<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3405503,"date":"2025-12-11T01:51:04","date_gmt":"2025-12-10T23:51:04","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3405503"},"modified":"2025-12-11T01:09:34","modified_gmt":"2025-12-10T23:09:34","slug":"fed-senkt-leitzins-gefahrliche-gratwanderung-mit-ungewissem-ausgang","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2025\/12\/fed-senkt-leitzins-gefahrliche-gratwanderung-mit-ungewissem-ausgang\/","title":{"rendered":"Fed senkt Leitzins: Gef\u00e4hrliche Gratwanderung mit ungewissem Ausgang"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die US-Notenbank senkt den Leitzins erneut, um einer drohenden Job-Rezession entgegenzuwirken. Doch die Inflation bleibt hartn\u00e4ckig hoch. Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit geht Fed-Chef Jerome Powell ins Risiko \u2013 und die B\u00f6rsen jubeln.<\/b><br \/>\nDie US-Notenbank senkt den Leitzins erneut, um einer drohenden Job-Rezession entgegenzuwirken. Doch die Inflation bleibt hartn\u00e4ckig hoch. Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit geht Fed-Chef Jerome Powell ins Risiko \u2013 und die B\u00f6rsen jubeln.<br \/>Die amerikanische Geldpolitik gleicht derzeit einer Kletterpartie auf einem schmalen Bergrat. Auf der einen Seite ist die Gefahr, dass die Inflation zum Dauerzustand wird. Sie einzud\u00e4mmen, spricht eigentlich f\u00fcr stabile Leitzinsen. Auf der anderen Seite droht eine Abk\u00fchlung der Konjunktur, vor allem am Arbeitsmarkt. Da w\u00fcrden niedrigere Zinsen helfen. Vor das Dilemma gestellt, dass es schwierig ist, beide Ziele gleichzeitig zu erreichen, hat sich die amerikanische Notenbank Fed gestern erst einmal f\u00fcr Letzteres entschieden: die St\u00fctzung des Jobmarkts.<br \/>Zum dritten Mal seit September hat die Federal Reserve den Leitzins gesenkt, wieder um 0,25 Prozentpunkte (25 Basispunkte). Damit liegt die Fed Funds Rate, wie der US-Leitzins hei\u00dft, in einer Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Der Zinsschritt war von den Kapitalmarktakteuren weithin erwartet worden, dennoch l\u00f6ste er an der US-B\u00f6rse Erleichterung aus.<br \/>Der Leitindex S&#038;P 500 notierte in der N\u00e4he seines historischen H\u00f6chststands und ging am Ende 0,7 Prozent h\u00f6her aus dem Handel. Der Russell 2000 Index, der die mittelgro\u00dfen Unternehmen des Landes enth\u00e4lt, deren Gesch\u00e4ft st\u00e4rker von den Finanzierungsbedingungen abh\u00e4ngig ist als das der Gro\u00dfkonzerne, haussierte und ging mit einem Plus von rund 1,3 Prozent aus dem Handel. Im Handelsverlauf wurde ein Rekordhoch von 2.576 Punkten erreicht.<br \/>In der Pressekonferenz, die auf die Verk\u00fcndigung der Zinssenkung folgte, fanden Investoren einiges, was sie optimistisch stimmte. So r\u00fcckte Fed-Chef Jerome Powell die Gefahr eines schw\u00e4chelnden Jobmarkts noch st\u00e4rker in den Fokus als beim letzten Mal im Oktober. Die Formulierung, die Arbeitslosigkeit sei \u201eweiterhin niedrig\u201c, fand sich nicht mehr im Text. Das signalisiere: Der Fokus verschiebt sich weg von der Inflation hin zur St\u00fctzung der Wirtschaft.<br \/>Zwar liegt die Teuerung in den USA mit rund drei Prozent deutlich \u00fcber der Zielmarke von zwei Prozent. Powell machte aber klar, dass er das haupts\u00e4chlich auf den Effekt der neu eingef\u00fchrten Z\u00f6lle zur\u00fcckf\u00fchrt, und die seien vor\u00fcbergehend. Man werde sich die Daten anschauen und Sitzung f\u00fcr Sitzung neu entscheiden. Dass der n\u00e4chste Zinsschritt eine Erh\u00f6hung sein k\u00f6nnte, schloss er praktisch aus. W\u00f6rtlich sagte er: \u201eIch glaube nicht, dass eine Zinserh\u00f6hung zum jetzigen Zeitpunkt f\u00fcr irgendjemanden das Basisszenario ist.