<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3440280,"date":"2026-01-17T21:51:36","date_gmt":"2026-01-17T19:51:36","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3440280"},"modified":"2026-01-17T21:56:55","modified_gmt":"2026-01-17T19:56:55","slug":"eu-und-mercosur-unterzeichnen-handelsabkommen-doch-fragezeichen-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2026\/01\/eu-und-mercosur-unterzeichnen-handelsabkommen-doch-fragezeichen-bleibt\/","title":{"rendered":"EU und Mercosur unterzeichnen Handelsabkommen, doch Fragezeichen bleibt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur wurde unterzeichnet. Es verspricht Export-Zuw\u00e4chse von 39 Prozent und neue Handelschancen.<\/b><br \/>\nNach \u00fcber 25 Jahren Verhandlungen haben Vertreter der Europ\u00e4ischen Union und von vier s\u00fcdamerikanischen L\u00e4ndern des Staatenbunds Mercosur das Freihandelsabkommen zwischen beiden Wirtschaftsbl\u00f6cken unterzeichnet. An der Zeremonie in der Zentralbank in Paraguays Hauptstadt Asunci\u00f3n nahmen EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen, Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa, Argentiniens Pr\u00e4sident Javier Milei, Paraguays Staatschef Santiago Pe\u00f1a und Uruguays Pr\u00e4sident Yamand\u00fa Orsi teil.<br \/>Die neue Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern und einer gemeinsamen Wirtschaftsleistung von rund 22 Billionen US-Dollar (19 Billionen Euro) wird eine der gr\u00f6\u00dften weltweit sein.<br \/>Durch den Abbau von Handelsbarrieren und Z\u00f6llen soll der Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen der EU und dem Mercosur angekurbelt werden. Die EU rechnet durch das Abkommen mit einer Steigerung der j\u00e4hrlichen Exporte in den Mercosur um 39 Prozent. Damit ist die neue Freihandelszone auch ein Zeichen gegen die protektionistische Zollpolitik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump.<br \/>EU-Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen stellte den Freihandelsvertrag als gewinnbringend f\u00fcr die beiden Wirtschaftsbl\u00f6cke dar. \u201eVon dieser Partnerschaft profitieren wir beide &#8212; wirtschaftlich, diplomatisch und geopolitisch. Unsere Unternehmen werden Exporte, Wachstum und Arbeitspl\u00e4tze schaffen\u201c, sagte sie in ihrer Rede. \u201eUnd unsere Botschaft an den Rest der Welt ist klar: Die EU und der Mercosur setzen auf Zusammenarbeit statt auf Wettbewerb und auf Partnerschaft statt auf Polarisierung.\u201c<br \/>Nach Einsch\u00e4tzung des Ifo-Instituts kann das Abkommen zwischen der EU und dem Mercosur die Einbu\u00dfen aus der US-Zollpolitik zumindest teilweise kompensieren. \u201eDie Unterzeichnung des Handelsabkommens zwischen der EU und den Mercosur-Staaten ist ein wichtiger erster Schritt\u201c, sagte die Leiterin des Ifo-Zentrums f\u00fcr Au\u00dfenwirtschaft, Lisandra Flach. \u201eEs sind aber zus\u00e4tzliche Handelsabkommen mit weiteren Handelspartnern n\u00f6tig, um die negativen Folgen der US-Zollpolitik zu kompensieren.\u201c<br \/>Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sprach von einem starken Signal f\u00fcr den Freihandel. Besonders wichtig sei auch der Zugang zu kritischen Rohstoffen wie Lithium und Kupfer etwa f\u00fcr Elektromobilit\u00e4t und Erneuerbare Energien. Gro\u00dfe Chancen werden auch f\u00fcr die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche gesehen. Auf Autoimporte in die Mercosur-L\u00e4nder wird beispielsweise derzeit ein Zoll in H\u00f6he von 35 Prozent f\u00e4llig.<br \/>Die Verhandlungen \u00fcber das Mercosur-Abkommen waren bereits 1999 gestartet worden. Die EU-Kommission hatte sie dann im Dezember 2024 trotz anhaltender Kritik aus L\u00e4ndern wie Frankreich abgeschlossen. Zuletzt brachte der Zollstreit der EU mit den USA noch einmal neue Dynamik in den Prozess. Viele L\u00e4nder wollen jetzt zeigen, dass die Zeiten des freien Handels nicht vorbei sind.<br \/>Gegner des Abkommens kritisieren allerdings, dass Bauern in Europa in einen harten Preiskampf mit den besonders wettbewerbsf\u00e4higen s\u00fcdamerikanischen Farmern gezwungen w\u00fcrden. Immer wieder gingen Landwirte in Europa gegen den Deal auf die Stra\u00dfe.<br \/>Kurz vor der Einigung wurden deshalb Sicherheitsklauseln in das Abkommen eingearbeitet, nach denen im Fall eines starken Anstiegs der Einfuhren aus den Mercosur-Staaten oder eines \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Preisverfalls rasch Gegenma\u00dfnahmen in Gang gesetzt werden k\u00f6nnen.<br \/>Umweltsch\u00fctzer bef\u00fcrchten zudem, dass durch eine st\u00e4rkere Nachfrage landwirtschaftlicher Produkte in Europa die Abholzung des Regenwaldes in S\u00fcdamerika befeuert werden k\u00f6nnte. Au\u00dferdem rechnen sie mit negativen Folgen f\u00fcr die Artenvielfalt und die traditionelle Lebensweise indigener Gemeinschaften.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur wurde unterzeichnet. Es verspricht Export-Zuw\u00e4chse von 39 Prozent und neue Handelschancen. Nach \u00fcber 25 Jahren Verhandlungen haben Vertreter der Europ\u00e4ischen Union und von vier s\u00fcdamerikanischen L\u00e4ndern des Staatenbunds Mercosur das Freihandelsabkommen zwischen beiden Wirtschaftsbl\u00f6cken unterzeichnet. 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