<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":395916,"date":"2017-01-06T18:05:38","date_gmt":"2017-01-06T16:05:38","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=395916"},"modified":"2017-01-06T18:05:38","modified_gmt":"2017-01-06T16:05:38","slug":"herero-und-nama-verklagen-deutschland-wegen-volkermordes","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2017\/01\/herero-und-nama-verklagen-deutschland-wegen-volkermordes\/","title":{"rendered":"Herero und Nama verklagen Deutschland wegen V\u00f6lkermordes"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/media-cdn.sueddeutsche.de\/mediadb\/szcms\/dpaimage\/urn-newsml-dpa-com-20090101-170106-99-776309\/medium_4_3.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>New York\/Berlin\/Windhuk (dpa) &#8212; Mehr als 100 Jahre nach Ende der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia haben zwei Volksgruppen die Bundesregierung wegen V\u00f6lkermordes verklagt. <br \/>Die St\u00e4mme der Herero und Nama fordern finanzielle Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Massaker in der damaligen Kolonie Deutsch-S\u00fcdwestafrika, wie am Donnerstag aus der in New York eingereichten Klage hervorging. <br \/>Deutschen Truppen t\u00f6teten Anfang des 20. Jahrhunderts im heutigen Namibia Historikern zufolge etwa 65 000 der 80 000 Herero und mindestens 10 000 der 20 000 Nama. In der Klageschrift ist von mehr als 100 000 Todesopfern die Rede. <br \/>Die Truppen von Kaiser Wilhelm II. unter F\u00fchrung von Generalleutnant Lothar von Trotha gingen \u00e4u\u00dferst brutal gegen die beiden St\u00e4mme vor, die sich der deutschen Kolonialmacht widersetzten. Um Munition zu sparen, trieben deutsche Soldaten 1904\/05 etwa Zehntausende M\u00e4nner, Frauen und Kinder des Herero-Volks einfach in die W\u00fcste. Sie schnitten die Fluchtwege ab und lie\u00dfen die Menschen elend verdursten. Erkl\u00e4rtes Ziel des Milit\u00e4rs war es, die St\u00e4mme zu vernichten. <br \/>In der 22 Seiten lange Klageschrift werfen die Herero und Nama der deutschen Regierung auch vor, Vertreter beider Gruppen bei Verhandlungen zur Aufarbeitung der brutalen Kolonialgeschichte auszuschlie\u00dfen. Dies st\u00fcnde den Herero und Nama nach den Grunds\u00e4tzen der UN-Deklaration \u00fcber die Rechte der indigenen V\u00f6lker aber zu. <br \/>Deutsche Kolonialherren h\u00e4tten den Herero und Nama ohne Entsch\u00e4digung mehr als ein Viertel ihrer L\u00e4ndereien sowie ihr Vieh genommen. Au\u00dferdem h\u00e4tten deutsche Kolonialherren Vergewaltigungen von Frauen und M\u00e4dchen geduldet und Afrikaner als Zwangsarbeiter missbraucht. <br \/>Deutschland verhandelt derzeit mit Namibia \u00fcber eine offizielle Entschuldigung und hatte die Massaker zwischen 1904 und 1908 im vorvergangenen Jahr erstmals als V\u00f6lkermord bezeichnet. Eine finanzielle Entsch\u00e4digung direkt an die Opfer lehnt der Sonderbeauftragte der Bundesregierung, Ruprecht Polenz (CDU), aber ab. Die Bundesregierung argumentiert zudem, dass Namibia seit vielen Jahren mehr Entwicklungshilfe pro Einwohner bekomme als die \u00fcbrigen afrikanischen L\u00e4nder. <br \/>Ein Sprecher des Ausw\u00e4rtigen Amts sagte, es gebe &#171;gute Gr\u00fcnde&#187;, keine direkten Gespr\u00e4che mit Vertretern der betroffenen Volksgruppen zu f\u00fchren. &#171;Wir verhandeln zwischen Regierungen, ohne dass wir dabei zivilgesellschaftliche Organisationen ausschlie\u00dfen w\u00fcrden. &#187; <br \/>Die Herero und Nama haben seit langem gefordert, direkt an den Gespr\u00e4chen beteiligt zu werden und auch mit einer Klage in den USA gedroht. Sie misstrauen der vom Ovambo-Stamm dominierten Regierung in Windhuk. Die Regierung hatte sich gegen eine Klage ausgesprochen. <br \/>Deutschland will vermeiden, direkte Wiedergutmachungszahlungen zu leisten, da sonst andere historische F\u00e4lle ebenfalls wieder aufgerollt werden k\u00f6nnten. Sollte es jedoch eventuell unter anderer \u00dcberschrift zu einer Zahlung an Namibia kommen, d\u00fcrfte es f\u00fcr das reiche Dutschland dabei wohl nicht um allzu gro\u00dfe Betr\u00e4ge gehen. <br \/>Es gibt heute sch\u00e4tzungsweise nur etwa 300 000 Herero und Nama in Namibia. Ihre Stammesvertreter sagen, sie wollten eventuelle Reparationen in die Entwicklung ihrer Regionen stecken. Vor allem aber wollen sie, dass Deutschland den V\u00f6lkermord an ihren Ahnen eingesteht.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 2.2\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/wissen\/geschichte-herero-und-nama-verklagen-deutschland-wegen-voelkermordes-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-170106-99-776306?source=rss\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/wissen\/geschichte-herero-und-nama-verklagen-deutschland-wegen-voelkermordes-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-170106-99-776306?source=rss<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>New York\/Berlin\/Windhuk (dpa) &#8212; Mehr als 100 Jahre nach Ende der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia haben zwei Volksgruppen die Bundesregierung wegen V\u00f6lkermordes verklagt. 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