<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":604694,"date":"2017-07-08T03:18:00","date_gmt":"2017-07-08T01:18:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=604694"},"modified":"2017-07-08T05:07:29","modified_gmt":"2017-07-08T03:07:29","slug":"hamburg-steine-gegen-polizisten-feuer-und-plunderungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2017\/07\/hamburg-steine-gegen-polizisten-feuer-und-plunderungen\/","title":{"rendered":"Hamburg: Steine gegen Polizisten, Feuer und Pl\u00fcnderungen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>In Hamburg ist es im Zuge der G20-Proteste zu schweren Ausschreitungen gekommen.<\/b><br \/>\nDie Korrespondenten der dpa berichten von der zweiten Hamburger Krawallnacht: <br \/>Brennende Barrikaden im Hamburger Schanzenviertel, Flaschen und Steine auf Polizisten, gepl\u00fcnderte Gesch\u00e4fte: Innensenator Andy Grote (SPD) hatte sich vor dem G20-Gipfel friedliche Proteste als ein \u00abFest der Demokratie\u00bb gew\u00fcnscht. Tats\u00e4chlich \u00abfeiern\u00bb tausende Demonstranten eher ein Fest der Anarchie.<br \/>Nach morgendlichen friedlichen Protesten im Hafen sammeln sich am Nachmittag tausende G20-Gegner am Millerntorplatz. Die Polizei ist mit massiven Kr\u00e4ften pr\u00e4sent, die Stimmung ist gespannt. Das Ziel der Demonstranten ist klar: Alle wollen zur Elbphilharmonie, wo sich gegen Abend die Staats- und Regierungschefs zu einem klassischen Konzert einfinden. Zu einem \u00abArschgeigen-Konzert\u00bb, wie eine Sprecherin der \u00abBlock G20\u00bb- Demonstration mit heiserer Stimme aus dem Lautsprecherwagen ruft. Bunt gekleidete Clowns und eine pink gekleidete Percussion-Gruppe erheitern auf dem Millerntorplatz niemanden.<br \/>Als sie losmarschieren, setzt sich auf die Polizei in Bewegung, eilt zu den Landungsbr\u00fccken und schneidet den nach Veranstalterangaben 5000 Demonstranten den Weg ab. Bevor sie runter zur Elbe gehen, werfen einige Vermummte noch schnell Steine auf eine Hotelfront. Dort haben sich US-Journalisten einquartiert und vermutlich auch Teile der US-Gipfeldelegation. Von der Polizei ist an der engen Kreuzung Davidstra\u00dfe\/Bernhard-Nocht-Stra\u00dfe nichts zu sehen. Zum Gl\u00fcck splittert das Glas nur, gibt aber nicht nach.<br \/>Die Elbphilharmonie scheint in Reichweite. Die Demonstranten ziehen in Richtung des Konzerthauses \u2013 mit Anarcho-Flaggen und Bannern t\u00fcrkischer kommunistischer Gruppen hinter der Parole \u00abWir werden eure Krise sein!\u00bb. Sie skandieren \u00abAntikapitalista\u00bb oder \u00abAntifaschista\u00bb. An den Landungsbr\u00fccken kommt es zu Auseinandersetzungen. B\u00f6ller krachen. Die Polizei dr\u00e4ngt die Demonstranten Richtung Fischmarkt\/Reeperbahn zur\u00fcck. Auf der Elbe versuchen Aktivisten von Greenpeace mit Booten in die Sicherheitszone einzudringen.<br \/>Es bleibt aber klar: In diese Zone kommt kein Demonstrant. Und so trifft zwei Stunden sp\u00e4ter Kanzlerin Angela Merkel als erster Gast ein \u2013 mit reichlich Versp\u00e4tung kommen sp\u00e4ter auch US-Pr\u00e4sident Donald Trump und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin.