<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":403476,"date":"2017-01-12T12:05:24","date_gmt":"2017-01-12T10:05:24","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=403476"},"modified":"2017-01-12T12:05:24","modified_gmt":"2017-01-12T10:05:24","slug":"anleger-fluchten-aus-der-turkei-lira-im-freien-fall","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2017\/01\/anleger-fluchten-aus-der-turkei-lira-im-freien-fall\/","title":{"rendered":"Anleger fl\u00fcchten aus der T\u00fcrkei: Lira im freien Fall"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/diepresse.com\/images\/uploads\/f\/8\/c\/5152652\/TURKEY-ECONOMY_1484209848454231_v0_l.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Die t\u00fcrkische Landesw\u00e4hrung Lira st\u00fcrzt immer weiter ab. Seit dem gescheiterten Putschversuch in der T\u00fcrkei im Sommer hat sie rund 30 Prozent ihres Wertes verloren. Wegen politischer Turbulenzen und Terroranschl\u00e4gen ziehen Anleger scharenweise ihr Geld aus dem Land am Bosporus ab. <br \/>Jetzt f\u00fchren ehrgeizige Pl\u00e4ne von Staatschef Recep Tayyip Erdogan zu noch mehr Verunsicherung &#8212; und treiben die Lira auf immer neue Rekordtiefs. Die Notenbank sieht machtlos zu. <br \/>Seit Jahresbeginn rauscht die Lira immer schneller bergab. Wertverluste von mehr als zwei Prozent an einem Tag sind keine Besonderheit, am Mittwoch war die W\u00e4hrung so schwach wie nie zuvor. Inzwischen m\u00fcssen die T\u00fcrken mehr als vier Lira hinbl\u00e4ttern, um einen Euro zu erhalten &#8212; noch im Sommer waren es kaum mehr als drei Lira. Und Hinweise auf baldige Besserung gibt es nicht. &#171;Eine Stabilisierung oder gar eine Gegenbewegung ist nicht in Sicht&#187;, sagt Manuel Schimm, Experte bei der Bayerischen Landesbank. Auch in diesem Jahr werde die Lira f\u00fcr Investoren \u00e4u\u00dferst unattraktiv bleiben. <br \/>Zwar ist die W\u00e4hrung bereits seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 deutlich unter Druck. Aber jetzt nimmt die Verunsicherung der Anleger wegen neuer Sorgen um die politische Entwicklung in der T\u00fcrkei noch weiter zu. Denn im Parlament in Ankara wird dieser Tage \u00fcber eine von Erdogan angestrebte Verfassungsreform abgestimmt. <br \/>Der Staatschef will ein Pr\u00e4sidialsystem einf\u00fchren und somit seine Macht noch weiter ausbauen. Die ersten beiden von 18 Artikeln haben die Abgeordneten in der Nacht zum Mittwoch vorerst abgenickt. Am Ende soll noch das Volk abstimmen. Weite Teile der Opposition laufen Sturm gegen die Reform und warnen vor einer &#171;Diktatur&#187; in der T\u00fcrkei. <br \/>Nichts aber f\u00fcrchten Anleger an den Finanzm\u00e4rkten mehr als einen unberechenbaren Staatschef, der schalten und walten kann wie er will. So ger\u00e4t die Lira ins Taumeln; und die t\u00fcrkische Notenbank schaut offenbar machtlos zu. Zwar hat sie sich gegen die Lira-Schw\u00e4che gestemmt, indem sie den heimischen Banken erlaubt, mehr Dollar zu verkaufen. Zuvor mussten die Geldh\u00e4user h\u00f6here Dollar-Best\u00e4nde als Sicherheit bunkern. Dies sei aber weder das richtige Mittel noch reiche es aus, kritisiert Tatha Ghose, Experte bei der Commerzbank. <br \/>Auch Appelle Erdogans, die T\u00fcrken sollten ihre Devisen unterm Kopfkissen hervorholen und zur Bank bringen, klingen eher verzweifelt als nach einer durchdachten Strategie. Auf die Dauer werde die Notenbank um Zinserh\u00f6hungen nicht herum kommen, meint Ghose. <br \/>Das Problem aber ist: H\u00f6here Leitzinsen drohen die t\u00fcrkische Wirtschaft noch weiter abzuw\u00fcrgen. Deshalb sitzt Erdogan den W\u00e4hrungsh\u00fctern im Nacken. Bereits mehrfach hat der Staatschef sogar Zinssenkungen gefordert. Zwar stellt er offiziell die Unabh\u00e4ngigkeit der Notenbank nicht infrage. Als Pr\u00e4sident habe er aber das Recht zur Kritik. &#171;Denn ich bin es, der vor seinem Volk die Ohrfeige abbekommt, nicht der Notenbank-B\u00fcrokrat&#187;, so sein Argument. <br \/>Und Erdogans Sorgen um die Konjunktur kommen nicht von ungef\u00e4hr. Die t\u00fcrkische Wirtschaft ist im dritten Quartal 2016 erstmals seit dem Krisenjahr 2009 geschrumpft. Vor allem der Tourismussektor leidet. Eines der beliebtesten Reisel\u00e4nder der Deutschen versinkt im Chaos, aus Angst bleiben Besucher weg, die Hotels sind leer. F\u00fcr dieses Jahr hat die t\u00fcrkische Regierung ihre Wachstumsprognose f\u00fcr die Wirtschaft von 5,0 auf 4,4 Prozent gesenkt. <br \/>Zu allem \u00dcberfluss hat die T\u00fcrkei schon lange mit einem chronischen Leistungsbilanzdefizit zu k\u00e4mpfen. Seit der Jahrtausendwende exportiert das Land fast kontinuierlich viel weniger als es importiert. Das macht die T\u00fcrkei besonders verletzlich bei einer Talfahrt der W\u00e4hrung, denn diese macht Importe teurer. Das heizt die Inflation an, zuletzt lag die Teuerungsrate bei satten 8,5 Prozent. F\u00fcr die T\u00fcrken bedeutet das: Bei gleichem Geld im Portemonnaie landet weniger in der Einkaufst\u00fcte. <br \/>Und selbst wenn die Notenbank gegen den Willen Erdogans die Zinsen anhebt, ist nicht sicher, ob sie damit gegen die Lira-Schw\u00e4che ankommt. Zweifel daran wurden im November best\u00e4rkt, als die Notenbank erstmals seit Anfang 2014 den Leitzins anhob; auf das jetzige Niveau von 8 Prozent. Die Lira konnten sie dadurch nur vor\u00fcbergehend st\u00fctzen, schon bald fiel sie weiter. Die gef\u00e4hrliche Medizin war verabreicht worden, aber die Krankheit blieb &#8212; sehr zum \u00c4rger Erdogans. <br \/>(APA\/dpa)<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 2.1\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/boerse\/5152652\/Anleger-fluechten-aus-der-Tuerkei_Lira-im-freien-Fall?from=rss\" target=\"_blank\">http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/boerse\/5152652\/Anleger-fluechten-aus-der-Tuerkei_Lira-im-freien-Fall?from=rss<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die t\u00fcrkische Landesw\u00e4hrung Lira st\u00fcrzt immer weiter ab. 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