4u\u00dfern. Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) hatte am Freitag bei der Vorstellung der Verordnung auch konsequente Kontrollen angek\u00fcndigt. Eine Pandemie k\u00f6nne man nicht bek\u00e4mpfen, wenn die Regeln nicht eingehalten w\u00fcrden, sagte er. Sachsen ist derzeit mit Abstand das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland. Die Wocheninzidenz n\u00e4hert sich inzwischen der Marke von 1000. Am Montag gab das Robert Koch-Institut den Wert f\u00fcr Sachsen mit 960,7 an. Bundesweit lag die Inzidenz &#8212; die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche &#8212; bei 386,5. Unter den deutschen Regionen nimmt der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge mit einer Inzidenz von 1612,4 den Spitzenplatz ein. Kein Happy End: Seit Montag flimmern keine Filme mehr \u00fcber die s\u00e4chsischen Leinw\u00e4nde. Das trifft die Kinos in Chemnitz und Umgebung hart. Lest mehr dazu im TAG24-Artikel zu Kinos im Kultur-Lockdown Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag f\u00fcr Chemnitz 253 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 24.036 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 901,8 (Vortag: 838,8). Es wurden vier weitere Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 576 Personen an oder mit dem Virus. Wird der Inzidenz-Wert von 1000 \u00fcberschritten, gilt laut der S\u00e4chsischen Corona-Notfall-Verordnung ab dem n\u00e4chsten Tag zwischen 22 Uhr und 6 Uhr des Folgetages eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung. Das Verlassen der Unterkunft ist in dieser Zeit nur aus triftigen Gr\u00fcnden zul\u00e4ssig. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (47, SPD) schlie\u00dft einen kompletten Lockdown nicht aus! Das sei zwar mit der momentanen Rechtslage nicht m\u00f6glich, so Dulig am Montag bei MDR Sachsen, aber: &#171;Ich bin mir nicht sicher, inwieweit wir Anfang Dezember in Berlin eine neue Debatte haben werden. Ich glaube, dass wir bald vor der Frage stehen, wie wir deutschlandweit agieren m\u00fcssen.&#187; Die Lage habe sich nicht nur in Sachsen zugespitzt, die Zahlen seien &#171;dramatisch&#187;. Dulig verteidigte zudem die seit Montag in Sachsen geltende Notverordnung. Am Montagabend spazierten Hunderte Corona-Gegner durch die Chemnitzer Innenstadt. Sie protestierten gegen die aktuellen Ma\u00dfnahmen. Laut der s\u00e4chsischen Corona-Schutzverordnung war dieser &#171;Spaziergang&#187; allerdings nicht erlaubt. Mehr dazu in unserem ausf\u00fchrlichen Bericht: Trotz Verbot: Hunderte demonstrieren in Chemnitz gegen Corona-Ma\u00dfnahmen Eltern, die von Schulschlie\u00dfungen betroffen sind, k\u00f6nnen ab sofort einen Antrag auf Notbetreuung der Kinder bei der Stadt einreichen. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass es sich bei der T\u00e4tigkeit um einen systemrelevanten Beruf handelt. &gt;&gt;&gt;Hier gibt&#8217;s das Formular. Angesichts der Rekordzahlen im Infektionsgeschehen ist das Gesundheitsamt nicht mehr in der Lage, Infektionsketten nachzuvollziehen. Unter anderem bedeutet das: &#171;Positiv getestete Personen sind verpflichtet, ihre Hausstands-Angeh\u00f6rigen und gegebenenfalls enge Kontaktpersonen \u00fcber ihr positives Testergebnis zu informieren&#187;, so die Stadt Chemnitz. Bisher hatte diese Aufgabe das Gesundheitsamt \u00fcbernommen. Mehr dazu in unserem ausf\u00fchrlichen Artikel: Zu viele F\u00e4lle! Chemnitzer Gesundheitsamt \u00fcberlastet, Infizierte m\u00fcssen jetzt Corona-Tagebuch f\u00fchren Die Krankenhausgesellschaft Sachsen (KHG) sieht noch Spielraum bis zu einer m\u00f6glichen Anwendung coronabedingter Triage in den Krankenh\u00e4usern des Freistaates. Unmittelbar stelle sich diese Frage noch nicht, sagte Friedrich R. M\u00fcnchen, stellvertretender Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der KHG, auf Anfrage. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden m\u00fcssen, wem sie zuerst helfen. Wegen der stark gestiegenen Corona-Zahlen in Sachsen nimmt die Belastung der Krankenh\u00e4user immer mehr zu. Nach Darstellung von M\u00fcnchen befinde man sich derzeit noch in der Phase, Patienten zwischen den einzelnen Krankenhaus-Clustern sowie innerhalb des Kleeblattes mit den Bundesl\u00e4ndern Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen zu verlegen. Danach sei eine Verlegung etwa nach Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein eine Option: &#171;Wenn das nicht mehr geht, haben wir ein Problem.&#187; M\u00fcnchen zufolge seien derzeit 1345 Intensivbetten in Sachsen mit Corona-Patienten und anderen Kranken belegt. Es gebe noch rund 170 freie Betten und eine Notfallreserve von 627 Betten. Bei dieser Reserve sei aber unklar, ob f\u00fcr alle Betten auch noch Personal zur Verf\u00fcgung stehe. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien beispielsweise durch Quarant\u00e4ne der Kinder nicht verf\u00fcgbar. Man bitte deshalb das Gesundheitsministerium, eine Notbetreuung zu organisieren. &#171;Wir sind alarmiert, weil die Entwicklung sehr schnell verl\u00e4uft&#187;, sagte M\u00fcnchen. Bei einer weiteren Versch\u00e4rfung der Situation sei nicht ausgeschlossen, dass es dann zu einer Priorisierung in den Krankenh\u00e4usern kommt. In einem Punkt gebe es das schon heute: Aufschiebbare Operationen w\u00fcrden verschoben. F\u00fcr den Fall einer Triage habe die Bundes\u00e4rztekammer bereits in der ersten Phase der Pandemie 2020 eine Orientierungshilfe gegeben. &#171;Es sind stets einzelfallbezogene Entscheidungen nach dem Prinzip der Gerechtigkeit auf der Basis von transparenten sowie ethisch und medizinisch-fachlich begr\u00fcndeten Kriterien geboten. Entscheidungen d\u00fcrfen nicht schematisiert oder anhand von starren Algorithmen getroffen werden&#187;, hei\u00dft es in dem Papier. Im Falle notwendiger Priorisierungsentscheidungen bei nicht ausreichenden Ressourcen sollten diese so eingesetzt werden, dass &#171;die Erfolgsaussichten mit Blick auf das \u00dcberleben und die Gesamtprognose m\u00f6glichst gro\u00df sind und die meisten Menschenleben gerettet werden k\u00f6nnen&#187;. Sachsen muss sich nach Angaben der Landes\u00e4rztekammer auf eine Triage vorbereiten. Es st\u00fcnden im Freistaat nur noch wenige Betten auf den Intensivstationen zur Verf\u00fcgung, sagte der Pr\u00e4sident der Landes\u00e4rztekammer, Erik Bodendieck, dem Sender NDR Info. Wenn sich daran nichts \u00e4ndere, m\u00fcsse \u00fcber eine Auswahl nachgedacht werden, wer behandelt werde und wer nicht. &#171;Wir m\u00fcssen triagieren und das werde ich diese Woche mit meinen Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken noch mal besprechen.&#187; Eine pr\u00e4ventive Triage, also das Freihalten von Betten, sei rechtlich nicht m\u00f6glich. &#171;F\u00fcr ungeimpfte Patientinnen und Patienten in einer Covid-Situation ist das in aller Regel nicht der Fall, dass sie eine Covid-Situation \u00fcberstehen k\u00f6nnen&#187;, sagte Bodendieck. Er hoffe, dass es anders komme als zurzeit prognostiziert. Sachsen sei in jedem Fall auf die Hilfe anderer Bundesl\u00e4nder angewiesen. Parf\u00fcm, Schmuck, Elektronik und Elektroger\u00e4te: Vor Einf\u00fchrung der 2G-Regel im Einzelhandel haben viele Gesch\u00e4fte im Freistaat am Wochenende noch einmal gro\u00dfen Andrang verzeichnet. &#171;Der Samstag war einer der st\u00e4rksten Samstage der letzten Wochen&#187;, sagte Ren\u00e9 Glaser, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Handelsverbands Sachsen am Montag. Am Freitag hatte die Landesregierung beschlossen, dass nur noch Geimpfte und Genesene (2G) in Gesch\u00e4fte d\u00fcrfen &#8212; ausgenommen ist die Grundversorgung, also Superm\u00e4rkte, Drogerien, Apotheken, Getr\u00e4nkem\u00e4rkte, L\u00e4den f\u00fcr den Tierbedarf oder Tankstellen Die 2G-Regelung sei f\u00fcr die H\u00e4ndler nicht praktikabel, kritisierte Glaser. In vielen Gesch\u00e4ften arbeiteten zum Teil nur ein oder zwei Angestellte. Sie seien jedoch auch mit Beratung, Einr\u00e4umen der Waren und dem eigentlichen Verkauf besch\u00e4ftigt. Die Kostenstruktur im Einzelhandel gebe es nicht her, zus\u00e4tzlich aufwendige Zugangskontrollen zu bewerkstelligen. Zudem rechne der Verband mit Auseinandersetzungen und Diskussionen mit Kunden, die eine Einhaltung der Regeln nicht eins\u00e4hen. Bei der jetzigen 2G-Regelung rechne der station\u00e4re Handel mit signifikant weniger Kunden, w\u00e4hrend die laufenden Kosten wie Miete und Personal gleich hoch blieben. Lest in unserer Umfrage, was die Chemnitzer am Wochenende vor dem &#171;Wellenbrecher&#187;-Lockdown so gemacht haben. Sachsens Clubbesitzer halten den neuerlichen Lockdown in der Kultur f\u00fcr kontraproduktiv und verlangen eine Perspektive. Mit der Schlie\u00dfung von Clubs und anderen St\u00e4tten werde das Geschehen zunehmend ins Verborgene verlagert, teilte die Live Initiative Sachsen &#8212; ein Netzwerk von gut 80 Clubs und Livemusikspielst\u00e4tten &#8212; am Montag mit. Auch in den kommenden Wochen w\u00fcrden unkontrollierte Zusammenk\u00fcnfte, private Feiern und illegale Partys stattfinden, denen man mit dem Modell 2G-plus (geimpft oder genesen plus getestet) eine Alternative h\u00e4tte entgegensetzen k\u00f6nnen. &#171;Wir erlauben uns, nochmals darauf hinzuweisen, dass es ohne die Legalisierung sicherer Freir\u00e4ume in jedem Fall zu einer nennenswerten Zunahme von Ansteckungen im Privaten und Verborgenen kommen wird &#8212; und zwar umso mehr, je l\u00e4nger dieser Zustand andauert. Wer das nicht h\u00f6ren will, ignoriert abermals die dr\u00e4ngenden und berechtigten Bed\u00fcrfnisse einer Generation von Heranwachsenden, die sich nicht ewig kaltstellen lassen (&#8230;)&#187;, hie\u00df es. Die Politik habe mit Planlosigkeit und falschen Versprechen in den vergangenen Monaten abermals Vertrauen verspielt und m\u00f6gliche Chancen der Pandemie-Eind\u00e4mmung ungenutzt verstreichen lassen. &#171;In weiten Teilen der Gesellschaft schwinden angesichts dessen Kraft, Empathie und Solidarit\u00e4t. Es braucht daher endlich eine konsequente Strategie zur Verhinderung der \u00dcberlastung des Gesundheitssystems und die darf nicht auf ewig Lockdown hei\u00dfen&#187;, teilte die Initiative weiter mit. Die vage Hoffnung auf Finanzhilfen und die Aussicht auf &#171;etwas \u00d6ffnung&#187; in den Sommermonaten werde das \u00dcberleben der Kulturlandschaft nicht garantieren k\u00f6nnen. Die M\u00f6glichkeit f\u00fcr eine nachhaltige und sichere \u00d6ffnung sei mit 2G-plus gegeben. Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) hat in der Debatte \u00fcber Obergrenzen f\u00fcr Biontech-Impfstoff f\u00fcr pragmatisches Impfen ohne R\u00fccksicht auf den Hersteller aufgerufen. \u00abJeder Impfstoff, den wir haben, ist ein Segen. Und wir sollten jeden Impfstoff nutzen, ganz gleich welcher es ist, der zugelassen ist\u00bb, sagte er am Montag beim Eintreffen zu hybriden Beratungen der CDU-Spitze in Berlin. &#171;Es geht hier nicht darum, was uns besser gef\u00e4llt&#187;, erg\u00e4nzte Kretschmer. &#171;Man soll beherzt zugreifen, das ist das Entscheidende.