<br \/>W\u00e4hrend in der Elbphilharmonie Beethovens \u00abFreude sch\u00f6ner G\u00f6tterfunken\u00bb erklingt, gehen drau\u00dfen die Krawalle weiter. Auf dem Millerntorplatz versuchen Demonstranten, Barrikaden zu bauen. Die Polizei verhindert das mit Wasserwerfern. In dem Tumult bemerken nur wenige, dass sich eine Wagenkolonne einer asiatischen Gipfeldelegation in die Demonstranten verirrt hat. Unbeschadet k\u00f6nnen die vier schwarzen Luxuslimousinen wenden.<br \/>Die Demonstranten ziehen weiter, in Richtung der Autonomen-Hochburg Rote Flora. Dort greifen Vermummte die Polizei mit Flaschen und Steinen an. Barrikaden brennen. \u00dcber dem Viertel steigen Rauchschwaden auf, die schon von weitem zu sehen sind. Ein Drogeriemarkt wird gepl\u00fcndert und komplett verw\u00fcstet. Dann kommt ein Lebensmittelmarkt dran. \u00abAlles muss raus\u00bb, witzelt einer der Pl\u00fcnderer. Andere werfen unterdessen st\u00e4dtische Leihfahrr\u00e4der ins Feuer. Polizei ist nicht zu sehen. Das Viertel scheint ein rechtsfreier Raum zu sein.<br \/>Die Atmosph\u00e4re steckt viele Menschen an. Aus Lautsprechern dr\u00f6hnen Techno-Beats, manche tanzen, andere strecken sich auf dem Rasen aus. Die Stra\u00dfen sind scherben\u00fcbers\u00e4ht, Gr\u00fcnfl\u00e4chen und Hausecken werden zu Pissoirs. Ganz in der N\u00e4he des Schanzenviertels besetzen G20-Gegner eine gro\u00dfe Kreuzung am Neuen Pferdemarkt. Die Lage ist gespannt, es krachen B\u00f6ller. \u00abHier ist wenigstens was los\u00bb, ruft ein junger schwarz gekleideter Mann seinem Kumpel zu.<br \/>Auf der Reeperbahn bleibt eine \u00abrevolution\u00e4re\u00bb Demonstration des Roten Aufbaus Hamburg unter dem Motto \u00abG20 entern\u00bb wider Erwarten friedlich. Weil die Anmelder nach eigenen Angaben keine Repressionen wie am Vortag durch die Polizei erleben wollten, haben sie auf einen Demonstrationszug verzichtet und auf der Am\u00fcsiermeile eine station\u00e4re Kundgebung abgehalten. Etwa 3000 Leute sa\u00dfen und standen auf der Fahrbahn, teilweise mit Blick auf die gut gesch\u00fctzte Davidwache der Polizei.<br \/>Aber nicht jede Demonstration ist auf Konfrontation angelegt. Auf dem Spielbudenplatz demonstriert \u00abHamburg. Pride\u00bb gegen Schwulenfeindlichkeit. Kaum ein Teilnehmer tr\u00e4gt ein schwarzes Kleidungsst\u00fcck, viele haben sich in Regenbogenflaggen geh\u00fcllt. Und dann fahren Tausende mit dem Fahrrad \u00fcber die Reeperbahn, laut klingelnd. Die \u00abRevolution\u00e4re\u00bb zwingen sie zum Absteigen und zu einem Umweg um ihr Terrain.<br \/>Hamburg erlebt die zweite heftige Krawallnacht in Folge. Nach der ersten hatte die Polizei bereits 160 verletzte Beamte gemeldet. Sie bat andere Bundesl\u00e4nder um Verst\u00e4rkung. Die mehr als 19 000 Beamten im Einsatz sind offenbar zu wenig, um Ordnung und Sicherheit in der Hansestadt zu gew\u00e4hrleisten.<br \/>*** F\u00fcr PR, Gef\u00e4lligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verf\u00fcgung.<br \/>Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterst\u00fctzung! Hier k\u00f6nnen Sie sich f\u00fcr einen<br \/>kostenlosen Gratismonat registrieren .<br \/>Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und k\u00f6nnen dann das Abo ausw\u00e4hlen, das am besten Ihren Bed\u00fcrfnissen entspricht. 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