<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":524019,"date":"2017-05-07T22:55:00","date_gmt":"2017-05-07T20:55:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=524019"},"modified":"2017-05-07T23:05:34","modified_gmt":"2017-05-07T21:05:34","slug":"wahl-in-frankreich-euro-springt-auf-hochsten-wert-seit-der-us-wahl-live-ticker","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2017\/05\/wahl-in-frankreich-euro-springt-auf-hochsten-wert-seit-der-us-wahl-live-ticker\/","title":{"rendered":"Wahl in Frankreich: Euro springt auf h\u00f6chsten Wert seit der US-Wahl \u2013 Live-Ticker"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Schicksalswahl in Europa: Die Franzosen haben sich f\u00fcr den Pro-Europ\u00e4er Macron und gegen die EU-Kritikerin Le Pen entschieden. Diese spricht von einem \u201ehistorischen und massiven\u201c Ergebnis. Mehr im Ticker.<\/b><br \/>\nEuropa atmet auf, aber Frankreich bleibt tief gespalten. Dem neuen franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten wird bei seinen geplanten Reformen heftiger Widerstand von rechts und links entgegenschlagen. Ein Kommentar von Sascha Lehnartz: <br \/>https: \/\/twitter.com\/omichalsky\/status\/861303548897873920 <br \/>Der neue franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron hat in einer feierlichen Ansprache versprochen, die tiefen Gr\u00e4ben in der franz\u00f6sischen Gesellschaft zu \u00fcberbr\u00fccken. \u201eIch wei\u00df um die Teilung unserer Nation, die manche dazu gebracht haben, extremistische Parteien zu w\u00e4hlen\u201c, sagte der pro-europ\u00e4ische Linksliberale am Sonntagabend in Paris. Die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre trage er Verantwortung daf\u00fcr, \u00c4ngste zu d\u00e4mpfen und den Franzosen den Optimismus zur\u00fcckzugeben. F\u00fcr ihn habe die R\u00fcckkehr der Moral in die franz\u00f6sische Politik oberste Priorit\u00e4t. \u201eLasst und Frankreich lieben\u201c, appellierte der 39-J\u00e4hrige an die Franzosen.<br \/>\u201eIch kenne die Wut, die Angst, die Zweifel, die ein gro\u00dfer Teil von Ihnen ausgedr\u00fcckt hat\u201c, sagte Macron mit Blick auf das Wahlergebnis. \u201eEin neues Kapitel unserer langen Geschichte beginnt heute Abend. Ich will, dass es das der Hoffnung und des wiedergefundenen Vertrauens ist.\u201c Macron wurde sp\u00e4ter beim Pariser Louvre-Museum erwartet, um mit seinen Anh\u00e4ngern den Wahlsieg zu feiern.<br \/>Macron versprach, sich angesichts des Brexit gegen die Kritik und den Verdruss an der Europ\u00e4ischen Union zu wenden: \u201eIch werde daran arbeiten, die Verbindung zwischen Europa und seinen V\u00f6lkern wieder zu beleben, zwischen Europa und seinen B\u00fcrgern.\u201c Vor dem Hintergrund der j\u00fcngsten Anschl\u00e4ge von Islamisten versprach er, Frankreich werde an vorderster Front im Kampf gegen den Terrorismus stehen.<br \/>Der Euro ist nach dem klaren Sieg von Macron erstmals seit einem halben Jahr \u00fcber die Marke von 1,10 Dollar gestiegen. Im asiatischen Handel kletterte der Kurs am Sonntagabend auf 1,1011 Dollar, nachdem der Euro am Freitag noch mit 1,09995 aus dem Handel gegangen war. Das ist der h\u00f6chste Wert seit dem Sieg von Donald Trump bei der US-Pr\u00e4sidentenwahl im November 2016. Schon nach der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen hatte die Gemeinschaftsw\u00e4hrung rund zwei Prozent zugelegt.