<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":502189,"date":"2017-04-12T11:09:00","date_gmt":"2017-04-12T09:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=502189"},"modified":"2017-04-12T17:05:36","modified_gmt":"2017-04-12T15:05:36","slug":"ein-historischer-vergleich-der-sean-spicer-den-job-kosten-konnte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2017\/04\/ein-historischer-vergleich-der-sean-spicer-den-job-kosten-konnte\/","title":{"rendered":"Hitler-Vergleich k\u00f6nnte Trumps Sprecher Spicer den Job kosten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Trump-Sprecher Spicer spricht \u00fcber die Gr\u00e4uel in Syrien und sagt, selbst Hitler habe keine Chemiewaffen eingesetzt. Kritiker sind entsetzt.<\/b> <br \/>Der Job eines Pressesprechers ist es, f\u00fcr Verst\u00e4ndigung zu sorgen. Er vermittelt Botschaften, stellt Dinge klar und richtet in seltenen F\u00e4llen eine Entschuldigung aus. Immer nat\u00fcrlich im Bem\u00fchen, die Person oder Sache, f\u00fcr die er eintritt, m\u00f6glichst gut dastehen zu lassen. Sean Spicer ist der Pressesprecher des amtierenden US-Pr\u00e4sidenten &#8212; und anstatt f\u00fcr Klarheit zu sorgen, hat er in drei Monaten oft selbst f\u00fcr Missverst\u00e4ndnisse gesorgt. Sein j\u00fcngster Fehltritt k\u00f6nnte ihn nun wom\u00f6glich den Job kosten. Denn am Dienstag tat Spicer das, was man tunlichst vermeiden sollte, wenn es einem am n\u00f6tigen Wissen (im konkreten Fall: Allgemeinwissen) mangelt: Er wagte sich an einen historischen Vergleich.<br \/>Beim t\u00e4glichen Pressebriefing im Wei\u00dfen Haus sagte Spicer im Hinblick auf den j\u00fcngsten Chemiewaffeneinsatz gegen die syrische Bev\u00f6lkerung:&#187;Nicht einmal jemand so Verabscheuungsw\u00fcrdiges wie Hitler ist so tief gesunken, chemische Waffen einzusetzen.&#187; Was dem 45-J\u00e4hrigen in diesem Moment augenscheinlich entfallen war: Im Dritten Reich starben in sogenannten Gaskammern Millionen Menschen &#8212; Juden, Oppositionelle, Menschen mit einer Behinderung. Spicers falsche Behauptung folgte auf die Frage eines Journalisten, warum er, also Spicer, glaube, dass sich Russland ausgerechnet jetzt vom syrischen Regime distanzieren werde.<br \/>Die Assad-Regierung hatte in der vergangenen Woche einen Milit\u00e4rschlag in der n\u00f6rdlichen Provinz Idlib durchgef\u00fchrt, die von regierungskritischen Rebellen gehalten wird. Dabei setzte das syrische Milit\u00e4r nach US-Informationen das hochgiftige Nervengas Sarin ein &#8212; Machthaber Baschar al-Assad bestreitet das. Mehr als 80 Menschen kamen ums Leben, darunter zahlreiche Kinder. Das amerikanische Milit\u00e4r flog in der Folge einen Luftangriff auf einen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt in Syrien.<br \/>In diesem Fall sorgte im \u00dcbrigen nicht Spicer, sondern ein Trump-Sohn f\u00fcr unerw\u00fcnschte Presse: Gegen\u00fcber dem britischen Daily Telegraph sagte Eric Trump, die Entscheidung seines Vaters, milit\u00e4risch gegen Syrien vorzugehen, sei von seiner Schwester Ivanka beeinflusst gewesen &#8212; diese sei selbst Mutter und tief betroffen gewesen \u00fcber die Bilder nach dem Giftgas-Angriff. Auch auf offizieller Ebene ist Causa Syrien l\u00e4ngst nicht auserz\u00e4hlt. Vor Spicers Pressebriefing am Dienstag verlautete aus dem Wei\u00dfen Haus, dass Syriens Verb\u00fcndeter Russland versuche, die Hintergr\u00fcnde des Angriffs zu verschleiern. Ein Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte, Moskau verbreite gezielt Desinformationen. Man untersuche aktuell, ob Russland vorab von dem Giftgas-Anschlag gewusst habe. Der amerikanische Au\u00dfenminister Rex Tillerson ist derzeit in Moskau und will am Mittwoch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zusammentreffen.<br \/>In Washington irritierten Spicers Ausf\u00fchrungen indes nicht nur die anwesenden Journalisten. Auch sein eigenes Team reagierte der Washington Post zufolge mit Fassungslosigkeit. Mindestens ein Mitarbeiter des Pressestabs habe sichtbar nach Luft geschnappt,&#187;als Spicer mit seiner Antwort immer weiter in gef\u00e4hrliches Terrain stolperte&#187;.<br \/>Denn als eine andere Journalistin Spicer wenig sp\u00e4ter mit seiner eigenen, falschen Aussage konfrontiert und um Klarstellung bittet, ger\u00e4t Trumps Pressesprecher ins Stammeln:&#187;Er (Hitler, Anm. d. Red.) hat Gas nicht auf dieselbe Art und Weise gegen sein eigenes Volk eingesetzt, wie es Assad tut.