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Mike Pompeo: Härte als Ersatz für eine Strategie

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US-Außenminister Mike Pompeo will den Iran “brechen”, Sanktionen seien erst der Anfang. Kaum denkbar, dass das Regime sich so auf die Forderungen der USA einlässt.
In seiner ersten großen Rede als US-Außenminister gab sich der neue Chefdiplomat wenig diplomatisch. Zwei Wochen, nachdem Präsident Donald Trump den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran angekündigt hatte, war Mike Pompeo an versöhnlichen Worten gegenüber dem Regime in Teheran oder den internationalen Verbündeten wenig gelegen. Die USA würden die Wirtschaft des Irans mit aller verfügbarer Macht zerstören und seine Agenten und Handlanger in aller Welt “brechen”, prophezeite er während eines wortgewaltigen Auftritts in Washington. Würden die Sanktionen erst einmal greifen, werde der Iran ums Überleben kämpfen. Dabei sei das, wie er in den gut 20 Minuten der Rede deutlich machte, “nur der Anfang”.
Pompeos Hardliner-Positionen und die unbedingte Loyalität zum Präsidenten waren der Garant für seinen Aufstieg vom CIA-Chef zum Außenminister. Und so wiederholte er die Forderungen seines Chefs – ergänzt um eine ganze Reihe weiterer Bedingungen. Um Sanktionen zu entgehen, müsse der Iran sein Raketenprogramm einstellen, außerdem aufhören, militante und terroristische Gruppen im Nahen Osten zu unterstützen, und seine Truppen aus Syrien abziehen. Pompeo forderte auch die Freilassung amerikanischer Gefangener und den Bann von Schwerwasserreaktoren, die als Grundvoraussetzung für die Entwicklung von Nuklearenergie gelten. Niemals wieder, sagte der Außenminister, werde das Regime einen “Freifahrtschein erhalten, um den Nahen Osten zu dominieren”.
Der kompromisslose Ton überraschte selbst die Kenner des Ex-Militärs im Außenministerium.

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