<br \/>Die Gewerkschaft CFDT gratuliert Macron zum Wahlsieg. Sie betont jedoch, das Wahlergebnis f\u00fcr den Front National sei zu hoch ausgefallen. F\u00fcr die extreme Linke teilt Melenchon mit, der Sieg Macrons sei ein Votum gegen Le Pen, nicht f\u00fcr Macrons Politik. Die wichtigste Pariser Moschee erkl\u00e4rt, die Wahl Macrons sei ein Zeichen f\u00fcr eine Vers\u00f6hnung zwischen den Religionen in Frankreich. Der Sieg lasse hoffen, dass franz\u00f6sische Muslime in Harmonie und Respekt leben k\u00f6nnten.<br \/>Der scheidende franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Fran\u00e7ois Hollande hat dem sozialliberalen Kandidaten Emmanuel Macron zum Sieg bei der Pr\u00e4sidentenstichwahl begl\u00fcckw\u00fcnscht. Das sich abzeichnende Ergebnis zeige, dass die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der W\u00e4hler f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union und Weltoffenheit sei, erkl\u00e4rte Hollande am Sonntagabend.<br \/>Nach Ausz\u00e4hlung von 20 Prozent der Stimmen verschoben sich die Stimmenanteile um f\u00fcnf Prozent zugunsten Le Pens. Nach Angaben des Innenministeriums kam bei diesem Stand Macron auf 60 und Le Pen auf 40 Prozent der Stimmen. In den Prognosen waren es noch 65 zu 35 gewesen. Die ersten Ergebnisse trafen aus den l\u00e4ndlichen Gebieten ein; in Gro\u00dfst\u00e4dten waren die Wahllokale eine Stunde l\u00e4nger bis 20.00 Uhr ge\u00f6ffnet gewesen und wurden daher sp\u00e4ter ausgez\u00e4hlt.<br \/>Bei der AfD hat die Wahl keine Begeisterung ausgel\u00f6st. Auf die Frage, ob er sich einen Sieg der rechtspopulistischen Kandidatin Marine Le Pen gew\u00fcnscht h\u00e4tte, sagte Partei-Vize Alexander Gauland: \u201eIch mische mich da nicht ein. Ich bin aber daf\u00fcr, dass wir in Br\u00fcssel mit Le Pen zusammenarbeiten.\u201c Der Abgeordnete Marcus Pretzell und AfD-Landesvorsitzende in Nordrhein-Westfalen, geh\u00f6rt der Fraktion Europa der Nationen und der Freiheit (ENF) im Europ\u00e4ischen Parlament an. Le Pen ist eine von zwei Vorsitzenden der Fraktion.<br \/>Auch AfD-Vorstandsmitglied Paul Hampel wollte zu dem franz\u00f6sischen Wahlergebnis nicht Stellung beziehen. Er sagte, ihm gehe es bei Macron so wie bei der Wahl von Donald Trump zum US-Pr\u00e4sidenten: \u201eIch kann ihn politisch noch nicht einsch\u00e4tzen\u201c. Die Gemeinsamkeiten zwischen der AfD und Le Pens Partei Front National seien \u201egar nicht so gro\u00df, wie von vielen angenommen wird\u201c.<br \/>AfD-Chefin Frauke Petry gratulierte der franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidentschaftskandidatin Marine Le Pen trotz deren Niederlage. \u201eMarine Le Pen ist trotz massiver Anfeindungen ein beeindruckendes Wahlergebnis gelungen, zu dem ich herzlich gratulieren m\u00f6chte, auch wenn es am Ende leider nicht f\u00fcr den Sieg gereicht hat\u201c, sagte Petry am Sonntagabend der \u201eWelt\u201c. Le Pens Niederlage sei \u201eumso bedauerlicher\u201c, als die Front-National-Kandidatin \u201emit ihrem Sachverstand, klaren Thesen und einer realistischen Vision \u00fcber die richtigen Antworten verf\u00fcgt, Stagnation und \u00fcbertriebene politische Korrektheit zu beenden\u201c.<br \/>Emmanuel Macron hat nach Angaben des franz\u00f6sischen Premierministers Bernard Cazeneuve die Pr\u00e4sidentschaftswahl am Sonntag gewonnen. In einer Stellungnahme kurz nach Schlie\u00dfung der letzten Wahllokale erkl\u00e4rte Cazeneuve, die Abstimmung sei Zeugnis der \u201eKlarheit der W\u00e4hler, die das t\u00f6dliche Projekt der extremen Rechten ablehnten\u201c. Die Wahl zeige Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union. Franz\u00f6sische Meinungsforschungsinstitute haben prognostiziert, dass der sozialliberale Kandidat Macron die rechte Kandidatin Marine Le Pen mit 65 zu 35 Prozent der Stimmen besiegt hat.