<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":525371,"date":"2017-05-08T20:58:00","date_gmt":"2017-05-08T18:58:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=525371"},"modified":"2017-05-08T23:08:06","modified_gmt":"2017-05-08T21:08:06","slug":"glutenfreie-diaten-nicht-jeder-sollte-bei-diesem-trend-mitmachen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2017\/05\/glutenfreie-diaten-nicht-jeder-sollte-bei-diesem-trend-mitmachen\/","title":{"rendered":"Glutenfreie Di\u00e4ten: Nicht jeder sollte bei diesem Trend mitmachen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Nur ein Prozent der Menschen leidet an Gluten-Unvertr\u00e4glichkeit. Aber auch gesunde Menschen verzichten immer h\u00e4ufiger auf Gluten. Experten halten das f\u00fcr einen&#8230;<\/b><br \/>\nGlutenfreie Di\u00e4ten sind gerade en vogue. Experten betrachten die Entwicklung mit Kopfsch\u00fctteln. Denn auf Gluten zu verzichten ist f\u00fcr gesunde Menschen eigentlich v\u00f6llig sinnlos. Die Profiteure sind die Autoren von popul\u00e4ren B\u00fcchern wie Wheat Belly\u00bb (\u00abWeizenwampe\u00bb) , die das Protein als vermeintlich ungesund und dickmachend deklarieren. Die Medien befeuern den Ern\u00e4hrungstrend.<br \/>Wissenschaftler der Universit\u00e4ten Harvard und Columbia haben nun Ern\u00e4hrungs- und Gesundheitsdaten von rund 110.000 Amerikanern gesammelt. Das Ergebnis: Eine glutenfreie Ern\u00e4hrung kann Nachteile mit sich bringen.<br \/>Gef\u00e4hrlich ist Gluten nur f\u00fcr Menschen, die an Z\u00f6llakie leiden, also einer angeborenen Gluten-Unvertr\u00e4glichkeit. Bei Betroffenen l\u00f6st das Eiwei\u00df eine D\u00fcnndarmentz\u00fcndung mit teils heftigen Darmbeschwerden aus. Weitere m\u00f6gliche Folgen einer Z\u00f6llakie sind auch Blutarmut, Bl\u00e4hungen oder Osteoporose. Zudem gibt es Menschen, die von einer Weizenallergie oder Gluten-Sensitivit\u00e4t betroffen sind. Auch sie sind aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden gezwungen, sich glutenfrei zu ern\u00e4hren. Laut der Umfrage eines Marktforschungsinstituts lebt aktuell jeder zehnte US-Haushalt glutenfrei &#8212; und jeder vierte Amerikaner ist der \u00dcberzeugung, dass eine Ern\u00e4hrung ohne Gluten gesund sei. Allerdings leiden nur etwa ein Prozent der US-Bev\u00f6lkerung tats\u00e4chlich an Glutenunvertr\u00e4glichkeit.<br \/>Eine glutenfreie Ern\u00e4hrung ohne Z\u00f6llakie-Hintergrund bringt jedoch keine gesundheitlichen Vorteile, wie eine neue US-Studie zeigt, die im \u00abBritish Medical Journal\u00bb ver\u00f6ffentlicht wurde. Tats\u00e4chlich k\u00f6nnte sich der Verzicht auf Gluten sogar nachteilig auf die Gesundheit auswirken: Denn parallel zu Gluten reduzieren viele Menschen auch ihren Vollkornkonsum, der das Herz zu sch\u00fctzen scheint. \u00abBasierend auf unseren Daten ist eine Gluten-arme Di\u00e4t nur mit dem Ziel Herzgesundheit nicht zu empfehlen\u00bb, res\u00fcmiert der Gastroenterologe und Mitautor Andrew Chan von der Harvard School of Medicine.