<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":524057,"date":"2017-05-07T22:45:00","date_gmt":"2017-05-07T20:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=524057"},"modified":"2017-05-07T23:08:17","modified_gmt":"2017-05-07T21:08:17","slug":"kommentar-albig-hat-sich-grundlich-verschatzt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2017\/05\/kommentar-albig-hat-sich-grundlich-verschatzt\/","title":{"rendered":"Kommentar: &quot;Albig hat sich gr\u00fcndlich versch\u00e4tzt&quot;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Verantwortung f\u00fcr die herbe Wahlniederlage der SPD in Schleswig-Holstein liegt vor allem bei Ministerpr\u00e4sident Albig, kommentiert NDR H\u00f6rfunk-Chefredakteurin Claudia Spiewak.<\/b><br \/>\nVon Claudia Spiewak, NDR H\u00f6rfunk-Chefredakteurin und Programmchefin von NDR Info<br \/>Das hatte wohl kaum jemand in dieser Deutlichkeit erwartet: Klarer Sieg nach Punkten f\u00fcr den Herausforderer Daniel G\u00fcnther. Auch wenn die Umfragen der letzten Wochen bereits eine Aufholjagd des Christdemokraten signalisiert hatten, so ist das Ergebnis doch eine kleine Sensation. Denn der erst vor einem halben Jahr gek\u00fcrte Spitzenkandidat der CDU war f\u00fcr viele Schleswig-Holsteiner ein politischer Nobody.<br \/>Doch G\u00fcnther nutzte die knappe Zeit f\u00fcr einen agilen und pointierten Wahlkampf. Er \u00fcberzeugt im pers\u00f6nlichen Auftreten und setzte mit seinem Team offenbar die richtigen Themen: Schneller Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und Abkehr vom Turbo-Abitur. Das z\u00fcndete, obwohl die Union selbst seinerzeit die umstrittene Verk\u00fcrzung der Schulzeit an Gymnasien beschlossen hatte. Auch auf die Frage, wie er denn eine Regierungsmehrheit schaffen wolle, hatte der Spitzenkandidat im Wahlkampf eine Antwort: Jamaika, also ein Dreier-B\u00fcndnis mit FDP und Gr\u00fcnen. Ob sich das jetzt realisieren l\u00e4sst, werden die Verhandlungen zeigen.<br \/>Rein rechnerisch ist auch eine SPD-gef\u00fchrte Ampel m\u00f6glich. Schwer vorstellbar, dass sich die Freidemokraten daf\u00fcr gewinnen lassen. Sie legten bei dieser Landtagswahl deutlich zu und sind jetzt zweistellig. Ein Erfolg, f\u00fcr den vor allem Wolfgang Kubicki steht. Der will den Wechsel in Kiel und ist eher bereit, den Gr\u00fcnen in einem CDU-gef\u00fchrten B\u00fcndnis entgegenzukommen, als Torsten Albig zu einer zweiten Amtszeit zu verhelfen.<br \/>Ankommen wird es aber vor allem auf die Gr\u00fcnen. Sie wollten die Fortsetzung der K\u00fcsten-Koalition und haben erneut ein ebenfalls zweistelliges Rekordergebnis erzielt &#8212; und das gegen einen negativen Bundestrend. Die Klatsche f\u00fcr Torsten Albig und seine Sozialdemokraten allerdings k\u00f6nnen die Gr\u00fcnen nicht ignorieren.<br \/>Die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler in Schleswig-Holstein haben die K\u00fcsten-Koalition abgew\u00e4hlt, und das trotz einer ordentlichen Regierungsbilanz. Die Verantwortung daf\u00fcr tr\u00e4gt vor allem Ministerpr\u00e4sident Torsten Albig. Er hat auf den Amtsbonus vertraut und sich dabei gr\u00fcndlich versch\u00e4tzt. Denn gerade ihm ist es offensichtlich nicht ausreichend gelungen, W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler zu \u00fcberzeugen. Zudem fehlte den Sozialdemokraten das zentrale Wahlkampf-Thema. Das 100-Euro-Versprechen f\u00fcr Kita-Eltern reichte nicht aus, um den Slogan &#171;Mehr Gerechtigkeit f\u00fcr alle\u201c mit Leben zu f\u00fcllen.<br \/>Jetzt spricht alles f\u00fcr einen bevorstehenden Regierungswechsel in Kiel. F\u00fcr die Sozialdemokraten im Bund ist das nach dem R\u00fcckschlag im Saarland und knapp f\u00fcnf Monate vor der Bundestagswahl eine weitere bittere Niederlage. Auch wenn beide Bundesl\u00e4nder zusammen vergleichsweise wenige Wahlberechtigte stellen, so geht es nicht nur um Zahlen, sondern auch um Stimmungen: Schulz-Effekt war gestern, das Barometer steigt, und zwar zu Gunsten von Angela Merkel und der Union. Jetzt kommt es auf Nordrhein-Westfalen an. Verliert Hannelore Kraft am kommenden Sonntag gegen CDU-Herausforderer Armin Laschet, dann k\u00f6nnte das eine Vorentscheidung f\u00fcr den Ausgang der Bundestagswahl am 24. September sein.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 2.1<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/sendungen\/kommentare\/Kommentar-Schleswig-Holstein-hat-gewaehlt,wahlsh170.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.ndr.de\/info\/sendungen\/kommentare\/Kommentar-Schleswig-Holstein-hat-gewaehlt,wahlsh170.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verantwortung f\u00fcr die herbe Wahlniederlage der SPD in Schleswig-Holstein liegt vor allem bei Ministerpr\u00e4sident Albig, kommentiert NDR H\u00f6rfunk-Chefredakteurin Claudia Spiewak. Von Claudia Spiewak, NDR H\u00f6rfunk-Chefredakteurin und Programmchefin von NDR InfoDas hatte wohl kaum jemand in dieser Deutlichkeit erwartet: Klarer Sieg nach Punkten f\u00fcr den Herausforderer Daniel G\u00fcnther. Auch wenn die Umfragen der letzten Wochen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":524056,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[99],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/524057"}],"collection":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=524057"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/524057\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":524058,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/524057\/revisions\/524058"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media\/524056"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=524057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=524057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=524057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}