<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2047050,"date":"2021-12-02T00:00:00","date_gmt":"2021-12-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2047050"},"modified":"2021-12-02T00:11:05","modified_gmt":"2021-12-01T22:11:05","slug":"sieben-tage-inzidenz-sinkt-leicht-die-zahlen-konnten-trugen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/12\/sieben-tage-inzidenz-sinkt-leicht-die-zahlen-konnten-trugen\/","title":{"rendered":"Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht \u2013 die Zahlen k\u00f6nnten tr\u00fcgen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Zahl der gemeldeten Corona-F\u00e4lle ist zuletzt gesunken. Stecken sich also derzeit weniger Menschen an? Der Grund f\u00fcr den\u00a0R\u00fcckgang ist wohl ein anderer.<\/b><br \/>\nIst die rasante Verschlechterung der Corona-Lage in Deutschland etwa schon gebremst? Einen Hinweis darauf k\u00f6nnte man zumindest aus offiziellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) herauslesen. Demnach ist die Zahl der binnen einer Woche \u00fcbermittelten Neuinfektionen zuletzt sogar leicht gesunken. Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 67.186 neue Corona-F\u00e4lle innerhalb von 24 Stunden \u2013 in etwa so viele wie vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank zum zweiten Mal in Folge. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an (Vorwoche: 404,5; Vormonat: 118,0). Am Montag war ein H\u00f6chstwert von 452,4 erreicht worden, am Dienstag hatte der Wert leicht darunter bei 452,2 gelegen. Auch der sogenannte 7-Tage-R-Wert \u2013 eine Art Ansteckungsindikator \u2013 ist mit 0,89 momentan vergleichsweise niedrig. Ein R-Wert von 0,89 bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor etwa 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er anhaltend unter 1, sinken die Fallzahlen. Zum Vergleich: Vor einer Woche gab das RKI den Wert noch mit 1,01 an. Sieht gut aus \u2013 ist es aber m\u00f6glicherweise nicht Es ist unklar, ob Inzidenz und R-Wert noch den tats\u00e4chlichen Infektionstrend widerspiegeln. Denkbar w\u00e4re beispielsweise, dass die hohe Zahl positiver Corona-Nachweise das Erfassungs- und Meldesystem ans Limit bringt. Das RKI wollte die aktuellen Inzidenz-Werte auf dpa-Anfrage zun\u00e4chst nicht kommentieren und verwies auf seinen Wochenbericht am Donnerstagabend. Auff\u00e4llig ist, dass die vom RKI gemeldeten Inzidenzen im Vergleich zum Vortag in fast allen Bundesl\u00e4ndern gesunken sind \u2013 und nicht nur in einigen schwer betroffenen. Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner unterscheidet sich zwischen den L\u00e4ndern stark: So stand Sachsen am Mittwoch laut RKI-Zahlen bei 1209,4, Schleswig-Holstein bei 153,1. Gesundheits\u00e4mter sind \u00fcberfordert Viele Gesundheits\u00e4mter kommen derzeit beim Bearbeiten von positiven Corona-Nachweisen nicht mehr hinterher. \u201eIch gehe davon aus, dass die gemeldeten Zahlen nur ein Teil der positiven Nachweise sind\u201c, sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte des \u00d6ffentlichen Gesundheitsdienstes (BV\u00d6GD), Ute Teichert, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gesundheits\u00e4mter k\u00f6nnen demnach \u2013 mit regionalen Unterschieden \u2013 eingehende Meldungen von Corona-F\u00e4llen nicht mehr zeitnah weitergeben, eine Untererfassung sei die Folge. Das stellt die Aussagekraft der aktuellen 7-Tage-Inzidenzen infrage. Die Gesundheits\u00e4mter br\u00e4uchten mehr Personal angesichts der hohen Infektionszahlen, sagte Teichert. \u201eDa muss jetzt etwas passieren. Ich sage das ja schon lange, aber jetzt ist es an der Zeit, dass noch mal deutlich zu wiederholen.