<br \/>Kommissionspr\u00e4sident Jean-Claude Juncker schreibt via Twitter auf Franz\u00f6sisch, die Franzosen h\u00e4tten sich f\u00fcr eine europ\u00e4ische Zukunft entschieden, und f\u00fcr ein \u201est\u00e4rkeres und gerechteres Europa\u201c.<br \/>Ratspr\u00e4sident Donald Tusk \u00e4u\u00dfert sich ebenfalls via Twitter: \u201eGl\u00fcckwunsch an das franz\u00f6sische Volk, daf\u00fcr dass es Freiheit, Gleichheit und Br\u00fcderlichkeit gew\u00e4hlt hat anstatt die Tyrannei der Fake News\u201c.<br \/>Der EVP-Chef im Europa-Parlament, Manfred Weber, sieht im franz\u00f6sischen Votum ein Bekenntnis zu Europa: \u201eEs war eine Wahl pro Europa, pro Reformen und pro Zukunft. Ich gratuliere dem neuen Pr\u00e4sidenten.\u201c<br \/>Der konservative Abgeordnete Le Maire fordert Macron auf, das Land zu einen. Macron m\u00fcsse auch f\u00fcr jene arbeiten, die ihn nicht gew\u00e4hlt h\u00e4tten.<br \/>Die britische Premierministerin May gratuliert Macron \u201eherzlich\u201c zu Wahlsieg, teilt ein Regierungssprecher in London mit.<br \/>Ministerpr\u00e4sident Cazeneuve erkl\u00e4rt, das franz\u00f6sische Volk habe entschieden, seinen Platz am Herzen Europas zu wahren.<br \/>Der niederl\u00e4ndische Regierungschef Mark Rutte hat Macron gratuliert. \u201eDas franz\u00f6sische Volk hat eine deutlich progressive und pro-europ\u00e4ische Wahl getroffen\u201c, sagte Rutte. Er freue sich auf das erste Treffen mit Macron und die k\u00fcnftige Zusammenarbeit.<br \/>\u00d6sterreichs Bundeskanzler Christian Kern (SP\u00d6) zeigte sich erfreut \u00fcber den Erfolg von Macron. \u201eMit seinem Sieg haben sich in Frankreich die Kr\u00e4fte durchgesetzt, die f\u00fcr Offenheit und ein starkes Europa stehen\u201c, schrieb Kern auf Facebook. Er hoffe zugleich auf einen Impuls zur Ver\u00e4nderung des politischen Kurses der EU. \u201eIch sehe in Macron einen Verb\u00fcndeten f\u00fcr den dringend n\u00f6tigen Politikwechsel in der EU\u201c, so der \u00f6sterreichische Regierungschef weiter. Gemeinsam solle das Versprechen f\u00fcr mehr Wohlstand und mehr Sicherheit in der EU konsequent und deutlich beantwortet werden.<br \/>US-Pr\u00e4sident Trump gratuliert Macron zu \u201egro\u00dfen Wahlsieg\u201c. Er freue sich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm, twittert der Pr\u00e4sident.<br \/>Der Gr\u00fcnen-Vorsitzende Cem \u00d6zdemir hat sich nach dem Wahlsieg des Pro-Europ\u00e4ers Emmanuel Macron erleichtert gezeigt. \u201eDanke, Frankreich!\u201c, schrieb \u00d6zdemir am Sonntagabend \u00fcber den Kurznachrichtendienst Twitter. Jetzt stehe die Bundesregierung in der Verantwortung. \u201eDeutschland und Frankreich gemeinsam f\u00fcr ein starkes Europa!\u201c<br \/>Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner blickt optimistisch auf die Zusammenarbeit mit dem k\u00fcnftigen franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron. Man habe im \u00c9lys\u00e9epalast jetzt einen Gespr\u00e4chspartner, \u201eder Europa besser machen und nicht abwickeln will\u201c, schrieb der FDP-Politiker.<br \/>Nach Ansicht von CDU-Generalsekret\u00e4r Peter Tauber haben die W\u00e4hler Populisten eine Absage erteilt. Das Wahljahr 2017 zeige bisher, dass Menschen nicht Marktschreiern und Angstmachern vertrauten.