Bildungsforscher warnen: Durch steigende Geburtenraten und mehr Ganztagsschulen braucht es bis 2025 viele neue Grundschullehrer – es gibt aber zu wenige Uni-Absolventen.
Der Lehrermangel wird voraussichtlich bis 2025 noch größer sein als bisher gedacht: Einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge werden an Grundschulen in sieben Jahren rund 35.000 Lehrer fehlen. Grund dafür sei vor allem die unerwartet hohe Geburtenrate in den vergangenen Jahren, die sich in den künftigen Schülerzahlen widerspiegeln werde. Aber auch der geplante Ausbau von Ganztagsschulen trage zu einem höheren Bedarf an Lehrern bei.
Die Bildungsforscher haben errechnet, dass insgesamt bis einschließlich 2025 knapp
105.000 Grundschullehrer neu eingestellt werden müssten. Für
den zusätzlichen Bedarf aufgrund steigender Schülerzahlen brauche es
26.000 neue Lehrer, für den Ausbau der Ganztagsschulen
weitere 19.000. Die restlichen 60.000 würden für den Ersatz ausscheidender Lehrer benötigt. Demgegenüber stünden im selben
Zeitraum nur 70.000 Absolventen von Universitäten zur Verfügung. Daraus
ergibt sich die von den Forschern erwartete Lücke von 35.000
Grundschullehrern.
Die Forscher
forderten die Regierung auf, möglichst schnell zu handeln.
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Deutschland — in German Bertelsmann-Stiftung: An Grundschulen fehlen bald 35.000 Lehrer