<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":421418,"date":"2017-01-22T20:51:00","date_gmt":"2017-01-22T16:51:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=421418"},"modified":"2017-01-22T20:13:24","modified_gmt":"2017-01-22T18:13:24","slug":"nur-gegen-trump-zu-protestieren-hilft-nicht-weiter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2017\/01\/nur-gegen-trump-zu-protestieren-hilft-nicht-weiter\/","title":{"rendered":"Nur gegen Trump zu protestieren, hilft nicht weiter"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/polpix.sueddeutsche.com\/polopoly_fs\/1.3344927.1485100700!\/httpImage\/image.jpg_gen\/derivatives\/940x528\/image.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>In Washington k\u00f6nnen so viele Menschen demonstrieren, wie sie wollen. So lange die Demokraten nicht wieder Wahlen gewinnen, werden Trump und Gleichgesinnte an der Regierung bleiben.<br \/>Zahlen waren an diesem Wochenende sehr wichtig in Washington. Und jeder hatte seine eigenen. Donald Trump will bei seiner Vereidigung am Freitag vom Kapitol aus &#171;eine bis eineinhalb Millionen Menschen&#187; gesehen haben, die ihm zujubelten. Andere Z\u00e4hlungen kamen zu einem etwas bescheideneren Ergebnis von 200 000 bis 250 000 Besuchern. <br \/>Das waren deutlich weniger Zuschauer als einst bei Barack Obamas Vereidigungsfeiern; und ebenfalls deutlich weniger als bei dem Protestmarsch am Samstag, zu dem gut eine halbe Million Menschen nach Washington kamen. F\u00fcr Trump, den egomanischen Fernsehmann, der nur in Einschaltquoten denkt, war das eine Dem\u00fctigung. Und die weinerliche Aggressivit\u00e4t, mit der er antwortete , zeigte, dass er die Wahrheit kannte, auch wenn er sich alle M\u00fche gab, sie zu leugnen. <br \/>Trump h\u00e4tte viel souver\u00e4ner reagieren k\u00f6nnen. Das ist ja oft der Fall, aber es liegt einfach nicht in seinem Charakter. Denn in Wahrheit sagen die Zahlen wenig aus. <br \/>Nat\u00fcrlich kommen in Washington mehr Menschen zusammen, um gegen den Republikaner Trump zu protestieren, als um ihn zu feiern. Die Stadt und ihr Umland sind liberale bis linke Bastionen der demokratischen Partei. Mehr als 90 Prozent der W\u00e4hler in Washington haben im November f\u00fcr Hillary Clinton gestimmt, keine f\u00fcnf Prozent f\u00fcr Trump. Vielleicht mussten einige Trump-Anh\u00e4nger, die gerne nach Washington gefahren w\u00e4ren, am Freitag arbeiten, w\u00e4hrend die Trump-Gegner am Samstag freihatten. Es gibt f\u00fcr Trump also eigentlich keinen Grund, beleidigt zu sein. <br \/>F\u00fcr die selbstzufriedene H\u00e4me, mit der Trumps Gegner auf die Gr\u00f6\u00dfe der Proteste hinweisen, gibt es freilich ebenso wenig Grund. Die Demonstrationen haben nur das belegt, was man ohnehin schon wusste: Es gibt sehr viele Amerikaner, die Donald Trump nicht m\u00f6gen. W\u00e4re es anders, h\u00e4tte Clinton nicht fast drei Millionen Stimmen mehr als ihr Gegner bekommen. Aber auch das \u00e4ndert eben nichts an der Tatsache, dass Donald Trump in den richtigen Bundesstaaten gewonnen hat und deswegen Pr\u00e4sident ist. <br \/>Und Trump ist nicht zuf\u00e4llig Pr\u00e4sident geworden. Clintons Niederlage mag knapp gewesen sein, aber sie war beileibe nicht nur ein Betriebsunfall. Die Demokraten verlieren seit Langem im ganzen Land dramatisch an politischer Macht &#8212; in den acht Jahren, in denen Obama Pr\u00e4sident war, haben sie mehr als 1000 Mandate in den Parlamenten der Bundesstaaten und in Washington eingeb\u00fc\u00dft. Obama und Hillary Clinton &#8212; f\u00fcr die Partei war das ein desastr\u00f6ses F\u00fchrungsduo. Trumps Einzug ins Wei\u00dfe Haus war insofern nur der logische Abschluss einer langen Entwicklung. Solange die Demokraten diesen Niedergang nicht stoppen, k\u00f6nnen auf der National Mall beliebig viele Menschen mit rosa Strickm\u00fctzen herummarschieren. Politisch wird sich erst etwas \u00e4ndern, wenn die Demokraten wieder Wahlen gewinnen. <br \/>Und das wird nicht einfach. Im Moment reden sich die Demokraten lieber ein, russische Geheimdienstler und der hinterh\u00e4ltige FBI-Chef h\u00e4tten Clinton den Sieg gekostet. Doch das verkennt die tieferen Gr\u00fcnde der Niederlage. Wahlsiege werden den Demokraten nur gelingen, wenn sie Trump und dessen Republikanern W\u00e4hler wegnehmen. Dazu brauchen sie Kandidaten, die mit diesen W\u00e4hlern reden k\u00f6nnen, die diese W\u00e4hler ernst nehmen und respektieren, auch wenn sie in den feineren demokratischen Kreisen als &#171;deplorables&#187; und &#171;white trash&#187; gelten. Herablassung und Verachtung sind im Kampf gegen Populisten jedenfalls kein probates Mittel. Zu glauben, irgendein wei\u00dfer Arbeiter aus Ohio werde beim n\u00e4chsten Mal demokratisch w\u00e4hlen, weil die S\u00e4ngerin Madonna bei einer Demonstration in Washington &#171;Fuck&#187; gerufen hat, ist absurd.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 3.3\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/usa-nur-gegen-trump-zu-sein-hilft-nicht-weiter-1.3343779?source=rss\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/usa-nur-gegen-trump-zu-sein-hilft-nicht-weiter-1.3343779?source=rss<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Washington k\u00f6nnen so viele Menschen demonstrieren, wie sie wollen. 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