Die SPD in Niedersachsen steht vor einer Zäsur: Der langjährige Ministerpräsident Stephan Weil kündigt seinen Rücktritt an. Nachfolger soll Wirtschaftsminister Olaf Lies werden. Er spüre eine Veränderung bei sich im Vergleich zu den Vorjahren, begründet Weil seine Entscheidung.
Die SPD in Niedersachsen steht vor einer Zäsur: Der langjährige Ministerpräsident Stephan Weil kündigt seinen Rücktritt an. Nachfolger soll Wirtschaftsminister Olaf Lies werden. Er spüre eine Veränderung bei sich im Vergleich zu den Vorjahren, begründet Weil seine Entscheidung.
Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat am Dienstag seinen Rückzug erklärt und den bisherigen Wirtschaftsminister Olaf Lies als Nachfolger vorgeschlagen. Der 66-jährige Weil, der in Niederachsen seit 2013 regiert, begründete seinen Schritt mit seinem Alter, schwindender Energie und Schlafstörungen.
„Ich bin 66 Jahre alt – und ich merke das auch“, sagte der SPD-Politiker. Er spüre eine Veränderung bei sich im Vergleich zu den Vorjahren. Den jüngsten Bundestagswahlkampf etwa habe er als besonders kraftraubend empfunden. „Ich habe den Eindruck, es ist Zeit, kürzerzutreten.“ Außerdem wolle er ergänzen, dass er „leider eben wie viele andere Menschen auch unter Schlafstörungen leide“. Er habe den SPD-Gremien am Dienstag Lies als Nachfolger vorgeschlagen.
Weils Rückzug ist für die SPD in Niedersachsen eine Zäsur: Er ist bereits seit Anfang 2012 SPD-Landeschef und seit Anfang 2013 Ministerpräsident. Weil ist damit der drittdienstälteste Regierungschef hinter Reiner Haseloff (CDU/Sachsen-Anhalt) und Winfried Kretschmann (Grüne/Baden-Württemberg). Zuvor war er von 2006 bis 2013 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover.
Spekulationen, Weil könnte das Amt als Regierungschef vorzeitig übergeben, um seinem Nachfolger vor der nächsten Landtagswahl einen Amtsbonus zu verschaffen, hatte es seit Jahren gegeben.
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Deutschland — in German Stephan Weil: „Ich leide unter Schlafstörungen“ – So begründet der SPD-Politiker seinen...