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Mütter flehen Putin an: Datenleck deckt Verzweiflung auf

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Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen verheerend. Wie die eigene Bevölkerung auf der Suche nach Angehörigen leidet, zeigt eine aktuelle Datenpanne.
Stand: 24.01.2026, 10:13 Uhr
Von: Felix Busjaeger
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Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen verheerend. Wie die eigene Bevölkerung auf der Suche nach Angehörigen leidet, zeigt eine aktuelle Datenpanne.
Moskau – Eltern suchen ihre Kinder, Ehefrauen ihre Männer: Ein großes Datenleck hat enthüllt, wie verzweifelt Familien in Russland Erklärungen suchen, was mit ihren Angehörigen im Ukraine-Krieg passiert ist. Häufig ist es die Ungewissheit, die Militärangehörige dazu bringt, dem Kreml zu schreiben. „Ich flehe Sie an, helfen Sie mir, meinen Sohn zu finden. Ist er verwundet, in Gefangenschaft oder tot?“ – es ist einer der knapp 9500 Hilferufe, die russische Bürger zwischen Ende April und Anfang September 2025 an die Menschenrechtsbeauftragte im Kreml geschrieben haben. Durch eine Sicherheitslücke sind unzählige Schreiben öffentlich geworden.
Sie dokumentieren die Verzweiflung in Russland und ermöglichen einen Einblick in eine Gesellschaft, die nach außen die „spezielle Militäroperation“ in der Ukraine erträgt, aber insgeheim unter den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs massiv leidet. „Für Putin bedeutet der Krieg Action. Für Tausende Familien in Russland bedeutet er Horror, Verlust und endloses Warten“, sagte der Echo-Chefredakteur Maxim Kurnikow, dessen Team zuerst die Datenpanne publik machte. Die Beschwerden deuten darauf hin, dass Russland hohe Verluste hinnimmt und deren Ausmaß systematisch verschleiert. Die Enthüllungen fußen auf einem Zufall: ein Zahlendreher – und plötzlich ist der Schmerz eines Landes öffentlich.
Bereits Ende Dezember berichtete die New York Times über das Datenleck. Demnach überprüfte eine Person, die eine Beschwerde beim russischen Menschenrechtsbeauftragten eingereicht hatte, online den Status ihrer Beschwerde. Laut Kurnikow gab die Person versehentlich die falsche Beschwerdenummer ein und erhielt statt einer Fehlermeldung die Beschwerde einer ganz anderen Person.

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