\u201c<br \/>\u201eDie amerikanische Notenbank setzt ihren Fokus wie schon bei der Zinssenkung im Herbst auf die St\u00e4rkung des Arbeitsmarktes\u201c, kommentierte Michael Heise, Chef\u00f6konom von HQ Trust. Dazu passt, dass die Fed-eigenen Projektionen eine weitere Zinssenkung im Jahr 2026 vorsehen. Das ist keine Ver\u00e4nderung gegen\u00fcber der Projektion von September. Eine deutliche Mehrheit im Offenmarktausschuss sprach sich f\u00fcr diesen Kurs aus. Allerdings wird Powell im Mai aus dem Amt als Fed-Chef ausscheiden. Wahrscheinlicher Nachfolger ist der Trump-Vertraute Kevin Hassett, der f\u00fcr einen Kurs des lockeren Geldes steht.<br \/>W\u00e4hrend die hauseigenen Projektionen f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr nur eine Zinssenkung sehen, ist die Erwartung der Marktteilnehmer eine andere. Laut dem CME FedWatch Tool preisen H\u00e4ndler f\u00fcr 2026 zwei oder mehr Senkungen mit einer Wahrscheinlichkeit von 68 Prozent ein.<br \/>\u201eMit dem Wechsel des Fed-Vorsitz im Juni kommt es dann zum Lackmustest. Hassett \u00e4u\u00dferte sich in der Vergangenheit kritisch zum Fed-Zinskurs, was darauf hindeutet, dass er f\u00fcr deutlichere geldpolitische Lockerungen pl\u00e4dieren wird\u201c, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank in Liechtenstein.<br \/>Eher \u00fcberraschend war am Mittwoch die Ank\u00fcndigung der Fed, nun wieder kurzlaufende US-Staatspapiere zu kaufen, eine geldpolitische Operation, die Quantitative Lockerung genannt wird. Zun\u00e4chst sollen Zinstitel f\u00fcr 40 Milliarden Dollar pro Monat gekauft werden. Laut Powell soll so sichergestellt werden, dass die Zinssenkungen \u2013 seit Herbst insgesamt um 75 Basispunkte \u2013 auch wirklich in der Realwirtschaft ankommen.<br \/>Gleichzeitig pr\u00e4sentierte die Federal Reserve einen robusten Wachstumsausblick. F\u00fcr das kommende Jahr sagen die \u00d6konomen der Notenbank ein Wachstum von 2,3 Prozent voraus; im September waren das erst 1,8 Prozent. Ein Teil davon ist zwar ein Nachholeffekt des Bruttoinlandsprodukts, das durch den Regierungshutdown im vierten Quartal 2025 verloren ging.<br \/>W\u00fcrde jedoch alles so eintreten, wie es die Projektionen vorsehen, k\u00f6nnten die Notenbanker ihre Gratwanderung meistern. Allerdings lassen sich die Risiken nicht komplett leugnen. So br\u00f6ckelte der Wert der Landesw\u00e4hrung nach der Leitzinssenkung denn auch ab. Am Abend mussten an den Devisenm\u00e4rkten knapp 1,17 Dollar f\u00fcr einen Euro bezahlt werden.<br \/>Der Goldpreis stieg um einen halben Prozentpunkt auf 4.231 Dollar, Silber \u2013 ohnehin stark gefragt \u2013 wurde f\u00fcr bis zu 61,84 Dollar gehandelt. Das war ein Allzeithoch f\u00fcr das Edelmetall, das als sicherer Hafen gilt und auch vom Vertrauensverlust in die US-W\u00e4hrung profitiert.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die US-Notenbank senkt den Leitzins erneut, um einer drohenden Job-Rezession entgegenzuwirken. Doch die Inflation bleibt hartn\u00e4ckig hoch. Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit geht Fed-Chef Jerome Powell ins Risiko \u2013 und die B\u00f6rsen jubeln. Die US-Notenbank senkt den Leitzins erneut, um einer drohenden Job-Rezession entgegenzuwirken. Doch die Inflation bleibt hartn\u00e4ckig hoch. Kurz vor dem Ende [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3405502,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[99],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3405503"}],"collection":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3405503"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3405503\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3405504,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3405503\/revisions\/3405504"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3405502"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3405503"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3405503"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3405503"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}