&#187; Zugleich kritisierte Kretschmer die Kommunikation des gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) im Zusammenhang mit Bestellobergrenzen f\u00fcr Biontech-Impfstoff als ungl\u00fccklich. &#171;Das wei\u00df der Bundesminister auch.&#187; Aber es gebe einen gro\u00dfen Bedarf an Impfstoff. Biontech wie Moderna erzielten die gleiche Wirkung und seien f\u00fcr den gleichen Personenkreis zugelassen. Er selbst sei zweimal mit Astrazeneca geimpft, \u00abich werde jetzt auch Moderna nehmen\u00bb. Zur\u00fcckhaltend \u00e4u\u00dferte sich der Ministerpr\u00e4sident zu einer Impfpflicht. Diese m\u00fcsse in Ruhe besprochen werden, eine Diskussion \u00fcber die Medien sei nicht hilfreich. Sachsen ist durch die vierte Corona-Welle besonders stark betroffen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg erneut deutlich an. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete einen Wert von 960,7, am Sonntag lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche noch bei 862,1. Innerhalb eines Tages z\u00e4hlten die Gesundheits\u00e4mter 5899 neue Infektionen,9 Todesf\u00e4lle kamen hinzu. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag bei 386,5. Spahn hatte sein Vorgehen am Sonntagabend im ZDF verteidigt. &#171;Ich kann&#8217;s deswegen nicht zur\u00fcckziehen, weil es einfach &#8216;ne Frage der verf\u00fcgbaren Menge ist&#187;, sagte er. &#171;Wir halten da nichts zur\u00fcck. Ich kann ja keinen Impfstoff ausliefern von Biontech, der nicht da ist.&#187; Durch die massive Nachfrage laufe &#171;unser Biontech-Lager gerade leer&#187;. Es gebe aber mit dem Impfstoff von Moderna eine gute, genauso wirksame Alternative. &#171;Also, die entscheidende Botschaft ist: Impfstoff ist genug da&#187;, unterstrich Spahn. In Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz erneut deutlich gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Montag einen Wert von 960,7, am Sonntag lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche noch bei 862,1. Innerhalb eines Tages z\u00e4hlten die Gesundheits\u00e4mter 5899 neue Infektionen,9 Todesf\u00e4lle kamen hinzu. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag bei 386,5. Innerhalb Sachsens wurde die h\u00f6chste Sieben-Tage-Inzidenz aus dem Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge mit 1612,4 gemeldet. Es folgt der Landkreis Bautzen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1474,4. Am Montag lagen insgesamt sieben Landkreise \u00fcber einem Inzidenzwert von 1000. Die niedrigste Inzidenz meldete das RKI f\u00fcr die Landeshauptstadt Dresden (465,5). Sachsen schr\u00e4nkt ab Montag angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen weite Teile des \u00f6ffentlichen Lebens ein. Die versch\u00e4rften Regeln gelten zun\u00e4chst bis zum 12. Dezember. Au\u00dfer Bibliotheken m\u00fcssen alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und Diskotheken schlie\u00dfen. Abgesagt sind au\u00dferdem die Weihnachtsm\u00e4rkte, Gro\u00dfveranstaltungen und andere Feste d\u00fcrfen nicht stattfinden. Touristen d\u00fcrfen nicht mehr \u00fcbernachten und die Gastronomie darf nur noch zwischen 6 und 22 Uhr mit der 2G-Regel (geimpft\/genesen) \u00f6ffnen. Keine Einschr\u00e4nkung gibt es f\u00fcr Gesch\u00e4fte der Grundversorgung, also f\u00fcr Superm\u00e4rkte, Drogerien, Apotheken, Getr\u00e4nkem\u00e4rkte, L\u00e4den f\u00fcr den Tierbedarf oder Tankstellen. F\u00fcr alle anderen Gesch\u00e4fte gilt die 2G-Regel, nach der nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben. Das gilt auch f\u00fcr Friseurbesuche. Andere L\u00e4den, die k\u00f6rpernahe Dienstleistungen anbieten, bleiben geschlossen. Verboten ist Prostitution. Angeh\u00f6rige eines Haushalts d\u00fcrfen sich nur noch mit einer Person treffen. Geimpfte, Genesene und Kinder bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres fallen nicht unter diese Regelung. Dar\u00fcber hinaus gelten in Corona-Hotspots zus\u00e4tzliche Ausgangsbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr ungeimpfte Menschen. Diese d\u00fcrfen, sobald im jeweiligen Landkreis die Wocheninzidenz \u00fcber 1000 liegt, zwischen 22 und 6 Uhr nicht mehr ohne triftigen Grund vor die T\u00fcr gehen. Fahrg\u00e4ste m\u00fcssen im \u00f6ffentlichen Nahverkehr und in Taxis eine FFP2-Maske tragen. Medizinische Masken sind nur noch f\u00fcr Sch\u00fcler und Kontrolleure erlaubt, k\u00f6nnen beim Einkaufen aber nach wie vor von jedem getragen werden. Am Arbeitsplatz gilt zudem die in diesem Fall durch den Bund geregelte 3G-Regel. Demnach bekommen Besch\u00e4ftigte nur noch Zugang zu ihrem Betrieb, sofern sie geimpft, genesen oder aktuell getestet sind. In Pflegeheimen gilt eine t\u00e4gliche Testpflicht f\u00fcr Besch\u00e4ftigte und Besucher &#8212; auch, wenn diese bereits genesen oder geimpft sind. Weitreichende Einschr\u00e4nkungen gelten auch im Sport. Profisport bleibt weiter erlaubt, jedoch nur ohne Zuschauer. Untersagt ist Amateur- beziehungsweise Breitensport. Davon ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Trainer m\u00fcssen hingegen \u00fcber einen 3G-Status verf\u00fcgen. Fitnessstudios schlie\u00dfen g\u00e4nzlich. Lest mehr dazu im TAG24-Artikel \u00fcber die neuen Regeln in Sachsen. Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag f\u00fcr Chemnitz 397 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 23.783 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 838,8 (Vortag: 735,7). Es wurden zwei weitere Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 572 Personen an oder mit dem Virus. Wird der Inzidenz-Wert von 1000 \u00fcberschritten, gilt laut der S\u00e4chsischen Corona-Notfall-Verordnung ab dem n\u00e4chsten Tag zwischen 22 Uhr und 6 Uhr des Folgetages eine Ausgangsbeschr\u00e4nkung. Das Verlassen der Unterkunft ist in dieser Zeit nur aus triftigen Gr\u00fcnden zul\u00e4ssig. FSV Zwickau-Coach Joe Enochs (50) ist am Sonnabend positiv auf das Corona-Virus getestet worden und befindet sich in vorl\u00e4ufiger h\u00e4uslicher Isolation. Lest mehr dazu im TAG24-Artikel Joe Enochs positiv getestet: FSV-Coach in Quarant\u00e4ne. Der Fraktionschef der Linken im s\u00e4chsischen Landtag, Rico Gebhardt, fordert einen sofortigen, harten Lockdown. &#171;Die von der Staatsregierung beschlossenen Ma\u00dfnahmen werden die vierte Welle nicht brechen und einen Kollaps der Krankenh\u00e4user nicht verhindern&#187;, sagte Rico Gebhardt am Sonntag. Kontaktbeschr\u00e4nkungen nur im Freizeitbereich w\u00fcrden nicht reichen. Das \u00f6ffentliche und wirtschaftliche Leben m\u00fcsse f\u00fcr alle nicht lebenswichtigen Bereiche f\u00fcr mindestens zwei Wochen zum Stillstand kommen. Erst danach k\u00f6nne es Lockerungen f\u00fcr Geimpfte und Genesene geben. F\u00fcr Ungeimpfte solle es bei Kontaktbeschr\u00e4nkungen bleiben. &#171;Es darf nicht sein, dass Menschen, die geimpft sind und sich an die Regeln gehalten haben, bestraft werden&#187;, sagte Gebhardt. F\u00fcr alle wirtschaftlichen Ausf\u00e4lle m\u00fcsse die Staatsregierung zudem einen finanziellen Ausgleich sicherstellen. Sachsen schr\u00e4nkt angesichts rasant steigender Corona-Zahlen von Montag an weite Teile des \u00f6ffentlichen Lebens ein. Au\u00dfer Bibliotheken schlie\u00dfen alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und Diskotheken. Das gleiche gilt f\u00fcr Weihnachtsm\u00e4rkte. Die Beherbergung von Touristen ist untersagt. Die Gastronomie darf mit der 2G-Regel (geimpft\/genesen) bis 20 Uhr \u00f6ffnen. Die Einschr\u00e4nkungen gelten zun\u00e4chst bis zum 12. Dezember. Der s\u00e4chsische Hotel- und Gastst\u00e4ttenverband (Dehoga) \u00fcbt scharfe Kritik an den am Montag im Freistaat in Kraft tretenden Corona-Regeln. Diese fielen einseitig und unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hart f\u00fcr das Gastgewerbe aus, so der Verband am Sonntag. Es brauche daher finanzielle Hilfen und Kurzarbeitergeld in H\u00f6he von 80 Prozent ab dem ersten Bezugsmonat. &#171;Sonst wird es ein Gastgewerbe, wie wir es kennen und lieben, bald nicht mehr geben&#187;, warnte der Dehoga in einer Mitteilung. Die neuen Regeln sehen unter anderem vor, dass die Gastronomie nur zwischen 6 und 20 Uhr \u00f6ffnen darf. Laut Dehoga ist dieses Zeitfenster zu klein, um wirtschaftlich arbeiten zu k\u00f6nnen. Ebenfalls schwer in die Kritik nahm der Dehoga die Vorgabe, dass nur noch Gesch\u00e4ftsreisende und keine Touristen mehr vom Gastgewerbe aufgenommen werden d\u00fcrfen. Gesch\u00e4ftsreisende machten nur einen Bruchteil der \u00dcbernachtungen aus. Nach Worten des Verbandes ist das unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig und ein &#171;Lockdown durch die Hintert\u00fcr&#187;. Das m\u00fcsse nun rechtlich gepr\u00fcft werden, sagte der s\u00e4chsische Dehoga-Vizepr\u00e4sident Jens Ellinger. Es sollte wie bisher weiterhin m\u00f6glich sein, unter Einhaltung von 2G und 2G plus touristische \u00dcbernachtungen zu erm\u00f6glichen.2G plus bedeutet, dass sich Geimpfte und Genesene dann zus\u00e4tzlich testen lassen m\u00fcssen, um Zutritt zu erhalten. Die neue Corona-Verordnung ist zun\u00e4chst bis zum 12. Dezember g\u00fcltig. Der Dehoga sieht jedoch bereits die gesamte Winterurlaubszeit gef\u00e4hrdet. Deshalb appelliert der Verband an Besucher von Gastst\u00e4tten und Restaurants, unaufgefordert die notwendigen Nachweise vorzuzeigen. &#171;Viele regelkonforme Betriebe klagen schon jetzt \u00fcber unn\u00f6tige Diskussionen mit ihren G\u00e4sten&#187;, sagte Axel Klein, Dehoga-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer in Sachsen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Sachsen erneut gestiegen und liegt mittlerweile deutlich \u00fcber 800. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag konkret einen Wert von 862,1. Am Samstag lag die Inzidenz &#8212; die Zahl der gemeldeten Neuinfektion pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen &#8212; noch bei 793,7. Der Freistaat bleibt damit bundesweiter Corona-Hotspot vor Bayern (639,4) und Th\u00fcringen (628). Innerhalb eines Tages meldete das RKI f\u00fcr Sachsen 7303 neue Corona-F\u00e4lle.15 Menschen starben. Seit Pandemieausbruch sind im Freistaat damit 419.221 Infektionen und 10.646 Todesf\u00e4lle registriert worden. Am Sonntag lagen f\u00fcnf Landkreise \u00fcber einem Inzidenzwert von 1000. Der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge ist mit einer Inzidenz von 1618,6 nach wie vor am st\u00e4rksten betroffen. Darauf folgen die Landkreise Bautzen (1336,2), Mei\u00dfen (1201,9), Nordsachsen (1195,3) und der Erzgebirgskreis (1103,6). Die niedrigste Inzidenz meldete das RKI erneut f\u00fcr die Landeshauptstadt Dresden (448,4). Bundesweit lag die Inzidenz laut RKI bei 372,7. Binnen eines Tages wurden 42.727 neue Corona-Infektionen und 75 Todesf\u00e4lle gemeldet. Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag f\u00fcr Chemnitz 367 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 23.386 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 735,7 (Vortag: 700,5). Es wurden keine weiteren Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 570 Personen an oder mit dem Virus. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Sachsen erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag einen Wert von 793,7. Am Donnerstag lag die Inzidenz &#8212; die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen &#8212; bei 761,4. Am Freitag hatte das RKI keine Zahlen f\u00fcr Sachsen \u00fcbermittelt. Damit hat der Freistaat nach wie vor bundesweit die mit Abstand h\u00f6chste Infektionsrate vor Bayern (635,6) und Th\u00fcringen (600,7) Neue Corona-F\u00e4lle meldete das RKI f\u00fcr Sachsen 14.735 und 34 hinzugekommene Todesf\u00e4lle. Seit Ausbruch der Pandemie sind im Freistaat damit 411.918 Infektionen registriert worden.10.631 Menschen starben. Der Landkreis mit der sachsenweit h\u00f6chsten Inzidenz bleibt S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge mit 1536. Oberhalb der 1000er-Marke bewegen sich weiterhin die Landkreise Mei\u00dfen (1189), Leipzig (1088,7) und Bautzen (1071,8). Die niedrigste Inzidenz meldete das RKI am Samstag mit 383,1 f\u00fcr die Landeshauptstadt Dresden. Bundesweit lag die Inzidenz laut RKI bei 362,2. Binnen eines Tages wurden dem Institut 63 924 Corona-Neuinfektionen durch die Gesundheits\u00e4mter gemeldet. Mehr als 50 000 Neuinfektionen pro Tag waren erstmals in der vergangenen Woche gez\u00e4hlt worden. Angesichts der neuen Beschr\u00e4nkungen beim Einkaufen in Sachsen erw\u00e4gt die Immobilienbranche Schadenersatzforderungen.2G f\u00fchre zu einem massiven R\u00fcckgang von Kunden und Umsatz, teilte der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) mit. Schadenersatzforderungen w\u00fcrden nicht ausgeschlossen. Sachsen m\u00fcsste klipp und klar belegen, dass vom Handel pandemische Gefahren ausgehen. In gro\u00dfen Teilen des s\u00e4chsischen Einzelhandels sind ab Montag nur noch gegen Covid-19 Geimpfte und von der Krankheit Genesene (2G) zugelassen. Das soll helfen, die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Ausgenommen sind etwa Superm\u00e4rkte und Drogerien. Der station\u00e4re Einzelhandel sei kein Ort erh\u00f6hten Infektionsgeschehens, hob ZIA-Pr\u00e4sident Andreas Mattner hervor. &#171;Im Gegenteil: Eine erprobte Bel\u00fcftungstechnik, mehrere Eing\u00e4nge zur Lenkung von Besucherstr\u00f6men und durchdachte Hygienekonzepte sorgen daf\u00fcr, dass Handelsimmobilien Safe Places sind.&#187; Die versch\u00e4rften Regeln seien gerade im Weihnachtsgesch\u00e4ft fatal. &#171;Ein Zustand der Rechtsunsicherheit, gepaart mit wirtschaftlicher Existenzangst, sollte durch kluge und ma\u00dfvolle Politik vermieden werden&#187;, forderte Mattner. Zum ZIA geh\u00f6ren auch Vermieter von L\u00e4den und Kaufh\u00e4usern. Geht den H\u00e4ndlern Umsatz verloren, m\u00fcssen die Immobilienbesitzer Mietausf\u00e4lle f\u00fcrchten. In Zw\u00f6nitz wollten am Freitagabend wieder mehrere sogenannte &#171;Corona Spazierg\u00e4nger&#187; auf die Stra\u00dfe gehen. Gegen 19 Uhr sollte es auf dem Markt losgehen, doch die Polizei sperrte s\u00e4mtliche Zug\u00e4nge. Nur Personen mit einem triftigen Grund kamen auf den Markt. Diese Kontrollen stie\u00dfen auf wenig Verst\u00e4ndnis und es kam zu Beleidigungen gegen\u00fcber der Polizei. Eine Person wurde zur Identifizierung kurz in Gewahrsam genommen. Die &#171;Spazierg\u00e4nger&#187; trafen sich dann in einem Wohngebiet und machten sich von dort auf den Weg. Dabei wurden sie immer wieder von der Polizei gest\u00f6rt. Diese Katz- und Mausjagd zog sich ungef\u00e4hr zwei Stunden. Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag f\u00fcr Chemnitz 682 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 23.019 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 700,5 (Vortag: 539,7). Es wurden drei weitere Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 570 Personen an oder mit dem Virus. Nichts mit Gl\u00fchwein, gebrannten Mandeln und Co.! Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt wurde abgesagt. Der Grund: Die aktuelle Corona-Situation. Lest mehr dazu im TAG24-Artikel zum Corona-Hammer in Chemnitz! Weihnachtsmarkt abgesagt. Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (46, CDU) hat am Abend neue Corona-Regeln im Freistaat Sachsenvorgestellt. Gemeinsam mit Wolfram G\u00fcnther (48, Gr\u00fcne) gab er den Lockdown f\u00fcr Ungeimpfte bekannt. &#171;Wir brauchen einen klaren Wellenbrecher&#187;, sagte Kretschmer erneut. \u00dcber die Regeln soll noch am Abend entschieden werden. Mehr dazu in unserem ausf\u00fchrlichen Bericht: Sachsen im Corona-Modus: Lockdown f\u00fcr Ungeimpfte kommt! Am Freitag hat das Gesundheitsamt der Stadt Chemnitz den Hort der Grundschule Reichenbrand bis einschlie\u00dflich 24. November 2021 komplett geschlossen. Infektionsf\u00e4lle in mehreren Klassen und Klassenstufen machten bereits die Schlie\u00dfung der Grundschule durch eine Allgemeinverf\u00fcgung des Ministeriums f\u00fcr Kultus notwendig. Die Infektionsketten m\u00fcssen nach dem Infektionsschutzgesetz in Verbindung mit den Regelungen des RKI unterbrochen werden. Da im Hort die gleichen Kinder sind, muss der Hort geschlossen werden. Angesichts der dramatischen Corona-Infektionslage ziehen weitere s\u00e4chsische St\u00e4dte bei den Weihnachtsm\u00e4rkten die Rei\u00dfleine. So hat die Stadt Annaberg-Buchholz ihren Markt samt Bergparade abgesagt. Oberb\u00fcrgermeister Rolf Schmidt (Freie W\u00e4hler) verwies in einer Mitteilung am Freitag auf die pandemische Lage, die sich in Sachsen und im Erzgebirgskreis &#171;dramatisch verschlechtert&#187; habe. Lest mehr dazu im TAG24-Artikel zur Absage des Weihnachtsmarktes in Annaberg-Buchholz. Die Linken haben einen harten Lockdown f\u00fcr den Freistaat gefordert. &#171;Die von der Staatsregierung geplanten Ma\u00dfnahmen werden die vierte Welle nicht brechen und einen Kollaps der Krankenh\u00e4user nicht verhindern&#187;, erkl\u00e4rten Fraktionschef Rico Gebhardt und Gesundheitsexpertin Susanne Schaper am Freitag in Dresden. Wenn Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) es ernst meine, m\u00fcsse es sofort einen harten Lockdown geben. &#171;Das \u00f6ffentliche und wirtschaftliche Leben muss f\u00fcr alle nicht lebenswichtigen Bereiche f\u00fcr mindestens 14 Tage zum Stillstand kommen. Nach dieser Frist sollten Lockerungen f\u00fcr Geimpfte und Genesene erfolgen.&#187; &#171;F\u00fcr Ungeimpfte \u2013 die auch eine Gefahr f\u00fcr die Geimpften und f\u00fcr Kinder sind &#8212; muss es bei Kontaktbeschr\u00e4nkungen bleiben. Diejenigen, die sich bisher unsolidarisch verhalten haben, haben dann das Nachsehen. Es darf nicht sein, dass Menschen, die geimpft sind und sich an die Regeln gehalten haben, bestraft werden&#187;, betonten Gebhardt und Schaper. Kretschmer hatte am Donnerstag im Landtag einen &#171;harten und klaren Wellenbrecher&#187; angek\u00fcndigt, das Wort Lockdown aber vermieden. Das Kabinett in Dresden will noch am Freitag neue Einschr\u00e4nkungen beschlie\u00dfen. &#171;Die vierte Welle trifft auf ein ermattetes Gesundheitssystem. Die Kliniken arbeiten am Limit. Wir m\u00fcssen die Besch\u00e4ftigten sch\u00fctzen, um einen baldigen Kollaps der Krankenh\u00e4user zu verhindern&#187;, argumentierte Schaper, eine gelernte Krankenschwester. Die Impfkampagne m\u00fcsse sofort mit allen verf\u00fcgbaren Mitteln hochgefahren werden. Die aktuelle Bereitschaft von Tausenden Menschen zum Impfen d\u00fcrfe man nicht verstreichen lassen. Sachsen verdreifacht wie angek\u00fcndigt die Kapazit\u00e4t der mobilen Impfteams. Wie das Sozialministerium am Freitag mitteilte, sollen diese Teams ab 1. Dezember 9000 Impfungen pro Tag und damit insgesamt 54.000 an sechs Wochentagen verabreichen. Anfangs lag die Kapazit\u00e4t bei 3000 beziehungsweise 18.000 Impfungen. In dieser Woche war die Zahl der t\u00e4glich von mobilen Teams verimpften Dosen bereits auf 6000 gestiegen. Damit reagiert der Freistaat auf die gestiegene Nachfrage besonders nach Auffrischungsimpfungen. In jedem Landkreis und jeder Kreisfreien Stadt soll es mindestens einen festen Standort der mobilen Teams als verl\u00e4sslichen Anlaufpunkt geben. Die Absprachen zur Einrichtung laufen derzeit noch, hie\u00df es. Ein System zur Buchung von Impfungen sei in Vorbereitung. Hauptakteur der Impfkampagne bleibt jedoch das sogenannte Regelsystem mit niedergelassenen \u00c4rzten, Betriebs\u00e4rzten und Krankenh\u00e4usern. Die mobilen Teams agieren als Zusatzangebot des Landes. &#171;Bis vor kurzem waren die Impfangebote nicht ausgelastet. Wir haben aber immer gesagt, dass wir unsere Impfangebote dort verst\u00e4rken, wo das Regelsystem unterst\u00fctzt werden muss&#187;, erkl\u00e4rte Sozialministerin Petra K\u00f6pping (SPD). Inzwischen w\u00fcrden auch wieder mehr niedergelassene \u00c4rztinnen und \u00c4rzte mitimpfen, aktuell mehr als 1800. &#171;Wir haben auch 78 Krankenh\u00e4user in Sachsen, auch sie k\u00f6nnen impfen. Es ist gen\u00fcgend Impfstoff da.&#187; Sachsen tr\u00e4gt bei der Impfquote deutschlandweit die rote Laterne. Nur 57,6 Prozent der Menschen im Freistaat sind doppelt geimpft. In Bremen liegt der Wert bei 79,5, im Bundesdurchschnitt sind es 67,9 Prozent. Acht Kommunen in Sachsen haben die Landesregierung f\u00fcr die geplante \u00c4nderung der S\u00e4chsischen Corona-Schutz-Verordnung scharf kritisiert. Die Ma\u00dfnahmen sind weder angemessen noch geeignet, um wirksam die aktuelle Lage in den Griff zu bekommen, wie die B\u00fcrgermeister aus acht St\u00e4dten und Gemeinden in Sachsen in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung am Freitag mitteilten. So drohe am Beispiel der Regelungen f\u00fcr Weihnachtsm\u00e4rkte erneut das Vertrauen in die Aussagen der Staatsregierung und die Sinnhaftigkeit der Regeln besch\u00e4digt zu werden. F\u00fcr die Marktbetreiber seien bis jetzt im Vertrauen auf die Zusagen der Landesregierung bereits sechsstellige Betr\u00e4ge f\u00fcr jeden aufgebauten Weihnachtsmarkt entstanden, hie\u00df es in der Mitteilung. Sofern eine Absage erfolge, m\u00fcsse f\u00fcr die H\u00e4ndler und Betreiber eine M\u00f6glichkeit geschaffen werden, den wirtschaftlichen Schaden geltend zu machen oder eine unb\u00fcrokratische F\u00f6rderung getroffen werden. Ansonsten drohten f\u00fcr zahlreiche Betreiber eine existenzbedrohende Situationen. Zu den Unterzeichner geh\u00f6ren die Oberb\u00fcrgermeister von Freital, Freiberg, Annaberg-Buchholz, Mei\u00dfen, Pirna und Schwarzenberg sowie die B\u00fcrgermeister von Olbernhau und Schneeberg. In Aue-Bad Schlema \u00f6ffnet am 24. November in der Auerheimer Stra\u00dfe, in dem &#171;Schleck-Haus&#187;, ein sogenanntes &#171;Mini-Impfzentrum. Das Impfen gegen Covid 19 ist hier ohne Termin m\u00f6glich. Es werden Erst-, Zweit- und Drittimpfungen (im Rahmen der Abstandszeiten und Zulassungen) durchgef\u00fchrt. In der Regel stehen Impfstoffe von Biontech \/ Pfizer, Moderna und von Johnson &amp; Johnson zur Verf\u00fcgung. Die vom DRK Sachsen organisierten Vor-Ort-Impfaktionen finden in Kooperation mit der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung Sachsen (KVS), die Impf\u00e4rzte \/ das medinzinische Personal stellt, sowie Teams der Hilfsorganisationen von Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Johanniter Unfallhilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) statt. Am Donnerstag ist ab Montag ein gro\u00dfer Teil des s\u00e4chsischen Einzelhandels nur noch f\u00fcr Geimpfte und Genesene (2G) zugelassen. Am Wochenende wird daher mit einem gro\u00dfen Ansturm auf die Gesch\u00e4fte gerechnet. Mehr dazu in unserem ausf\u00fchrlichen Bericht: Ab Montag 2G in Gesch\u00e4ften? Gro\u00dfer Ansturm auf s\u00e4chsische Gesch\u00e4fte erwartet Nun also doch: Der Freistaat steuert auf den n\u00e4chsten Lockdown zu. Gemeinsam mit seinen medizinischen Beratern schwor Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (46, CDU) die Sachsen am Mittwochabend auf eine harte Adventszeit ein. Mehr dazu in unserem ausf\u00fchrlichen Bericht: Forderungen nach Lockdown: Kretschmer bereitet Sachsen auf harten Advent vor Das s\u00e4chsische Kabinett will am Freitag weitere Einschr\u00e4nkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschlie\u00dfen. Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) hatte die Bev\u00f6lkerung schon am Vortag auf Einschnitte eingestimmt. Bei einer Rede im Landtag sprach er von einem &#171;harten und klaren Wellenbrecher&#187;, der nun f\u00fcr zwei oder drei Wochen notwendig sei. Das Wort Lockdown vermied er allerdings. Beobachter gehen aber davon aus, dass Teile des \u00f6ffentlichen Lebens im Freistaat bis Mitte Dezember weitgehend ruhen sollen, um das aus dem Ruder laufende Infektionsgeschehen wieder unter Kontrolle zu bekommen. Am Dienstag hatte Gesundheitsministerin Petra K\u00f6pping (SPD) bereits Eckpunkte der neuen Schutzverordnung vorgestellt, die ab Montag gelten soll. Geplant ist etwa die Einf\u00fchrung der 2G-Regel im Einzelhandel au\u00dfer Gesch\u00e4ften des Grundbedarfs. Auch zum sogenannten Verweilbereich auf Weihnachtsm\u00e4rkten sollen nur Geimpfte und Genesene Zutritt erhalten. F\u00fcr sensible Einrichtungen wie Pflegeheime und Krankenh\u00e4user soll die Formel 2G-Plus gelten &#8212; Genesene und Geimpfte brauchen zus\u00e4tzlich einen tagesaktuellen Test. Sachsen lag am Donnerstag mit einer Inzidenz von 761,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche einsam an der Spitze in Deutschland. Vier s\u00e4chsische Landkreise liegen mittlerweile \u00fcber der Marke von 1000, der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge ist mit 1369,7 derzeit bundesweit die am schwersten betroffene Region. Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag f\u00fcr Chemnitz keine neuen Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 22.337 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 539,7 (Vortag: 633,8). Es wurden keine weiteren Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 567 Personen an oder mit dem Virus. Hinweis: Das Robert-Koch-Institut hat zum heutigen Tag keine neuen F\u00e4lle f\u00fcr Sachsen und alle Landkreise\/St\u00e4dte in Sachsen angegeben. Die enorme Differenz im Vergleich zum Donnerstag erkl\u00e4rt sich damit, dass das RKI wegen technischer Probleme nur unvollst\u00e4ndige Zahlen aus Sachsen erhalten hat. In knapp einer Woche soll der Chemnitzer Weihnachtsmarkt seine Pforten \u00f6ffnen. Doch vorerst werden keine weiteren Buden aufgebaut. Die Lage sei &#171;einfach zu un\u00fcbersichtlich&#187;, hei\u00dft es in einer entsprechenden Information die an betroffene H\u00e4ndler zugestellt wurde. Lest im TAG24-Artikel zum Aufbau-Stopp auf dem Chemnitzer Weihnachtsmark t mehr dazu. Das s\u00e4chsische Kabinett will am Freitag weitere Einschr\u00e4nkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschlie\u00dfen. Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) hatte die Bev\u00f6lkerung schon am Vortag auf Einschnitte eingestimmt. Bei einer Rede im Landtag sprach er von einem &#171;harten und klaren Wellenbrecher&#187;, der nun f\u00fcr zwei oder drei Wochen notwendig sei. Das Wort Lockdown vermied er allerdings. Beobachter gehen aber davon aus, dass Teile des \u00f6ffentlichen Lebens im Freistaat bis Mitte Dezember weitgehend ruhen sollen, um das aus dem Ruder laufende Infektionsgeschehen wieder unter Kontrolle zu bekommen. Am Dienstag hatte Gesundheitsministerin Petra K\u00f6pping (SPD) bereits Eckpunkte der neuen Schutzverordnung vorgestellt, die ab Montag gelten soll. Geplant ist etwa die Einf\u00fchrung der 2G-Regel im Einzelhandel au\u00dfer Gesch\u00e4ften des Grundbedarfs. Auch zum sogenannten Verweilbereich auf Weihnachtsm\u00e4rkten sollen nur Geimpfte und Genesene Zutritt erhalten. F\u00fcr sensible Einrichtungen wie Pflegeheime und Krankenh\u00e4user soll die Formel 2G-Plus gelten &#8212; Genesene und Geimpfte brauchen zus\u00e4tzlich einen tagesaktuellen Test. Sachsen lag am Donnerstag mit einer Inzidenz von 761,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche einsam an der Spitze in Deutschland. Vier s\u00e4chsische Landkreise liegen mittlerweile \u00fcber der Marke von 1000, der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge ist mit 1369,7 derzeit bundesweit die am schwersten betroffene Region. Das Landratsamt Erzgebirgskreis hat eine neue Allgemeinverf\u00fcgung &#171;Absonderung von engen Kontaktpersonen, von Verdachtspersonen und von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen&#187; erlassen, die am Freitag (19. November 2021) in Kraft tritt. Geregelt ist darin unter anderem, dass die positiv getesteten Personen eigenverantwortlich und ohne Anordnung durch die Beh\u00f6rde verpflichtet sind, sich unverz\u00fcglich nach dem positiven Testergebnis abzusondern. Mehr dazu in unserem ausf\u00fchrlichen Bericht: Neue Quarant\u00e4ne-Verordnung im Erzgebirge! Was \u00e4ndert sich ab Freitag? Die s\u00e4chsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) lehnen die Einf\u00fchrung einer 2G-Regel f\u00fcr gro\u00dfe Teile des Einzelhandels ab. Das stellten die Kammern in Chemnitz, Dresden und Leipzig am Donnerstag klar. Man bewerte pauschale Einschr\u00e4nkungen und Verbote f\u00fcr Ungeimpfte in Verbindung mit einer Ausweitung der Zutrittsverbote f\u00fcr einzelne Branchen als &#171;\u00e4u\u00dferst kritisch&#187;, erkl\u00e4rte Detlef Hamann, Sprecher der IHK im Freistaat. Die Wirkung solcher Ma\u00dfnahmen sei nicht belegbar beziehungsweise bereits widerlegt. Stattdessen sollte eine 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet) in Betracht gezogen werden. Es bedeute f\u00fcr H\u00e4ndler zwar einen enormen Kontrollaufwand, w\u00fcrde aber die bei 2G zu erwartenden wirtschaftlichen Sch\u00e4den abmildern. Mit Blick auf die stark steigenden Corona-Zahlen erkannten die Kammern aber die Notwendigkeit an, weitere Ma\u00dfnahmen einzuleiten und vor allem den Druck auf Krankenh\u00e4user und Pflegeeinrichtungen zu reduzieren. Die angek\u00fcndigte Einf\u00fchrung von 3G am Arbeitsplatz werde von den Kammern grunds\u00e4tzlich unterst\u00fctzt, um m\u00f6glichst viele infizierte, ungeimpfte Personen zu identifizieren und abzusondern, hie\u00df es. Der Gesetzgeber m\u00fcsse daf\u00fcr aber die Voraussetzungen schaffen. Dazu geh\u00f6rten eine Auskunftspflicht der Besch\u00e4ftigten zum Impfstatus genauso wie Sanktionsm\u00f6glichkeiten der Arbeitgeber gegen\u00fcber Besch\u00e4ftigten, die sich Testungen verweigern. &#171;Da diese Besch\u00e4ftigten nicht weiterbesch\u00e4ftigt werden d\u00fcrfen, muss im Gegenzug auch eine rechtssichere Aussetzung der Lohnfortzahlung m\u00f6glich sein&#187;, hie\u00df es. Zudem m\u00fcssten den Betrieben die Testkosten erstattet werden. Der Autobauer Volkswagen bietet seinen 11.000 Besch\u00e4ftigten in Sachsen ab Montag Booster-Impfungen an. Lest im TAG24-Artikel zu den Booster-Impfungen bei VW Sachsen mehr dazu. Tschechien f\u00fchrt im Kampf gegen das Coronavirus in vielen Bereichen die 2G-Regel ein. &#171;Wir haben uns vom bayerischen Modell inspirieren lassen&#187;, sagte der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Ministerpr\u00e4sident Andrej Babis nach einer Kabinettssitzung am Donnerstag in Prag. Wer eine Gastst\u00e4tte oder ein Hotel besuchen will, muss von Montag an vollst\u00e4ndig geimpft oder genesen sein &#8212; ein negativer Test reicht nicht mehr. Dies gilt auch f\u00fcr Dienstleistungen wie Friseure sowie f\u00fcr Gro\u00dfveranstaltungen. Zudem sollen wieder fl\u00e4chendeckend Schnelltests in Firmen eingef\u00fchrt werden. Die tschechischen Gesundheits\u00e4mter hatten am Mittwoch mit 22.511 F\u00e4llen einen Tagesrekord bei den Corona-Neuinfektionen vermeldet. Nach aktuellen Zahlen vom Donnerstag steckten sich innerhalb von sieben Tagen 819 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Virus an. Deutschland hat Tschechien als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft und warnt vor touristischen Reisen. Derzeit sind erst 6,2 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner des EU-Landes vollst\u00e4ndig geimpft. Die Regierung des populistischen Ministerpr\u00e4sidenten Babis ist derzeit gesch\u00e4ftsf\u00fchrend im Amt. Petr Fiala von der liberal-konservativen B\u00fcrgerdemokraten (ODS) k\u00f6nnte nach Informationen aus dem Pr\u00e4sidialamt bereits am 26. November als Nachfolger ernannt werden. Er warf der scheidenden Regierung vor, sich nicht an Absprachen zu halten, sprach aber ebenfalls von einer &#171;katastrophalen Situation&#187;. Angesichts der stark steigenden Corona-Fallzahlen im Freistaat spricht sich der s\u00e4chsische Pflegerat f\u00fcr eine Testpflicht f\u00fcr Pflegekr\u00e4fte in bestimmten Einrichtungen aus. Auch eine Impfpflicht f\u00fcr alle Mitarbeiter bestimmter Einrichtungen sei &#171;ein vorstellbarer Weg zum besseren Schutz der Bewohner und Patienten&#187;, teilte der Pflegerat am Donnerstag mit. Gleichzeitig pl\u00e4dierte das Gremium f\u00fcr eine breitere Diskussion. Infektionen passierten \u00fcberall dort, wo Menschen aufeinandertr\u00e4fen. &#171;Die Verantwortung einer verpflichtenden Impfung gegen das Coronavirus nur auf die Berufsgruppe der Pflegenden zu \u00fcbertragen, ist daher zu einseitig und verleitet dazu, die eigene Verantwortung auszublenden&#187;, hie\u00df es. Nur durch eine m\u00f6glichst hohe Impfquote in der gesamten Bev\u00f6lkerung k\u00f6nne man die Pandemie wirksam eind\u00e4mmen. Der Pflegerat Sachsen bef\u00fcrworte daher ausdr\u00fccklich die Positionen des Deutschen Pflegerats sowie des Ethikrats, die eine gesellschaftliche Diskussion \u00fcber eine Impfpflicht f\u00fcr Pflegepersonal hinaus forderten. Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) hat angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionen weitere harte Einschnitte angek\u00fcndigt. Bei einer Regierungserkl\u00e4rung im Landtag sprach er am Donnerstag von einem &#171;harten und klaren Wellenbrecher&#187; f\u00fcr zwei oder drei Wochen. Das Wort Lockdown vermied er. Details sollen am Freitag vom Kabinett beschlossen werden. Es gelte auch noch die Beschlussfassung im Bundestag und im Bundesrat abzuwarten, sagte der Regierungschef. Der Bundestag wollte am Donnerstag \u00fcber das neue Infektionsschutzgesetz befinden. Mehr dazu in unserem ausf\u00fchrlichen Bericht: Kretschmer vermeidet das Wort Lockdown, aber &#171;harter Wellenbrecher&#187; soll kommen Nach einem leichten R\u00fcckgang am Vortag ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag einen Wert von 761,4. Am Vortag lag die Inzidenz &#8212; die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen &#8212; bei 742,2. Damit hat Sachsen bundesweit mit Abstand die h\u00f6chste Infektionsrate vor Bayern (609,5) und Th\u00fcringen (565,0). Das Berliner RKI meldete f\u00fcr Sachsen 7000 neue Corona-F\u00e4lle und 19 weitere Todesf\u00e4lle. Insgesamt wurden im Freistaat seit Ausbruch der Pandemie 30.891 Infektionen registriert.10.597 Menschen starben. Die h\u00f6chste Inzidenz hat zurzeit der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge (1369,7). Auch die Landkreis Mei\u00dfen, Leipzig und Bautzen wiesen Werte oberhalb der 1000er-Marke auf. Am niedrigsten war die Inzidenz in der Stadt Leipzig mit 438,5. Bundesweit meldeten die Gesundheits\u00e4mter dem RKI binnen eines Tages den H\u00f6chstwert von 65.371 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren erstmals mehr 50.000 Neuinfektionen pro Tag gez\u00e4hlt worden. Sachsens Krankenhauskoordinator Michael Albrecht hat einen 14-t\u00e4gigen Lockdown gefordert, um die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen im Freistaat in den Griff zu bekommen. &#171;Meine pers\u00f6nliche Empfehlung w\u00e4re: Machen Sie jetzt einen totalen Lockdown f\u00fcr 14 Tage. Lassen Sie uns Luft holen, lassen Sie uns sehen, wie sich die Entwicklung der Fallzahlen dann abschw\u00e4chen wird&#187;, sagte der medizinische Vorstand des Universit\u00e4tsklinikums Dresden am Mittwochabend bei einer Online-Diskussionsrunde mit dem s\u00e4chsischen Ministerpr\u00e4sidenten Michael Kretschmer (CDU). Was Sachsens Krankenhauskoordinator Albrecht noch zum Thema Lockdown sagte, findet ihr &gt;&gt;hier. Sachsen plant drastische Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr den Advent. Dazu geh\u00f6ren unter anderem Weihnachtsmarktbesuche nur mit 2G und der Zutritt zu Veranstaltungen mit 2G plus Test. Was die Landesregierung noch plant und wie die Kritik vom Handelsverband und der FDP lauten, k\u00f6nnt ihr &gt;&gt;hier weiterlesen. Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag f\u00fcr Chemnitz 373 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 22.337 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 633,8 (Vortag: 600,7). Es wurden keine weiteren Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 567 Personen an oder mit dem Virus. Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (46, CDU) h\u00e4lt angesichts der dramatischen Corona-Lage im Freistaat weitere Ma\u00dfnahmen f\u00fcr n\u00f6tig. Die Freiheit der Geimpften sei ihm immer wichtig gewesen, sagte er am Donnerstagabend bei einer Online-Diskussionsveranstaltung mit Blick auf die Corona-Situation in Sachsen. Mehr dazu in unserem ausf\u00fchrlichen Bericht: Lockdown nur f\u00fcr Ungeimpfte? Kretschmer will &#171;einen gr\u00f6\u00dferen Wurf machen&#187; Trotz hoher Inzidenz (Stand Mittwoch: 600,7) h\u00e4lt Chemnitz am Weihnachtsmarkt fest. &#171;Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung ist das Abhalten von Weihnachtsm\u00e4rkten erlaubt&#187;, so Oberb\u00fcrgermeister Sven Schulze (50, SPD). Mehr dazu in unserem ausf\u00fchrlichen Artikel: Wird es einen Weihnachtsmarkt in Chemnitz geben? Das sagt OB Schulze dazu Die versch\u00e4rfte Corona-Lage in Sachsen ist am Donnerstag das Top-Thema im Landtag (10 Uhr). Die Staatsregierung will zun\u00e4chst einen Bericht zur Lage erstatten, dann sollen kritische Punkte diskutiert werden. Angesichts stark steigender Infektionszahlen unter Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern ist etwa die Schulbesuchspflicht umstritten. Linke und Gr\u00fcne im Landtag hatten gefordert, die Pr\u00e4senzpflicht auszusetzen. Kultusminister Christian Piwarz (46, CDU) lehnt dies bislang ab, hatte aber auch gesagt, es solle dar\u00fcber noch einmal beraten werden. Sachsen hat die Corona-\u00dcberlastungsstufe bei seinen Krankenhausbetten offiziell erreicht. Damit gelten ab Freitag versch\u00e4rfte Regeln und Kontaktbeschr\u00e4nkungen. Wegen der drastisch gestiegenen Infektionszahlen will die Landesregierung zudem am Freitag vorzeitig eine neue Corona-Schutzverordnung beschlie\u00dfen. Diese w\u00fcrde dann ab Montag n\u00e4chster Woche gelten. Alle Einzelheiten lest Ihr im TAG24-Artikel zur erreichten Corona-\u00dcberlastungsstufe in Sachsen. Um die Impf-Situation in Chemnitz zu entspannen und dem Ansturm gerecht zu werden, soll das ehemalige Impfzentrum im fr\u00fcheren Netto-Markt an der Wilhelm-Raabe-Stra\u00dfe wieder hergerichtet werden. Dort wurden Corona-Impfungen durchgef\u00fchrt, bevor das Mega-Impfzentrum in der Hartmannhalle er\u00f6ffnet wurde. Laut OB Schulze sei das Ziel, dass der Komplex in Altchemnitz sp\u00e4testens Anfang Dezember in Betrieb gehen k\u00f6nne. Allerdings sei die Stadt beim Impfstoff und dem Personal auf Unterst\u00fctzung angewiesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz von Corona-Neuinfektionen ist in Sachsen nach einem stetigen Aufw\u00e4rtstrend erstmals wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch einen Wert von 742,2, was bundesweit den h\u00f6chsten Stand bedeutete. Am Vortag lag die Inzidenz &#8212; die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen &#8212; bei 759,3. Deutschlandweit lag der Wert am Mittwoch bei 319,5. Die s\u00e4chsischen Gesundheits\u00e4mter meldeten zwischen Dienstag und Mittwoch dem RKI 5835 neue Corona-F\u00e4lle. Damit wurden seit Ausbruch der Pandemie 390.183 Infektionen im Freistaat registriert. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen stieg um 32 auf jetzt 10.578. Am heftigsten tobte die Pandemie laut RKI im Landkreis Mei\u00dfen, aus dem eine Inzidenz von 1304,6 gemeldet wurde &#8212; der h\u00f6chsten bundesweit. Auch die Landkreise S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge und Bautzen wiesen Werte oberhalb der 1000er-Marke auf. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz wurde mit 390,6 in Leipzig registriert. Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch f\u00fcr Chemnitz 261 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 21.964 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 600,7 (Vortag: 604,7). Es wurden drei weitere Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 567 Personen an oder mit dem Virus. Die s\u00e4chsische FDP-Bundestagsabgeordnete Ulrike Harzer (53) sieht in der geplanten Ausweitung der 2G-Regel im Freistaat eine weitere Spaltung der Gesellschaft. &#171;Seit Beginn der Pandemie stellt uns die Krise vor eine gesellschaftliche Zerrei\u00dfprobe. Der soziale Zusammenhalt drohte in Zeiten des Lockdowns bereits fast zu zerbrechen&#187;, erkl\u00e4rte Harzer am Dienstag in Berlin. Nun treibe Sachsen das durch Schaffung neuer 2G-Optionen voran. Die Spaltung der Gesellschaft in Geimpfte und Genesene auf der einen Seite sowie Ungeimpfte auf der anderen sei kein Anreiz zu Impfungen, sondern eine &#171;Impfpflicht durch die Hintert\u00fcr&#187;. Harzer reagierte damit auf Pl\u00e4ne des Kabinetts in Dresden, bei Erreichen der \u00dcberlastungsstufe die 2G-Regel (Zutritt nur f\u00fcr Geimpfte und Genesene) in Teilen des Einzelhandels sowie auf Weihnachtsm\u00e4rkten einzuf\u00fchren. Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen sollen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Sachsen weiter bis zu den Weihnachtsferien dreimal pro Woche getestet werden. Eine entsprechende Schul- und Kita-Coronaverordnung soll am Freitag im Kabinett verabschiedet werden, wie Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (46, CDU) am Dienstag nach Beratungen der Regierung mitteilte. Die drei w\u00f6chentlichen Tests hatte die s\u00e4chsische Regierung zun\u00e4chst f\u00fcr die zwei Wochen nach den Herbstferien eingef\u00fchrt. Mehr dazu in unserem ausf\u00fchrlichen Bericht: Schul- und Kita-Coronaverordnung in Sachsen geplant: Dreifach-Testung bis Weihnachten! Sachsen will angesichts drastisch gestiegener Corona-Infektionen die Schutzma\u00dfnahmen weiter versch\u00e4rfen. In erster Linie geht es um eine Reduzierung von Kontakten und mehr Tests. In besonders gef\u00e4hrdeten Einrichtungen wie Pflegeheimen und Krankenh\u00e4usern soll eine generelle Testpflicht auch f\u00fcr Geimpfte und Genesene gelten, sagte Sozialministerin Petra K\u00f6pping (63, SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden. Mehr dazu in unserem Artikel: Sachsen versch\u00e4rft Corona-Ma\u00dfnahmen: So will der Freistaat nun die Z\u00fcgel anziehen Die vierte Corona-Welle bringt zahlreiche Krankenh\u00e4user in Sachsen an ihre Grenzen. Wie in der zweiten Welle sind bereits einige Patienten an die Unikliniken im Freistaat verlegt worden. Seit September seien 17 Patienten \u00fcberwiegend zur intensivmedizinischen Behandlung von Covid-19 an das Universit\u00e4tsklinikum Leipzig (UKL) verlegt worden, hie\u00df es auf Anfrage am Dienstag. Bundesweite Verlegungen von Patienten aus Sachsen hat es aber noch nicht gegeben. Nach Zahlen des Sozialministeriums werden derzeit 330 Covid-Patienten in Sachsen intensivmedizinisch versorgt, in Dresden 160, in Leipzig 53 und in Chemnitz 117. Die Auslastung liegt in den drei St\u00e4dten bei rund 90 Prozent. Verlegungen gibt es derzeit vor allem dann, wenn die Patienten auf eine spezielle Herz-Lungen-Maschine angewiesen sind, betonte ein Sprecher der Koordinierungsstelle am Universit\u00e4tsklinikum Dresden. Diese gibt es demnach nur in der Landeshauptstadt und in Leipzig. Hierhin kommen also vor allem die besonders schweren F\u00e4lle. Die derzeitige Situation sei mit der zweiten Welle vergleichbar, die Anzahl der Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen im November 2020 sei \u00e4hnlich, teilte ein Sprecher des Universit\u00e4tsklinikum Leipzig mit. Hinzu komme die personelle Belastung, weil die Zahl der Mitarbeiter jetzt geringer sei, hie\u00df es aus dem Klinikum Chemnitz. Sachsen hatte am Montag die \u00dcberlastungsstufe in der Corona-Pandemie erreicht. Diese richtet sich nach einer bestimmten Anzahl belegter Betten auf der Normal- und Intensivstation. Sollte