<br \/>Regierungssprecher Steffen Seibert hat Emmanuel Macron zum Sieg bei der franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidentschaftswahl gratuliert. \u201eHerzlichen Gl\u00fcckwunsch, Emmanuel Macron\u201c, schrieb Seibert am Sonntagabend \u00fcber den Kurznachrichtendienst Twitter. \u201eIhr Sieg ist ein Sieg f\u00fcr ein starkes geeintes Europa und f\u00fcr die deutsch-franz\u00f6sische Freundschaft.\u201c<br \/>Marine Le Pen hat ihre Niederlage bei der franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidentenwahl einger\u00e4umt. Sie habe Macron angerufen, um ihm zu gratulieren, sagte die Front-National-Politikerin. Sie bezeichnete ihr Ergebnis als \u201ehistorisch und massiv\u201c. Die Franzosen h\u00e4tten damit \u201edie Patriotische und Republikanische Allianz zur ersten Oppositionskraft zum Programm des neuen Pr\u00e4sidenten gemacht\u201c. Unter diesem Namen hatte die Front-National-Politikerin ihr B\u00fcndnis mit dem EU-Skeptiker Nicolas Dupont-Aignan geschlossen, der bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden war.<br \/>Die Pr\u00e4sidentenwahl habe die politische Landschaft in Frankreich neu geordnet \u2013 entlang des Grabens zwischen \u201ePatrioten und Globalisierern\u201c, sagte Le Pen. Sie werde an der Spitze dieses Kampfes stehen, sagte sie mit Blick auf die Parlamentswahlen im Juni. \u201eDie Front National, die eine Strategie der Allianz gew\u00e4hlt hat, muss sich ebenfalls tiefgreifend erneuern, um auf der H\u00f6he dieser historischen Gelegenheit und der Erwartungen der Franzosen zu sein\u201c, sagte sie. \u201eIch werde deshalb einen tiefen Umbau unserer Bewegung vorschlagen, um eine neue politische Kraft zu schaffen, die zahlreiche Franzosen erwarten und die mehr denn je n\u00f6tig zur Sanierung des Landes ist.\u201c<br \/>Marine Le Pen k\u00fcndigte die Erneuerung des rechtsextremen Front National an. \u201eIch werde vorschlagen, diesen umfassenden Umbau unserer Bewegung zu beginnen, um sie zu einer neuen poitischen Kraft zu machen.\u201c<br \/>Emmanuel Macron hat die Pr\u00e4sidentschaftswahl gewonnen. Der fr\u00fchere Wirtschaftsminister setzte sich bei der Stichwahl klar gegen die rechtspopulistische EU-Gegnerin Marine Le Pen durch. Ersten Hochrechnungen zufolge kam der 39-j\u00e4hrige Mitte-Kandidat auf mehr als 65,5 Prozent. Die Front-National-Kandidatin landete entsprechend bei unter 35 Prozent. Mit ihrer Niederlage ist die Gefahr eines franz\u00f6sischen EU-Austritts, eines \u201eFrexit\u201c, gebannt. Macron sagte der Nachrichtenagentur AFP, mit seinem Sieg in der Stichwahl \u00f6ffne sich \u201eein neues Kapitel\u201c \u2013 das \u201eder Hoffnung und der wiedergewonnenen Zuversicht\u201c.<br \/>Macron wird der j\u00fcngste Pr\u00e4sident in Frankreichs Geschichte. Die Nachfolge des scheidenden Staatschefs Fran\u00e7ois Hollande wird er sp\u00e4testens am kommenden Sonntag antreten. Macron plant sozialliberale Reformen in Frankreich und will die Zusammenarbeit in der EU und in der Eurozone vertiefen. Ob er auch eine Regierungsmehrheit bekommt, wird sich erst bei der Parlamentswahl im Juni entscheiden.<br \/>Es zeichnet sich eine sehr niedrige Wahlbeteiligung ab. Franz\u00f6sische Meinungsforschungsinstitute erwarteten einen Wert von etwa 73 bis 74 Prozent. Das w\u00e4re die niedrigste Beteiligung an einer Pr\u00e4sidenten-Stichwahl in Frankreich seit 1969, als nur 64,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben.