Der Kurs der türkischen Landeswährung Lira bricht weiter massiv ein.
Die türkische Landeswährung Lira ist trotz Beschwichtigungen von Präsident Recep Tayyip Erdogan im freien Fall. Der Kurs brach am Freitag um mehr als zehn Prozent ab. Ein Dollar kostete rund 6,40 Lira. Seit Jahresbeginn hat die türkische Währung damit mehr als ein Drittel an Wert eingebüßt.
Die EZB-Bankenaufseher schauen sich einem Medienbericht zufolge wegen des drastischen Verfalls die Verbindungen europäischer Geldhäuser zur Türkei an. Insgesamt würden die Aufseher die Situation zwar noch nicht als kritisch einstufen, berichtete die Financial Times unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Die Großbanken BBVA aus Spanien, die italienische Unicredit und die französische BNP Paribas seien aber besonders exponiert. Diese hätten bedeutende Geschäfte in dem Land.
Die Aktien der drei in dem Zeitungsbericht genannten Banken rutschten um je mehr als drei Prozent ab. Deutsche Bank und Commerzbank gerieten in den Strudel und verloren 3,3 und 2,1 Prozent. Bei der Deutschen Bank spielte nach Meinung von Händlern auch eine Herunterstufung von Morgan Stanley eine Rolle.

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