der Wert drei Tage in Folge \u00fcber diesen Zahlen liegen, greifen am \u00fcbern\u00e4chsten Tag weitere Einschr\u00e4nkungen. Nach Lage der Dinge wird das am Freitag der Fall sein. Sachsen bekommt noch diese Woche wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage vom Bund Millionen FFP2-Masken und Schnelltests. Die Schnelltests werden nach derzeitigem Stand im Laufe dieser Woche in Sachsen ankommen, wie das Sozialministerium am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Entsprechend des geltend gemachten Bedarfes wird jede kreisfreie Stadt und jeder Landkreis 50.000 Tests bekommen. Die Masken werden diese und n\u00e4chste Woche angeliefert. Dazu erfolgen Abfragen zun\u00e4chst bei der kommunalen Ebene, um den konkreten Bedarf zu ermitteln. Der Bund hatte dem Freistaat kostenlose 4,5 Millionen FFP2-Masken und eine Million Schnelltests zugesagt. Die Linken im Landtag haben sich angesichts rasant steigender Corona-Infektionszahlen f\u00fcr eine erneute Aufhebung der Pflicht zum Schulbesuch ausgesprochen. &#171;Alle Eltern, die das pers\u00f6nlich und beruflich erm\u00f6glichen k\u00f6nnen, sollten ihre Kinder zu Hause lernen lassen d\u00fcrfen&#187;, erkl\u00e4rte die Abgeordnete Luise Neuhaus-Wartenberg am Dienstag in Dresden. Wer dazu in der Lage ist, k\u00f6nne helfen, die Klassen kleiner zu halten und diejenigen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besonders zu ber\u00fccksichtigen, die mehr Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen. &#171;Uns ist ferner bewusst, dass das f\u00fcr die Lehrkr\u00e4fte eine zus\u00e4tzliche Belastung bedeutet. Der Ernst der Lage zwingt allerdings zu diesem Schritt&#187;, betonte die Politikerin und appellierte an die Erwachsenen, sich impfen zu lassen: &#171;Wer krank ist, kann weder lernen noch lehren noch sich um die eigenen Kinder k\u00fcmmern.&#187; &#171;Auch wir finden es richtig, alles daf\u00fcr zu tun, dass es keine fl\u00e4chendeckenden Schulschlie\u00dfungen mehr geben muss. Wir m\u00fcssen aber zur Kenntnis nehmen, dass die Inzidenz unter Schulkindern derzeit besorgniserregend hoch ist&#187;, betonte Neuhaus-Wartenberg. Aus den vorhergehenden Pandemie-Wellen wisse man, dass das Virus bei einem allgemein drastischen Infektionsgeschehen auch die Schulen erreiche. Die Sieben-Tage-Inzidenz von Corona-Infektionen ist in Sachsen erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstag einen Wert von 759,3, was bundesweit den h\u00f6chsten Stand bedeutete. Die s\u00e4chsischen Gesundheits\u00e4mter meldeten dem RKI 3455 neue F\u00e4lle. Damit wurden seit Ausbruch der Pandemie 384.348 Infektionen im Freistaat registriert. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen stieg um 7 auf jetzt 10.546. Am heftigsten tobte die Pandemie laut RKI im Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge, aus dem eine Inzidenz von 1362,4 gemeldet wurde. Auch die Landkreise Mei\u00dfen und Bautzen wiesen mit 1298 beziehungsweise 1053 Werte oberhalb der 1000er-Marke auf. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz wurde mit 441,5 in Leipzig registriert. Deutschlandweit lag die Inzidenz am Dienstag bei 312,4. Die s\u00e4chsische Regierung will am Dienstag (13.00) \u00fcber die n\u00e4chsten Schritte in der Corona-Pandemie beraten. Im Kern geht es um die neue Schutzverordnung, die nach dem 25. November in Kraft treten soll. Da der Freistaat am Montag die \u00dcberlastungsstufe bei Krankenhausbetten erreichte, gelten vermutlich schon ab diesem Freitag ohnehin neue Einschr\u00e4nkungen. Angesichts rasant steigender Corona-Infektionszahlen wird der Spielraum zum Handeln immer kleiner. Sachsen hatte am Montag eine Wocheninzidenz von 754,3 und lag damit mit Abstand vorn &#8212; bundesweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche bei 303. Um die Situation zumindest abzumildern, soll nun das Impftempo in Sachsen steigen. Denn bei der Impfquote hinkt der Freistaat nach wie vor hinterher. Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag f\u00fcr Chemnitz 19 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 21.703 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 604,7 (Vortag: 624). Es wurden keine weiteren Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 564 Personen an oder mit dem Virus. Am Montagabend trafen sich etliche Chemnitzer zu einem sogenannten &#171;Spaziergang&#187;. Sie protestierten damit gegen die aktuellen Corona-Ma\u00dfnahmen. Die s\u00e4chsische Regierung will am Dienstag (13 Uhr) \u00fcber die n\u00e4chsten Schritte in der Corona-Pandemie beraten. Im Kern geht es um die neue Schutzverordnung, die nach dem 25. November in Kraft treten soll. Da der Freistaat am Montag die \u00dcberlastungsstufe bei Krankenhausbetten erreichte, gelten vermutlich schon ab diesem Freitag ohnehin neue Einschr\u00e4nkungen. Angesichts rasant steigender Corona-Infektionszahlen wird der Spielraum zum Handeln immer kleiner. Sachsen hatte am Montag eine Wocheninzidenz von 754,3 und lag damit mit Abstand vorn &#8212; bundesweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche bei 303. Um die Situation zumindest abzumildern, soll nun das Impftempo in Sachsen steigen. Denn bei der Impfquote hinkt der Freistaat nach wie vor hinterher. Trotz stark gestiegener Infektionszahlen halten etliche St\u00e4dte im Erzgebirge an ihren Weihnachtsm\u00e4rkten fest. Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (46, CDU) hatte j\u00fcngst angemahnt, die M\u00e4rkte angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens abzusagen. Welche M\u00e4rkte stattfinden sollen, erfahrt Ihr in unserem Artikel: Trotz Mega-Inzidenzen: Diese St\u00e4dte im Erzgebirge halten am Weihnachtsmarkt fest Sachsen hat am Montag wie erwartet die \u00dcberlastungsstufe in der Corona-Pandemie erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind inzwischen 1391 Betten auf Normalstationen mit Covid-19-Patienten belegt. Auf Intensivstationen liegen 330 Corona-Infizierte. Der Schwellenwert f\u00fcr die \u00dcberlastungsstufe liegt bei 1300 beziehungsweise 420 Betten. Sollte der Wert drei Tage in Folge \u00fcber diesen Zahlen liegen, greifen am \u00fcbern\u00e4chsten Tag Einschr\u00e4nkungen. Nach Lage der Dinge wird das am Freitag der Fall sein. Bei \u00dcberschreiten der \u00dcberlastungsstufe sind Treffen von Angeh\u00f6rigen eines Haushaltes mit nur einer weiteren Person erlaubt. Geimpfte, Genesene oder Kinder bis 16 Jahre z\u00e4hlen dabei nicht mit. F\u00fcr weitere Bereiche wie Hallenb\u00e4der und Saunen, Friseure, Kosmetik oder Tattoo-Studios gilt das 2G-Modell. Ein Testnachweis reicht nicht mehr. Versammlungen k\u00f6nnen weiter stattfinden, jedoch sind in der \u00dcberlastungsstufe maximal noch zehn Personen erlaubt. Geimpfte und Genesene werden mitgez\u00e4hlt. Im Einzelfall k\u00f6nnen Ausnahmen bewilligt werden. Sachsen will angesichts einer drastischen Zunahme von Corona-Neuinfektionen das Tempo beim Impfen schnell erh\u00f6hen. Der Freistaat bekomme 170.000 zus\u00e4tzliche Dosen und werde das Personal in den mobilen Impfteams verst\u00e4rken, erkl\u00e4rte Gesundheitsministerin Petra K\u00f6ppig (SPD) am Montag bei einer Online-Pressekonferenz. Statt wie bisher 3000 bis 4500 Impfdosen pro Tag, sollen ab Dezember von mobilen Teams 9000 bis 10.000 Dosen verabreicht werden, die w\u00f6chentliche Kapazit\u00e4t erh\u00f6he sich dann von 18.000 auf 54.000 Dosen. Allerdings muss das Kabinett am Dienstag noch zustimmen. Die \u00c4rzte sollen eine bessere Verg\u00fctung sowie einen Wochenendzuschlag erhalten. K\u00f6pping r\u00e4umte ein, dass es nach der Empfehlung f\u00fcr eine Booster-Impfung derzeit einen Ansturm auf die mobilen Teams gibt. Noch im Sommer h\u00e4tten die Impfzentren leer gestanden und auch die Haus\u00e4rzte wenig Andrang versp\u00fcrt. Man habe sogar Impfstoff vernichten m\u00fcssen. Die Empfehlung zum Boostern habe zu einem Ansturm gef\u00fchrt. Die fr\u00fcheren Impfzentren sollen in dieser Form nicht wiederer\u00f6ffnet werden, allerdings will man Angebote an festen Standorten st\u00e4rken. Klaus Heckemann, Vorstandschef der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung, sprach sich daf\u00fcr aus, k\u00fcnftig nur noch mRNA-Impfstoffe (Biontech, Moderna) zu verimpfen. Es habe sich herausgestellt, dass der Impfschutz von Astrazeneca nach vier Wochen vorbei sei. Sachsen bleibt mit gro\u00dfem Abstand der Corona-Hotspot in Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) ermittelte am Montag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 754,3. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche bei 670,9 gelegen. Dem RKI wurden binnen 24 Stunden im Freistaat 4502 Neuinfektionen gemeldet. Im Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge lag der Wert am Sonntagmorgen bei 1303,1. Er ist damit der Landkreis mit der h\u00f6chsten bundesweiten Inzidenz. Nur noch Leipzig weist mit 458,6 eine Inzidenz unter 500 auf. Bundesweit gab das RKI die Inzidenz am Montag mit 303,0 an (Vortag: 289). Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag f\u00fcr Chemnitz 203 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 21.684 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 624 (Vortag: 564,2). Es wurden keine weiteren Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 564 Personen an oder mit dem Virus. Sachsen bekommt wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage kurzfristig 4,5 Millionen FFP2-Masken und eine Million Schnelltests kostenlos von der Bundesregierung. Die Masken aus den Best\u00e4nden des Bundes stammten aus deutscher Produktion und w\u00fcrden f\u00fcr die besonders von der Pandemie betroffenen Regionen im Freistaat zur Verf\u00fcgung gestellt, erkl\u00e4rte das Bundesgesundheitsministerium der S\u00e4chsischen Zeitung (Montagausgabe). Demnach hatte die s\u00e4chsische Landesregierung den Bund bei der Beschaffung um Unterst\u00fctzung gebeten. &#171;Es zeigt sich, dass es gut war, \u00fcber den Sommer Reserven an Schutz- und Testmaterial aufzubauen. Das hilft nun&#187;, sagte der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) der S\u00e4chsischen Zeitung. Unabh\u00e4ngig davon liefert der Bund den Angaben zufolge zur Zeit erneut kostenlos Schutzmasken an alle Pflegeheime in Deutschland. Die AfD-Fraktion im S\u00e4chsischen Landtag geht gerichtlich gegen die neue Corona-Schutzverordnung vor. Die Abgeordneten wollen vom Verfassungsgerichtshof die 2G-Regel \u00fcberpr\u00fcfen lassen, wie die Fraktion am Sonntag mitteilte. Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zur Klage der AfD gegen die 2G-Regeln. Sachsen bleibt der Corona-Hotspot in Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) ermittelte am Sonntag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 670,9. