<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3430378,"date":"2026-01-07T17:30:32","date_gmt":"2026-01-07T15:30:32","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3430378"},"modified":"2026-01-07T17:48:31","modified_gmt":"2026-01-07T15:48:31","slug":"zittert-man-in-danemark-vor-trump-herr-seidler","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2026\/01\/zittert-man-in-danemark-vor-trump-herr-seidler\/","title":{"rendered":"Zittert man in D\u00e4nemark vor Trump, Herr Seidler?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler spricht \u00fcber die Stimmung in D\u00e4nemark seit den Drohungen von Trump bez\u00fcglich Gr\u00f6nland.<\/b><br \/>\nDonald Trump l\u00e4sst nicht locker: Der US-Pr\u00e4sident will sich Gr\u00f6nland einverleiben. Stefan Seidler vertritt im Deutschen Bundestag die d\u00e4nische Minderheit. Er spricht \u00fcber die Stimmung im Nachbarland \u2013 und \u00fcber seine Erwartungen an die Bundesregierung.<br \/>Mit der Milit\u00e4roperation in Venezuela hat die US-Regierung Fakten geschaffen \u2013 und sie erneuert auch ihre Drohungen gegen andere Teile der Welt. US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat mehrmals betont, dass er sich Gr\u00f6nland einverleiben will. Seine Sprecherin schlie\u00dft auch den Einsatz des Milit\u00e4rs nicht aus.<br \/>Die gr\u00f6\u00dfte Insel der Welt ist zum Teil autonom, geh\u00f6rt aber zum K\u00f6nigreich D\u00e4nemark. Wie denkt man in D\u00e4nemark \u00fcber die Lage? Stefan Seidler kennt das Land gut: Er sitzt f\u00fcr den &#171;S\u00fcdschleswigschen W\u00e4hlerverband&#187; im Bundestag und vertritt damit die rund 50.000 Menschen z\u00e4hlende d\u00e4nische Minderheit im deutschen Parlament.<br \/>Herr Seidler, wie bedrohlich ist die Situation aus Ihrer Sicht?<br \/>Stefan Seidler: Man muss das sehr ernst nehmen. Die Forderungen werden inzwischen ja von mehreren amerikanischen Akteuren erhoben, nicht nur vom Pr\u00e4sidenten selbst.<br \/>Sie kennen D\u00e4nemark gut. Zittern die D\u00e4nen jetzt vor Trump?<br \/>Viele D\u00e4nen hatten die Forderungen zuallererst als Scherz aufgefasst \u2013 sowohl viele Kolleginnen und Kollegen in der Politik, aber auch in der Bev\u00f6lkerung. Wir haben inzwischen aber alle gelernt: Wenn Pr\u00e4sident Trump etwas sagt, muss man das ernst nehmen. Die Vorg\u00e4nge in Venezuela haben viele Menschen aufhorchen lassen.<br \/>Was unternimmt die d\u00e4nische Regierung? Rein milit\u00e4risch h\u00e4tte sie den USA ja nur wenig entgegenzusetzen. <br \/>Die d\u00e4nische Ministerpr\u00e4sidentin hat schon fr\u00fch den Dialog mit den Kolleginnen und Kollegen in Europa und dar\u00fcber hinaus gesucht. Das sehen wir an der gemeinsamen Erkl\u00e4rung, die gestern von mehreren europ\u00e4ischen Staaten zusammen mit der d\u00e4nischen Regierung verabschiedet wurde \u2013 auch Kanada hat klare Unterst\u00fctzung signalisiert. Viele Menschen in D\u00e4nemark st\u00f6rt es sehr, wenn sie sehen, wie die Berater des US-Pr\u00e4sidenten mehr oder weniger \u00fcber ihr Land lachen. <br \/>Wie w\u00fcrden Sie die bisherigen Beziehungen D\u00e4nemarks und Gr\u00f6nlands zu den USA beschreiben?<br \/>D\u00e4nemark war und ist einer der engsten Verb\u00fcndeten der USA, auch bei vielen gro\u00dfen internationalen Fragen. Die Gr\u00f6nl\u00e4nder selbst haben den USA immer wieder eine wirtschaftliche Zusammenarbeit angeboten und sie haben zusammen mit der d\u00e4nischen Regierung auch aktiv chinesische Bestrebungen vor Gr\u00f6nland unterbunden. Eigentlich bekommen die Amerikaner ganz vieles auf dem Silbertablett serviert \u2013 und trotzdem stellen sie diese Gebietsanspr\u00fcche. Das f\u00fchrt zu heftigem Kopfsch\u00fctteln und zu Verunsicherung.<br \/>Allerdings ist auch die Kritik zu h\u00f6ren, D\u00e4nemark habe Gr\u00f6nland zu lange vernachl\u00e4ssigt. <br \/>Diese Kritik wird in D\u00e4nemark immer offen angesprochen. Man setzt sich auch mit der Vergangenheit auseinander. Die d\u00e4nische Regierung hat im vergangenen Jahr um Entschuldigung gebeten f\u00fcr die Zwangssterilisation von Gr\u00f6nl\u00e4nderinnen in den 60er und 70er Jahren. Ja, es ist richtig, dass sich D\u00e4nemark nicht immer gut um Gr\u00f6nland gek\u00fcmmert hat. Inzwischen tut die Regierung aber vieles, um das wieder gutzumachen und der gr\u00f6nl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung mehr Autonomie einzur\u00e4umen.