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Kaum Neuweihen: Der katholischen Kirche gehen die Priester aus

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Die Zahl der Neuweihen sinkt immer weiter. Der Präsident der Laienorganisation ZdK warnt vor einer Katastrophe. Was der Augsburger Bischof sagt.
Auch im Jahr …

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Die Zahl der Neuweihen sinkt immer weiter. Der Präsident der Laienorganisation ZdK warnt vor einer Katastrophe. Was der Augsburger Bischof sagt.
Auch im Jahr 2020 wird die Zahl der neugeweihten katholischen Priester in Deutschland überaus niedrig bleiben. Nachdem 2019 die Zahl der Neuweihen von sogenannten Weltpriestern mit 55 einen historischen Tiefstand erreicht hatte, liegt sie dieses Jahr voraussichtlich bei 57.1962 waren es mit 557 noch knapp zehn Mal so viele neugeweihte Priester, die nicht einem Orden angehören. Das hat eine Umfrage unserer Redaktion in allen 27 deutschen (Erz-)Bistümern ergeben.
Für Thomas Sternberg, den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), ist die Entwicklung alarmierend. “Im vergangenen Jahr kam auf elf ausscheidende Priester eine Neuweihe. Wenn man das weiterrechnet, sieht man, in welche Katastrophe das münden wird”, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. “Wir bräuchten 200 oder 300 Priesterneuweihen jedes Jahr – doch davon sind wir ganz weit entfernt.”Thomas Sternberg: “Wir bräuchten 200 oder 300 Priesterneuweihen jedes Jahr”
Tatsächlich lag die Zahl der Neuweihen zuletzt im Jahr 1994 bei über 200. Sternberg, der für das höchste Laiengremium der katholischen Kirche in Deutschland spricht, fordert daher, die Zugangsbedingungen zum Priesteramt zu ändern: “Wir brauchen viri probati, wir brauchen auf Dauer auch das Frauenpriestertum und der Beruf selbst muss wieder attraktiver werden.

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