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Sonntagsfrage: AfD zieht in Umfrage erstmals mit Union gleich

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Die Union mit dem CDU-Vorsitzenden und mutmaßlichen künftigen Kanzler Friedrich Merz rutscht in den Umfragen nach der Bundestagswahl ab. Nutznießer ist die Konkurrenz von rechts außen.
© Michael Kappeler/dpa
Die Union mit dem CDU-Vorsitzenden und mutmaßlichen künftigen Kanzler Friedrich Merz rutscht in den Umfragen nach der Bundestagswahl ab. Nutznießer ist die Konkurrenz von rechts außen.
Heute, 11:20 Uhr
Sechs Wochen nach der Bundestagswahl hat die AfD die Union in der Wählergunst eingeholt. Erstmals liegen die Rechten in einer bundesweiten Umfrage mit 24 Prozent auf gleicher Höhe mit CDU und CSU. Das ist ihr höchster Wert bisher.
Offensichtlich profitiert die AfD vor allem von einer Enttäuschung über die Union, etwa wegen des gewaltigen Schuldenprogramms für Investitionen, das diese gemeinsam mit SPD und Grünen durch eine Grundgesetzänderung möglich gemacht hat.
Vor der Wahl hatte Unions-Kanzlerkandidat und CDU-Chef Friedrich Merz zusätzliche Staatsschulden und tiefgreifende Änderungen an der Schuldenbremse deutlich abgelehnt. Eine große Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland sieht in dem Kurswechsel eine Wählertäuschung, wie etwa das ZDF-Politbarometer ergeben hatte.
CDU und CSU haben laut der Umfrage des Instituts Insa für die „Bild“ seit der Bundestagswahl 4,5 Prozentpunkte eingebüßt, die AfD konnte seitdem um 3,2 Punkte zulegen. Auch die Sozialdemokraten verlieren weiter an Zuspruch und stehen jetzt bei 16 Prozent (16,4 Prozent bei der Bundestagswahl).
Die fühlt sich bestätigt. Parteichefin Alice Weidel hatte schon kurz nach der Bundestagswahl gesagt: „Wir werden die CDU in den nächsten Jahren überholen und das wird sehr, sehr schnell gehen.“
„Es ist Zeit für eine wirkliche bürgerliche Politikwende“, schrieb sie am Morgen auf der Plattform X.

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