<br \/>&#171;In D\u00e4nemark ist man sich sehr bewusst, dass es sich um ein strategisch, geopolitisch und milit\u00e4risch wichtiges Territorium f\u00fcr ganz Europa und Nordamerika handelt.&#187;<br \/>Wird Gr\u00f6nland irgendwann komplett unabh\u00e4ngig?<br \/>Die Gr\u00f6nl\u00e4nderinnen und Gr\u00f6nl\u00e4nder wollen selbstst\u00e4ndiger werden \u2013 aber die Frage ist, wie schnell sie komplett auf eigenen Beinen stehen k\u00f6nnen. Momentan sind gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung zufrieden mit dem B\u00fcndnis mit dem K\u00f6nigreich D\u00e4nemark. Man will dort weiterhin die Gemeinsamkeiten pflegen. Das haben auch die letzten Wahlergebnisse gezeigt. <br \/>Und andersherum? Wie wichtig ist Gr\u00f6nland f\u00fcr das K\u00f6nigreich D\u00e4nemark?<br \/>D\u00e4nemark war fr\u00fcher ein gro\u00dfer Staat in Europa. Dazu geh\u00f6rte immer auch die Verantwortung f\u00fcr Gr\u00f6nland. In D\u00e4nemark ist man sich sehr bewusst, dass es sich um ein strategisch, geopolitisch und milit\u00e4risch wichtiges Territorium f\u00fcr ganz Europa und Nordamerika handelt. Deshalb hat die d\u00e4nische Regierung immer an der Mitverwaltung Gr\u00f6nlands festgehalten.<br \/>In der Arktis ringen auch Russland und China um Einfluss. US-Pr\u00e4sident Trump sagt deshalb, die USA k\u00f6nnten besser f\u00fcr den Schutz Gr\u00f6nlands sorgen. Hat er damit nicht recht?<br \/>Nat\u00fcrlich stehen wir in der Arktis vor gro\u00dfen Herausforderungen. Das bestreitet niemand, weder die Gr\u00f6nl\u00e4nderinnen und Gr\u00f6nl\u00e4nder noch die d\u00e4nische Regierung. Wir brauchen aber nicht diese Drohungen \u00fcber Social Media und die Nachrichtenkan\u00e4le. Wir brauchen einen vern\u00fcnftigen Gipfel, bei dem sich die Nato zusammensetzt und sich \u00fcberlegt, wie Gr\u00f6nland strategisch am besten zu sch\u00fctzen ist. Die USA haben vor einigen Jahren noch eigene Milit\u00e4rbasen auf Gr\u00f6nland unterhalten, haben sich dann aber auf eigenen Wunsch zur\u00fcckgezogen. <br \/>Wom\u00f6glich geht es den USA auch nicht nur um Strategiefragen.<br \/>Das ist der Beigeschmack, den die Milit\u00e4roperation in Venezuela ausgel\u00f6st hat. Geht es wirklich um die strategische Bedeutung Gr\u00f6nlands f\u00fcr die Geopolitik? Oder geht es auch um Anspr\u00fcche auf Rohstoffe? Wenn jemand aber \u00fcber diese Rohstoffe zu entscheiden hat, dann sind es die Gr\u00f6nl\u00e4nderinnen und Gr\u00f6nl\u00e4nder selbst.<br \/>Wenn die Trump-Regierung ernst macht \u2013 w\u00e4re das dann das Ende der Nato?<br \/>Die d\u00e4nische Ministerpr\u00e4sidentin hat das sehr klar formuliert: Wenn das wirklich passieren w\u00fcrde, bringt ein Nato-B\u00fcndnis gar nichts mehr. Ich finde aber, dass man sich jetzt nicht mehr \u00fcber solche merkw\u00fcrdigen Ideen Gedanken machen sollte. Man muss an einen Tisch kommen, um ernsthaft \u00fcber Gr\u00f6nland zu sprechen.<br \/>Welche Erwartungen haben Sie an die deutsche Bundesregierung?<br \/>Ich beobachte die Ereignisse sehr genau und habe einen guten Draht zu beiden Au\u00dfenministerien, sowohl in Kopenhagen als auch in Berlin. Es gibt zwischen beiden Hauptst\u00e4dten einen sehr engen und vertrauensvollen Austausch. Daran muss man jetzt festhalten. Eines darf nicht passieren: Die Bundesregierung darf nicht \u2013 wie im Falle von Venezuela \u2013 von einer komplexen Situation sprechen. Das w\u00e4re ein fataler Fehler.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler spricht \u00fcber die Stimmung in D\u00e4nemark seit den Drohungen von Trump bez\u00fcglich Gr\u00f6nland. Donald Trump l\u00e4sst nicht locker: Der US-Pr\u00e4sident will sich Gr\u00f6nland einverleiben. Stefan Seidler vertritt im Deutschen Bundestag die d\u00e4nische Minderheit. 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