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche bei 620,7 gelegen. Dem RKI wurden binnen 24 Stunden im Freistaat 4543 Neuinfektionen gemeldet. Im Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge lag der Wert am Sonntagmorgen bei 1153,6. Er ist damit hinter dem bayerischen Rottal-Inn (1198,7) der Landkreis mit der zweith\u00f6chsten bundesweiten Inzidenz. Am Samstag war die Reihenfolge noch andersherum. Die s\u00e4chsischen Landkreise Mei\u00dfen (1124,9) und Bautzen (959,0) liegen ebenfalls unter den zehn Landkreisen mit der h\u00f6chsten Sieben-Tage-Inzidenz. Einen Wert unter 500 haben lediglich die St\u00e4dte Leipzig (414,9) und Dresden (473,7). Bundesweit gab das RKI die Inzidenz am Sonntag mit 289 an (Vortag: 277,4). Sachsen ist Schlusslicht bei den Impfungen und Hotspot bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Als erstes Bundesland hatte der Freistaat die 2G-Regel f\u00fcr einige Bereiche eingef\u00fchrt. Nun gibt es positive Nachrichten &#8212; aber auch Probleme. Im TAG24-Artikel zum Ansturm auf die Impf-Teams erfahrt Ihr mehr. Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer bef\u00fcrchtet mehr Tote durch die aktuelle Versch\u00e4rfung der Corona-Pandemie als bei den bisherigen Wellen. &#187; Wir stehen erst am Anfang eines harten Winters: Die Welle, die wir vor uns haben, wird alle bisherigen Wellen in den Schatten stellen &#171;, sagte der CDU-Politiker der Bild am Sonntag. &#187; Diese vierte Welle wird mehr Opfer, auch mehr Todesopfer, verlangen als alles, was wir bisher kannten. &#187; Kretschmer stellte die Menschen zugleich darauf ein, dass die angespannte Situation noch Monate andauert. &#187; Aus dem vergangenen Jahr wissen wir: Wir m\u00fcssen bis Ostern durchhalten. Vorher wird diese Welle nicht zu Ende sein. &#187; Lest &gt;&gt;&gt;hier den ganzen Beitrag dazu. Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag f\u00fcr Chemnitz 325 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 21.481 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 564,2 (Vortag: 499,6). Es wurden vier weitere Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 564 Personen an oder mit dem Virus. Der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge ist der Corona-Hotspot in Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Sieben-Tage-Inzidenz dort am Samstag mit 1146,2 an. Sachsen ist auch das Bundesland mit dem h\u00f6chsten Wert an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Samstag lag die Inzidenz bei 620,7 &#8212; und damit erneut deutlich h\u00f6her als am Vortag. Am Freitag hatte der Wert noch bei 569 gelegen. Bundesweit betrachtet liegen zudem die s\u00e4chsischen Landkreise Mei\u00dfen (951,4) und Bautzen (925,5) unter den zehn Landkreisen mit der h\u00f6chsten Sieben-Tage-Inzidenz. Einen Wert unter 500 haben lediglich die St\u00e4dte Leipzig (372,4), Dresden (471,4) und Chemnitz (499,6). Bundesweit gab das RKI die Inzidenz am Samstag mit 277,4 an (Vortag: 263,7). Sachsen versch\u00e4rft die Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln. Nach einem Erlass der Landesregierung m\u00fcssen pro Landkreis und kreisfreier Stadt mindestens drei Kontrollteams gebildet werden, die jeweils aus einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes, des Gesundheitsamtes und einem Polizisten bestehen. Im Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge, der derzeit besonders von Neuinfektionen betroffen ist, sind zehn Teams im Einsatz. Um das daf\u00fcr n\u00f6tige Personal zu haben, werden nach Angaben des Landratsamtes auch Mitarbeiter aus anderen Bereichen abkommandiertDamit gehen Einschr\u00e4nkungen in den Serviceleistungen der Beh\u00f6rde einher. Das trifft auch auf das Landratsamt Bautzen zu. &#171;Aufgrund der aktuellen Situation wird die Bearbeitung s\u00e4mtlicher Anliegen l\u00e4nger dauern&#187;, hie\u00df es. Einschr\u00e4nkt w\u00fcrden etwa Bereiche des Jugendamtes. &#171;Die Sachgebiete Integrierte l\u00e4ndliche Entwicklung, Kreisvermessung und Denkmalschutz sind bis auf Weiteres geschlossen.&#187; Ab sofort f\u00e4nden im Jobcenter keine Sprechzeiten im Amt Eingliederung mehr statt. &#171;Das Museum der Westlausitz und das Sorbische Museum schlie\u00dfen vollst\u00e4ndig&#187;, teilte die Beh\u00f6rde am Freitag mit. In dieser Woche h\u00e4tten Kontrollteams im Landkreis Bautzen mehr als 100 Einrichtungen \u00fcberpr\u00fcft, hie\u00df es weiter. Auch in Chemnitz sind Kontrollteams t\u00e4glich im Einsatz. &#171;Donnerstag wurden bei 19 Kontrollen von Gastst\u00e4tten f\u00fcnf Bu\u00dfgeldbescheide wegen Nichteinhaltens der Corona-Regeln erlassen&#187;, teilte Stadtsprecher Matthias Nowak mit. Lest &gt;&gt;&gt;hie r mehr zu den Kontrollen in Chemnitz. Durch die Corona-Pandemie haben Menschen in Sachsen deutlich seltener berufliche Weiterbildung in Anspruch genommen. Wie das Wirtschaftsministerium in Dresden bei einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, haben in den ersten sechs Monaten 2020 landesweit nur noch 18 Prozent der Besch\u00e4ftigten an betrieblicher Weiterbildung teilgenommen. Im Jahr zuvor waren es den Angaben zufolge im gleichen Zeitraum 41 Prozent. Etwa jeder dritte Betrieb habe wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten oder wegen Einschr\u00e4nkungen bei der Durchf\u00fchrung von Kursen oder Seminaren Weiterbildungsma\u00dfnahmen abgesagt, hie\u00df es. Der s\u00e4chsische Lehrerverband hat vom Kultusministerium klarere Quarant\u00e4neregeln f\u00fcr Schulen gefordert. Das Impf-Chaos in Sachsen nimmt kein Ende. W\u00e4hrend DRK und Kassen\u00e4rztliche Vereinigung (KVS) die Impfteams Ende n\u00e4chster Woche personell verdoppeln wollen, gehen Praxis\u00e4rzten die Impfspritzen aus. Lest &gt;&gt;&gt;hier mehr dazu. Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag f\u00fcr Chemnitz 261 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 21.156 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 499,6 (Vortag: 444,8). Es wurde kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 560 Personen an oder mit dem Virus. Chemnitz hat die Bergparade, die f\u00fcr den 27. November geplant war, aufgrund von Corona abgesagt. &gt;&gt;&gt;Hier lest Ihr mehr dazu. Die f\u00fcr den 20. November geplante Bildungsmesse der Stadt Chemnitz wurde soeben aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung und zur Vermeidung weiterer \u00dcbertragungen des Virus abgesagt. &#171;Im Fokus steht der Schutz der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie die Absicherung des regul\u00e4ren Schulbetriebs&#187;, hei\u00dft es weiter. Mit dem Corona-Lockdown wurden 2020 Bergparaden im Advent abgesagt. Droht ihnen dieses Jahr angesichts stark gestiegener Corona-Zahlen das gleiche Schicksal? Lest &gt;&gt;&gt;hier den Beitrag dazu. In Sachsen haben sich nach Angaben des Sozialministeriums bisher 2200 Menschen, die bereits vollst\u00e4ndig gegen das Coronavirus geimpft sind, dennoch mit dem Virus infiziert.44 von ihnen seien gestorben, teilte das Ministerium in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Rolf Weigand mit. &gt;&gt;&gt;Hier lest Ihr alle Einzelheiten. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz jenseits der 500er-Marke ist Sachsen weiterhin das am st\u00e4rksten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland in Deutschland. Am Freitag lag die Inzidenz bei 569 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche &#8212; und damit erneut deutlich h\u00f6her als am Vortag, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Am Donnerstag hatte die Inzidenz noch bei 521,9 gelegen. Der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge hatte am Freitag mit einem Wert von 1031 die dritth\u00f6chste Inzidenz bundesweit. Angesichts massiv steigender Corona-Infektionszahlen schlie\u00dft Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (46, CDU) auch einen neuerlichen Lockdown nicht mehr aus. Mehr dazu &gt;&gt;&gt;hier. Gl\u00fchwein trinken &#8212; und im Krankenhaus geht&#8217;s drunter und dr\u00fcber? Angesichts der Infektionslage geht das nicht, findet Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (46, CDU) und fordert deshalb eine generelle Absage von Weihnachtsm\u00e4rkten. Kommunen und Verb\u00e4nde sind dagegen, H\u00e4ndler geschockt. Lest mehr dazu &gt;&gt;&gt;hier. Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag f\u00fcr Chemnitz 233 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 20.895 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 444,8 (Vortag: 433,3). Es wurde kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 560 Personen an oder mit dem Virus. Nachdem es Donnerstagnachmittag eine Stellungnahme der Oberb\u00fcrgermeister aus Dresden und Chemnitz Dirk Hilbert (50, FDP) und Sven Schulze (50, SPD) bez\u00fcglich der Weihnachtsm\u00e4rkte gab, \u00e4u\u00dfert sich jetzt auch Erzgebirgslandrat Frank Vogel (CDU) dazu. Er hat sich f\u00fcr Weihnachtsm\u00e4rkte trotz der aktuellen Corona-Situation ausgesprochen. Wenn sich die Menschen an die Regeln wie das Tragen von Masken und das Einhalten von Abst\u00e4nden halten, sehe er \u00fcberhaupt kein Problem, sagte er am Donnerstag in Annaberg-Buchholz. Immerhin f\u00e4nden die M\u00e4rkte im Freien und nicht in geschlossenen R\u00e4umen statt. Zugleich biete sich so die Chance, Lebensqualit\u00e4t zur\u00fcckzugewinnen. Gefragt nach seiner ganz pers\u00f6nlichen Einstellung sagte Vogel: &#171;Ich muss es nicht haben, aber ich w\u00fcrde es gern haben wollen.&#187; Nach stark gestiegenen Infektionszahlen hatte Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) sich zuvor skeptisch in Bezug auf die Ausrichtung von Weihnachtsm\u00e4rkten gezeigt. Angesichts der wieder aufgeflammten Nachfrage nach Corona-Impfungen sprach sich Vogel neben den mobilen Impfteams f\u00fcr zeitlich befristete Impfstellen aus. Diese k\u00f6nnten je nach Gr\u00f6\u00dfe eines Ortes f\u00fcr drei oder vier Wochen eingerichtet werden. Kommende Woche etwa solle in Aue eine solche Impfstelle starten. Daf\u00fcr R\u00e4ume zu bekommen, sei die kleinere H\u00fcrde, sagte der Landrat. Das viel gr\u00f6\u00dfere Problem sei, \u00c4rzte sowie Impfstoff hierf\u00fcr zu bekommen. In den vergangenen Tagen hatten sich vielerorts bei Impfterminen in Sachsen lange Warteschlangen gebildet und es mussten Impfwillige weggeschickt werden. V\u00f6llig \u00fcberlastet! Im Landkreis Zwickau ist derzeit eine l\u00fcckenlose Kontaktnachverfolgung nicht mehr m\u00f6glich. &#171;Wir k\u00f6nnen nicht mehr jeden Kontakt anrufen. Wir konzentrieren uns auf Einrichtungen wie Pflegeheime und Schulen sowie Familienangeh\u00f6rige&#187;, sagte Landrat Christoph Scheurer (65, CDU) am Donnerstag. Mehr dazu in unserem &gt;&gt;&gt;ausf\u00fchrlichen Artikel. Sachsen Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (46, CDU) hat angesichts einer drastischen Zunahme von Corona-Neuinfektionen die Absage von Weihnachtsm\u00e4rkten gefordert. &#171;Man kann sich doch nicht vorstellen, dass man auf dem Weihnachtsmarkt steht, Gl\u00fchwein trinkt und in den Krankenh\u00e4usern ist alles am Ende und man k\u00e4mpft um die letzten Ressourcen&#187;, sagte er am Donnerstag in der Sendung &#171;Fr\u00fchstart&#187; bei RTL\/ntv. Bund und L\u00e4nder m\u00fcssten B\u00fcrgermeistern, Landr\u00e4ten und Marktbetreibern diese schwere Entscheidung jetzt abnehmen. Mehr dazu lest Ihr in unserem &gt;&gt;&gt;ausf\u00fchrlichen Bericht. Die Corona-Infektionslage spitzt sich in Sachsen weiter zu. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag erstmals mehr als 6000 Corona-Neuinfektionen f\u00fcr den Freistaat. Demnach stieg die Zahl der gemeldeten F\u00e4lle innerhalb eines Tages um 6354. Au\u00dferdem kamen weitere 50 Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Covid-19 dazu. Das s\u00e4chsische Sozialministerium hatte die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages schon am Mittwochabend mit 6412 angegeben. Da es unterschiedliche Meldezeiten gibt, stimmen die Werte mit denen des RKI in der Regel nicht \u00fcberein. Die Wocheninzidenz hat in Sachsen inzwischen die Marke von 500 \u00fcberschritten und betrug 521,9. Das ist weit mehr als auf dem H\u00f6hepunkt der Pandemie Ende 2020. Sachsen ist damit weiter das am st\u00e4rksten betroffene Bundesland. Im Bund lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 249,1. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet wurden. Die Zahl der gemeldeten F\u00e4lle stieg innerhalb eines Tages in Deutschland um 50.196, zudem kamen weitere 235 Todesf\u00e4lle hinzu. Zwei s\u00e4chsische Landkreise haben derzeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von \u00fcber 800. Das sind der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge (886,3) und der Landkreis Mei\u00dfen (859,5). Am geringsten ist der Wert in der Stadt Leipzig mit 316,0. Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag f\u00fcr Chemnitz 358 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 20.662 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 433,3 (Vortag: 393,2) Es wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 560 Personen an oder mit dem Virus. Das Impfzentrum Treuen\/Eich im Vogtland kehrt zur\u00fcck. Ab Donnerstag 10 Uhr sollen hier wieder bis zu 200 Menschen pro Tag gegen Corona geimpft werden. Mega-Schlangen in Chemnitz und dem Erzgebirge! Um sich eine Corona-Impfung zu holen, m\u00fcssen aktuell lange Wartezeiten in Kauf genommen werden. TAG24 erfuhr: Teilweise m\u00fcssen Impfwillige bei einstelligen Temperaturen bis zu drei Stunden auf ihren Piks warten &#8212; manche werden auch wieder zur\u00fcckgeschickt! Mehr zum Warteschlangen-Irrsinn in unserem &gt;&gt;&gt;ausf\u00fchrlichen Bericht. In Sachsen m\u00fcssen immer mehr Sch\u00fcler und Lehrkr\u00e4fte in Corona-Quarant\u00e4ne. Wie das Kultusministerium am Mittwoch bekanntgab, kamen in der ersten Novemberwoche 44 Lehrerinnen und Lehrer sowie 2587 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler neu in Quarant\u00e4ne. Vor einem Monat betraf das noch 28 Lehrkr\u00e4fte sowie 1259 Sch\u00fcler. Nach einem Bericht des MDR vom Mittwoch sind bereits 16 Schulen im Freistaat wegen Corona-Infektionen von Einschr\u00e4nkungen und Schlie\u00dfungen betroffen. So h\u00e4tten jeweils eine Grundschule in Pirna und Grimma komplett geschlossen werden m\u00fcssen. Sie sollen aber voraussichtlich am kommenden Montag wieder \u00f6ffnen. Bis dahin sollen die M\u00e4dchen und Jungen digital unterrichtet werden. Grunds\u00e4tzlich gilt: Schulen und Kindertageseinrichtungen k\u00f6nnen unabh\u00e4ngig von der Bettenbelegung in Sachsens Krankenh\u00e4usern regul\u00e4r ge\u00f6ffnet bleiben. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung entfiel die Koppelung an die sogenannte \u00dcberlastungsstufe der Krankenh\u00e4user entfallen. &#171;Kinder haben sich w\u00e4hrend der Pandemie immer wieder solidarisch gezeigt und mussten Schul- und Kitaschlie\u00dfungen ertragen. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Erwachsenen Solidarit\u00e4t zeigen und die versch\u00e4rften Regeln im \u00f6ffentlichen Leben verantwortungsbewusst einhalten, damit Kinder Schulen und Kitas uneingeschr\u00e4nkt besuchen k\u00f6nnen&#187;, begr\u00fcndete Kultusminister Christian Piwarz (46, CDU) diese Entscheidung in der Vorwoche. Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (46, CDU) dr\u00e4ngt auf ein gemeinsames Handeln von Bund und L\u00e4ndern in der vierten Corona-Welle. Man brauche bundesweite Entscheidungen auf einer Bund-L\u00e4nder-Konferenz, sagte er am Mittwoch MDR Aktuell. &#171;Wir brauchen Klarheit \u00fcber den 25.11. hinaus.&#187; An diesem Tag endet die pandemische Notlage von nationaler Tragweite. Diese Einstufung hatte bisher die Rechtsgrundlage f\u00fcr Beschr\u00e4nkungen in der Pandemie gebildet. Kretschmer forderte erneut, wieder allgemeine Testm\u00f6glichkeiten zu schaffen. Es sei unbefriedigend, dass kostenlose Tests am Arbeitsplatz &#8212; auch f\u00fcr Geimpfte &#8212; erst in einer Woche eingef\u00fchrt w\u00fcrden. &#171;Hier l\u00e4uft uns wirklich die Zeit davon. Es z\u00e4hlt jeder Tag, gerade bei diesen hohen Inzidenzen.&#187; &#171;Je mehr das Infektionsgeschehen au\u00dfer Kontrolle ger\u00e4t, umso schwieriger wird es, es wieder einzufangen, umso l\u00e4nger wird es dauern und umso drastischer werden die Einschr\u00e4nkungen sein m\u00fcssen&#187;, betonte der Regierungschef. Kretschmer verlangte au\u00dferdem, Krankenh\u00e4usern unter die Arme zu greifen, die sich aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden bei der Corona-Versorgung zur\u00fcckhielten. Die Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS) rechnet bei einer weiter anhaltenden Dynamik der Corona-Neuinfektionen im Freistaat mit einer Verlegung von Patienten in andere Bundesl\u00e4nder. Man m\u00fcsse sich darauf einrichten, dass das Kleeblatt-Konzept wieder aktiviert werde, sagte KGS-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stephan Helm am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Das Konzept hatte bereits im Vorjahr eine Rolle gespielt. Es tritt in Kraft, wenn Krankenh\u00e4user keine Intensivpatienten mehr aufnehmen k\u00f6nnen. &#171;Sofern lokale und regionale Strukturen so ausgelastet sind, dass eine Verlegung von Intensivpatienten in benachbarte Regionen nicht mehr m\u00f6glich ist, erfolgt eine \u00fcber\u00f6rtliche Verlegung von Patienten in weniger belastete Regionen&#187;, hei\u00dft es auf der Internetseite des Robert Koch-Institutes. Die Bundesl\u00e4nder sind deshalb in f\u00fcnf &#171;Kleebl\u00e4tter&#187; unterteilt, die jeweils an einer zentralen Stelle koordiniert werden. Sachsen befindet sich mit Th\u00fcringen, Sachsen- Anhalt, Berlin und Brandenburg in einem Kleeblatt. Die Verlegung von Patienten innerhalb Sachsens wird durch bestehende Cluster geregelt. Die Krankenhausgesellschaft hat keinen \u00dcberblick, wie viele Kliniken im Freistaat angesichts der hohen Belastung bereits Operationen verschoben und andere Leistungen reduziert haben. &#171;Man kann davon ausgehen, dass das eine \u00dcberlegung ist, die momentan nahezu in jedem Krankenhaus angestellt wird&#187;, sagte Helm. Es gehe gar nicht so sehr um die fehlende Kapazit\u00e4t an Betten, sondern um das Personal: &#171;Der gr\u00f6\u00dfte limitierende Faktor den wir momentan im Krankenhausbereich haben, ist das Personal.&#187; Das betreffe nicht nur das Personal auf den Intensivstationen, sondern auch in anderen Bereichen wie der Pflege. Mit Stand Dienstag waren in s\u00e4chsischen Krankenh\u00e4usern 1189 Normalbetten und 288 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt. Damit ist die Vorwarnstufe bereits bei weitem \u00fcberschritten. Die \u00dcberlastungsstufe greift bei 1300 Normalbetten oder 420 Betten auf der Intensivstation. Sie wird auch wirksam, wenn die Sieben-Tage- Inzidenz bei Hospitalisierungen den Wert von 12 \u00fcberschreitet und mindestens einer der Belastungswerte f\u00fcr Krankenhausbetten erreicht ist. Die Menschen in Sachsen haben laut einer Studie deutlich unter der Corona-Krise gelitten. Im neuen \u00abGl\u00fccksatlas\u00bb, der am Mittwoch in Bonn vorgestellt wurde, kommt das Bundesland auf einer Skala von 0 bis 10 auf einen Gl\u00fccksindex von 6,58. Damit belegt es im L\u00e4ndervergleich den zw\u00f6lften Platz und liegt genau im bundesweiten Durchschnitt. Bundesweit brach die Lebenszufriedenheit um 0,55 Punkte ein und liegt nun auf dem niedrigsten Stand sei Beginn der Erhebung im Jahr 1984. Gemessen an diesem Trend stehen die Sachsen mit einem R\u00fcckgang um 0,34 Punkte gar nicht so schlecht da. Die Studienmacher f\u00fchren diese Entwicklung auf demografische Unterschiede zwischen den L\u00e4ndern zur\u00fcck: St\u00e4dter, Frauen und Besserverdiener h\u00e4tten tendenziell st\u00e4rker unter den Einschr\u00e4nkungen w\u00e4hrend der Pandemie gelitten. Da die neuen Bundesl\u00e4nder aber l\u00e4ndlicher gepr\u00e4gt sind, einen hohen M\u00e4nneranteil und eher niedrige Einkommen aufweisen, seien sie davon weniger stark betroffen gewesen. Insgesamt glich sich die Lebenszufriedenheit dadurch an und liegt dort nun nur noch 0,1 Punkte unter dem Niveau in den alten Bundesl\u00e4ndern. Der &#171;Gl\u00fccksatlas&#187; wurde im Auftrag der Deutschen Post erstellt und basiert im Kern auf einer repr\u00e4sentativen Umfrage des Instituts f\u00fcr Demoskopie Allensbach mit mehr als 8400 Beteiligten. Die Teilnehmer wurden zwischen Januar und Juni 2021 befragt, also in einer Phase mit einem Lockdown, aber auch mit Lockerungen und steigenden Impfzahlen. Die Lage in der zweiten Jahresh\u00e4lfte ist nicht abgebildet. Sachsen war auch am Mittwoch das Bundesland mit der h\u00f6chsten Corona-Infektionsrate. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tages-Inzidenz mit 459,4 an. Das war etwas niedriger als am Dienstag, aber immer noch der h\u00f6chste Wert aller Bundesl\u00e4nder. Bundesweit kletterte die Inzidenz auf 232,1 &#8212; so hoch wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet wurden. Laut RKI kamen in Sachsen 3710 neue F\u00e4lle dazu. Die h\u00f6chste Inzidenz der 13 Regionen im Freistaat wies mit 742,9 der Kreis S\u00e4chsische Schweiz-Osterzgebirge aus. Auch der Landkreis Mei\u00dfen liegt mit einem Wert von 718,9 deutlich \u00fcber dem bundesweit registrierten Infektionsgeschehen. Nach RKI-Angaben wurden 15 neue Todesf\u00e4lle registriert. Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch f\u00fcr Chemnitz 159 neue Corona-F\u00e4lle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 20.304 Corona-F\u00e4lle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betr\u00e4gt 393,2 (Vortag: 400,2) Es wurden drei weitere Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 559 Personen an oder mit dem Virus. Was bisher geschah, lest Ihr &gt;&gt; hier in unserem Live-Ticker &#171;Coronavirus in Chemnitz&#187;.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Monaten h\u00e4lt das Corona-Virus die Welt in Atem. 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