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Marine Le Pen: Angeschlagen, aber nicht erledigt

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Die französische Rechte Marine Le Pen macht Front gegen ihren Ausschluss von Wahlen – ihr junger Mitstreiter Bardella lauert in Wartestellung.
Stand: 01.04.2025, 17:15 Uhr
Von: Stefan Brändle
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Massenproteste und juristische Winkelzüge: Marine Le Pen macht Front gegen den Wahl-Ausschluss – ihr junger Mitstreiter Jordan Bardella lauert in Wartestellung.
Marine Le Pen gibt sich kämpferisch. Die 56-jährige Gründerin des Rassemblement National (RN) sagte im TV-Sender TF1, sie sei „combattive“, kampfeslustig. Sie werde das „politische Urteil“ gegen ihre Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen 2027 nicht hinnehmen. Schließlich hätten ihr bei den Wahlen 2022 über 13 Millionen Menschen ihre Stimme gegeben. Das RN plant eine „friedliche Bürgermobilisierung“, voraussichtlich mit einer Großkundgebung in Paris. Dabei droht allerdings ein Flop: Zwar stimmen im geheimen Wahllokal immer mehr Stimmberechtigte für Le Pen; längst nicht alle würden aber für sie auf die Straße gehen oder auch nur ihren Namen für eine Petition zugunsten der weitum verpönten Rechtsextremistin hergeben.
Alle 24 wegen Veruntreuung verurteilten RN-Mitglieder (von 25 Angeklagten) wollen das erstinstanzliche Urteil anfechten. „Der Weg ist eng, aber er existiert“, sagte Le Pen dazu. Für eine Kandidatur im Mai 2027 müsste der Prozess in einem Jahr abgewickelt sein, da danach bis zum Urteil erneut Monate vergehen. Bei Politikern wie François Fillon oder Nicolas Sarkozy dauerte die Berufung zwei Jahre.
Die RN-Chefin hofft auf den Vorgängerfall des gaullistischen Ex-Premiers Alain Juppé, der 2004 wegen Scheinjobs eine Haftstrafe erhalten hatte.

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