Lohnt sich Arbeiten im Vergleich mit Bürgergeld? Immer wieder wird darüber diskutiert – auch auf Social Media. Wir rechnen nach.
Stand: 31.03.2025, 23:21 Uhr
Von: Jana Stäbener
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Lohnt sich Arbeiten im Vergleich mit Bürgergeld? Immer wieder wird darüber diskutiert – auch auf Social Media. Wir rechnen nach.
Wenn alleinstehende Bürgergeldempfängerinnen und -empfänger innerhalb eines Jahres künftig zwei Jobangebote ablehnen, soll ihnen der Bürgergeld-Regelsatz von 563 Euro für zwei Monate vollständig gestrichen werden können. Darauf haben sich Union (CDU/CSU) und SPD in den Koalitionsverhandlungen geeinigt. Betroffen wären davon sogenannte „Totalverweigerer“, laut Bundesarbeitsagentur rund ein Prozent der rund 1,7 Millionen arbeitslosen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten.
In den Koalitionsverhandlungen einigten sich Friedrich Merz und SPD laut Handelsblatt ebenfalls darauf, dass der Leistungssatz der insgesamt 5,5 Millionen Leistungsberechtigten in Zukunft anders berechnet werden soll. Dass das Bürgergeld zu hoch sei, kritisierte die Union schon lange. Immer wieder gibt es Diskussionen über die Bürgergeld-Höhe – auch auf Social Media. Mitte März teilt ein User auf X die Behauptung, eine Person mit Niedriglohn-Vollzeitjob hätte monatlich nur einen Euro mehr zur Verfügung als ein Bürgergeldempfänger.
Die Person auf X (ehemals Twitter) rechnet mit einem Gehalt von 2520 Euro brutto, von dem angeblich 772 Euro für Steuern, 745 Euro für Miete und 500 Euro für Energiekosten abgehen würden, während ein Bürgergeldempfänger dies alles nicht bezahlen müsste.