\u201c Auch die Kontaktnachverfolgung und das Anordnen von Quarant\u00e4ne seien derzeit stark eingeschr\u00e4nkt. Welche Auswirkungen das haben kann, zeigt sich in Dresden: Dort stellt das Gesundheitsamt die Telefonanrufe bei positiv auf Corona getestete Personen ab sofort ein, berichtet der MDR. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sei das Amt \u00fcberlastet. Betroffene m\u00fcssen die 14-t\u00e4gige Quarant\u00e4nen damit selbst\u00e4ndig antreten. Wer keine Absonderungsbescheinigung erh\u00e4lt, solle sie im Zweifelsfall per E-Mail im Gesundheitsamt anfordern. Testlabore am Limit Der Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) warnte davor, dass Labore in manchen Regionen \u201eschlichtweg an den Grenzen des Leistbaren\u201c seien, was das Auswerten von Corona-Tests angeht. Dazu geh\u00f6rten Sachsen, Bayern, Baden-W\u00fcrttemberg und Th\u00fcringen. \u201eDie Gefahr besteht, dass bei einer Auslastung nahe oder regional oberhalb der Maximalgrenze schon bei kleineren Ausf\u00e4llen von Personal oder Ger\u00e4ten die Befundlaufzeiten auf mehrere Tage steigen, was es unbedingt zu vermeiden gilt\u201c, sagte Evangelos Kotsopoulos vom ALM-Vorstand am Dienstag. Laut ALM decken die Testkapazit\u00e4ten zwar den medizinischen Bedarf ab, aber es d\u00fcrfe keinen \u201eVerbrauch\u201c f\u00fcr nachrangige Fragestellungen\u201c geben. Die Lage in den Kliniken \u201eVon einer Entwarnung kann nicht die Rede sein\u201c, sagte Gerald Ga\u00df, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der dpa. \u201eUnsere eigenen Belegungszahlen zeigen immer noch eine zunehmende Zahl von positiv getesteten Patienten auf den Normal- und Intensivstationen. In dieser Woche befinden sich 16 Prozent mehr Covid-Patienten in den Krankenh\u00e4usern als in der Vorwoche und diese Entwicklung verzeichnen wir so seit rund zwei Monaten.\u201c In der aktuellen Lage komme es sowohl bei den Kliniken wie auch bei den Gesundheits\u00e4mtern zu Melde-Verz\u00f6gerungen. Zum Hintergrund: Die tagesaktuellen RKI-Zahlen zur Hospitalisierungsinzidenz \u2013 also Klinikeinweisungen pro 100.000 Einwohner und Woche \u2013 waren zwischenzeitlich gefallen. Auf den Intensivstationen steigt die Zahl der behandelten Covid-Patienten weiter steil an. Sie hat sich bei den Erwachsenen innerhalb eines Monats mehr als verdoppelt, auf mehr als 4600. Der Rekordwert wurde am H\u00f6hepunkt der zweiten Welle Anfang 2021 mit mehr als 5700 erreicht. Viele Tote Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Toten hat den h\u00f6chsten Stand seit neun Monaten erreicht. Die Gesundheits\u00e4mter \u00fcbermittelten dem RKI binnen 24 Stunden 446 F\u00e4lle von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind. Ein h\u00f6herer Wert wurde zuletzt am 20. Februar erreicht (490). Mit Blick auf den aktuellen Wert ist zu bedenken, dass sich die Zahl der Todesf\u00e4lle verz\u00f6gert zur Zahl der Neuinfektionen entwickelt, da zwischen Infektion und Tod einige Zeit vergeht. Es d\u00fcrften also in den kommenden Tagen noch h\u00f6here Werte erreicht werden. Zuletzt hatte die Zahl der Corona-Toten in der Pandemie die 100.000 \u00fcberschritten.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zahl der gemeldeten Corona-F\u00e4lle ist zuletzt gesunken. Stecken sich also derzeit weniger Menschen an? Der Grund f\u00fcr den\u00a0R\u00fcckgang ist wohl ein anderer. Ist die rasante Verschlechterung der Corona-Lage in Deutschland etwa schon gebremst? Einen Hinweis darauf k\u00f6nnte man zumindest aus offiziellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) herauslesen. 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