<br \/>Gemeinsam mit Benajmin Lebwohl vom Z\u00f6llakie-Zentrum der Columbia University (New York) und weiteren Kollegen hat er Material zweier US-Langzeitstudien ausgewertet: Von 1986 bis 2010 waren daf\u00fcr alle vier Jahre vielf\u00e4ltige Ern\u00e4hrungs- und Gesundheitsdaten von 110.000 Amerikanern gesammelt worden. Je nach Gluten-Konsum teilten die Forscher die Teilnehmer in f\u00fcnf Gruppen ein. Laut Chan konnte festgestellt werden, dass sich ein hoher Konsum an Gluten gar nicht auf die H\u00e4ufigkeit koronarer Herzkrankheiten unter den Probanden auswirkt.<br \/>\u00abGluten ist selbstverst\u00e4ndlich sch\u00e4dlich f\u00fcr Menschen mit Z\u00f6liakie. Aber beliebte Di\u00e4tb\u00fccher, die mit zuf\u00e4lligen und anekdotischen Beispielen arbeiten, haben die Ansicht befeuert, dass eine Gluten-arme Di\u00e4t f\u00fcr jeden gesund ist\u00bb, sagt Lebwohl. Wer jedoch auch auf Vollkorn-Produkte verzichte, laufe Gefahr, gleichzeitig deren sch\u00fctzenden Effekte vor Herzerkrankungen zu verlieren.<br \/>Martin Raithel (Waldkrankenhaus Erlangen) , Mitglied der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) sowie der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Allergologie (DGAKI) , sieht das \u00e4hnlich. \u00abVor allem B-Vitamine k\u00f6nnen das Herz sch\u00fctzen\u00bb, sagt er. Au\u00dferdem bilden Ballaststoffe aus Vollkornprodukten wichtige Bestandteile der Darmflora. Sie regulieren die Darmt\u00e4tigkeit und lassen gleichzeitig den Blutzuckerspiegel ansteigen. Raithel ist sicher: Wer Gluten in Getreide grundlos meide, halte dem K\u00f6rper zugleich wichtige Polyamine wie etwa in Weizenkeim\u00f6l vor.<br \/>Laut Raithel haben in Deutschland etwa zwei bis drei Prozent der Menschen eine Gluten-Unvertr\u00e4glichkeit. Ein weiteres Prozent leide an einer Weizenallergie oder einer Gluten-Sensitivit\u00e4t. \u00abDie Zahlen der Weizen- oder Glutensensitivit\u00e4t werden in der \u00d6ffentlichkeit und in den Medien generell \u00fcbersch\u00e4tzt. Problematisch ist, dass nach den einzelnen Ursachen nicht immer diagnostisch ausreichend gefahndet wird.\u00bb<br \/>Wenn Eltern aufgrund einer eigenen Gluten-Unvertr\u00e4glichkeit oder aus sonstigen gesundheitlichen Gr\u00fcnden ihre Ern\u00e4hrung umstellen und Gluten meiden, sind meist auch die Kinder davon betroffen. Doch Experten mahnen zu mehr Vorsicht: Kinder sollten nicht automatisch die gleiche Di\u00e4t wie ihre Eltern einhalten m\u00fcssen. \u00abKinder sollten wirklich von allem etwas essen, auch Fleisch und geringe Mengen Zucker\u00bb, betont der Darmexperte Raithel. \u00abDenn mit jeder Einschr\u00e4nkung von Lebensmitteln verkleinert sich die Vielfalt der Darmflora. Und das ist wiederum ein Risikofaktor f\u00fcr die Entstehung von vielen Erkrankungen.\u00bb<br \/>Glutenfreie Ern\u00e4hrung kann wom\u00f6glich Diabetes beg\u00fcnstigen<br \/>Z\u00f6liakie-Schnelltests bieten keine sichere Diagnose<br \/>Glutenfrei essen: Eine Herausforderung f\u00fcr alle Beteiligten<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 1<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wissenschaft\/Glutenfreie-Diaeten-Nicht-jeder-sollte-bei-diesem-Trend-mitmachen-id41385806.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wissenschaft\/Glutenfreie-Diaeten-Nicht-jeder-sollte-bei-diesem-Trend-mitmachen-id41385806.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur ein Prozent der Menschen leidet an Gluten-Unvertr\u00e4glichkeit. 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