Im Streit mit Kanzlerin Merkel beharrt die CSU weiter darauf, dass es eine schnelle Regelung für die Zurückweisung von Flüchtlingen an der Grenze geben soll. Doch zugleich legte sie einen Kompromissvorschlag vor.
Im Streit mit Kanzlerin Merkel beharrt die CSU weiter darauf, dass es eine schnelle Regelung für die Zurückweisung von Flüchtlingen an der Grenze geben soll. Doch zugleich legte sie einen Kompromissvorschlag vor.
CDU und CSU ringen weiter um eine gemeinsame Position in der Asylpolitik – und offenbar fast um jedes Wort. Denn nachdem Kanzlerin Angela Merkel laut dpa-Informationen beim Krisentreffen mit Innenminister Horst Seehofer im Kanzleramt einen Kompromissvorschlag vorgelegt hatte, folgt nun wiederum ein Vorschlag der CSU. Das berichtet ebenfalls die dpa.
Demnach besteht die CSU-Spitze darauf, jetzt festzulegen, dass Asylbewerber, die schon in einem anderen europäischen Land registriert sind, an der deutschen Grenze zurückgewiesen werden. Zugleich unterstützt die CSU aber alle Bemühungen, auf europäischer Ebene gleichwertige Maßnahmen zu vereinbaren. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder betont allerdings, es müsse eine schnelle Regelung für Zurückweisungen von Flüchtlingen an der Grenze geben. In dieser Frage zeigt sich die CSU also unnachgiebig.
Merkel pocht in dem Streit auf eine europäische Lösung des Problems. Ihr Kompromissvorschlag hatte laut dpa vorgesehen, bilaterale Vereinbarungen mit den am stärksten vom Migrationsdruck betroffenen Ländern zu schließen.

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