<br \/>Die letzten Wahllokale schlie\u00dfen um 20.00 Uhr, unmittelbar im Anschluss werden erste Hochrechnungen erwartet. Bislang liegt Macron in Umfragen vom Wahltag weit vor Le Pen.<br \/>Nachdem das Wahlkampfteam um Le Pen Medienunternehmen von ihrer Wahltag-Veranstaltung ausgeschlossen haben, k\u00fcndigten Kollegen ihre Solidatit\u00e4t an. Auch sie wollten nicht zur Berichterstattung erscheinen.<br \/>Au\u00dfenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich f\u00fcr eine starke deutsche Unterst\u00fctzung eines m\u00f6glichen franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron ausgesprochen. Wenn Macron Pr\u00e4sident sei, habe man \u201eerstmal nur Zeit gewonnen\u201c, sagte Gabriel am Sonntag in der ARD. Zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen f\u00fcr eine rechtsradikale Partei wie die Front National hei\u00dfe, dass Millionen gegen Europa gestimmt h\u00e4tten. \u201eDeswegen m\u00fcssen wir alles daf\u00fcr tun, dass Emmanuel Macron auch Erfolg hat. Das ist auch eine Verantwortung f\u00fcr uns Deutsche.\u201c<br \/>Bei der franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidentenwahl lag der Favorit Macron im entscheidenden zweiten Durchgang am Sonntag laut nicht-offiziellen Umfragen belgischer Medien am Abend deutlich vorn. Gabriel verlangte mit Blick auf die Union: \u201eEs muss aufh\u00f6ren, dass wir den Franzosen st\u00e4ndig mit dem erhobenen Zeigefinger gegen\u00fcbertreten, nichts mitmachen und sie sozusagen um jeden Millimeter Flexibilit\u00e4t in der Politik betteln lassen.\u201c Er hoffe, dass sich die Politik von Finanzminister Wolfgang Sch\u00e4uble (CDU) um 180 Grad drehe. \u201eVielleicht merken jetzt auch die Konservativen in Deutschland, dass 0,5 Prozent mehr Defizit in Frankreich bei weitem nicht so teuer wird, als w\u00e4re Frau Le Pen Pr\u00e4sidentin.\u201c<br \/>Einen Tag nach der Pr\u00e4sidentschaftswahl in Frankreich reist der scheidende Amtsinhaber Fran\u00e7ois Hollande zu seinem Abschiedsbesuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Berlin. Am Abend kommt der Pr\u00e4sident im Kanzleramt zu einem Gespr\u00e4ch mit Merkel zusammen, an das sich ein privates Essen anschlie\u00dfen soll (19.00 Uhr) .<br \/>Merkel wolle Hollande bei dem Treffen \u201edanken f\u00fcr die enge Zusammenarbeit in den vergangenen f\u00fcnf Jahren, f\u00fcr ein gutes Kapitel deutsch-franz\u00f6sischer Freundschaft, f\u00fcr die sehr intensive Zusammenarbeit\u201c, sagte ihr Sprecher im Vorfeld. Vor dem Treffen mit Merkel wird Hollande am Morgen an den Gedenkfeiern anl\u00e4sslich der deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg auf den Pariser Champs-Elys\u00e9es teilnehmen.<br \/>Nach der Ver\u00f6ffentlichung interner Dokumente des Wahlkampfteams von Frankreichs Pr\u00e4sidentschaftsfavoriten Emmanuel Macron ermittelt die Pariser Staatsanwaltschaft. Die Beh\u00f6rde leitete Vorermittlungen wegen betr\u00fcgerischen Zugriffs auf ein Datenverarbeitungssystem und Verletzung des Briefgeheimnisses ein, wie die franz\u00f6sische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete<br \/>Die Daten waren am Freitagabend unmittelbar vor dem Ende des franz\u00f6sischen Wahlkampfs ins Internet gestellt worden. Macrons Bewegung \u201eEn Marche!\u201c hatte erkl\u00e4rt, die Dokumente seien bei einer \u201emassiven und koordinierten\u201c Hacker-Attacke vor einigen Wochen gestohlen worden. Wer hinter dem Cyberangriff steckt, blieb zun\u00e4chst unklar. \u201eEn Marche!\u201c erhob den Vorwurf, Ziel sei eine Destabilisierung der Demokratie.