Start United States USA — mix Es liegt an uns allen, wie der Corona-Herbst wird

Es liegt an uns allen, wie der Corona-Herbst wird

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Während die Impfungen stocken, steigt die Inzidenz täglich. Es gilt jetzt, jene an ihre gesellschaftliche Verantwortung zu erinnern, die…
E s ging in der Corona-Pandemie niemals nur darum, das Virus kleinzuhalten. Natürlich drehten sich alle Fragen am Ende darum, wie es gelingen kann, Ansteckungen zu vermeiden. Und damit oft genug Krankheit, Leid und Tod. Doch da war immer auch eine zweite Ebene, losgelöst von jedweder Pragmatik. Fast immer ging es dabei um Verantwortung. Wer ist am dringlichsten vor den Gefahren des Virus zu schützen? Wer kann diesen Schutz ermöglichen? Und vor allem: Zu welchem Preis kann man das verlangen? Lange bestand die begründete Hoffnung, dass die Impfkampagne die Krise einfacher macht. Dass in Sachen Corona nur noch nüchternes Krisenmanagement betrieben werden und das gesellschaftliche Gleichgewicht nicht immer wieder aufs Neue ausgehandelt werden muss. In wenigen Wochen geht der Sommer zur Neige, doch von Leichtigkeit ist dieser Tage nicht viel zu spüren. Die Hoffnung, dass diese Krise mit der Zeit einfacher wird, hat sich nicht erfüllt. Sie bleibt eine Belastung. Das Land steuert unter anderen Rahmenbedingungen in den Herbst als im vergangenen Jahr. Inzwischen sind mehrere Impfstoffe vorhanden, die einen größtmöglichen Schutz vor Ansteckung und Erkrankung ermöglichen. Und jeder Erwachsene, der sich auf diese Weise vor den Folgen des Virus schützen lassen will, sollte bereits die Chance dazu gehabt haben. Gerade konnte die Bundesregierung stolz vermelden, dass inzwischen mehr als jeder Zweite im Land vollständig gegen Corona geimpft ist. Doch weil die Impfbereitschaft bislang weit hinter den Erwartungen zurückbleibt – Fachleute des Robert Koch-Instituts halten eine Quote von mindestens 85 Prozent für erforderlich –, bleibt der weitere Umgang mit der Pandemie heikel.

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