&#187; (&#8230;) Er hat sie (Juden, Anm. d. Red.) in Holocaust-Zentren gebracht, das ist mir klar. Aber was ich zum Ausdruck bringen will, ist die Art, wie Assad es eingesetzt hat, indem er in die St\u00e4dte geht und es \u00fcber den Stadtzentren abwirft.&#187; Mit&#187;Holocaust-Zentren&#187; meinte Spicer offenkundig deutsche Konzentrationslager &#8212; dort wurden im Dritten Reich mehr als sechs Millionen Menschen, in der gro\u00dfen Mehrheit Juden, mit dem Blaus\u00e4ure-Gas Zyklon B ermordet.<br \/>Sowohl die Hauptstadt-Presse, als auch sein eigenes Team sind es gewohnt, dass Spicer sich selbst in Schwierigkeiten bringt. Im Januar hatte er etwa behauptet, noch nie h\u00e4tten mehr Menschen an den Inaugurations-Feierlichkeiten teilgenommen als bei der Amtseinf\u00fchrung von Donald Trump &#8212; das entsprach allerdings nicht der Wahrheit. In der Folge sorgte Trumps Beraterin Kellyanne Conway f\u00fcr das n\u00e4chste PR-Desaster, als sie Spicer mit den Worten verteidigte, dieser habe lediglich&#187;alternative Fakten&#187; pr\u00e4sentiert.<br \/>Sein j\u00fcngster Fehler k\u00f6nnte f\u00fcr den Pressesprecher des Pr\u00e4sidenten allerdings mehr als nur unangenehm werden. Das Anne-Frank-Zentrum in New York warf dem 45-J\u00e4hrigen vor, den Holocaust zu leugnen. Die Organisation forderte seinen R\u00fccktritt.&#187;Sean Spicer mangelt es an der Integrit\u00e4t, Sprecher des Wei\u00dfen Hauses zu sein, und Pr\u00e4sident Trump muss ihn sofort feuern.&#187; Das American Jewish Committee nannte den Vorfall in einer Twitter-Nachricht unerh\u00f6rt und forderte eine Entschuldigung. Auch die Fraktionschefin der Demokraten, Nancy Pelosi, verlangte Spicers R\u00fcckzug.&#187;W\u00e4hrend j\u00fcdische Familien in den USA das Pessach-Fest feiern, spielt der Sprecher des Wei\u00dfen Hauses die Schrecken des Holocausts herunter&#187;, erkl\u00e4rte sie. Trump m\u00fcsse sich von den Worten distanzieren.<br \/>Unmittelbar nach der Pressekonferenz lie\u00df Spicer ein Statement herausgeben (an dem, so mutma\u00dft zumindest die Washington Post, seine Mitarbeiter bereits sa\u00dfen, als sich ihr Chef noch um Kopf und Kragen redete). Darin hei\u00dft es:&#187;Ich habe in keiner Weise versucht, die Abscheulichkeit des Holocaustes zu schm\u00e4lern.&#187; Es sei ihm darum gegangen, die Taktik, Flugzeuge chemische Kampfstoffe \u00fcber Bev\u00f6lkerungszentren abwerfen zu lassen, von anderen milit\u00e4rischen Man\u00f6vern klar abzugrenzen.<br \/>Am fr\u00fchen Abend ging Spicer dann jenen Schritt, den er bisher tunlichst vermieden hatte: Er entschuldigte sich. (Die Weigerung, Fehler zuzugeben, nahm in der Vergangenheit mitunter bizarre Z\u00fcge an: So verteidigte Spicer die Anschuldigungen seines Chefs Trump gegen dessen Vorg\u00e4nger Barack Obama selbst dann noch, nachdem mehrere US-Beh\u00f6rden keine Beweise f\u00fcr eine Abh\u00f6raktion gefunden hatten.) Dem US-Sender CNN sagte Spicer in Bezug auf seinen Hitler-Vergleich:&#187;Es war ein Fehler, das zu tun.&#187; Es habe die&#187;schrecklichen Verbrechen&#187;, die Assad gegen sein eigenes Volk begangen habe, vorbringen wollen.&#187;Seien wir offen, ich habe f\u00e4lschlicherweise einen unangebrachten und unsensiblen Vergleich zum Holocaust gezogen, obwohl es nichts Vergleichbares gibt.&#187;<br \/>Ob das reicht, damit Spicer seinen Job beh\u00e4lt, bleibt abzuwarten. Zumindest scheint es im Wei\u00dfen Haus Menschen zu geben, die wissen, wann nur noch eine dem\u00fctige Entschuldigung hilft.<br \/>Mit Material der Agenturen<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 3.1<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/trump-sprecher-ein-historischer-vergleich-der-sean-spicer-den-job-kosten-koennte-1.3461765?source=rss\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/trump-sprecher-ein-historischer-vergleich-der-sean-spicer-den-job-kosten-koennte-1.3461765?source=rss<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trump-Sprecher Spicer spricht \u00fcber die Gr\u00e4uel in Syrien und sagt, selbst Hitler habe keine Chemiewaffen eingesetzt. 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