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Eine beispiellose Gemeinschaftsaktion

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Mehr als 20 Staaten haben russische Diplomaten ausgewiesen. Die Länder sehen Moskau hinter dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Skripal in Großbritannien. Russland drohte mit Vergeltung.
Mehr als 20 Staaten haben russische Diplomaten ausgewiesen. Die Länder sehen Moskau hinter dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Skripal in Großbritannien. Russland reagierte empört und drohte mit Vergeltung.
Die britische Premierministerin Theresa May hat sich zufrieden über die Unterstützung aus dem Ausland nach dem Giftanschlag auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal gezeigt. Nach den Ankündigungen von 20 Ländern, ebenfalls russische Diplomaten auszuweisen, sagte May im britischen Parlament:
In einer bislang beispiellosen Gemeinschaftsaktion wurden mehr als 100 russische Diplomaten und Geheimdienstmitarbeiter ausgewiesen. Innerhalb von sieben Tagen müssen sie das jeweilige Land verlassen. May stellte fest, es handle sich um die größte Aktion dieser Art in der Geschichte. Zuvor hatte Großbritanniens Außenminister Boris Johnson von einer „außergewöhnlichen internationalen Reaktion unserer Verbündeten“ gesprochen.
Auf ihrem Gipfel am Freitag hatten die EU-Staaten Russland als Verantwortlichen für den Giftanschlag in Südengland benannt. Die 28 EU-Regierungen verurteilten in einer Erklärung den Anschlag „in schärfster Weise“. Nun entschlossen sich 16 EU-Länder, russische Diplomaten auszuweisen, zuletzt auch Ungarn. Weitere Maßnahmen könnten folgen, erklärte EU-Ratspräsident Donald Tusk.
Deutschland entschied, vier russische Mitarbeiter nach Hause zu schicken. „Nach dem Giftanschlag von Salisbury trägt Russland noch immer nicht zur Aufklärung bei“, begründete das Auswärtige Amt den Beschluss:
Bundesaußenminister Heiko Maas hob hervor, die Entscheidung sei „nicht leichtfertig“ getroffen worden. „Aber die Fakten und Indizien weisen nach Russland.“
Auch fünf Nicht-EU-Staaten schlossen sich an.

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