<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2056152,"date":"2021-12-13T22:00:00","date_gmt":"2021-12-13T20:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2056152"},"modified":"2021-12-14T00:16:46","modified_gmt":"2021-12-13T22:16:46","slug":"wie-boris-johnson-das-weihnachtsfest-rettet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2021\/12\/wie-boris-johnson-das-weihnachtsfest-rettet\/","title":{"rendered":"Wie Boris Johnson das Weihnachtsfest rettet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die neue Notlage rettet den britischen Premierminister aus seinem Aff\u00e4rensumpf. Zumindest vorerst ist der Fokus der Bev\u00f6lkerung neu&#8230;<\/b><br \/>\nI n den ersten Monaten der Pandemie hie\u00df es oft, sie laufe mit ihren Anforderungen an n\u00fcchternes Regieren den F\u00e4higkeiten des Premierministers zuwider. Mittlerweile gilt die Corona-Krise als Boris Johnsons politischer Strohhalm. Das liegt nicht nur daran, dass er auf dem Gebiet der Seuchenpolitik Erfolge er\u00adreichte, namentlich mit seiner Impfkampagne, sondern vor allem daran, dass er sich mit seinem dramatischen \u2014 und stets dramatisch inszenierten \u2014 Krisenmanagement immer wieder aus dem politischen Aff\u00e4rensumpf befreien kann. Am Sonntag nutzte er eine Fernseh\u00adansprache, am Montag ein Interview in einem Krankenhaus, um seine Landsleute zum sofortigen Impfen aufzurufen und neue Ma\u00dfnahmen im Kampf gegen die Omikron-Variante bekanntzugeben. Seine j\u00fcngste \u201eNot-Kampagne\u201c zur Be\u00adschleunigung des Booster-Prozesses nahm zwar am Montag einen rumpeligen Anfang, mit Schlangen vor den Impfstationen, einer zusammengebrochenen Website des Gesundheitsdienstes und einem Engpass f\u00fcr Schnelltests. Aber der Fokus der Bev\u00f6lkerung ist neu ausgerichtet: Weihnachten retten mit Booster-Impfungen f\u00fcr alle Erwachsenen. Noch in der vergangenen Woche befand sich Johnson in der wohl schwersten Krise seiner nunmehr zweieinhalb Jahre w\u00e4hrenden Amtszeit. Fehlkalkulationen, Unbedachtheiten und Grenz\u00fcberschreitungen hatten ihn vom Umfragehoch im September hinab in den Keller gezogen. Erstmals fielen nicht nur die ge\u00fcbten Kritiker \u00fcber ihn her, sondern eher gewogene Publizisten und Parteifreunde. In der Bev\u00f6lkerung nahmen die Sympathien kontinuierlich ab. Eine Umfrage sah die Labour Party mit ihrem bislang gl\u00fccklosen Vorsitzenden Keir Starmer sogar acht Prozentpunkte vorn. Johnsons Krise begann mit dem Versuch, einen Parteifreund \u00fcber eine Gesetzes\u00e4nderung vor einer Suspendierung aus dem Unterhaus zu bewahren. Erst nach einem Proteststurm begriff Johnson, dass er die Stimmung falsch eingesch\u00e4tzt hatte, und drehte bei. Owen Paterson, der sein Abgeordnetenmandat f\u00fcr bezahlte Lobbyarbeiten missbraucht hatte, ist mittlerweile zur\u00fcckgetreten. Die Nachwahl, die am Donnerstag in dessen ehemals \u201esicherem\u201c Wahlkreis abgehalten wird, droht nun zu einer Protestwahl gegen Johnson zu werden. Auf die Paterson-Aff\u00e4re folgte \u201ePartygate\u201c. Nachdem Johnson zun\u00e4chst be\u00adstritten hatte, dass im vergangenen Dezember Weihnachtsfeiern an seinem Amtssitz (gegen die Lockdown-Regeln) stattgefunden hatten, fl\u00fcchtete er sich schlie\u00dflich in eine interne Untersuchung. Der Spott dar\u00fcber, dass Johnson im eigenen Haus ermitteln l\u00e4sst, was unter seinem Dach geschah, kennt kaum Grenzen. Mittlerweile wurden mindestens drei weitere fragw\u00fcrdige Zusammenk\u00fcnfte im Regierungsviertel bekannt. Inmitten des Abwehrkampfes gegen die Party-Rechercheure wurde Johnson dann auch noch von einer schon beigelegt geglaubten Aff\u00e4re eingeholt. Die peinlichen Fragen zur Renovierung seiner Dienstwohnung schienen gekl\u00e4rt zu sein, nachdem ihn sein \u201eEthik-Berater\u201c, der angesehene Christopher