Home Deutschland Deutschland — in German Anschlag auf das Berliner Stromnetz wird zum Wahlkampfthema

Anschlag auf das Berliner Stromnetz wird zum Wahlkampfthema

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Die Linke geht in Zehlendorf von Haus zu Haus. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) kritisiert, die Partei „schütze die Täter“.
Franziska Brychcy, Abgeordnete der Linken, verteilt in Zehlendorf Kerzen und Taschenlampen. „Powerbanks sind leider ausverkauft“, erklärt sie im Foyer des Rathauses Zehlendorf. Zwischen Helfern und Betroffenen sammelt sich hier eine Gruppe von rund 40 Linken mit roten Warnwesten, um in der stromlosen Nachbarschaft Zehlendorfs bei Betroffenen zu klingeln, um zu fragen, ob sie Hilfe brauchen, und Infoblätter zu verteilen. Darauf sind Hilfsangebote und Notquartiere aufgelistet. Brychcy selbst wohnt in Lichterfelde, zwei Tage lang war bei ihr der Strom ausgefallen.
Es ist die erste Aktion der Linken-Gruppe am vierten Tag des Stromausfalls und habe eher symbolischen Charakter, räumt Brychcy ein. Es friert, als sich die kleine Gruppe auf den Weg macht. 90 Minuten dauert die Runde, einmal um den Block, in Zehlendorf liegt ihr Wahlkreis. „Wir erreichen durch die Aktion Menschen, die nicht mobil sind, die kein Radio hören.“ Auch das Ordnungsamt sei im Bezirk unterwegs, erklärt sie. Und auch die Kirchengemeinden besuchen Betroffene zu Hause, erklärt sie. Am Montag waren bereits sehr viele Gruppen in Zehlendorf unterwegs, berichtet Brychcy.
Die Gruppe der Linken startet ihre Nachbarschaftsrunde in Richtung Kamphausener und Machnower Straße. Die Motivation der Linken sei laut Brychcy, den betroffenen Menschen zu helfen. Wahlkampf wolle man hier nicht machen und auch keine Wahlkampfbroschüren verteilen.
Währenddessen greift der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) im Roten Rathaus die Linke scharf an. Er habe das eigentlich nicht sagen wollen, sagt Wegner am Ende der Pressekonferenz, doch dann sagt er es doch: „Ich verurteile, dass die Linkspartei erklärt hat, dass das nichts mit links zu tun hat“, erklärt Wegner. Die Linkspartei „duckt sich weg“.

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