<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":825992,"date":"2018-01-06T22:57:00","date_gmt":"2018-01-06T20:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=825992"},"modified":"2018-01-07T00:08:03","modified_gmt":"2018-01-06T22:08:03","slug":"konig-kamil","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/ru\/2018\/01\/konig-kamil\/","title":{"rendered":"K\u00f6nig Kamil"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der Pole Kamil Stoch schafft als zweiter Springer den Grand Slam bei der Tournee. Sven Hannawald nimmt ihn im &#171;exklusiven Klub&#187; auf.<\/b><br \/>\nSven Hannawald hat im zweiten Stock einer Containeranlage zun\u00e4chst miterleben m\u00fcssen, wie der Pole Kamil Stoch seine historische Bestmarke egalisierte: Der deutsche Skispringer, der vor 16 Jahren als erster Skispringer des Planeten alle vier Wettbewerbe der Vierschanzentournee gewinnen konnte, sa\u00df am Samstagabend w\u00e4hrend des Springens in der kleinen Kommentatorenbox von Eurosport in Bischofshofen. Als Experte sah der 43-J\u00e4hrige, wie sich Stoch, 30, nach seiner letzten Landung unten im Zielraum r\u00fccklings in den Schnee fallen lie\u00df und den Moment des Triumphes nur kurz f\u00fcr sich genie\u00dfen konnte, weil seine polnischen Teamkollegen schnell herbeigeeilt waren, um ihn angemessen zu herzen und ihn auf ihren Schultern unter dem infernalischen L\u00e4rm der 20 000 Zuschauer durch den Zielraum zu tragen.<br \/>Als sie von ihrer Ehrenrunde zur\u00fcckgekehrten, empfing Hannawald seinen famosen Nachfolger. Er umarmte ihn und riss ihm wie ein Ringrichter beim Boxen zum Zeichen des Sieges den rechten Arm nach oben. Er fl\u00fcsterte ihm etwas zu. Was war es? &#171;Willkommen in diesem exklusiven Klub&#187;, verriet Stoch sp\u00e4ter. So wie Hannawald damals gelang es auch dem Mann aus Zakopane auf imponierende Weise, bis zum achten und letzten Wettkampfsprung sein Niveau zu halten. &#171;Das ist ein unglaublicher Tag f\u00fcr mich&#187;, stammelte Stoch und wusste nicht so recht, was er in diesem Moment sagen sollte. Der Pole war bei der 66. Auflage der Tournee der Perfektion gef\u00e4hrlich nahe gekommen. Sein letzter Sprung auf der Paul-Au\u00dferleitner-Schanze endete bei 137 Metern, es war nicht der weiteste Satz, aber er gen\u00fcgte, um auch das vierte Springen vor dem Norweger Anders Fannemel und Andreas Wellinger vom SC Ruhpolding zu gewinnen.<br \/>Der Deutsche reihte sich in der Gesamtwertung hinter Stoch als Zweiter ein und war hinterher von seiner Darbietung ziemlich angetan, im zweiten Durchgang hatte er mit seinem Sprung auf 139,5 Meter sogar den Sieger \u00fcbertroffen und so viele Punkte wie kein anderer Springer gesammelt. &#171;F\u00fcr mich war das sehr, sehr sch\u00f6n heute&#187;, bekannte Wellinger hinterher, &#171;aber mir w\u00e4re es noch lieber gewesen, wenn ich gemeinsam mit Rich in der Gesamtwertung auf dem Podest h\u00e4tte stehen d\u00fcrfen.&#187;<br \/>Bundestrainer Werner Schuster hatte vor der Vierschanzentournee &#171;turbulente Wettk\u00e4mpfe&#187; prophezeit, sie waren am Ende turbulenter, als ihm lieb sein konnten. Zumindest aus deutscher Sicht. Richard &#171;Rich&#187; Freitag n\u00e4mlich musste sich das letzte Springen von zu Hause aus in Oberstdorf am Fernseher anschauen. Nach seinem Sturz im Landehang von Innsbruck hatte der 26-J\u00e4hrige die Tournee fr\u00fchzeitig beenden m\u00fcssen, zu stark waren die H\u00fcftschmerzen. Und im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele im Februar in Pyeongchang ist ihm wichtiger, seine Beschwerden vollst\u00e4ndig auszukurieren, als irgendwelche Folgesch\u00e4den zu riskieren.