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Die Grünen werden nur dann auf eine Bundesebene eine Koalition eingehen, wenn die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird. Das beschloss der Parteitag in Berlin – obwohl die Parteispitze sich wohl lieber nicht festgelegt hätte.
Eine Regierungsbeteiligung auf Bundesebene kommt für die Grünen nur infrage, wenn die Ehe für Alle Gesetz wird. Das beschloss die Partei am Sonntag auf ihrer Bundesdelegiertenkonferenz in Berlin. Die Bedingung ist Bestandteil ihres Wahlprogramms, das die Grünen am Sonntag mit großer Mehrheit verabschiedeten. Der Grünen-Parteivorsitzende Cem Özdemir erklärte zum Abschluss der dreitägigen Konferenz, die Grünen seien die Partei, die nicht vorschrieben, wen jemand lieben könne.
Zuvor hatte der frühere Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion, Jürgen Trittin, dies im Fernsehsender Phoenix bekräftigt. „Wir wollen eine Ehe für Schwule und Lesben und sehen das als eine Voraussetzung an für jede Form von Regierungsbeteiligung. Da kann man jetzt lange darüber nachdenken, mit wem da Koalitionen möglich sind“, sagte der frühere Bundesumweltminister. Seine Partei gehe mit dem Zehn-Punkte-Plan in den Wahlkampf. „Und nur, wenn es in diese Richtung geht, wenn das auf den Weg gebracht wird, werden wir uns an einer Regierung beteiligen.

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