<br \/>Der franz\u00f6sische Astronaut Thomas Pesquet hat von der Raumstation ISS aus seine Landsleute zum W\u00e4hlen aufgerufen. \u201eVergesst heute nicht zu w\u00e4hlen\u201c, schrieb der 39-J\u00e4hrige \u00fcber den Kurznachrichtendienst Twitter. Er selbst habe trotz seines Aufenthalts im All bei der Pr\u00e4sidentschaftswahl seine Stimme abgegeben \u2013 mit Hilfe einer Vollmacht. \u201eAlso keine Ausreden!\u201c, twitterte Pesquet.<br \/>Bis 17.00 Uhr gaben nach Angaben des Innenministeriums 65,3 Prozent der W\u00e4hler ihre Stimme ab \u2013 das sind vier Prozentpunkte weniger als im ersten Wahlgang vor zwei Wochen. Damals hatten im gleichen Zeitraum bereits 69,4 Prozent der W\u00e4hler teilgenommen. Der R\u00fcckgang ist sehr ungew\u00f6hnlich: In den vergangenen Jahrzehnten war die Wahlbeteiligung in der zweiten Runde stets h\u00f6her ausgefallen als im ersten Wahlgang.<br \/>Zum Vergleich: 2012 hatten 75.11 Prozent der Wahlberechtigten zu dem Zeitpunkt abgestimmt. Im Jahr 2007 waren es zur selben Stunde 67.62 Prozent.<br \/>Sch\u00e4tzungen zufolge geben bei der Stichwahl Le Pen \/ Macron 26-27 Prozent der Wahlberechtigten nicht ihre Stimmen ab.<br \/>Die Initiative \u201ePulse of Europe\u201c zeigt auch in Berlin wieder Flagge f\u00fcr Europa. Mehrere hundert Teilnehmer haben sich dieses Mal auf dem Bebelplatz in Mitte eingefunden da der sonst \u00fcbliche Veranstaltungsort am Gendarmenmarkt belegt war. Verglichen mit Kundgebungen der vergangenen Monate, bei denen teilweise mehr als 6000 Menschen gekommen waren, schien der Zulauf dieses Mal geringer zu sein \u2013 ausgerechnet am Tag der f\u00fcr Europa wichtigen Pr\u00e4sidentenwahl in Frankreich. Die Polizei nennt keine Zahlen mehr.<br \/>Davon unbeirrt, sangen die Teilnehmer wie immer gemeinsam die Europahymne und politische Volkslieder wie \u201eDie Gedanken sind frei\u201c. Begleitet wurden sie dabei von Musikern aus Deutschland und dem Ausland. Das Blau und die goldenen Sterne der Europaflagge waren auch diese Woche viel zu sehen \u2013 doch auch Frankreich-Fahnen wurden geschwenkt.<br \/>Der unabh\u00e4ngige Kandidat Emmanuel Macron f\u00fchrt nach einem Bericht der belgischen Zeitung \u201cLe Soir\u201d bei der Pr\u00e4sidentenwahl in Frankreich mit \u00fcber 60 Prozent der Stimmen klar vor seiner rechtsextremen Konkurrentin Marine le Pen. Die Zeitung berief sich am Sonntag Nachmittag auf drei nicht benannte Umfragen.<br \/>Wie und von welchem Institut die Umfragen durchgef\u00fchrt wurden und wie viele Menschen befragt wurden, schrieb das Blatt nicht. Der Rundfunksender RTBF zitierte eine Prognose, wonach Macron auf 62 bis 64 Prozent kommen k\u00f6nnte.<br \/>Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sidentschaftskandidat Emmanuel Macron liegt laut inoffiziellen Nachwahlbefragungen in \u00dcberseegebieten des Landes vorn. So komme er in Franz\u00f6sisch-Guyana in S\u00fcdamerika auf 65 Prozent, seine Konkurrentin Marine Le Pen auf 35 Prozent. Das berichtete die belgische Tageszeitung \u201eLe Soir\u201c auf ihrer Internetseite unter Berufung auf nicht n\u00e4her bezeichnete Umfragen. In Frankreich ist die Ver\u00f6ffentlichung von Befragungsergebnissen und Hochrechnungen bis 20.00 Uhr verboten.<br \/>Der als Favorit geltende, sozialliberale Macron kommt dem Bericht zufolge auf der Karibikinsel Guadeloupe auf 75,1 Prozent, auf Martinique soll er sogar 77,5 Prozent erreicht haben. Die Ergebnisse sind nicht repr\u00e4sentativ, weil in vielen \u00dcberseegebieten Frankreichs traditionell eher links gew\u00e4hlt wird. Mehrere dieser Gebiete hatten wegen der Zeitverschiebung bereits am Samstag gew\u00e4hlt.