Pflegeeltern sollten einem von seiner Mutter getrennten Jungen ein sicheres Zuhause bieten. Doch das traute Heim wurde zum Tatort.
Kleinkind durchlebte die Hölle – Pflegeeltern vor Gericht
Pflegeeltern sollten einem von seiner Mutter getrennten Jungen ein sicheres Zuhause bieten. Doch das traute Heim wurde zum Tatort.
Offene Wunden, Handknochenfrakturen, Brillenhämatome, Schlüsselbeinbruch – die im Mannheimer Amtsgericht vorgetragene Liste von Verletzungen eines kleinen Jungen lässt einem den Atem stocken.
Staatsanwalt Tobias Lutz verliest am Dienstag in Mannheim die körperlichen Leiden, die Pflegeeltern dem Kind zugefügt haben sollen. Ihm gegenüber lauschen die 44-jährige Angeklagte und ihr gleichaltriger Ehemann anscheinend ungerührt den zahlreichen Vorwürfen. Die Frau ist wegen gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung Schutzbefohlener angeklagt. Ihrem Mann wird Körperverletzung und Misshandlung durch unterlassene Hilfe für das wehrlose Kind zur Last gelegt.
Lutz schildert die Pflege in der Familie, zu der auch zwei leibliche Kinder des Paars gehören, zunächst als liebevoll. Doch nach einem halben Jahr soll sich das geändert haben.

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