<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":517455,"date":"2017-05-02T04:19:00","date_gmt":"2017-05-02T02:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=517455"},"modified":"2017-05-02T05:06:09","modified_gmt":"2017-05-02T03:06:09","slug":"wahlkampf-frankreich-schwere-krawalle-in-paris","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2017\/05\/wahlkampf-frankreich-schwere-krawalle-in-paris\/","title":{"rendered":"Wahlkampf Frankreich: Schwere Krawalle in Paris"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Wahlkampf Frankreich: Schwere Krawalle in Paris.<\/b><br \/>\nFrankreichs Woche der Entscheidung hat mit Gewalt begonnen: Wenige Tage vor der Stichwahl um das Pr\u00e4sidentenamt entlud sich die aufgeheizte Stimmung im Land bei der Demonstration zum 1. Mai in Paris, vier Polizisten wurden durch Molotowcocktails teils schwer verletzt.<br \/>Laut Innenminister Matthias Fekl wurden die Bereitschaftspolizisten von \u201emehreren Dutzend\u201c Demonstranten mit \u201ezahlreichen Molotow-Cocktails\u201c attackiert. Einer der vier Verletzten habe schwere Verbrennungen im Gesicht, ein anderer sei schwer an der Hand verletzt worden. Fekl verurteilte die Gewalt und rief zur Ruhe auf.<br \/>Nach Angaben der Polizei nahmen 30.000 Menschen an der Demonstration zum 1. Mai in Paris teil \u2013 drei Mal so viele wie nach Sch\u00e4tzungen der Polizei im vergangenen Jahr. Der Gewerkschaftsbund CGT sprach von 80.000 Teilnehmern. Die Lage eskalierte, als maskierte und vermummte Demonstranten griffen die Polizei mit Wurfgeschossen und Molotowcocktails an, die Beamten setzten Tr\u00e4nengas ein.<br \/>In Paris und anderen franz\u00f6sischen St\u00e4dten fanden au\u00dfer den Mai-Demonstrationen verschiedene Proteste statt, die sich mal gegen Le Pen, mal gegen beide Pr\u00e4sidentschaftskandidaten richteten.<br \/>Sechs Tage vor der Stichwahl buhlten die Kandidaten unterdessen weiter um die Stimmen der noch unentschlossenen W\u00e4hler. Le Pen rief bei einer Kundgebung dazu auf, gegen \u201edie Finanzen, die Arroganz und K\u00f6nig Geld\u201c aufzubegehren. Den sozialliberalen Reformpolitiker und ehemaligen Investmentbanker Macron nannte sie \u201eKandidat des Systems\u201c.<br \/>Macron legte Blumen an einer Gedenktafel f\u00fcr einen 1995 von Front-National-Anh\u00e4ngern in Paris get\u00f6teten Marokkaner nieder, bevor auch er vor Anh\u00e4ngern auftrat. In seiner Rede versprach er, Frankreich angesichts der \u201eBeleidigungen und der Obsz\u00f6nit\u00e4t\u201c der Front National zu \u201eerneuern\u201c. \u201eWas uns die Front National anbietet, ist die Aufl\u00f6sung des Vertrags, der uns vereint, das ist ein Weg ohne R\u00fcckkehr.\u201c Wenn Frankreich einmal aus der EU und dem Euro austrete, gebe es kein Zur\u00fcck mehr.<br \/>Le Pen ist allerdings von einem ihrer wichtigsten Wahlversprechen, dem Euro-Ausstieg, abger\u00fcckt. Am Samstag k\u00fcndigte sie an, im Falle ihres Wahlsiegs den EU-kritischen Politiker Nicolas Dupont-Aignan zum Premierminister zu machen, der in der ersten Runde der Pr\u00e4sidentschaftswahl 4,7 Prozent der Stimmen erzielt hatte. In einem Abkommen mit Dupont-Aignan steht, dass der Euro-Ausstieg in der Wirtschaftspolitik keine \u201eVorbedingung\u201c sei.<br \/>Am Montag ruderte Le Pen wieder etwas zur\u00fcck: Der Euro-Ausstieg sei weiterhin ihr Ziel, sagte sie im Sender Europe 1. In der Wirtschaftspolitik k\u00f6nnten aber \u201eviele Ma\u00dfnahmen\u201c ergriffen werden, \u201edie nicht mit der W\u00e4hrung zusammenh\u00e4ngen\u201c. Mit ihrer Abkehr vom Euro-Ausstieg versucht Le Pen offenbar auf die vielen Franzosen zuzugehen, die zwar EU-kritisch, aber nicht Euro-feindlich sind.<br \/>Der Linksau\u00dfen-Politiker Jean-Luc M\u00e9lenchon warnte seine Anh\u00e4nger am Sonntag davor, f\u00fcr Le Pen zu stimmen. Dies w\u00e4re \u201eein schrecklicher Fehler\u201c, sagte er, ohne jedoch eine Wahlempfehlung f\u00fcr Macron abzugeben.<br \/>M\u00e9lenchon war im ersten Wahlgang am 23. April mit 19,6 Prozent auf dem vierten Platz gelandet. Viele seiner Anh\u00e4nger lehnen die liberale Wirtschaftspolitik Macrons ab und wollen sich bei der Stichwahl lieber enthalten als f\u00fcr den 39-J\u00e4hrigen zu stimmen. Macron kommt in Umfragen inzwischen auf 59 Prozent \u2013 vier Punkte weniger als direkt nach der ersten Wahlrunde.<br \/>In seiner Rede wandte sich Macron am Montag an diejenigen Franzosen, die ihn nur w\u00e4hlen wollen, um Le Pen zu verhindern: \u201eIch will ihnen hier meinen Respekt aussprechen, und mir ist vollkommen klar, dass ich am 7. Mai mehr als ein politisches Projekt verteidige: Ich k\u00e4mpfe f\u00fcr die Republik und die freiheitliche Demokratie.\u201c Allerdings sagte Macron auch, dass sich die EU \u00e4ndern m\u00fcsse, weil sonst der Frexit drohe. Dies d\u00fcrfte jedoch lediglich eine Aussage zur Absicherung gewesen sein, um nicht als Kandidat der EU zu erscheinen. Fast die H\u00e4lfte der Franzosen haben im ersten Wahlgang f\u00fcr Parteien gestimmt, die der aktuellen EU mehr oder weniger kritisch gegen\u00fcberstehen.<br \/>*** F\u00fcr PR, Gef\u00e4lligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verf\u00fcgung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gef\u00e4llt nat\u00fcrlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Beh\u00f6rden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kr\u00e4ften und attackieren unser Gesch\u00e4ftsmodell.<br \/>Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterst\u00fctzung: Sichern Sie die Existenz der DWN!<br \/>Hier k\u00f6nnen Sie sich f\u00fcr einen kostenlosen Gratismonat registrieren. 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