<br \/>Bei Auslandsfranzosen in Nordamerika zeichnet sich laut \u201eLe Soir\u201c eine \u00fcberw\u00e4ltigende Zustimmung f\u00fcr Macron ab. In New York habe der fr\u00fchere Wirtschaftsminister mit 94,7 Prozent abgeschnitten, in Boston liege sein Ergebnis noch um einen Prozentpunkt h\u00f6her.<br \/>(Foto: Macron nach seiner Stimmabgabe) <br \/>Der scheidende Staatschefs Fran\u00e7ois Hollande l\u00e4sst sich nach der Stimmabgabe zusammen mit anderen W\u00e4hlern ablichten. Seinen Nachfolger wird er sp\u00e4testens am kommenden Sonntag das Amt \u00fcbergeben. Sollte der 39-j\u00e4hrige Macron die Wahl gewinnen, w\u00e4re er der j\u00fcngste Staatschef in der franz\u00f6sischen Geschichte. Er will ein sozialliberales Reformprogramm umsetzen, den Arbeitsmarkt lockern und Unternehmen entlasten. Au\u00dfenpolitisch tritt er unter anderem f\u00fcr engere Beziehungen zu Deutschland ein.<br \/>Kanzleramtsminister Peter Altmaier setzt bei der mit gro\u00dfer Spannung verfolgten Stichwahl in Frankreich auf einen Sieg des favorisierten Emmanuel Macron. Der sozialliberale Kandidat \u201ebrennt f\u00fcr dieses Europa und die deutsch-franz\u00f6sische Kooperation\u201c, sagte der CDU-Politiker beim Besuch einer Ausstellung in Mannheim. \u201eIch w\u00fcnsche mir, dass Macron eine Chance hat, sein Land in eine gute Zukunft zu f\u00fchren.\u201c<br \/>Altmaier erg\u00e4nzte mit Blick auf Macrons EU-feindliche Rivalin Marine Le Pen von der Front National: \u201ePopulisten gaukeln den Menschen vor, es g\u00e4be einfache Antworten, und die Politiker w\u00e4ren zu dumm, um sie zu finden. Wer Menschen gegeneinander aufhetzt, erweist seinem Land keinen Dienst.\u201c Er habe jedoch \u201egro\u00dfes Vertrauen in die franz\u00f6sischen Freunde, dass sie am Ende mit deutlicher Mehrheit dem Populismus eine Absage erteilen\u201c.<br \/>Nach der kurzfristigen R\u00e4umung wegen einer Sicherheitskontrolle in einem Saal des Pariser Louvre hat die Polizei Entwarnung gegeben. Nach Angaben einer Polizeisprecherin ging es dabei um eine Sicherheitskontrolle, wie sie etwa beim Fund verd\u00e4chtiger Gegenst\u00e4nde in der franz\u00f6sischen Hauptstadt Routine ist. Die Polizeipr\u00e4fektur gab kurz darauf auf Twitter Entwarnung: \u201eAbschluss der \u00dcberpr\u00fcfungen, R\u00fcckkehr zur Normalit\u00e4t.\u201c<br \/>Ein Saal im Pariser Louvre-Museum, in dem Pr\u00e4sidentschaftskandidat Macron im Fall eines Wahlsiegs mit Anh\u00e4ngern am Sonntagabend feiern will, ist f\u00fcr eine Sicherheitskontrolle ger\u00e4umt worden. Es sei eine verd\u00e4chtige Tasche gefunden worden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Daraufhin sei der Raum zwecks einer Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung ger\u00e4umt worden, teilen die Polizei und das Wahlkampfteam Macrons mit. Es gebe aber erst einmal nichts Alarmierendes. Falls Macron gewinnt, will er am Abend auf dem Platz mit der ber\u00fchmten Glaspyramide am Louvre feiern. Dort war bereits am Samstag eine B\u00fchne aufgebaut worden.