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Mehr Soldaten für den Ernstfall: Bundesregierung treibt Reform der Bundeswehr-Reserve voran

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Die Bundesregierung passt die Bundeswehr an neue sicherheitspolitische Herausforderungen an und setzt dabei auf strukturelle Veränderungen.
Stand: 07.02.2026, 10:44 Uhr
Von: Jekaterina Jalunina
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Die Bundesregierung passt die Bundeswehr an neue sicherheitspolitische Herausforderungen an und setzt dabei auf strukturelle Veränderungen.
Berlin – Die Personalstärke der Bundeswehr zum Jahresende hat den höchsten Stand seit zwölf Jahren erreicht. Wie die Streitkräfte am Dienstag mitteilten, lag die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten Ende Dezember bei 184.194. Dies waren gut 3000 mehr als zum Ende des Vorjahres. Seit Jahresbeginn sucht die Bundeswehr aktiv mehr junge Menschen, die freiwillig Wehrdienst leisten.
Hintergrund sind neue NATO-Vorgaben angesichts der erhöhten Bedrohung durch Russland. Demnach muss Deutschland bis 2035 im Krisen- und Kriegsfall rund 460.000 Soldatinnen und Soldaten bereit stellen können. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will dafür die Personalstärke der Bundeswehr bis 2035 auf rund 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten erhöhen. Zudem soll die Zahl der einsatzbereiten Reservistinnen und Reservisten nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur auf 200.000 steigen und damit mehr als verdoppelt werden.
Die geplante Reform des Reservistendienstes soll ein zentraler Baustein der sicherheitspolitischen Neuausrichtung werden. Aus Sicht der SPD steht sie in direktem Zusammenhang mit dem neuen Wehrdienst. „Neue Regeln für die Reserve sind das Gegenstück zum neuen Wehrdienst, weil aus mehr Rekrutinnen und Rekruten mehr Reservistinnen und Reservisten werden“, sagt Falko Droßmann, verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion von Verteidigungsminister Boris Pistorius.

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