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Der von Trump entlassene FBI-Chef will vor dem Gremium aussagen. US-Medien veröffentlichen zudem neue Enthüllungen über den Präsidenten und dessen Umfeld.
Der von Präsident Donald Trump entlassene FBI-Chef James Comey will in einer öffentlichen Sitzung vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aussagen. Die Sitzung soll nach dem 29. Mai stattfinden, teilten die Ausschussvorsitzenden mit. Trump hatte Comey in der vergangenen Woche überraschend entlassen. Ihm wird deswegen vorgeworfen, er habe in die Russland-Untersuchungen eingreifen wollen.
“Ich hoffe, dass die Aussage des früheren Direktors Comey dabei helfen wird, einige Fragen zu beantworten, die aufgekommen sind, seit Direktor Comey so plötzlich vom Präsidenten entlassen wurde”, sagte der führende Demokrat im Ausschuss, Mark Warner. Ähnlich äußerte sich sein Ausschusskollege Richard Burr von den Republikanern. Comey solle zudem darüber aussagen, welche Rolle er bei der Einschätzung des FBI gespielt habe, dass Russland sich in die US-Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr eingemischt hat.
Comey leitete die Ermittlungen zu einer mutmaßlichen Beeinflussung der Präsidentenwahl durch Russland. Zudem geht es in dem Verfahren um die Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Vertretern der Regierung in Moskau. Trump hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Zu den Gründen für den Rauswurf Comeys haben Trump und sein Umfeld seit
vergangener Woche wechselnde und teilweise widersprüchliche Angaben
gemacht. Trump selbst stellte jedoch in seinen öffentlichen Statements
unter anderem auch den Zusammenhang mit den Russland-Ermittlungen her.
Nach einem Bericht der New York Times und anderer Medien soll der Präsident Comey gebeten haben, die Ermittlungen gegen Ex-US-Sicherheitsberater Michael Flynn einzustellen.
Am Freitag wurden zudem neue Vorwürfe bekannt. Wie die New York Times berichtet, habe Trump gegenüber russischen Regierungsvertreten die Entlassung als Befreiungsschlag begründet. “Ich habe gerade den Chef des FBI gefeuert”, sagte Trump dem Bericht zufolge zum russischen Außenminister Sergej Lawrow und dem russischen US-Botschafter Sergej Kislyak. “Er war verrückt, ein echter Spinner”, sagte Trump laut einer Aufzeichnung des Gesprächs, das der Zeitung vorgelesen wurde. “Ich habe wegen Russland einen großen Druck verspürt. Der ist jetzt weg”, sagte Trump demnach.
Trumps Sprecher Sean Spicer dementierte die Darstellung nicht Er sagte der Zeitung: “Durch Selbstdarstellung und eine Politisierung der Ermittlungen zu den russischen Aktivitäten hat James Comey unnötigen Druck auf unsere Fähigkeiten ausgeübt, uns mit Russland austauschen zu können und mit ihnen zu verhandeln.”
Laut einem Zeitungsbericht der Washington Post ist zudem eine hochrangige Person aus dem engerenUmfeld von Trump ins Visier geraten. Es handle sich um einen Berater oder eine Beraterin im Weißen Haus, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Insider. Um wen es sich handeln soll, sickerte nicht durch. Die Person werde vom FBI als bedeutsame Figur für den Fortgang der Ermittlungen gesehen, schreibt das Blatt.

© Source: http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-05/ex-fbi-chef-comey-will-vor-geheimdienstausschuss-treten
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