<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":508560,"date":"2017-04-18T18:08:00","date_gmt":"2017-04-18T16:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=508560"},"modified":"2017-04-18T23:08:45","modified_gmt":"2017-04-18T21:08:45","slug":"brexit-theresa-may-will-freie-hand","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2017\/04\/brexit-theresa-may-will-freie-hand\/","title":{"rendered":"Brexit: Theresa May will freie Hand"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Neuwahlen, ausgerechnet w\u00e4hrend der laufenden Brexit-Verhandlungen: Was will Theresa May erreichen? Steht der Brexit auch zur Wahl? Und welche Chancen hat die Opposition?<\/b> <br \/>Als Theresa May am Dienstagmittag an das Pult vor ihrem Amtssitz in der<br \/>10 Downing Street trat, hatte sich die britische Presse schon mit<br \/>Spekulationen \u00fcberschlagen. Das B\u00fcro der Premierministerin hatte am Morgen<br \/>\u00fcberraschend eine Ansprache Mays angek\u00fcndigt. Solche<br \/>Ansprachen gibt es eigentlich nur, wenn etwas Bedeutendes ansteht.<br \/>W\u00fcrde<br \/>es um Nordkorea gehen? Um Syrien? W\u00fcrde gar zur\u00fccktreten? Kurz vor<br \/>Mittag verdichtete sich, dass May wohl vorgezogene<br \/>Neuwahlen ank\u00fcndigt. Das Pult, das in der Downing Street stand, <br \/>trug nicht das schwarze Wappen des Premierministers: ein Zeichen daf\u00fcr, <br \/>dass es um Parteipolitik gehen wird, nicht um Regierungsgesch\u00e4fte. Es <br \/>sollte sich als richtig herausstellen: &#171;Ich habe gerade ein Kabinettstreffen geleitet, bei dem wir beschlossen <br \/>haben, dass die Regierung Parlamentswahlen ausrufen soll, die am 8. Juni<br \/>abgehalten werden sollen&#187;, sagte May vor den Kameras.<br \/>Nach dem EU-Referendum im vergangenen Sommer habe Gro\u00dfbritannien<br \/>&#171;Sicherheit, Stabilit\u00e4t und eine starke F\u00fchrung gebraucht&#187;, so May. &#171;Seit ich Premierministerin geworden bin, hat die Regierung genau <br \/>das geliefert.&#187; Dem Land gehe es, allen Warnungen zum Trotz, gut. Sie <br \/>sei dem &#171;Mandat&#187;, den EU-Austritt in die Wege zu leiten, gefolgt. <br \/>&#171;Gro\u00dfbritannien verl\u00e4sst die Europ\u00e4ische Union, und es kann keine Umkehr<br \/>geben.&#187; Die Regierung habe &#171;den richtigen Plan, um die Beziehungen mit<br \/>Europa auszuhandeln&#187;. Gro\u00dfbritannien werde &#171;seinen eigenen Weg in der<br \/>Welt&#187; einschlagen.<br \/>Doch in Westminster gebe es Uneinigkeit, sagte May. Andere politische<br \/>Parteien wetterten gegen den eingeschlagenen Brexit-Kurs ihrer<br \/>Regierung. Labour habe &#171;gedroht&#187;, gegen das endg\u00fcltige Abkommen mit der<br \/>EU zu stimmen, f\u00fcgte May hinzu. Die Liberaldemokraten \u2013 entschiedene<br \/>EU-Bef\u00fcrworter \u2013 h\u00e4tten erkl\u00e4rt, sie wollten den Politikbetrieb des<br \/>Landes &#171;zum Stillstand bringen&#187; und auch die schottischen Nationalisten<br \/>h\u00e4tten sich gegen den Brexit ausgesprochen. &#171;Und ungew\u00e4hlte Mitglieder <br \/>des Oberhauses haben geschworen, sie w\u00fcrden uns bei jedem unserer<br \/>Schritte bek\u00e4mpfen.