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Angespannte Sicherheitslage: Wiesbaden baut goldene Erdogan-Statue ab

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Die Stadt Wiesbaden hat am späten Dienstagabend die in der Innenstadt aufgestellte Statue des türkischen Präsidenten Erdogan abbauen lassen. Die Kunstaktion zur Biennale hatte zahlreiche Menschen aufgebracht. Die Stadt sah die Sicherheit gefährdet.
Auf Facebook und auf Twitter gab die Stadt Wiesbaden gegen 22.45 Uhr am Dienstag bekannt, dass sie die als Kunstobjekt auf dem Platz der Deutschen Einheit installierte goldene Statue des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan entfernen lasse.
In Abstimmung mit der Landespolizei haben OB Sven
#Gerich
und BM Oliver Franz entschieden, die Statue abbauen zu lassen, weil die Sicherheit nicht mehr weiter gewährleistet werden kann. Dieses Vorgehen deckt sich mit dem Ergebnis der Magistratsberatungen am Vormittag.
#Biennale
Stand: 28.08.18,23:09 Uhr
Dies hätten Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) und Bürgermeister Oliver Franz (CDU) in Abstimmung mit der Landespolizei entschieden. Zur Begründung hieß es, die Sicherheit könne nicht mehr weiter gewährleistet werden.
Die Statue hatte für reichlich Wirbel gesorgt. Viele Menschen störten sich an der vier Meter hohen Figur, die Erdogan mit ausgetrecktem Arm und Zeigefinger zeigte, wenn auch aus völlig unterschiedlichen Gründen.
Einheimische meinten, die Statue des umstrittenen Politikers habe in Wiesbaden nichts verloren. Viele türkischstämmige Erdogan-Anhänger sahen den Präsidenten verunglimpft. Seine Gegner, darunter viele Kurden, sahen ihn glorifiziert.
Im Laufe des Tages kamen immer mehr Menschen auf den Platz. Die Stimmung war aufgeheizt. Manche beschmierten die Statue, andere versuchten, die Schmierereien wieder zu entfernen. Es wurde geschimpft und gepöbelt.

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