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Zum vierten Mal eine Koalition durch FPÖ-Turbulenzen gesprengt

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Mit der Weigerung, nach Heinz-Christian Straches Rücktritt auch auf Innenminister Herbert Kickl zu verzichten, endete Türkis-Blau noch schneller als alle anderen Koalitionen mit FPÖ-Beteiligung.
Wien – Die FPÖ hat sich einmal mehr als unzuverlässiger Regierungspartner erwiesen. Mit der Weigerung, nach Heinz-Christian Straches Rücktritt auch auf Innenminister Herbert Kickl zu verzichten, endete Türkis-Blau noch schneller als ihre anderen Partnerschaften. Keine einzige Koalition mit der FPÖ hielt die ganze Periode durch. Dreimal sprengten FPÖ-Turbulenzen die Koalition, einmal sprengte es sie selbst.
Mittlerweile war die 1956 offiziell gegründete Freiheitliche Partei Österreichs insgesamt etwas mehr als zehn Jahre in der Regierung – und das 2005 abgespaltene BZÖ ein Jahr und acht Monate. Als erster holte 1983 die SPÖ – als sie die Absolute verloren hatte – die FPÖ in die Regierung. Kanzler Fred Sinowatz und Vizekanzler Norbert Steger regierten drei Jahre lang miteinander; auch mit Kanzler Franz Vranitzky (SPÖ) blieb es noch bei Rot-Blau – bis in der FPÖ Jörg Haider putschte und Steger ablöste.

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