&#187;<br \/>Tats\u00e4chlich ist auch Mays Regierung nie bei einer Parlamentswahl<br \/>best\u00e4tigt worden. Sie hat den Posten des Premiers im vergangenen Juli <br \/>nach einer kurzen Schlammschlacht bei den Tories von David Cameron <br \/>geerbt. Der hatte nach dem EU-Referendum das Handtuch geworfen. Aufrufe, <br \/>ihren Posten und ihren Brexit-Kurs \u2013 der im Lauf der Monate immer <br \/>drastischere Z\u00fcge angenommen hat \u2013 durch vorgezogene Parlamentswahlen <br \/>best\u00e4tigen zu lassen, hat May bislang ignoriert. Doch der <br \/>offensichtliche Makel, f\u00fcr ihren Kurs kein wirklich demokratisches<br \/>Mandat zu haben, scheint sie doch so sehr gest\u00f6rt zu haben, dass sie<br \/>jetzt Parlamentswahlen abhalten m\u00f6chte.<br \/>Bei der Entscheidung d\u00fcrfte es geholfen haben, dass die regierenden<br \/>Tories in den vergangenen Monaten in Umfragen massiv zugelegt haben.<br \/>Einer Umfrage im Auftrag der Londoner Times zufolge, <br \/>die Anfang der Woche ver\u00f6ffentlicht worden ist, w\u00fcrden derzeit 44<br \/>Prozent der W\u00e4hler ihre Stimme Mays Konservativer Partei<br \/>geben. Labour, die wichtigste Oppositionspartei, liegt weit <br \/>abgeschlagen bei 23 Prozent. Die Liberaldemokraten bek\u00e4men 12 Prozent <br \/>der Stimmen, die Rechtspopulisten von Ukip 10 Prozent. Das w\u00e4re der <br \/>gr\u00f6\u00dfte Vorsprung in \u00fcber drei Jahrzehnten. In einer vom Guardian in<br \/>Auftrag gegebenen Umfrage hatten die Tories einen Vorsprung von immerhin<br \/>noch 18 Prozent.<br \/>W\u00e4hrend sich die Tories nach den Streitigkeiten im Anschluss an das<br \/>EU-Referendum wieder relativ schnell gefangen haben, war Labour noch<br \/>monatelang in einem F\u00fchrungsstreit gefangen. Deren Parteichef Jeremy<br \/>Corbyn, der aus diesem Streit als Sieger hervorgegangen ist, ist um<br \/>seinen Job aber auch nicht zu beneiden. Zwar haben beim EU-Referendum <br \/>beinahe zwei Drittel aller Labour-W\u00e4hler f\u00fcr einen Verbleib in der EU <br \/>gestimmt.<br \/>In der Mehrzahl der Labour-Wahlkreise setzten sich jedoch die<br \/>Brexit-Bef\u00fcrworter durch, und das vor allem im traditionellen<br \/>Labour-Kernland in Nordengland. Da sich, bis auf wenige Ausnahmen, <br \/>beinahe alle Labour-Abgeordneten f\u00fcr einen Verbleib in der EU <br \/>ausgesprochen hatten, liefen Labour nach dem Brexit-Votum zun\u00e4chst die<br \/>Brexit-Unterst\u00fctzer davon.<br \/>Nun verliert Labour zahlreiche Bef\u00fcrworter eines Verbleibs in der EU: <br \/>Die Partei vertritt nun die Position, dass sie sich dem Ausgang des<br \/>EU-Referendums nicht in den Weg stellen m\u00f6chte. Die Labour-Spitze<br \/>fordert von der Regierung lediglich Zugest\u00e4ndnisse, etwa beim Zugang zum<br \/>Europ\u00e4ischen Binnenmarkt. Im Parlament ist sie k\u00fcrzlich mit ihren<br \/>diesbez\u00fcglichen Vorst\u00f6\u00dfen jedoch durchweg gescheitert.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 2.3<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-04\/grossbritannien-neuwahlen-theresa-may-brexit\" target=\"_blank\">http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-04\/grossbritannien-neuwahlen-theresa-may-brexit<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuwahlen, ausgerechnet w\u00e4hrend der laufenden Brexit-Verhandlungen: Was will Theresa May erreichen? 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