Nicolás Maduro wird in New York unter anderem wegen Drogen-Terrorismus angeklagt. Ihm droht lebenslange Haft. Venezuelas Präsident plädiert auf „nicht schuldig“. Viktor Orbán sagt derweil, die „liberale Weltordnung“ habe keine Geltung mehr. Mehr im Liveticker.
Nicolás Maduro wird in New York unter anderem wegen Drogen-Terrorismus angeklagt. Ihm droht lebenslange Haft. Venezuelas Präsident plädiert auf „nicht schuldig“. Viktor Orbán sagt derweil, die „liberale Weltordnung“ habe keine Geltung mehr. Mehr im Liveticker.
Nach einem groß angelegten US-Militäreinsatz in Venezuela hat Präsident Trump den venezolanischen Präsidenten Maduro gefangen genommen. Inzwischen hat die Verhandlung am New Yorker Gericht begonnen, wo sich Maduro unter anderem wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ sowie „Verschwörung zum Kokain-Import“ verantworten muss.
Alle Ereignisse rund um Venezuela im Liveticker:
Nach dem Angriff der USA auf Venezuela prangert der UN-Botschafter des Landes vor dem Weltsicherheitsrat einen umfassenden Bruch des Völkerrechts angeprangert. Verletzt worden seien die UN-Charta, die Genfer Konventionen, die Menschenrechtsgarantie sowie die Immunität eines amtierenden Staatsoberhaupts, sagte er während einer Sondersitzung des Gremiums in New York. Die UN-Charta garantiere die territoriale Integrität eines Landes sowie seine politische Unabhängigkeit und verpflichte zur friedlichen Streitbeilegung.
Im Gerichtssaal soll es laut „BBC“ zu einem Wortgefecht zwischen Maduro und einer Zuhörerin gekommen sein. Venezuelas Präsident hat demnach mehreren Anwesenden zugenickt und „Buenos días“ gesagt. Eine Zuhörerin soll Maduro auf Spanisch zugerufen haben, er werde für seine Taten „bezahlen“.
Maduro erwiderte daraufhin auf Spanisch, er sei ein „entführter Präsident“ und ein „Kriegsgefangener“, bevor er in Ketten hinter seiner Frau durch die Hintertür des Gerichtssaals hinausgeführt wurde.
Die weinende Zuschauerin wurde aufgefordert, den Gerichtssaal zu verlassen.
Die nächste Anhörung wurde auf den 17. März terminiert. Richter Hellerstein sagte, es sei sein Job, dass es zu einem fairen Prozess komme.
Offenbar bleibt Maduro so lange in Untersuchungshaft. Laut mehreren US-Medienberichten erklärte Maduros Anwalt, sein Mandant strebe derzeit keine Freilassung gegen Kaution an, könne dies aber zu einem späteren Zeitpunkt tun.
Die Gerichtsverhandlung endet nach einer halben Stunde, nachdem Verteidiger Mark Donnelly im Namen von Maduros Frau Cilia Flores erklärte, seine Mandantin habe „gesundheitliche Probleme, die behandelt werden müssen“.
Donnelly sagte, dass Flores, 69, möglicherweise einen Bruch oder schwere Prellungen an den Rippen habe und eventuell eine vollständige Röntgenuntersuchung benötige.
Sowohl Maduro als auch Flores stimmten zu, vorerst in Haft zu bleiben. Ihre Anwälte könnten zu einem späteren Zeitpunkt einen Antrag auf Kaution erneut stellen.
Nach Maduros Appell widmet sich der Richter Maduros Ehefrau. Nachdem sie ihren Namen bestätigt hatte, sagte Cilia Flores auf Spanisch über einen Dolmetscher: „Ich bin die First Lady der Republik Venezuela.“
Auf die Frage nach ihrem Plädoyer antwortete sie: „Nicht schuldig. Völlig unschuldig.“
Maduros Anwalt Barry Pollack sagte, sein Mandant sei „Oberhaupt eines souveränen Staates und habe Anspruch auf die Privilegien“, die ihm dieser Status gewähre.
Pollack sagte, es gäbe „Fragen zur Rechtmäßigkeit seiner Entführung durch das Militär“ und es würden „umfangreiche“ Schriftsätze im Vorverfahren eingereicht, um diese rechtlichen Einwände zu entkräften.
Maduros Sohn hat die Ergreifung seines Vaters durch US-Eliteeinheiten in Caracas als Entführung bezeichnet. „Wenn wir die Entführung von Staatschefs normalisieren, ist kein Land mehr sicher.
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