<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":421421,"date":"2017-01-22T18:50:00","date_gmt":"2017-01-22T14:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=421421"},"modified":"2017-01-22T20:13:29","modified_gmt":"2017-01-22T18:13:29","slug":"aufbruch-in-gambia-jammeh-geht-barrow-kommt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2017\/01\/aufbruch-in-gambia-jammeh-geht-barrow-kommt\/","title":{"rendered":"Aufbruch in Gambia &#8212; Jammeh geht, Barrow kommt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/bilder\/gambia-151~_v-videowebm.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Die Tage der Ungewissheit in Gambia sind vorbei, der Machtkampf gel\u00f6st. Der abgew\u00e4hlte Pr\u00e4sident Jammeh verlie\u00df das Land. Sein Nachfolger Barrow will sich um die Wirtschaft k\u00fcmmern und Menschenrechtsverletzungen untersuchen lassen.<br \/>Der Jubel fand in der Nacht zu Sonntag auf den Stra\u00dfen von Banjul seinen H\u00f6hepunkt. Mit rotem Teppich und milit\u00e4rischen Ehren wurde Yahya Jammeh zum Flugzeug geleitet. Der abgew\u00e4hlte Autokrat winkte noch der Menge zu, mit dem Koran in der Hand warf er einen Kuss in Richtung seiner einstigen Untertanen. Dann war &#8212; etwas mehr als 22 Jahre nach seinem Putsch &#8212; das ewige Reich des gambischen Potentaten Geschichte.<br \/>Es sei nicht n\u00f6tig, dass auch nur ein Tropfen Blut vergossen werde, sagte er in seiner letzten Ansprache, er gehe mit gutem Gewissen und sei den Gambiern unendlich dankbar.<br \/>Bescheidenheit war zuvor nie Jammehs St\u00e4rke gewesen, der ja von sich behauptete, sogar Aids-Kranke mit magischen Kr\u00e4ften heilen zu k\u00f6nnen. Noch vor Kurzem hatte er verlauten lassen, mit Allahs Hilfe werde er Milliarden Jahre lang regieren. Doch dann legte der 51-j\u00e4hrige Immobilienmakler Adama Barrow bei den Wahlen im Dezember mit einem deutlichen Vorsprung der Opposition einen Sieg hin.<br \/>Jammeh r\u00e4umte seine Niederlage zun\u00e4chst ein. Doch schon bald begehrte der Putschist wieder gegen die Realit\u00e4ten auf. Er stellte das Wahlergebnis in Frage, leitete rechtliche Schritte ein und lotete offenbar aus, wie weit er milit\u00e4risch gehen k\u00f6nne, um seine Macht zu behaupten.<br \/>Doch die Armee wollte von diesem &#171;Call of Duty&#187; nichts h\u00f6ren, ihre F\u00fchrung gab Jammeh zu verstehen, man werde nicht f\u00fcr ihn zu den Waffen greifen. Die Nachbarstaaten der Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas hatten ein massive eine Drohkulisse aufgebaut, sogar Truppen \u00fcber die Grenze geschickt &#8212; mit Billigung der UN. Rund 45.000 Gambier flohen aus Angst vor blutigen Unruhen in den Senegal.<br \/>Wahlsieger Barrow wurde dort in der gambischen Botschaft vereidigt. Derweil wurde in Banjul noch fieberhaft verhandelt, um Jammeh aus seinem Amtssitz zu locken. Mauretanien, Marokko, Senegal und Nigeria schalteten sich ein. Am Ende begleitete Guineas Pr\u00e4sident Alpha Cond\u00e9 seinen einstigen Amtsbruder ins Exil. \u00c4quatorial-Guinea nahm ihn auf.<br \/>Ob ihm Straflosigkeit versprochen wurde oder ein goldener Handschlag &#8212; das blieb unklar. Willk\u00fcrliche Verhaftungen, Folter, die Verfolgung von Schwulen und unliebsamen Journalisten waren in Jammehs Gambia an der Tagesordnung.<br \/>Wahlsieger Barrow gab in der Nacht der BBC in Dakar ein kurzes Interview, indem er zumindest ank\u00fcndigte, die Verbrechen seines Vorg\u00e4ngers aufkl\u00e4ren zu wollen: &#171;Wir werden eine Wahrheits- und Vers\u00f6hnungskommission einrichten. Wir handeln auf der Basis ihrer Empfehlungen. &#171;<br \/>Schon bald wolle Barrow in Banjul die Amtsgesch\u00e4fte \u00fcbernehmen. Oberste Priorit\u00e4t habe f\u00fcr ihn der Aufbau der Wirtschaft, k\u00fcndigte Barrow an. Denn Gambia geh\u00f6rt zu den zehn \u00e4rmsten Staaten der Welt, lebt mehr schlecht als Recht von Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus.<br \/>&#171;Es gibt einige Priorit\u00e4ten, aber die Wirtschaft ist der Schl\u00fcssel, das werden wir uns zuerst ansehen, denn sie ist sehr wichtig&#187;, sagte Barrow.<br \/>Der am Ende dann doch friedliche Machtwechsel in Gambia war der erste demokratische \u00dcbergang dort seit der Unabh\u00e4ngigkeit 1965. Er stie\u00df weltweit auf ein positives Echo. Das Ausw\u00e4rtige Amt in Berlin k\u00fcndigte an, man werde Gambia weiter auf dem Weg zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit unterst\u00fctzen.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 3.2\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/gambia-machtwechsel-105.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/gambia-machtwechsel-105.html<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tage der Ungewissheit in Gambia sind vorbei, der Machtkampf gel\u00f6st. 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