<br \/>Die Stichwahl hat am Morgen in Frankfurt f\u00fcr teilweise chaotische Verkehrsverh\u00e4ltnisse gesorgt. Wie ein Polizeisprecher berichtete, lag das vor allem an Parkproblemen und verstopften Stra\u00dfen nahe der Franz\u00f6sischen Schule \u201eLycee Victor Hugo\u201c im Stadtteil Praunheim. Franz\u00f6sische W\u00e4hler konnten nicht nur im Konsulat ihres Landes, sondern auch an der Schule ihre Stimme abgeben. \u201eDort herrschte schon am fr\u00fchen Sonntagmorgen so starker Andrang, dass die Autos von Anwohnern zum Teil zugeparkt werden oder der Verkehr aufgrund \u00fcberf\u00fcllter Stra\u00dfen zum Erliegen kommt\u201c, sagte ein Sprecher der Polizei. Da die Stra\u00dfen rund um die Schule relativ eng sind, sei der Ortsteil nicht besonders gut als Standort f\u00fcr ein Wahllokal geeignet. \u201eWir haben dort ein echtes Problem\u201c, f\u00fcgte der Sprecher hinzu.<br \/>Die Wahlbeteiligung lag bis zum Mittag bei 28,23 Prozent und war damit geringer als bei der Stichwahl vor f\u00fcnf Jahren. Das geht aus Zahlen des Innenministeriums hervor. Im Vergleich mit der erste Runde der Wahl vor zwei Wochen liegt sie aber in etwa gleichauf. Am 23. April hatte sie zu diesem Zeitpunkt bei 28,54 Prozent gelegen.<br \/>Die beiden franz\u00f6sische Pr\u00e4sidentschaftskandidaten haben am Vormittag gew\u00e4hlt. Emmanuel Macron w\u00e4hlte mit seiner Frau Brigitte in der K\u00fcstengemeinde Le Touquet im Norden Frankreichs (Foto: AP) , wo die Familie ein Ferienhaus hat. Macron strahlte und t\u00e4tschelte einen Hund, als er vor die T\u00fcr trat. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden musste er zum Wahllokal im Rathaus allerdings mit dem Auto fahren.<br \/>Die Rechtspopulistin Marine Le Pen gab ihre Stimme am Vormittag im nordfranz\u00f6sischen H\u00e9nin-Beaumont ab (Foto: Reuters) , einer Hochburg ihrer Partei Front National (FN) .<br \/>Frankreichs Pr\u00e4sident Fran\u00e7ois Hollande hat seine Stimme bei der Stichwahl \u00fcber seinen Nachfolger abgegeben. Hollande w\u00e4hlte am Sonntagmorgen in seinem Wahlkreis im zentralfranz\u00f6sischen Tulle (Foto: Reuters) . Der Sozialist hatte wegen schlechter Umfragewerte auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Nach dem ersten Wahlgang vor zwei Wochen rief Hollande mehrfach zur Wahl des sozialliberalen Kandidaten Emmanuel Macron auf, um die Rechtspopulistin Marine Le Pen zu verhindern. Hollande ist nur noch wenige Tage Hausherr im \u00c9lys\u00e9epalast: Sp\u00e4testens am 14. muss das Amt an den Wahlsieger \u00fcbergeben werden.<br \/>Die Franzosen w\u00e4hlen einen neuen Pr\u00e4sidenten. In der entscheidenden Stichwahl stehen sich der parteilose Pro-Europ\u00e4er Emmanuel Macron und die rechtspopulistische EU-Gegnerin Marine Le Pen gegen\u00fcber. Mitglieder der Aktivistinnengruppe Femen protestierten gegen Pr\u00e4sidentschaftskandidatin Le Pen protestiert (Foto: AP) . Sie kletterten im nordfranz\u00f6sischen H\u00e9nin-Beaumont barbusig auf ein Bauger\u00fcst an einer Kirche und entrollten ein Protestplakat. Polizisten nahmen die Frauen fest. Le Pen von der rechtsextremen Front National wollte im Laufe des Tages in H\u00e9nin-Beaumont ihre Stimme abgeben. Sie tritt gegen den sozialliberalen Kandidaten Emmanuel Macron an. Viele Franzosen sind jedoch mit beiden Kandidaten unzufrieden..<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 6<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/live164322468\/Euro-springt-auf-hoechsten-Wert-seit-der-US-Wahl.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/live164322468\/Euro-springt-auf-hoechsten-Wert-seit-der-US-Wahl.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schicksalswahl in Europa: Die Franzosen haben sich f\u00fcr den Pro-Europ\u00e4er Macron und gegen die EU-Kritikerin Le Pen entschieden. 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