<br \/>Wie die ersten beiden Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen gezeigt hatten, w\u00e4re Freitag der einzige konstant ernstzunehmende Rivale von Kamil Stoch gewesen. &#171;Auf Augenh\u00f6he&#187; hatte Schuster die beiden gesehen, nur jeweils mit kleinem Abstand hatte Freitag gegen\u00fcber Stoch das Nachsehen gehabt. Die beiden hatten die Tournee mit starken Spr\u00fcngen beherrscht, sie hatten sich mit ihren stilistisch einwandfreien und zugleich stabilen Fl\u00fcgen noch einmal von den anderen Weltklassespringern abgehoben. Doch der Sturz hatte ein ultimatives Duell &#171;auf h\u00f6chstem Niveau&#187;, wie Stoch den Zweikampf beschrieb, verhindert.<br \/>Die Absenz seines gr\u00f6\u00dften Rivalen schm\u00e4lert den historischen Triumph des Polen aber keineswegs. Zu stark, zu stabil hat sich Stoch in allen Springen pr\u00e4sentiert, sp\u00e4testens ab dem zweiten Durchgang von Oberstdorf, als er von Platz vier nach ganz vorne flog. &#171;Er l\u00e4sst dir keinen Platz f\u00fcr Fehler&#187;, hatte Freitag schon nach seinem zweiten Platz von Garmisch-Partenkirchen geschw\u00e4rmt. Und Schuster nannte Stoch ehrf\u00fcrchtig &#171;einen gnadenlosen Killer&#187;. Den 30-J\u00e4hrigen zeichnet die besondere Gabe aus, um den ihn viele in der Szene beneiden: Er springt dann am besten, wenn die wichtigen Pokale vergeben werden.<br \/>Er hat als einer von nur f\u00fcnf Skispringern alle relevanten Titel gewonnen, er ist zweifacher Olympiasieger, Weltmeister, Gesamt-Weltcupsieger und hat nun zum zweiten Mal die Vierschanzentournee f\u00fcr sich entschieden. Mit seinen Erfolgen hat er Skispringen wieder zur beliebtesten Sportart in Polen gemacht, so wie einst Adam Malysz; Stoch ist fast noch prominenter und beliebter in seiner Heimat als der Fu\u00dfballer Robert Lewandowski vom FC Bayern.<br \/>Schon am Bahnhof von Bischofshofen hatten die Kameras des polnischen Fernsehens jede Regung der ankommenden Fans Stunden vor Beginn der Veranstaltung aufgezeichnet. Skispringen ist in Polen eine nationale Angelegenheit. Jede noch so kleine Meldung, jedes so unwichtig erscheinende Detail wird heim in die Heimat geschickt und dort begeistert aufgenommen. Das ist nat\u00fcrlich auch ein lohnenswertes Gesch\u00e4ft geworden. Auf dem Fu\u00dfweg hinauf zu Paul-Au\u00dferleitner-Schanze gab es St\u00e4nde, die nur polnische Devotionalien feilboten. Polens Ministerpr\u00e4sident Mateusz Morawieck sagte nach dem Sieg: &#171;Heute bilden wir alle gemeinsam das Gefolge eines neuen K\u00f6nigs &#8212; Kamil!&#187;<br \/>Wei\u00df und rot waren die dominierenden Farben im Stadion, die rot-wei\u00df-roten Fahnen der \u00d6sterreicher waren in der Mehrheit, aber die typischen Zylinderh\u00fcte und Schals in den Nationalfarben waren in diesem Jahr Ladenh\u00fcter, sie wurden zum Sonderpreis und im Doppelpack angeboten, damit sie \u00fcberhaupt K\u00e4ufer fanden. W\u00e4hrend die Polen feierten, mussten die \u00d6sterreicher einige Niederlagen ertragen. Kein Springer schaffte es in der Gesamtwertung unter die besten Zehn, man muss auf dem Statistikzettel lange suchen, bis man f\u00fcndig wird. Michael Hayb\u00f6ck landete als bester \u00d6sterreicher auf Rang 14, Doppel-Weltmeister Stefan Kraft musste sich gar mit Rang 20 begn\u00fcgen.<br \/>Stoch war das Abschneiden der Konkurrenz egal, er wartete ganz am Ende auf die Einladung von Sven Hannawald zum Biertrinken, die er f\u00fcr den Grand Slam ausgelobt hatte. &#171;Hat mich noch nicht erreicht&#187;, sagte Kamil Stoch. Er l\u00e4chelte dennoch beseelt.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 2.3<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/vierschanzentournee-koenig-kamil-1.3815431?source=rss\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/vierschanzentournee-koenig-kamil-1.3815431?source=rss<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Pole Kamil Stoch schafft als zweiter Springer den Grand Slam bei der Tournee. 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