Geidt, nach einer Untersuchung von einem Versto\u00df gegen den Ministerkodex freigesprochen hatte. Aber dann f\u00f6rderte eine Untersuchung der Wahlkommission eine Textnachricht Johnsons zutage, die dessen Aussagen widersprach. Per Whatsapp hatte er einen Parteispender im Oktober vergangenen Jahres um mehr Geld f\u00fcr die Renovierung gebeten. Geidt gegen\u00fcber hatte Johnson hingegen versichert, bis Februar dieses Jahres nichts \u00fcber die finanzielle Seite der Renovierung ge\u00adwusst zu haben. Zeitungen zitierten Geidt mit dem Seufzer, er sei \u201ezutiefst ungl\u00fccklich\u201c dar\u00fcber, wom\u00f6glich von Johnson belogen worden zu sein. Nicht nur Regierungskritiker erkennen in Johnsons Fehltritten ein Muster, das R\u00fcckschl\u00fcsse auf seinen Charakter zul\u00e4sst. Konservative Kommentatoren erinnerten daran, dass Johnson nicht Premierminister wurde, weil er in seiner Partei beliebt war oder gar als geeignet galt, sondern weil man ihm zutraute, die trostlose May-\u00c4ra zu beenden und Wahlen zu gewinnen. Allister Heath, Chefredakteur des torynahen Sunday Telegraph, be\u00adklagte eine \u201etoxische Kombination\u201c in der Downing Street, die aus \u201eInkompetenz und moralischem Versagen\u201c bestehe. Erstaunlich viele sind sich einig, dass diese Defizite Johnson zu Fall bringen werden \u2014 aber auch dar\u00fcber, dass dies eher sp\u00e4ter als fr\u00fcher zu erwarten sei. Johnson verf\u00fcgt nicht nur \u00fcber Stehverm\u00f6gen, sondern auch \u00fcber eine stattliche Mehrheit im Unterhaus. Selbst sch\u00e4rfste Kritiker in den eigenen Reihen sehen niemanden, der die Partei zusammenhalten, geschweige denn bei Wahlen zu einer neuen absoluten Mehrheit f\u00fchren k\u00f6nnte. Im Hintergrund sollen Schatzkanzler Rishi Sunak und Au\u00dfen\u00administerin Liz Truss ihre Chancen sondieren, aber ihre Beliebtheit an der Basis \u00fcbersetzt sich bislang nicht in Massenbegeisterung. An diesem Dienstag sieht Johnson einem versteckten Misstrauensvotum entgegen. Etwa 70 Tories wollen im Unterhaus gegen seinen \u201ePlan B\u201c stimmen, mit dem der neuen Virusvariante begegnet werden soll. Die Kritiker sto\u00dfen sich vor allem an der (eng begrenzten) Einf\u00fchrung von Impfnachweisen und sehen das Land auf dem Weg in den Autoritarismus. Johnson w\u00fcrde so eine eigene Mehrheit fehlen, h\u00e4tte sich die Labour Party nicht zur Unterst\u00fctzung der Ma\u00dfnahmen bereit erkl\u00e4rt. Starmer wittert die Chance, sich von Johnson als \u201everantwortungsvoller Politiker\u201c abzuheben, indem er \u201edie Interessen des Landes \u00fcber die der Partei stellt\u201c.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die neue Notlage rettet den britischen Premierminister aus seinem Aff\u00e4rensumpf. Zumindest vorerst ist der Fokus der Bev\u00f6lkerung neu&#8230; I n den ersten Monaten der Pandemie hie\u00df es oft, sie laufe mit ihren Anforderungen an n\u00fcchternes Regieren den F\u00e4higkeiten des Premierministers zuwider. Mittlerweile gilt die Corona-Krise als Boris Johnsons politischer Strohhalm. Das liegt nicht nur daran, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2056151,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[91],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2056152"}],"collection":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2056152"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2056152\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2056153,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2056152\/revisions\/2056153"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2056151"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2056152"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2056152"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2056152"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}