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AfD-Jugend gründet sich in Gießen – begleitet von massiven Protesten

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Draußen große Proteste, im Saal große Einigkeit: In Gießen hat sich die neue AfD-Jugendorganisation mit dem Namen Generation Deutschland (GD) gegründet. Mehrere Zehntausend Gegendemonstranten versammelten sich in der mittelhessischen Stadt, die meisten von ihnen protestierten friedlich. An einigen Orten gab es gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei. Diese setzte mehrmals Wasserwerfer ein und verhinderte, dass der Versammlungsort gestürmt wurde.
Die Polizei zählte bis zum Nachmittag mehr als 25.000 Demonstranten auf den Straßen der Stadt mit ihren rund 92.000 Einwohnern. Das Bündnis „Widersetzen“ sprach von über 50.000 Teilnehmern.
Ein großer Teil der Versammlungen sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Derzeit wisse man von zehn leicht verletzten Beamten, eine abschließende Zahl gebe es noch nicht. „Hinsichtlich verletzter Versammlungsteilnehmender liegen der Polizei keine gesicherten Zahlen vor.“ Zahlen zu Festnahmen oder Platzverweisen konnte die Polizei zunächst nicht nennen.
Das Uniklinikum Gießen-Marburg sprach von rund 15 leicht verletzten Demonstranten bis zum Nachmittag mit ambulanter Behandlung.
Die Proteste begannen schon am frühen Morgen. Aktivisten blockierten mehrere Straßen in der Gießener Umgebung, um eine Anreise zu dem Gründungskongress zu verhindern. Das Treffen begann mit gut zweistündiger Verspätung, weil viele der rund 1000 Teilnehmer nicht pünktlich um 10.00 Uhr in den Gießener Messehallen angekommen waren.
Auch die AfD-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla verspäteten sich. Sie kritisierten die Blockaden scharf. Die Junge Alternative hatte sich im Frühjahr aufgelöst, nachdem sich die AfD von ihr getrennt hatte. Der Grund: Die JA war als eigenständiger Verein nur lose an die AfD angebunden. Mitglieder – mit Ausnahme der Vorstände – mussten nicht Mitglied der Partei sein und agierten weitgehend unabhängig.
Die Generation Deutschland soll nach Angaben von AfD-Chefin Weidel vor allem fähigen Nachwuchs für die Mutterpartei hervorbringen, auch mit Blick auf die Landtagswahlen im nächsten Jahr in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo die Partei nach Umfragen erstmals in Regierungsverantwortung kommen könnte. Dann müssten viele Posten besetzt werden. „Also das ist eine Kaderschmiede für die Regierungsverantwortung“, sagte Weidel.
Mitglied in der neuen AfD-Jugendorganisation kann in der Regel nur noch sein, wer auch schon in der AfD ist.

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