Audioaufnahmen von der Entführung der Block-Kinder sind im Hamburger Landgericht zu hören. Die Prozessbeteiligten reagieren mit großer Betroffenheit.
© dpa/Marcus Brandt
Audioaufnahmen von der Entführung der Block-Kinder sind im Hamburger Landgericht zu hören. Die Prozessbeteiligten reagieren mit großer Betroffenheit.
Stand: heute, 14:28 Uhr
Schreie und Wimmern eines Kindes, schweres Atmen und Männerstimmen: Im Prozess um die Entführung zweier Block-Kinder hat das Landgericht Hamburg Aufzeichnungen eines Alarmknopfes abgespielt. Diesen trug der Sohn von Christina Block bei der Entführung in der Silvesternacht 2023/2024 und hatte ihn aktiviert.
Als die neun Audiodateien am 22. Verhandlungstag insgesamt eine halbe Stunde lang abgespielt werden, ist es ganz still im Gerichtssaal. Die Angeklagte Christina Block und ihr Ex-Mann Stephan Hensel, die seit Jahren einen erbitterten Sorgerechtsstreit führen, hören mit gesenktem Kopf und offensichtlich großer Betroffenheit zu. Die Worte ihres damals zehnjährigen Sohnes sind auf den Aufnahmen nur schwer zu verstehen, aber die Angst des Kindes ist spürbar.
Die Männer sprechen meist in einer fremden Sprache. Einmal ist zu hören, wie einer von ihnen sagt: „Back home to mama.“ Jemand berichtet später auf Deutsch mit Akzent: „Wir gehen zu deiner Mama.“ Eine Stimme ruft No!“ (Nein). Im Hintergrund sind mehrfach Knallgeräusche zu hören.
Während des Feuerwerks hatten laut Anklage Mitarbeiter einer israelischen Sicherheitsfirma den Vater in der Nähe seines Hauses in Süddänemark überwältigt und waren mit dem Jungen und dem Mädchen (13) bis kurz vor die dänisch-deutsche Grenze gefahren.
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